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Krieg in Syrien: Papst schickt Delegation nach Damaskus
REUTERSPapst Benedikt XVI. schaltet sich in den Syrien-Konflikt ein. Der Vatikan will eine Delegation in das vom Bürgerkrieg zerrüttete Land entsenden. "Wir können nicht einfache Zuschauer der Tragödie sein, die sich in Syrien abspielt", sagte Kardinalstaatssekretär Bertone.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-861704.html
- #1 17.10.2012 08:12 von
Na endlich
Lange hat diese deutliche Initiative gedauert und doch ist es nicht zu spät. Über 2,5 Millionen Christen wollen weiterhin in einem säkularen Syrien leben und nicht in einem von Islamisten terrorisierten Staat.
Beschämend, dass westliche Regierungen aus geopolitischen Gründen auf die islamistische Karte setzen und ihren Scharfmacher Erdogan weiterhin vorschicken. - #2 17.10.2012 09:05 von
Das ist eine kleine positive Meldung
auf der man lange gewartet hat. Der Vatikan genießt das nötige Ansehen und Diplomatie und ist nicht belastet wie Politiker die viel zu früh ihre Karten aufgedeckt hatten, immerhin leben in Syrien über zweihunderttausend Christen friedlich mit anderen Religionen.
Es ist zu hoffen dass ein Minimum an Dialog geschaffen werden kann , mit Assad muss man sprechen weil er immer noch Vertreter eines Landes ist , ihn als Teufel an die Wand zu mahlen ohne ihn zu Wort kommen zu lassen weil die Medien im Westen meinen das ist alles Propaganda das hilft kein Millimeter.
Die Strategie der Sanktionen die Herr Westerwelle verfolgt , können am ende her Solidarität für die Syrer hervorrufen als Isolation , diese Strategie wird früher oder später zum Eigentor werden .Wenn man zum Frieden kommen will müssen alle Beteiligten miteinander kommunizieren und auch Fehler gestehen, die Pläne eine Ausländische Lösung nach Syrien von außen zu liefern sind meiner Meinung nach kläglich gescheitert, einen zweiten Fall Gaddafi muss und darf sich nicht wiederholen. - #3 17.10.2012 09:40 von
uh
Was soll das denn?
Soll jetzt jeder Mickerstaat auf der Welt eine Delegation schicken?
Und man komme mir nicht mit "christlicher Nächstenliebe" o.ä.:
Ihre moralische Integrität hat die römisch-katholische Kirche und mithin der Vatikan nicht nur schon vor Jahrhunderten verloren, sondern bis zum heutigen Tag nicht wieder herstellen können, schlimmer noch, fast täglich neue Skandale nähren neue Zweifel.
Nein, der Job für diplomatische Vermittlungstätigkeiten kommt einzig der UNO, geeigneten supranationalen Organisationen (z.B. Arabische Liga), einigen wenigen hochintegeren, allseitig anerkannten Einzelpersonen und ganz eventuell wirklich caritativen Organisationen (nicht die großen, die haben schon wieder Dreck am Stecken und eigene Interessen) zu.
Die Kirchenmänner sollen gefälligst beten, wenn die denn der Meinung sind, dass das sinnig ist ; aber sich aus Fragen über Krieg oder Frieden und der Politik gefälligst heraushalten. - #4 17.10.2012 09:47 von
bitte nicht sowas wie...
Allerdings seien die Vergehen der Oppositionskräfte weniger umfangreich und weniger schwer als die der Regierungstruppen...es geht hier um Mord, reihenweise Hinrichtungen..nach ethnischer Zugehörigkeit...wie kann es jemand wagen hier eine schwere der Tat angemessen zu beurteilen...und zu behaupten die Terroristen seien "etwas netter"? Pinheiro sollte sich mal von seien politischen Gegnern so ein Verhalten wie das der "Rebellen" wünschen..dann wird er diese Aussage nohmal überdenken..wenn er nixht eh grad dabei ist
- #5 17.10.2012 10:20 von
Zusatz fehlt: Sinn entstellt?
Wenn Pinheiro sagt
"Pinheiro sagte weiter, Menschenrechtsverletzungen der Konfliktparteien hätten in den vergangenen Monaten stark zugenommen. Allerdings seien die Vergehen der Oppositionskräfte weniger umfangreich und weniger schwer als die der Regierungstruppen. "
dann sollte man aber auch seine ergänzende Stellungnahme zu dieser Aussage beachten.
Pinheiro: "But, he stressed, there was a clear disparity in terms of the intensity of human rights violations perpetrated by the Syrian Armed Forces and the opposition groups for what he described as “a simple reason” – the Government forces outnumber the rebels"
United Nations News Centre - Head of UN independent panel urges diplomatic solution to worsening Syria conflict - #6 17.10.2012 10:44 von
Die Initiative des Vatikan
ist zu begrüßen, auch wenn sie wohl nur symbolische Bedeutung hat. Auffällig ist, daß seit gestern bei SPON und in den meisten anderen hiesigen Medien schamhaft (?) verschwiegen wird, daß die FSA jegliche Waffenruhe strikt ablehnt. Offenbar pfeifen die NATO-Staaten ihre syrischen Hilfstruppen nicht zurück und hintertreiben damit bewußt die Mission von Brahimi.
- #7 17.10.2012 11:18 von
Passt schon..
Der Verein der seit 2000 jahren die rechte von frauen mit füßen tritt, homosexuelle verdammt, andersdenkende terrorisiert; schwadroniert nun in sachen menschenrechte.
- #8 17.10.2012 11:40 von
wo bitte ist syrien säkular? eine religiöse minderheit herrscht über eine mehrheit, mit hilfe einer familie und wie die mit opposition umgeht, hat ja assad senior beim massaker von hama in den 80zigern unter beweis gestellt.
wenn es assad nützt, spielt er die religiöse karte und leider hat er dan getan. - #9 17.10.2012 14:46 von
Meinen Sie Etikett oder Inhalt? Assad ist Mitglied einer Minderheit und wird sich deswegen hüten, die religiöse Karte zu hart (=über das "übliche" Blabla hinaus) zu spielen. Einfach weil er dabei nur verlieren kann. Damit hat man eine Art religiös motivierte Säkularität.
Eine revolutionäre Bewegung ist in dieser Situation fast schon gezwungen die religiöse Karte zu spielen, um damit eine Mehrheit zu versammeln, bzw. zu simmulieren.
Andere Minderheiten werden dabei zwangsläufig zu Verlierern.
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