Zwischen Wunsch (nach Deutschland zurückzukehren) und Realität (Die Koffer gepackt und wirklich nach Deutschland zurückgekehrt) klafft meist eine große Lücke.
Aber wer die Euphorie bremst ist eben kein Realist!
CorbisMehr Gehalt, bessere Arbeitsbedingungen: Die USA sind das beliebteste Auswandererland für Deutschlands Forscherelite. Tausende Wissenschaftler arbeiten in den Staaten. Doch trotz aller Kritik kehren immer mehr deutsche Spitzenleute zurück - aus handfesten Motiven.
http://www.spiegel.de/karriere/ausla...817869,00.html
Zwischen Wunsch (nach Deutschland zurückzukehren) und Realität (Die Koffer gepackt und wirklich nach Deutschland zurückgekehrt) klafft meist eine große Lücke.
Aber wer die Euphorie bremst ist eben kein Realist!
Ich kann meiner Vorschreiberin nur zustimmen. Vor einigen Jahren wurde mir von einigen ausgwanderten Mitbürgern gesagt, dass es dort alles besser wäre. Nun sollte man auch die Nachteile dieser Entscheidung mittragen.
Da haben Sie weitegehend wohl recht.
England, Kanada, OZ, Japan aber eher nicht....wohl aber Singapur, Hongkong. China holt massiv und vorzugsweise Chinese Born Americans heim ins Reich.
In Asien spielt die Musik im Moment, der Rest teilt sich den Krust. Man verspricht sich Profit von zukunftsträchtigen Technolgien und invenstiert massiv. Man hält sich auch nicht auf mit lästigen ethischen Befindlichkeiten, z.B. in der Genforschung..
Nun ja, wenn man sich absolute Zahlen anschaut, strömen vermutlich deutlich mehr raus als rein... Dazu gibt's noch den Effekt mit dem Gras, das immer auf der anderen Seite grüner aussieht. Hier heißt das, dass die Forscher aus dem Ausland von hiesigen Unis heiß umworben werden, sobald sie aber hier sind, wird ihnen schnell beigebracht, was ein Jungwissenschaftler hierzulande wert ist. (Funktioniert genauso in der Wirtschaft. So wurde ich wie gleich mehrere andere Kollegen vor ein paar Jahren heiß umworben und schließlich aus dem Ausland zurückgelockt, hier aber dann in der Krise trotz fachlich und menschlich sehr gelungenem Start über leistungsunabhängige Massenkündigung nach Dienstalter fallengelassen wie heiße Kartoffeln. Seitdem sind wir für hiesige Personaler trotz gleicher bzw. um eine kurze Station gewachsene Qualifikation plötzlich nur der völlig uninteressante dt. Standardbrei, angesichts dessen die sich lieber im Ausland nach Fachkräften umschauen...)
Wer in der Wissenschaft taetig ist, der "greift nichts ab". Da koennen Sie ganz beruhigt sein! Auch dann nicht, wenn man die Gehaelter mit dem Faktor 1,5 bis 2 multiplizieren wuerde.
Ich bin zur Zeit beim Wechsel und habe einige konkrete Angebote. Eine befristete Habilitationsstelle an eine Uni fuer 3200,- p. M., dann eine Position in der Entwicklung bei ca. 4200,- und eine im mittleren Management, bei ca. 5000,-.
Die Stelle an der Uni hat ausserdem keinerlei Gehaltsprogression ueber die 6 Jahre, die der Vertrag geht, waehrend man in dieser Zeit in der Industrie mindestens einmal eine ordentliche Erhoehung verhandeln kann (bei entsprechender Leistung).
Also bitte: erst mal informieren, bevor sie so eine pauschale Vorverurteilung abgeben. Niemand, der in Forschung ist, macht das, um reich zu werden!
Nein, ein richtiger Widerspruch!
Vor weniger als einer Woche hieß es, wie schlecht die Bedingungen in D sind, wie verkrustet und daß es keinen akademischen Mittelbau mehr gibt.
Jetzt ist auf einmal wieder fast alles Friede Freude Eierkuchen in D.
Daß es persönliche Motive zur Rückkehr gibt, glaub ich gern. Aber die wissenschaftl.Anreize sind in den USA immer noch höher, auch wenn dort gespart wird.
Davon bin ich zumindest überzeugt.
Also ein richtiger Widerspruch.
Der "Steuerzahler" lebt in einem Land, das heute fast ausschließlich von seinem technischen Know-How lebt. Ein Großteil der Arbeitsplätze hängt von der Arbeit der Spitzen in Forschung und Entwicklung ab. Auch der der Putzfrau oder des Pförtners. Ohne die High-Tech-Produkte sind auch deren Jobs weg. Und daher ist es auch in deren Interesse, dass es viele gut (ja, auch teuer!) ausgebildete Menschen in diesem Land gibt.