Warum kommt eigendlich diese Geschichte ausgerechnet jetzt ans Licht ? Mitten in der schwersten Krise unseres Wirtschaftssystems und der EU gibt es offenbar kein wichtigeres Thema.
Da stellt sich doch dem denkenden Menschen die Frage: qui bono ?
Spät, aber wohl nicht zu spät geht der Bundespräsident in die Offensive. Christian Wulff räumt ein, dass er den Kredit von reichen Freunden besser nicht verschwiegen hätte. In der Union hofft man, dass die Affäre nun ausgestanden ist - und keine weiteren Fehltritte bekannt werden.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...803902,00.html
Warum kommt eigendlich diese Geschichte ausgerechnet jetzt ans Licht ? Mitten in der schwersten Krise unseres Wirtschaftssystems und der EU gibt es offenbar kein wichtigeres Thema.
Da stellt sich doch dem denkenden Menschen die Frage: qui bono ?
Ich frage mich warum Geerkens den Wulff jetzt so hin hängt. Ein echter Freund hätte doch die Klappe gehalten und ethisch hoch stehende Gründe fallen mir so spontan nicht dazu ein.
Meine Meinung ist schon immer :
Wenn man durch Wahl , egal welcher Art , ein für die ganze Nation repräsentatives Amt innehat, dann hat man den Erwartungen , die die Bürger und auch das Ausland an dieses Amt stellen , auch zu entsprechen , denn man übt automatisch eine Vorbildfunktion aus .
Es kann jeder leser selbst entscheiden , ob er einen solchen Mann als Vorbild anerkennen möchte.
Ich weiß nicht warum die Medien Christian Wulff gerade jetzt fertig machen wollen und ausgerechnet eine Kreditaffäre dazu benutzen. Anderes brisantes Material liegt schon seit langer Zeit in den Schreibtischen von Bild und Co unter Verschluß. Hat Wulff es vielleicht abgelehnt dem "elitären" Kreis der Bilderberger beizutreten weil er seiner Seele keinen Schaden zufügen möchte? Wer bedenkt, aus welchen Verhältnissen sich Wulff selber emporgearbeitet und was er erreicht hat,
kann ihn getrost als Vorbild gelten lassen, auch wenn er sich Geld für ein nettes Häuschen geliehen hat! Allen anderen Berufspolitikern nur soviel:
Wer von euch frei von allen Sünden ist der werfe den ersten Stein.
Das ist schon interessant, wie man nun versucht, einen unbequmen Präsidenten loszuwerden.
Dass der Islam zu Deutschland gehört und manches andere hat er gesagt. Damit macht man sich nicht nur Freunde.
Und nun stürzt sich die Meute auf ihn, freut sich, dass man etwas gefunden hat, um ihn sturmreif zu schießen.
Und hinterher wird man betroffen fragen: Wer hat denn da das Amt beschädigt?
Scheinheilige Hetze.
überlegte ich gerade, ob es nicht mal langsam wieder an der Zeit wäre, den Billigfernseher mal für 14 Tage komplett auszuschalten. Da zappte ich in eine Plauderrunde, die ich zuerst garnicht einordnen konnte. Gerade wurde die Frage gestellt nach Stellungnahmen der Intellektuellen zur Krise. Der Lächler von der "Zeit" sprach davon, dass dies Herr Habermass schon längst - wohl in den Tiefen - seines Blattes getan hätte. Das war´s dann. Die Dame von der Süddeutschen sagte zur Frage, was sie in diesem Jahr am meisten beschäftigt hätte, der Guttenberg-Rücktritt und die demokratischen Fortschritte in Russland.
Es wäre doch sehr zu empfehlen, dass wieder Wein ausgeschenkt wird und das Rauchen - auch von Zigarren und Pfeifen im "Internationalen Frühschoppen" erlaubt wird. Zurück auch zu diesem alten Namen bitte!
Abends wurde die 500000-Eurofrage gestellt. Vorweg: Frau K. kann ich schon lange nicht mehr verstehen. Sich echaufierend und sprichkwörtlich unter der Decke herumlaufend mit Wortbeiträgen, dann sich angesichts Blomes Einwurf, das nächste Jahr würde vielleicht einen Präsidenten erfordern, der der Bevölkerung auch glaubhaft jene Botschaften vom Masshalten und Gürtel-enger-schnallen verkünden könnte.
In K´s Antwort fällt etwas von Neid-Argumentation - und sie scheint sich zu besinnen, wird sanfter. Also ich muss denken, hier spricht die, die selbst mit ihren Steinen im Glashaus sitzt.
Nein, obwohl Blohme von der Flughöhe, die dieses Anlasses unangemessen sei, sprach, hatte die Lady Frau Hildegard Hamm-Brücher mit ihren Hinweisen auf Weimar und ein mögliches Scheitern von Demokratie natürlich Recht. (schlecht gekontert nur durch den Hinweis darauf, dass es im deutschen Parlament keine Fundamentalopposition gäbe).
Frau H.B. sprach von ihrem Brief an den jetzigen Bundespräsidenten, in dem sie diesen aufgefordert hätte, die Demokratie selbst zu seinem Thema zu machen. Angesichts der um sich greifenden Politikverdrossenheit, angesichts nachlassender Wahlbeteiligung usw. Geantwortet wurde ihr mit der Floskel, der Präsident spreche mit vielen Bürgern.
Es gab Hinweise auf das Wie, wie Frau Merkel diesen Kandidaten durchgesetzt hätte. Es sollte ein pflegeleichter Präsident sein.
(Übrigens - das Amt des Präsidenten schwebt nicht im luftleeren Raum. Jeder Politikwissenschaftler kann vorrechnen, wie Präsidentenwahlen, Regierungen und Regierungswechsel in der BRD zusammenhängen.)
Frau Hamm-Brücher behauptete fast in einem Nebensatz am Schluss: Die Männer hätten das schlecht betrieben. Das hiess wohl, Sie wäre für eine Frau in diesem Amt.
Na, da schliesse ich mich an. Und dies meine ich toternst: Ich wäre für Frau Käßmann, die ich für völlig glaubwürdig halte. Auf die Frage, ob sie denn das Angebot der SPD in einem Bundesland annehmen wolle, sagte sie, sie fühle sich mit ihrem jetzigen Amt sehr wohl und dabei bleibe es. Von der kann niemand behaupten, sie bewege sich nur in abgeschlossenen Zirkeln der Macht und hätte den Kontakt zu den - ich sag mal "normalen" Bürgern längst schon verloren. Viel besser, als jemand, der auch Theologe ist, aber nur vom Trauma des Totalitarismus und den Vorzügen der Luft der Freiheit zu berichten weiss. Nein, Frau Käßmann. Das wäre mal der dringend notwendige frische Wind in diesem Mief der Klüngelei. Die könnte die sich immer weiter auftuenden Gräben auch überbrücken.
Hajü