An Randale, Bandenkriminalität und Autobrände hatte man sich beinahe gewöhnt in Hamburgs Szenevierteln. Doch nun trifft es auch Bürger und deren Luxuswagen in den gediegenen Wohnlagen - Alarmstufe Rot für den schwarz-grünen Senat.
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,694099,00.html
In Einzelfällen könnte man sich das vorstellen, aber nicht bei der Masse an Vorfällen. Eine Versicherung kann ja auch schnell herausfinden wenn jemand Geldprobleme hat, und dann wirds verdächtig.
Was auch dagegen spricht ist die Tatsache das ein Brand eine nicht ungefährliche Angelegenheit ist und, wie ja auch geschehen, auf ein Wohnhaus übergreifen kann.
Außerdem ist schwer zu glauben das so eine Menge an Leuten auf die Idee mit dem Versicherungsbetrug kommt.
Was vielleicht dafür sprechen würde wäre das bisher scheinbar kaum ein Anwohner auf die Idee gekommen ist eine Überwachungskamera mit Bewegungsmelder zu installieren und es keinerlei Hinweise von den Anwohnern gibt.
Trotzdem halte ich das für sehr unwahrscheinlich.
Oder die Brandstifer werden von den Autoherstellern beauftragt. Nachdem es die Abwrackprämie nicht mehr gibt sorgt man selbst für die "Abwrackprämie 2.0" ;)
Es waren vermutlich schlicht irgendwelche frustrierten feigen radikalen Penner die in ihrem Leben nichts zustande bekommen und ihren Frust an den bösen reichen "Bonzen" loswerden wollen.
Mein Vorschlag an die Hausbesitzer.
1. Wenn die Brandsätze auf den Reifen unter den Kotflügen plaziert werden dort Fallen anbringen, am besten eine Art Tierfalle welche denjenigen an Ort und Stelle festhält und dabei gleichzeitig Alarm auslöst.
2. Statt Fallen könnte man auch Bewegungsmelder anbringen die direkt Alarm auslösen.
3. Die schon erwähnten Überwachungskameras, allerdings denke ich mal die Typen werden sich vermutlich maskieren, aber einen Versuch wärs trotzdem wert. Gibt übrigens auch sowas wie Überwachungskamera Attrappen.zur Abschreckung können die durchhaus helfen.
4. Mehr Garagen bauen.
5. Polizeiauto "Attrappen" aufstellen
Vorab, ich bin nicht reich. Ich habe viel im Ausland gewohnt, auch in Ländern, die z.B. wie Frankreich wesentliche Immigrationsprobleme oder wie Staaten in Südamerika eine unglaubliche Lücke zwischen Arm und Reich und dadurch auch ähnliche Erscheinungen haben.
Aber hier ist es die Deutsche Hass- und Neidkultur die einzigartig durch alle Schichten geht. Man schreit immer nach dem Staat und zeigt auf die sogenannten Reichen. Man lebt übrigens als Volldepp und faule Sau nirgendwo so gut wie u.a. in Deutschland. Kein Land zahlt so hohe Transferleistungen an Bedürftige wie Deutschland. Man sollte diese Brandstifter - wenn man sie erwischen würde - unabhängig mit der ganzen Familie (insbesondere den Eltern) einfach in den USA aussetzen.
Ich sag es aber auch mal so, ich habe in Berlin, Hamburg und München gelebt - München ist etwas langweilig wenn auch schön, Berlin und Hamburg sind richtige Großstädte mit nachtleben. Aber ein solches Dreckspack,Gewalttäter, Idioten und Asoziale bzw lasche Uniformträger wie in Hamburg und in Berlin rumlaufen findet man nicht in München bzw Bayern.
Auf der anderen Seite sehe ich hier in Hamburg im Vergleich zu München eigentlich nie Polizei auf der Strasse. Die Polizei in München geht auch ganz anders an die "Sache" ran. Weniger tolerant und weniger demokratisch. Klar wird da mal über die Strenge geschlagen. Ja und - es reicht ein Blick in die Kriminalstatistiken.
Wenn man die Kriminalstatistiken liest, das Proletentum in Hamburg oder Berlin sieht kann man nur danach streben in (Süd-)Bayern zu leben.
Ich zahle für die gleiche Wohnungsgröße nahezu die doppelte Hausratsversicherung. Begründung der Versicherung: Hamburg ist die Stadt der Überfälle und Einbrüche etc.
Ich würde gerne zurückziehen.
Da könnten Sie recht haben. Der ein oder andere Versicherungsbetrüger ist wohl auch dabei.
Trotzdem, die häufung der Fälle erklärt das auch nicht.
Die Garagenbaubranche kann sich freuen, mehr Aufträge :-)
Anbei, wenn es so einfach ist, also Grillanzünder auf die Reifen zu legen, anzünden, weg rennen und brennen lassen. Gibt es wohl bald noch mehr Nachahmer, auch in anderen Städten und Dörfern. Dann gibt es bald nur noch den flüssigen Grillanzünderr zu kaufen...
Letztlich ist diese ganze Geschichte doch nur Ausdruck einer sich segmentierenden Gesellschaft.
Der eine hat mehr als ich? Ich nehms ihm weg oder mach es ihm kaputt.
Warum? Weil ich Befriedigung dabei verspüre und sei es auch nur einen Augenblick lang.
In unserer Gesellschaft versteht man sich doch schon lange nicht mehr als Teil eines großen Gebildes, sondern nur noch als Individuum gegen alle anderen. Und das ist auch kein Wunder, nachdem Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden, Geiz geil ist und unterm Strich nur ich zähle. Vielmehr ist das die logische Konsequenz der letzten Jahrzehnte politischen Nichthandelns und sozialer Entsolidarisierung.
Fuck it, die Freiheit nehm ich mir!
Und wenn dann die Schere immer weiter auseinanderklafft, darf man sich nicht wundern, wenn diejenigen, die nichts mehr zu verlieren haben ein Feuerzeug an die Besitztümer der materiell Besserstehenden halten.
Das ist der Stoff, aus dem auch gerne mal ein Flächenbrand entsteht. Und es gibt immer mehr, die finden eine solche Aussicht nicht generell beunruhigend ...
> Erstmals wären selbsternannte Klassenkämpfer am Werk, die
> unter dem Schutz der Anonymität gezielt Krieg in die
> bürgerlichen Stadtteile zu tragen versuchen.
Die Frage ist, wer diesen Klassenkampf angezettelt hat. Man muss sich doch im klaren sein, das der Abbau des Sozialstaates und die prekäre Situation am Arbeitsmarkt auf Dauer zu Unruhen führen wird.
Das Gleichgewicht in dieser Gesellschaft ist in eine bedrohliche Schieflage geraten, und darunter werden auf Dauer alle leiden, auch die vermeintlichen Gewinner der Situation.
Solange das Motiv der Täter nicht bekannt ist, kann man über die Ursachen natürlich nur spekulieren. Auffällig ist aber, das es wohl vor allem überdurchschnittlich teure Luxus-Fahrzeuge trifft.
Man kann nur hoffen, das unsere Gesellschaft wieder ins Lot gerät und solche Ausschreitungen aufhören. Wenn ich mir die aktuellen Krisen ansehe, beispielsweise in Griechenland, habe ich leider die Angst, das dies nur ein frommer Wunsch bleibt.
Aktionen wie diese Brandstiftungen werden weder auf irgendwelche Probleme aufmerksam machen noch werden sie gar irgendwelche Probleme lösen.
Sie machen es nur schlimmer.
Letztendlich wird so etwas nur zur Bildung von Gated Communities führen, abgetrennten Reichenvierteln in die nicht jeder Zutritt hat und in denen des Nachts private Sicherheitsdienste patrollieren.
Das würde die Kluft zwischen 'arm' und 'reich' nur weiter vergrößern. Schließlich ist das Konzept der Gated Communities in genau den Ländern erfolgreich wo die Ungleichheit am schlimmsten ist.
Aber den Krawallmachern ist das egal. Für die ist Politik nur ein Vorwand um ihre kriminellen Energien auszuleben. Und die Leute die es eigentlich besser wissen sollten suchen dann nach Gründen für die Gewalt anstatt sich von dieser klar zu distanzieren und sie zu verurteilen.
Natürlich gibt es Probleme aber die Gewalt ist hier eindeutig der falsche Weg.
Zunächst einmal ein Disclaimer: Ich halte die Brandstifter für hochkriminell, sie nehmen Personenschäden billigend in Kauf; ihre Taten sind feige und sinnlos.
Aber ich erinnere mich an einen Kommentar in der FR vor ein paar Jahren: Darin stellte der Autor angesichts der Verbrechen von Neonazischlägern im Osten die Überlegung an, was wohl wäre, würden die Übergriffe von Links auf "Menschen in feinem Tuch" und auf deren Besitz verübt. Er kam zu dem Schluß, daß dann wohl BKA und GSG 9 Sonderschichten schieben würden, inklusive Helikoptereinsätzen. Es geht ja um Besitz, nicht um Menschen.
Jetzt ist es soweit. Bin gespannt, was den Trotteln (=Brandstiftern) in ihrer ohnmächtigen Wut noch einfällt.