Ich bezweifle, dass Sie mit 50$ pro Monat hinkommen. Sie haben keine copays und jährliche deductibles? Sie haben keine Zuzahlungen für Medikamente? Ihre KV bezahlt 100% der Kosten für vision und dental care?
Für einen gesunden, alleinstehenden, jungen Mann ist das System vergleichsweise billig, nicht zuletzt deshalb, weil große Arbeitgeber (große Firmen) einen großen Teil der Kosten übernehmen, weil sie erstens billigere Tarife von der Versicherern bekommen als kleine Arbeitgeber und zweitens diese Kosten für die Unternehmen steuermindernd sind.
Bei älteren Leuten mit Kindern summieren sich die Kosten dann aber enorm.
Was die Qualität der medizinischen Versorgung betrifft, bin ich als studierte Medizinerin keineswegs überwältigt. Das Preis-Leistungsverhältnis ist miserabel.
Die Topausstattung suche ich hier oft vergeblich (Großraum Washington D.C.). Auch mit meiner "Cadillac-KV" (derselbe KV-Pool, aus dem
Präsident und Abgeordnete ihre KV wählen mit den gleichen Kosten) werde ich keineswegs bei jedem Schnupfen von einer Koriphäe von John Hopkins behandelt, genauso wenig wie der durchschnittlich versicherte US-Bürger.
Auch bei einer ernsthaften Erkrankung würden die Kosten keineswegs von der Versicherung gedeckt, da muß das Privatvermögen herangezogen werden. Wer nichts hat, kann sich keine Spezialisten leisten.
Bzgl. Chemos, Organtransplantationen und ähnlich teueren Behandlungen: haben Sie schon mal was von "Lifetime benefit caps" gehört? Die hat erst Obamas Gesundheitsreform abgeschafft!
Provision to eliminate lifetime benefit caps in medical insurance allows life-saving heart-lung transplant