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Krieg der Konfessionen in Syrien: Schwerter zu Kreuzen

DPAAlawiten kämpfen in Assads Armee, Sunniten auf Seiten der Rebellen: Die Gewalt in Syrien trägt zunehmend konfessionelle Züge. Wer im Krieg durchkommen will, darf nicht gleich auffallen. Eine falsche Tätowierung kann einen das Leben kosten.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...851138,00.html
  1. #1

    voellig

    verrueckt von deutschland sich in einen durch glaubensunterschiede gepraegten buergerkrieg einzumischen. assad ist bestimmt, kein toller staatschef, aber immerhin hat er es geschafft, allen konfessionen sicherheit und freie religionsausuebung zu gewaehren. die christen werden jetzt bald aus syrien vertrieben wie schon zuvor aus irak.
  2. #2

    Zitat von ziegenzuechter Beitrag anzeigen
    verrueckt von deutschland sich in einen durch glaubensunterschiede gepraegten buergerkrieg einzumischen. assad ist bestimmt, kein toller staatschef, aber immerhin hat er es geschafft, allen konfessionen sicherheit und freie religionsausuebung zu gewaehren. die christen werden jetzt bald aus syrien vertrieben wie schon zuvor aus irak.
    Ne ne...was sagen Sie nur. Deutschland und das westliche Bündnis unterstützt nur friedliche Facebook Revolutzer die nur und ausschließlich aufgrund von ausstehenden Optionen Waffengewalt anwenden [Ironie Off]
  3. #3

    Ist die Angst der Minderheiten vor Islamisten und Salafisten in Syrien wirklich unbegründet? Wie passt es denn sonst ins Bild, dass ausgerechnet Saudi Arabien und die Türkei deren größte Unterstützer sind? Würden diese Länder wirklich Freiheitskämpfer, Menschenrechtler und Demokraten unterstützen? Woher kommen dann die schrecklichen Nachrichten von Übergriffen auf Minderheiten?
    Es sind ja bei weitem nicht nur Alewiten, die vor den Islamisten flüchten. Auch Christen und andere, die mit Assad nichts zu tun haben, werden von ihnen vertrieben.
  4. #4

    Zitat von blumt0pf Beitrag anzeigen
    Ist die Angst der Minderheiten vor Islamisten und Salafisten in Syrien wirklich unbegründet? Wie passt es denn sonst ins Bild, dass ausgerechnet Saudi Arabien und die Türkei deren größte Unterstützer sind? Würden diese Länder wirklich Freiheitskämpfer, Menschenrechtler und Demokraten unterstützen? Woher kommen dann die schrecklichen Nachrichten von Übergriffen auf Minderheiten?
    Es sind ja bei weitem nicht nur Alewiten, die vor den Islamisten flüchten. Auch Christen und andere, die mit Assad nichts zu tun haben, werden von ihnen vertrieben.
    und das rechtfertigt natürlich die untaten der assad armee und shabiha miliz!?!?
  5. #5

    Jedem, der nicht völlig ignorant war, war klar, dass dieser Konflikt schon seit langem religiöse Züge trägt.
    Ein - vergleichsweise - harmloses Beispiel: Eine FSA-Brigade (der Name ist mir jetzt entfallen) hatte ein Video ins Netz gestellt, in welchem sie einen mit Weinflaschen beladenen LKW erobert hatte. Anschließend wurde unter dem zitieren von Koranversen und Allahu-Akbar die Ladung vernichtet. Nun könnte man darüber lachen, aber es zeigt, welch Geistes Kind diese Leute sind und in welche Richtung der Zug rollt.
  6. #6

    ...

    Zitat von ziegenzuechter Beitrag anzeigen
    verrueckt von deutschland sich in einen durch glaubensunterschiede gepraegten buergerkrieg einzumischen. assad ist bestimmt, kein toller staatschef, aber immerhin hat er es geschafft, allen konfessionen sicherheit und freie religionsausuebung zu gewaehren. die christen werden jetzt bald aus syrien vertrieben wie schon zuvor aus irak.
    Es ist das uralte Problem der Demokratien west-(europäischer) Prägung. In Deutschland ließ sich nach 1945 die vorstellung der Briten und US-Amerikaner von Demokratie relativ problemlos durchsetzen. Die Kulturen haben viel weniger differente Geschichten und Eigenarten als man gerne darstellt. Daher war der Erfolg, so gesehen, umwerfend.

    Es ist ein Trugschluß und zeugt nur von blinder und uninformierter Besserwisswerei, zu glauben, dass dies in Ägypten, Irak, Syrien oder auch nur Russland oder Bulgarien ebenso klappen könnte. Es ist nichtmal die Bereitschaft die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen, die fehlt. Es fehlt das Begreifen der Grundsätzlich anderen Kultur, das Erkennen wie tief (in muslimisch geprägten Staaten) die religiöse identifikation geht. Es fehlt auch die Bereitschaft zu verstehen, dass in diesen Ländern persönliche (auch religiöse) Macht, einen gänzlichst anderen Stellenwert hat, als in den "westlichen" Demokratien. In einem Land wie Indien, dass de facto 300 Jahre unter dem Einfluss einer Europäischen Demokratie (bitte, ich weiß sie war nicht das was wir heute drunter verstehen, aber zu jener Zeit vorbildlich), funktioniert, wird in den genannten Ländern niemals so funktionieren. Auch weil ein Ghandi fehlt.

    Gibt man den Länder, von Russland über Syrien bis Ägypten, nicht die Chance eine gesellschaftliche Form zu finden, die einer breiten mehrheit Ihrer Bevölkerung ebenso entgegen kommt wie den Erwartungen des Restes der Welt, werden auch unsere Soldaten dort noch jahrzehnte lang sterben. Von der einheimischen Bevölkerung mal ganz abgesehen.
  7. #7

    Religionskrieg von Anfang an!

    Alawiten werden von dem Großteil der Sunniten nicht als Moslems angesehen, weil sie modern und weltoffen sind. Diese können nur schwer akzeptieren, dass ein Alawit an der Spitze eines islamischen Staates ist. Also werden friedliche Demonstrationen von radikalen konservativen Sunniten missbraucht, die gewaltbereit sind und den Staat militärisch bedrohen. Die Interessen der friedlichen Demonstranten nach einer demokratischen Öffnung des Landes werden definitiv NICHT von den bewaffneten "Aktivisten" vertreten. Dass sich ein Staat gegen solch einen bewaffneten Widerstand wehrt, ist nachvollziehbar. Um aber mehr Demokratie zu erreichen, muss eine politische Lösung her, die unter den gegebenen Umständen nur mit Assad entstehen kann, da er immer noch sehr viel Macht und Einfluss hat. Ein in die Ecke gedrängter und von der Außenwelt diffarmierter Assad wird wild um sich schießen und sich mit allen Mitteln verteidigen. Da er aber in die Ecke gedrängt ist, wird er eine politische Lösung, wo er sein Gesicht bewahrt, akzeptieren müssen. Dafür muss man ihn als den Präsidenten eines souveränen Staates ernst nehmen und in die Verhandlungen gehen. Daher begrüße ich den Vorstoß der syrischen Regierung in einen Dialog einzutreten. Allerdings wird diese Initiative sowie der Annan-Friedensplan von der westlichen Welt nicht ernst genommen und auch nicht akzeptiert werden. Das heißt im Umkehrschluss, dass weiterhin Menschen sterben müssen und die Konfessionen sich bekriegen. Unter Assad, gerade weil er ein Alawit ist, konnten alle Konfessionen friedlich miteinander leben. Die taktik des Westens lautet eigentlich Iran isolieren, die Taktik von Türkei, Saudi Arabien und Katar lautet sunnitischen Staat implementieren. Das hört sich nicht nach Demokratie und Freiheit an!
  8. #8

    Wie weit die Türkei da in diese Übergriffe verwickelt ist, ....

    Zitat von blumt0pf Beitrag anzeigen
    Ist die Angst der Minderheiten vor Islamisten und Salafisten in Syrien wirklich unbegründet? Wie passt es denn sonst ins Bild, dass ausgerechnet Saudi Arabien und die Türkei deren größte Unterstützer sind? Würden diese Länder wirklich Freiheitskämpfer, Menschenrechtler und Demokraten unterstützen? Woher kommen dann die schrecklichen Nachrichten von Übergriffen auf Minderheiten?
    Es sind ja bei weitem nicht nur Alewiten, die vor den Islamisten flüchten. Auch Christen und andere, die mit Assad nichts zu tun haben, werden von ihnen vertrieben.
    ist noch nicht ganz deutlich abzusehen.

    Aber:

    Abdel Kader Yaghit, einer der wichtigen Al-Qaida-Chefs türkischer Nationalität, wurde während der Kämpfe gegen die syrische Armee in Aleppo getötet. Ein weiterer Türke, Othman Baki Yejit, ist vor einigen Tagen in Syrien getötet worden.
    Yaghit für das terroristische Attentat in Istanbul im Jahre 2003 verantwortlich, das 57 Zivilsten tötete.
    Nach seiner Verhaftung wegen des Attentats, hat er zugegeben, bei anderen Attentaten sechs Jahre zuvor in Afganistan beteiligt gewesen zu sein.
    Nun stellt sich doch die Frage: Wie kommt es, dass die türkischen Behörden ihn nach solch einem Verbrechen gezielt nach Syrien hin frei gelassen haben ?
  9. #9

    Leute ...

    es gibt überhaupt keinen Gott. So beruhigt Euch doch wieder.








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