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Krise der Volksparteien: Rot-schwarze Rentnerrepublik

dapdStärkste Fraktion, Macht gesichert, die Genossen feiern. Doch in absoluten Zahlen hat auch die SPD an Zuspruch verloren. Nicht so dramatisch wie die CDU, aber deutlich. Junge Wähler verweigern den Volksparteien ihre Stimme - nur bei Rentnern kommen die "Kümmer"-Politiker vom alten Schlag noch an.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...833082,00.html
  1. #1

    Neue Erkenntnis?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Stärkste Fraktion, Macht gesichert, die Genossen feiern. Doch in absoluten Zahlen hat auch die SPD an Zuspruch verloren. Nicht so dramatisch wie die CDU, aber deutlich. Junge Wähler verweigern den Volksparteien ihre Stimme - nur bei Rentnern kommen die "Kümmer"-Politiker vom alten Schlag noch an.

    Wahl in NRW: Volksparteien verlieren weiter an Zuspruch - SPIEGEL ONLINE
    Ist das eine neue Erkenntnis? Ich dachte immer, die riesigen Wahlkampfstäbe der Parteien mit ihren unermesslichen Mitteln über die Wahlkampfkostenerstattung haben die demografische Situation unseres Landes fest im Griff und reagieren darauf.
    Als einfacher Bürger und Besucher von Wahllokalen kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die "Alten" jedwede Wahl noch als Pflicht betrachten, sich aufraffen und ihr Kreuzchen machen.
    Wenn dieser Umstand unten an der Basis schon auffällt, umso mehr müsste er doch den hauptberuflichen Demoskopen und Wahlforschern bekannt sein. Warum reagieren die Parteien dann nicht darauf und suchen die Nähe zu Nichtwählerschichten? Oder ist es ihnen recht, dass viele nicht wählen gehen?
  2. #2

    optional

    Ich bin selber 21 und auf meiner Schule (Weiterführende bzw. Berufsschule) wurde zur Wahl in Schleswig-Holstein auch eine "Schulwahl" durchgeführt mit ca. 2000 abgegebenen stimmen und die SPD lag klar vorn mit gut 30%. Die Piraten hatten natürlich an die 20% was bei vielen jungen Wählern leider irgendwie klar ist. Also kann ich dem Artikel nicht ganz zustimmen auch wenn 2000 stimmen natürlich nicht all zu viele sind.
  3. #3

    ganz meine Meinung...

    ... ich kann Ihnen nur voll zustimmen, die sogenannten Volksparteien repräsentieren mich nicht, eigentlich noch schlimmer, sie interessieren sich nicht für mich
  4. #4

    Sie irren

    So, so, die Volksparteien machen also eine Politik des Sorgens und Kümmerns? Na ja, und im wen kümmert man sich? Nein, nicht um die Alten, sondern um die Kinder und um die Mütter, deshalb wird ja auch Mutti gewählt.
  5. #5

    Einfach mal richtig rechnen.

    Seit 1975 geht die Wahlbeteiligung in NRW kontinuierlich zurück

    04.05.75 86,1 %
    11.05.80 80,0 %
    12.05.85 75,2 %
    13.05.90 71,8 %
    14.05.95 64,0 %
    14.05.00 56,7 %
    22.05.05 63,0 %
    09.05.10 59,3 %
    13.05.12 59,6 %

    und dass, obwohl die Profi-Rekrutierer der Piraten doch immer auch die Nicht-Wähler als Zielgruppe haben. Also wo ist hier die Story. Die Deutschen (in NRW) wollen halt nicht mehr wählen gehen, weil sie sich von der Politik verarscht fühlen. Vielleicht hängt aber auch Hartz IV mit Politikverdruss zusammen. Lieber Spiegel, eine saubere Recherche von Wahlbeteiligung in Abhängigkeit mit sozioökonomischen Faktoren, das könnte eine Story werden.
  6. #6

    Idioten

    Tatsächlich bezeichneten die antiken Griechen alle Menschen, die sich nicht am politischen Leben beteiligten(durften) als Idioten. Die englische Version von Wikipedia gibt eine ausführliche Definition, bei der deutschen Version wurde manipulativ gekürzt! ... An idiot in Athenian democracy was someone who was characterized by self-centeredness and concerned almost exclusively with private—as opposed to public—affairs.[6] Idiocy was the natural state of ignorance into which all persons were born and its opposite, citizenship, was effected through formalized education.[6] In Athenian democracy, idiots were born and citizens were made through education (although citizenship was also largely hereditary) Nun ja, Nichtbeteiligte, Frustrierte also Nichtwähler jetzt als Partizipatoren zu bezeichnen finde ich höflich ausgedrückt als sehr gewagt ;-)
  7. #7

    so langsam

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Stärkste Fraktion, Macht gesichert, die Genossen feiern. Doch in absoluten Zahlen hat auch die SPD an Zuspruch verloren. Nicht so dramatisch wie die CDU, aber deutlich. Junge Wähler verweigern den Volksparteien ihre Stimme - nur bei Rentnern kommen die "Kümmer"-Politiker vom alten Schlag noch an.

    Wahl in NRW: Volksparteien verlieren weiter an Zuspruch - SPIEGEL ONLINE
    kapieren es die Leute. Es gibt KEINEN Unterscheid zwischen griechischen und deutschen Poltikern. Macht erobern, Beamtenpöstchen erfinden und verteilen, Taschen voll und gut is.

    Deshalb sinkt die Wahlbeteiligung.
    Die Alten begreifen das halt nicht mehr so schnell.

    Und die Piraten? Ja, die haben jetzt einen Regierungsdirektor als Vorsitzer.
  8. #8

    Wahlergebnisse

    sind irreführend. Sie werden gemessen der Wahlbeteiligung. Die zunehmende Zahl der Nichtwähler verfälscht es gehörig. Will in NRW wirklich eine große Mehrheit der Bevölkerung von der SPD regiert werden. Nein. Sie haben aber alle inzwischen die Nase voll, egal was gewählt wird, die Parteien klüngeln das schon unter sich aus. Bürger schluck den Frosch oder verschluck dich. Wahlbeteiligung hat nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit dem, was die Politik an Inhalten umsetzt.
  9. #9

    Wahlergebnisse

    sind irreführend. Sie werden gemessen der Wahlbeteiligung. Die zunehmende Zahl der Nichtwähler verfälscht es gehörig. Will in NRW wirklich eine große Mehrheit der Bevölkerung von der SPD regiert werden. Nein. Sie haben aber alle inzwischen die Nase voll, egal was gewählt wird, die Parteien klüngeln das schon unter sich aus. Bürger schluck den Frosch oder verschluck dich. Wahlbeteiligung hat nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit dem, was die Politik an Inhalten umsetzt.


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