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Krise in Ägypten: Mursi setzt auf die Macht der Straße

AFPIn Ägypten haben Islamisten das Verfassungsgericht blockiert und damit eines bewiesen: Sie können den Machtkampf mit den Säkularen durch schiere Masse entscheiden. Präsident Mursi hat beste Chancen, seine religiös gefärbte Verfassung durchzubekommen - dies würde das Land endgültig spalten.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-870537.html
  1. #1

    Mit den Entwicklungen ...

    ... in Ägypten hin zur nächsten, diesmal islamistischen Diktatur wird auch Europa belastet werden. Denn auf Dauer wird man mit drastischer Zunahme der Asylgesuche rechnen müssen. Und dies betrifft nicht nur Ägypten, sondern wird künftig auch Libyen, Syrien und wer weiß welches Land sonst noch betreffen.

    Wer halbwegs den Nahen Osten begriffen hat, musste wissen, dass mit dem Sturz der Diktatoren nicht ein Schritt in Richtung Deomkratien gemacht wurde, sondern sich nur die nächste Diktatur ankündigt.

    Aber die Träumer im Westen wollten ja um jeden Preis was anderes glauben!
  2. #2

    ich frage mich

    wohin all die scharia flüchtlinge unterkommen werden und welche spenden von den radikalen eingefordert werden....
  3. #3

    à la lanterne

    Wer anderer Meinung war, wurde aufgeknüpft, das war so in der Französischen Revolution
    Hier in Ägypten geht es aber um moderne Weltpolitik. Ist der Islam eine menschenrechtsfeindliche Religion/Ideologie oder treten "nur" die Anhänger diese Menschenrechte mit Füßen?
    Beides wäre fatal. Da der Islam anscheinend sowohl Kampfreligion als auch Weltanschauung ist ( siehe Blasphemiestrafen), muss man sich in Europa sehr schnell darüber im klaren sein, ob die hier lebenden und wohnenden Muslime nichts anderes als eine "Fünfte Kolonne" sind.
    Dann müsste sich die Politik neu orientieren
  4. #4

    Wundert sich etwa jemand?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Ägypten haben Islamisten das Verfassungsgericht blockiert und damit eines bewiesen: Sie können den Machtkampf mit den Säkularen durch schiere Masse entscheiden. Präsident Mursi hat beste Chancen, seine religiös gefärbte Verfassung durchzubekommen - dies würde das Land endgültig spalten.

    Ägypten: Mursi setzt auf die Macht der islamistischen Demonstranten - SPIEGEL ONLINE
    Ihre Hinterhältigkeit haben die Islamisten weltweit doch zur Genüge bewiesen: WTC, Bombenattentate gegen Zivilisten und jetzt eben die Übernahme Ägyptens nach demokratischen Wahlen. Das Thema "demokratische Wahlen" dürfte in Ägypten jetzt auch erledigt sein.

    Dieweil bescheinigt (lt. Wikipedia) Gudrun Krämer, angeblich Deutschlands "renommierteste Islamwissenschaftlerin" der ägyptischen Muslimbruderschaft einen ideologischen Schwenk hin zu einem Konzept eines „zivilen Staates mit islamischem Referenzrahmen“.

    Dazu passt, dass sie die Scharia mit dem Rechtsstaat vereinbar hält:
    Islam: Die islamische Demokratie | Gesellschaft | ZEIT ONLINE

    Und hier noch ein süffisanter Beitrag von H.M. Broder zu ihrer Feststellung, warum die öffentliche Aufmerksamkeit sich in einigen Berliner Stadtteilen so stark auf Problempersonen und -gruppen arabischen, kurdischen oder türkischen Hintergrunds konzentriert und warum osteuropäische und südosteuropäische Gruppen weniger auffallen:

    Die Achse des Guten: Frau Krämer staunt und die taz wundert sich

    Warten wir mal ab, wie sich der Gottesstaat Ägypten entwickelt und inwieweit hier ein Dominoeffekt in Richtung Westen, speziell Libyen und Tunesien eintritt.
  5. #5

    Zitat von matbhmx Beitrag anzeigen
    Wer halbwegs den Nahen Osten begriffen hat, musste wissen, dass mit dem Sturz der Diktatoren nicht ein Schritt in Richtung Deomkratien gemacht wurde, sondern sich nur die nächste Diktatur ankündigt.
    Diese pessimistische Sicht ist durch nichts anders begründet, als durch Kulturchauvinismus.

    Auch in Europa haben die bürgerlichen Revolutionen des 18. und 19. Jahrhunderts nicht sofort zu demokratischen Verhältnissen geführt. Aber beispielsweise in Deutschland wurde 1848 eine Grundlage geschaffen, die letztlich über 100 Jahre später zum Ziel führte.

    In den arabischen Staaten ist das nicht anders. Demokratie verlangt nach einer hinreichenden Bildung eines hinreichenden Anteils der Bürger, die in den arabischen Staaten heute noch nicht überall vorhanden ist. Aber es gibt dort nennenswerte Anteile aufgeklärter Bürger, die jetzt erfahren haben, dass das Volk in der Lage ist, eine Diktatur hinwegzufegen.

    Diese Erfahrung wird alle zukünftigen Generationen in diesen Staaten beeinflussen. Selbst wenn jetzt hie und da - eventuell sogar auf durchaus demokratischem Wege - islamistische Diktaturen installiert werden, so wurde mit den jetzigen Rebellionen auch die Grundlage dafür gelegt, dass diese ebenfalls irgend wann mal hinweggefegt werden.

    Sehen Sie sich nur mal den Iran an. Wie lange wird sich die theokratische Diktatur dort noch halten können? Diese Diktatur wird doch nur noch von höchstens 20 bis 30% der Iraner noch ernst genommen. Es war richtig von den Iranern, das faschistisch-diktatorische Joch des Schah-Regimes abzuschütteln, und die Iraner werden auch ihren theokratischen Faschismus überwinden.
  6. #6

    In Gaza klappt es doch ganz gut

    Zitat von gast2011 Beitrag anzeigen
    wohin all die scharia flüchtlinge unterkommen werden und welche spenden von den radikalen eingefordert werden....
    Allein die EU zahlt 500 Millionen Euro jährlich an die Palästinenser (für Lebensmittel etc.) und setzt so beträchtliche Finanzmittel für den Kauf iranischer Raketen und anderer Waffen frei.

    Die Islamisten in Deutschland können hetzen und missionieren wie sie wollen, die veröffentlichte Meinung dagegen hält es für wichtiger, sich seit Monaten mit zwei toten Neonazis, deren Serienmorde längst aufgeklärt sind, zu befassen.

    Arafat, palästinensische Lichtgestalt, sorgte schon zu Lebzeiten dafür, dass seine in Paris lebende Frau einen monatlichen Scheck über 100.000 Dollar zum Shoppen erhielt. Da wirkte sein Gejammere um die armen Palästinenser schon etwas merkwürdig.

    Aber hier im Westen machen eben 100 tote Palästinenser, die nach monatelangem Raketenbeschuss Israels eine Gegenreaktion provozierten, eine bessere Presse, als die 30.000 Syrer, die weiter nördlich in den letzten Monaten abgeschlachtet wurden.

    Wer übrigens mal im Gaza-Streifen Urlaub macht, braucht auf westlichen Komfort nicht zu verzichten: .: Roots Club :.
  7. #7

    .... Diese Entwicklung

    war vorauszusehen. Es fehlt den übrigen Ägyptern an Erfahrung mit Parteien. Die Muslimbrüder sind besten organisiert. Dieser Präsident wurde gewählt - im übrigen auch von den Sakulären - damit Herr Shafik nicht Präsident wird. Er war "das kleinere Übel". Aussagen, Wahlversprechen .... wo in der Welt werden die gehalten? In unserem ach so demokratischen Deutschland. Es ist eine verworrene Situation, aber diese Menschen denken anders als wir und müssen und werden ihren Weg finden. Das geht nicht von heute auf morgen. Viel Glück Ägypten!
  8. #8

    Islam- Vergleiche & Zukunftsszenarios mit dem Westen sind sinnlos!

    ad Syracuse: Ach warte nur ein Weilchen, und dann kommt die Demokratie auch zu den Fundis!
    Wie blind, wie islamunwissend - darf man eigentlich sein?
    Der Islam will die Welt erobern, und alles islamisch machen, und niemals etwas anderes.
    Die 4 Generationen der eingewanderten Muslime in Deutschland/Europa zeigen doch klar, dass sie vom Westen, der Demokratie, nur eines wollen: am liebsten westlichen Zaster, und dann bitte auch noch Rundumversorgung. Aber !!!! natürlich den islam behalten. Der ist doch wichtiger als alles andere.
    Muslime verachten uns, verachten die Demokratie. Wollen nur eins. Islam, und immer mehr Islam.
    Das könnte jeder sehen, jeder wissen! Dazu braucht man gar nicht Islamwissenschaftler zu sein!
    (Die agieren nur als bezahlte Islamapologeten und-Förderer) Wie lange wollen die westl. Regierungen noch in ihrer gewollten Blindheit verharren. Es ist schon 5 nach 12 der geplanten islamisierung. Nicht nur in Ägypten gärt es!
  9. #9

    Aus den Augen ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ... Aus dem Auge verloren hat er dabei, dass ein weiser Präsident auf eine Verfassung setzen würde, die das post-revolutionäre Land eint und nicht endgültig spaltet.

    Ägypten: Mursi setzt auf die Macht der islamistischen Demonstranten - SPIEGEL ONLINE
    ... hat er offensichtlich auch, dass jeder sechste Arbeitsplatz in Ägypten am Tourismus hängt. 2010 waren es 12,5 Milliarden des Inlandproduktes. Knapp 12%, bei der Revolution schon auf etwa 20% zurückgegangen, Anfang des Jahres zurück auf 80% angestiegen. Dazu kommen 12,5 Milliarden US-Militärhilfe, die auf dem Spiel stehen. Mal sehen, wie lange es sich die Ägypter leisten wollen, auf die Lehren aus der deutschen Geschicht zu verzichten.


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