Zitat von
tweet4fun
Man kann es drehen und wenden, wie man will. Herr Wulff - den Amtstitel möchte ich mir hier ersparen - hat bis jetzt gezeigt, daß er keinesfalls das Zeug hat für dieses Amt. Er hat auch nicht begriffen, was der Sinn und Zweck dieses Amtes ist.
Der Bundespräsident soll Vertreter aller deutschen Bürger sein. Er soll verbinden, vermitteln und dem Land Respekt verschaffen durch unbedingte Integrität. Dafür muß er auch als innenpolitische Kontrollinstanz und letzte, politisch unabhängige Stimme im Staat agieren. Er verbildlicht also das Gewissen und die moralische Stellung der Nation.
Selbst ein Landesminister oder eine Bundeskanzlerin darf sich mehrere Fauxpas leisten. Schließlich sind es Politiker, und oft nicht die intelligentesten ihrer Art. Ein Bundespräsident darf das aber nicht! Und wir hatten mehrheitlich Personen, die das Format für dieses Amt besaßen und es auch zeigten.
Herr Wulff ist aber nicht nur ein Emporkömmling der eher durchschnittlichen Sorte, er kann auch seine provinzielle Bauernschläue nicht ablegen. Er hat keinerlei Fingerspitzengefühl. Weder für das Amt, noch in der Wahl seiner engsten Freunde. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, Herrn von Weizsäcker im Umfeld von Parvenüs wie Geerkens oder Maschmeyer zu sehen. Herr Wulff ist bestenfalls ein typischer Vertreter des Neoliberalismus und des Neokonservativismus.
Er hat das Amt beschmutzt und ins Lächerliche gezogen. Das kann man gut erkennen an den vermehrten läppischen und herablassenden Kommentaren von Durchschnittsbürgern (nicht abfällig gemeint!) über das Amt und die Bezeichnungen wie "Grüßaugust" oder "Frühstücksdirektor". So etwas hatte man noch nicht gehört vor zwanzig Jahren.
Sollte Herr Wulff einen wirklich echten Freund haben, müßte der ihm sagen: Christian, tritt zurück!