REUTERSVitali Klitschko schaltet sich in das Drama um Julija Timoschenko ein. Die Ex-Regierungschefin müsse ihren Hungerstreik sofort abbrechen, verlangt der Boxweltmeister und Oppositionspolitiker. Der Gesundheitszustand der 51-Jährigen soll sich massiv verschlechtert haben.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...830985,00.html
nennt man solche verfolgenden Unschuldsengel in Hollywood-Schinken.
Gauck, der sie Sache angestossen hat, ist voll reingefallen. Er verteidigt eine "Gasprinzessin", eine korrupte Politikerin, die es schaffte in 4 Jahren als Ministerpräsidentin 500 Mio. USD beiseite zu schaffen.
Gauck hätte nur einmal in Wikipedia unter "Timoschenko" sich über die Vergehen dieser Unschuld vom Lande informieren müssen. Wer von seinen Beamten hat ihn eigentlich so auflaufen lassen?
Die Supernasen der Charité haben das Krankenhaus in Charkow besucht und festgestellt:
"Die ukrainischen Behörden haben nach der Diagnose der Charité-Ärzte einen Trakt des Eisenbahnerkrankenhauses in Charkow für eine Behandlung ihrer prominenten Gefangenen umbauen lassen. Die Ausstattung mit Kernspintomografen, Ultraschallgeräten, einer monoplanaren Angiografieanlage sowie Geräten zur neurophysiologischen Elektrodiagnostik entsprächen weitgehend dem Standard deutscher Kliniken, berichtete Einhäupl.
Was fehle sei ein beheiztes Schwimmbecken zur Physiotherapie und ein Schlingentisch."
Damit ist bewiesen: Die Menschenrechte Timoschenkos werden mit Füßen getreten. Denn obwohl von dem ihr gewährten Versorgungsstandard ein nicht-krimineller ukrainischer Durchschnittsbürger nur träumen kann, wird ihr von dem teuflischen Regime ein beheiztes Schwimmbecken verweigert.
Quelle: Ärztezeitung
http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/812026/charite-aerzte-fordern-lasst-timoschenko-ausreisen.html
Was ich sehr wohl verstehe: Es dreht sich hier primär um eine Frau, die sich in höchster Position nicht gerade um die Verbreitung der Demokratie in der Ukraine verdient gemacht hat. Sie hat das System für sich genutzt, und ist durch das System wieder gefallen. Sozusagen das normale Risiko im Oligarchengeschäft. Eine solche Person mit der Opposition in diesem Land gleichzusetzen, grenzt fast schon an Verhöhnung derselben.
Von Mitleid redet aber keiner.
Wenn ein Oppositionspolitiker wegen etwas verhaftet und verurteilt wird, was nie vor irgendeinem anderen Gericht Bestand haben würde, und zwar nur, weil die Regierung es so will, hat das mit Rechtsstaat nichts zu tun, sondern mit Willkür.
Und: Timoschenko ist nicht wegen Korruption verurteilt worden. Sie ist verurteilt worden, weil sie für die Ukraine nachteilige Gasverträge abgeschlossen hat. das Blöde dabei ist: sie hatte gar keine andere Wahl. Russland hatte damals wenig Interesse daran, jemanden zu unterstützen, der westlich orientiert ist.
Es geht eben nicht nur primär um eine Frau. Schauen Sie mal, wer noch alles verhaftet worden ist - ein großer Teil des gesamten Stabes, ein guter Teil der Minister. Alles Kriminelle? Schauen Sie außerdem, was Timoschenko noch alles vorgeworfen wird. Das ist doch absurd. Typischer Schauprozess alt-stalinistischer Prägung.
In einschlägigen Sachbüchern ist zu genüge dargelegt, das korrupte, sich selbst bereichernde und mit Kriminellen zusammenarbeitende Regierungen in den ehemaligen Ostblockstaaten eher die Regel als die Ausnahme waren und teilweise bis heute sind - nur wird da nicht so sehr drüber in den Medien berichtet.
Es ist sehr zu begrüssen, das tatsächlich auch mal ein paar davon zur Rechenschaft gezogen werden.
Aber klar, die ganzen Oligarchen und Ex-Parteiler, die in wenigen Jahren stinkendreich geworden sind, die haben sich das alles selbstverständlich mit harter, redlicher Arbeit und einem gesunden Geschäftssinn erarbeitet. Wers glaubt wird selig...
Dagegen sind die während der Prohibition in den USA entstandenen Vermögen tatsächlich geradezu als blütenrein zu bezeichnen.