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Krise der Linken: Gysis Triumph
Getty ImagesOskar Lafontaine hat den Machtkampf der Linken zwar gewonnen. Er konnte Dietmar Bartsch als neuen Vorsitzenden verhindern. Doch der wahre Sieger ist Gregor Gysi: Ohne den Fraktionschef läuft in Zukunft gar nichts in der Partei.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...836686,00.html
- #190 05.06.2012 08:00 von
- #191 05.06.2012 08:09 von
Den zusätzlichen Kommentar akzeptiere ich. - Klar, Planwirtschaft und Marktwirtschaft sind besetzte Begriffe, die man nun nicht mehr nach der Worte Bedeutung aufdröseln sollte. Und es ist klar, dass auch in staatlichen HO Marktforschung gemacht wurde, und dass auch das Privatunternehmen "plant".
"Misswirtschaft" im Kapitalismus - dafür bräuchte es neutrale Maßstäbe. Denn auch Firmeneröffnung mit anschließendem geregelten Insolvenzverfahren kann man kaum als Misswirtschaft kennzeichnen. Man kann aber den Eindruck gewinnen, dass die Größtkonzerne und Größtbanken von Geschäftsführern und Aufsichtsräten geradezu übermenschliche Fähigkeiten, Weitsichten, Einsichten verlangen - #192 05.06.2012 13:02 von
Uff! Das das mal ein Linker merkt!
Ha, ha, das war doch immer so. Die DKP beispielsweise wurde von der DDR finanziert. Deren Bosse sind auch nicht mit dem Trittroller zur Parteiversammlung gefahren. Brecht hatte eine Villa am Scharmützelsee, na ja, und all die Vorzeigelinken des ehemaligen Ostblocks bis hin zu Fidel hatten ihre Privilegien. "Links" ist wie eine Religion ohne Gott. Die Märtyrer verloren ihre Köpfe oder wurden gekreuzigt, die Pragmatiker lebten im sozialistischen Himmel und vergossen Krokodilstränen über deren Tod.
Und: was ist ein schönes Auto heute schon besonderes? Da war doch ein Pferd im Mittelalter mehr wert: Ein Königreich für ein Pferd, nochmals ha, ha!
ZUM MERKEN: Alle bisherigen Gesellschaftsordnungen waren Verteilungsordnungen, bei denen es Nutznießer (Ausbeuter) und Benutzte (Ausgebeutete ) gab. Und das wird noch sehr lange so bleiben. - #193 06.06.2012 18:00 von
Einige Fragen bleiben offen!
1.Frage: Hat irgendwann einmal Karl Marx als Arbeiter geschafft, ehe er das "Kapital" schrieb? Ich weiß das nicht. Engels war bekanntlich Unternehmer und damit genauer gesagt: Kapitalist. Können solche Menschen, also auch Gysi nicht erkennen, woran es der Arbeiterklasse fehlt?
2.Frage: Vor 40 Jahren fragte ich eine Marxismusprofessorin in einer Vorlesung, ob sie Arbeiterkind gewesen sei. Sie bejahte das. Darauf hin setzte ich nach und postulierte, dass sie als Arbeiterkind die guten Bildungsmöglichkeiten der DDR genutzt habe und gerade dadurch die Arbeiterklasse sich auflösen könnte. Die Antwort blieb sie mir schuldig.
3. Frage: Hat O.L. nicht in einer Jesuitenschule gelernt? War nicht fast ganz oben in der SPD? Hat er nicht wiederholt die Flinte ins Korn geworfen, wenn sich nicht alles nach seinem Ego gerichtet hat? Ich will ihm nichts unterstellen, aber ich glaube, dass mir mal jemand so etwas erzählt hat.
4. Frage: Haben die linken Kräfte immer noch nicht gelernt, dass ein Strohalb allein mühelos zerbrochen werden kann, während ein Bündel nicht kaputt zu kriegen ist? (Das wurde uns in unserer Jugend immer als Grund für die Zwangsvereinigung von KPD und SPD zur SED 1946 gepredigt. Der Satz stimmt doch, aber eben der Zwang liegt doch heute nicht mehr vor. Die Vernunft aber empfiehlt dieses Vorgehen, bloß die ist wohl bei vielen Linken nicht so sehr ausgeprägt.) - #194 07.06.2012 08:58 von
zu 1. Marx schrieb "Das Kapital", nicht "Die Arbeiterklasse". Diese hatte 40 Jahre ein Stück Deutschland zur Verfügung - und es wieder dem Kapitalismus rückübereignet. Nun wissen wir, "woran es der Arbeiterklasse fehlt": am Wissen und Können, einen Staat langfristig zu regieren.
zu 2. Der Begriff "Arbeiterklasse" schließt auch ausgebildete Hochschulabsolventen ein, die als Schicht im Bündnis mit der Klasse mitarbeiten, Agronomen in der genossenschaftlichen Landwirtschaft, Ings und Öks in der volkseigenen Industrie, und selbstverständlich auch als Lehrer, Dozenten usw.
zu 3. Charakter und Temperament entziehen sich weitgehend politischer Dressur. Choleriker bleiben Choleriker.....
zu 4. in einigen Beiträgen, z.B. #195, wies ich auf die Notwendigkeit hin, dass die "linken" Kräfte nur dann Mehrheiten erreichen können, wenn sie gemeinsam auftreten. Aber das wird sicherlich nichts, weil das in der jeweiligen Basis nicht so gesehen wird.
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