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Krieg in Syrien: Militär und Rebellen liefern sich Gefechte in Damaskus
DPASyriens Hauptstadt galt bisher als Bastion von Diktator Assad - nun wird Damaskus immer häufiger zum Schauplatz von Gefechten. Die Kämpfe zwischen regimetreuen Soldaten und Rebellen an diesem Montag waren Einwohnern zufolge die heftigsten seit Beginn des Kriegs.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...844744,00.html
- #1 16.07.2012 19:56 von
- #2 16.07.2012 20:04 von
Aufklärung?
Hula, ist das nun eigentlich aufgeklärt? Selbst im SPON wurden widersprüchliche Angaben zu den Schuldigen gemacht.
Zur "Ruhe" kann es nur kommen, wenn BEIDE Seiten die Waffen niederlegen und miteinander reden. Das sollte die Opposition mal probieren, Assad müßte sich dann beweisen - die Grenzen und "Handelswege" gehören natürlich auch dicht gemacht. - #3 16.07.2012 20:05 von
tja, neue lage: assad steht mit dem rücken zur wand. es dürfte nur noch eine frage der zeit sein, wann die geschäftswelt vom damaskus, aleppo und idlib sich von ihm distanziert, sobald sie begriffen haben, das er nicht einmal mehr die sicherheit der hauptstadt gewährleisten kann.
es sei an das gaddafi-regime letztes jahr erinnert: als die dortigen rebellen tripolis angriffen, fiel das regime innerhalb weniger tage zusammen.
ebenso könnte sich bald innerhalb der herrschenden familie die machtfrage stellen, denn assad hat sich als zu schwach erwiesen, den aufstand niederzuschlagen und es scheint andere leute ( maher al assad) zu geben, die härter zuschlagen wollen.
allerdings dürfte es selbst im falle eines sturzes von assad keine geordnete machtübergabe geben. die FSA kontrolliert innerhalb des landes keine geschlossenen gebiete, ihre brigaden operieren teilunabhängig vom eigenen oberkommando.
eher scheint jetzt der zerfall syriens in kampfzonen und autonome gebiete, die nicht mehr von der regierung beherrschbar sind, zu beginnen.
eine situation analog zum libanon in den 80zigern. - #4 16.07.2012 20:08 von
Allahu Akbar, Allahu Akbar.....
Das in der NEW YORK TIMES gezeigte Video aus dem jetzt umkämpften Stadtteil Midan in Damaskus lässt die pausenlos skandierten Allahu Akbar Rufe der Rebellen hören und gibt einen realen Eindruck von dem religiösen Furor der Rebellen: http://projects.nytimes.com/watching-syrias-war. Es ist grotesk, dass der Westen und die mit ihm verbündeten Türkei und Saudi-Arabien diesen religiösen Kampfgeist finanziell und militärisch massiv unterstützen,-- aus unterschiedlichsten Interessenlagen. Es ist grotesk, dass die westliche Presse bis auf wenige Ausnahmen immer wieder einseitig Öl in dieses Feuer giesst. Ich halte sie für mitverantwortlich für diesen aufflammenden Bürgerkrieg. Als alter SPIEGEL-Verehrer bin ich empört, dass der SPIEGEL kein Editorial zustande bringt, in dem Tacheles geredet und Stellung bezogen wird gegen die empörende Einseitigkeit von Hillary Clinton, die nur den Sturz von Assad fordert, und das seit dem sogenannten Massaker in Hula, das nach den überzeugenderen Quellen von den Rebellen verursacht wurde. Ich wünschte mir erine Opposition wie zu Zeiten des Vietnahm-Krieges.
- #5 16.07.2012 20:43 von
- #6 16.07.2012 20:52 von
...
Hätte sich die demonstrierende Bevölkerung doch nur an Gene Sharps Buch "The Politics of Nonviolent Action" gehalten. Längst hätten sie den angestrebten Weg zu mehr Freiheit durchgesetzt. Und das mit weit weniger Blutzoll. Aber dieser Weg hätte nicht die Forderungen der Muslimbrüder und Saudi-Arabien, nach einem Präsidenten der an Gott glaubt, erfüllt.
- #7 16.07.2012 20:56 von
Es ist....
...eher ein Risiko für die Assad-Gegner sich in die Höhle des Löwen vorzuwagen. Dort werden sie vermutlich nicht sehr viele Unterstützer vorfinden.
Der Unterschied zu Libyen besteht aber in der Tatsache, dass hier noch keine NATO-Interventionen stattfinden. Ohne deren Bombenterror in einer Flugverbotszone wäre auch Tripolis nicht so schnell gefallen.
Was die Ähnlichkeit zum Libanon der 80er angeht, gebe ich Ihnen allerdings Recht. - #8 16.07.2012 21:12 von
Was wohl keinem aufzufallen scheint...
...auch der "Jugoslawienkrieg" entwickelte sich aus der Unabhängigkeitserklärung Sloweniens und Kroatiens von Serbien zu einem Flächenbrand für den Balkan.
Auch damals waren die Russen gegen ein härteres Vorgehen gegen die Serben, als die mit ihren "Strafaktionen" begannen die sich zu Massakern mit ethnischen Säuberungen sowie "zig 1000den Toten" ausweiteten.
Und auch da schauten Blauhelme mehr oder weniger hilf- und tatenlos zu.
Wird es die Weltgemeinschaft irgendwie hinbekommen, sich nicht von verlogenen Machtpolitikern für ihre Zwecke einspannen zu lassen oder sind wir trotz weltweiter Informations- und Vernetzungsmöglichkeiten nicht fähig selber mal nachzudenken und die einzig richtige Entscheidung zu treffen:
"Schluß mit der Gewalt"
Ciao
DerDemokrator - #9 16.07.2012 21:27 von
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