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Kredit-Enthüllung: Wulffs merkwürdige Telefonate

Öffentlichkeitsarbeit ist nicht Sache des Bundespräsidenten. In der Kreditaffäre hat Christian Wulff dennoch telefonisch versucht, einen Artikel der "Bild"-Zeitung zu stoppen. Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen hat er deswegen auch Springer-Chef Döpfner kontaktiert.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...806664,00.html
  1. #220

    Wie das denn?

    Zitat von diwoccs Beitrag anzeigen
    jedes volk hat den prÄsidenten,den es verdient.
    Was hat das Volk falsch gemacht damit es so einen Wichtel aufgepfropft bekommt? Warum fragt man das Volk nicht direkt und lässt es die Kandidaten selbst zur Wahl aussuchen. Wer hat eigentlich gesagt daß die Vertreter der Bundesversammlung schlauer sind als das Volk?
    Anscheinend glauben Mandatsträger automatisch, sie sind die Schlausten, wenn sie ein Mandat VERLIEHEN bekommen.
    Nur wenn das Volk selbst bestimmt, kann es auch verantwortlich gemacht werden. In diesem Fall müssen die Hanselen der Bundesversammlung die Verantwortung schon bei sich selbst suchen und nicht das Volk für diesen Mist verantwortlich machen.
  2. #221

    Das schlägt dem Fass den Boden aus!

    Es reicht: Rücktritt jetzt!

    Einer, der mit vorauseilender "political correctness" in letzter Zeit besonders unangenehm aufgefallen ist, offenbart sein Selbstverständnis von Demokratie und Pressefreiheit.

    Gibt es denn keine Politiker mehr mit Format, die in der Lage sind, eines der letzten Ämter im Lande mit einer moralisch-ethischen Attitüde authentisch auszufüllen?

    Und Gabriel sollte am besten gleich noch hinterher fliegen (als staatliche Präventivmaßnahme gegen Ämterbeschädigung).

    Wenn einer im Augenblick die Demokratie zu Grabe trägt, dann die führenden Köpfe aus dem Berliner Kasperletheater!
  3. #222

    Zitat von artikel.5 Beitrag anzeigen
    Lammert wäre eine achtbare Persönlichkeit und gute Lösung - bis zur endgültigen Abschaffung des Amtes.
    Wenn diese Affäre noch irgendetwas Gutes hervorbringen kann, dann eine GRUNDLEGENDE Reform der Offenlegungspflichten unserer Politiker.
    Wer sich hier für Lammert als Ersatz einsetzt, sollte erst einmal den Beitrag im Stern lesen:
    Affäre Christian Wulff: Bild dir meine Meinung! - Politik | STERN.DE
    Hier steht u.a.:
    "Den eigentlichen Skandal an der ganzen Geschichte liefert, wie es scheint völlig unbeachtet, Bundestagspräsident Norbert Lammert. Der CDU-Politiker hat die Rolle der Medien in der "Kredit-Affäre" kritisiert und erklärt, die Art und Dauer der Auseinandersetzung hätten Wulff nicht nur persönlich enorm strapaziert - sondern auch das Amt und seine Autorität berührt. Was heißt das? Nicht die billigen Tricks des Bundespräsidenten, ein paar Prozente bei der Finanzierung seines Hauses zu sparen, nicht seine Halbwahrheiten bei der Aufdeckung der Vorgänge, nicht das fehlende demokratische Bewusstsein beim Versuch, sein Handeln in der Öffentlichkeit zu vertuschen, machen Lammert Sorgen. Der Versuch der Medien, immer wieder nachzufragen, weiter zu recherchieren, sich nachdrücklich dem politischen Druck zu widersetzen und auf Einhaltung der verfassungsrechtlichen Grundsätze dieses Landes zu bestehen, strapaziert aus seiner Sicht die Autorität des Amtes. In was für einem Land leben wir eigentlich?"
  4. #223

    m

    Zitat von artikel.5 Beitrag anzeigen
    Lammert wäre eine achtbare Persönlichkeit und gute Lösung - bis zur endgültigen Abschaffung des Amtes.
    Wenn diese Affäre noch irgendetwas Gutes hervorbringen kann, dann eine GRUNDLEGENDE Reform der Offenlegungspflichten unserer Politiker.
    Sie glauben doch nicht, das die sich ohne weiteres ihre Pfründe wegnehmen lassen. Das ist doch ein schöner Verschiebebahnhof für Talentfreie aber verdiente Parteimitglieder. Nur Weizsäcker passte nicht in die Kattegorie.
  5. #224

    wulff..................

    Zitat von Langeweile Beitrag anzeigen
    Unglaublich, langsam wärs wirklich mal Zeit für den Rücktritt.
    ich finde auch es artet langsam aus,wenn das so ist das er die bild gedroht hat sollte er gehen von uns normalo bürger wird ehrlichkeit auch verlangt aber die politker sind keine normalen menschen sie sind die götter im parlament und da denken sie sie können isch alles erlauben da ist keiner
    besser als der andre
  6. #225

    Na und?

    Zitat von doc 123 Beitrag anzeigen
    Selten so eine abstruse Verteidigungsrede für Wulff samt Gattin gelesen. Sie verkennend die Situation vollständig gänzlich. Ich habe hier schlon längstens durchaus positiv über Frau Wulff geurteilt, da ich auch die Frage aufgeworfen habe, wie ein ein dermaßener wachsweicher und lahmer Mensch an eine derartige "Klasse"-Frau überhaupt herankommen konnte, außer mit entsprechend ausreichend finanziellen Mittel (wofür ja auch seine Freunde und Gönner ja da auch offensichtlich ausreichend gesorgt haben).

    Das ist aber überhaupt nicht der Punkt. NATÜRLICH kann die Ehefrau des Bundespräsidenten, die zusammen mit diesem die Bundesrepublik Deutschland in der Öffentlichkeit und Ausland repräsentiert NICHT in ihrem Vorleben in einem (odere mehreren) Escort-Services tätig gewesen sein. Wenn dies tatsächlich stimmt (und es sprechen mittlerweile ettliche Umstände dafür) dann ist es ein SKANDAL, dass dies von der Presse nicht längstens öffentlich gemacht wurde und auch nicht die entsprechenden staatlichen Organe dafür gesorgt haben, dass Wulff unter diesen Umständen überhaupt nicht ins Amt kommen konnte, oder will er seine Ehefrau künftig etwa zuhause lassen?

    Zitat von doc 123 Beitrag anzeigen
    Das ist aber überhaupt nicht der Punkt. NATÜRLICH kann die Ehefrau des Bundespräsidenten, die zusammen mit diesem die Bundesrepublik Deutschland in der Öffentlichkeit und Ausland repräsentiert NICHT in ihrem Vorleben in einem (odere mehreren) Escort-Services tätig gewesen sein. Wenn dies tatsächlich stimmt (und es sprechen mittlerweile ettliche Umstände dafür) dann ist es ein SKANDAL, dass dies von der Presse nicht längstens öffentlich gemacht wurde und auch nicht die entsprechenden staatlichen Organe dafür gesorgt haben, dass Wulff unter diesen Umständen überhaupt nicht ins Amt kommen konnte, oder will er seine Ehefrau künftig etwa zuhause lassen?
    Zumindestens ich habe kein Problem mit einem Bundespräsidenten dessen Ehefrau früher im Escort-Service tätig war. Ich würde es darüberhinaus schlichtweg widerlich finden, wenn die BILD oder eine andere Zeitung dieses Thema auch noch ausschlachten würde. Das hat mit der ganzen Sache nämlich nichts zu tun.

    Einen Bundespräsidenten, der sich verbilligte Kredite geben läßt und deswegen auch noch ewig rumdruckst. Als guter Freund in Maschmeyers Villa abhängt und zudem noch Journalisten bedroht, die zumindestens in dieser Sache nur die Wahrheit schreiben möchten, wie es scheint, der ist als Bundespräsident nicht mehr tragbar.
  7. #226

    ...irgendwann ist es genug...

    und das Ganze wirkt nur noch wie eine Hetzjagd. Was genau ist das Problem, dass die Medien plötzlich mit Wulff haben ?

    Dass er überreagiert hat als er von den Bild-Recherchen erfuhr, ist als menschliche Reaktion durchaus nachvollziehbar. Man sollte bei all dem nicht vergessen, dass man in Deutschland seit einiger Zeit dazu neigt, Politiker mit sehr eigenwilligen Moralvorstellungen zu betrachten. Die jeweiligen politischen Gegner nutzen das dann fleissig oder haben selbst nachgeholfen. Bei Wulff kann ich das eher nicht erkennen, oder habe ich etwas übersehen ?

    Ob man den Mann mag oder nicht, tauschen möchte wohl niemand mit ihm. Allerdings sollten die selbst ernannten Moralwächter doch einfach einen Politiker-Knigge veröffentlichen, mit besonderen Hinweisen zum Umgang mit Freunden, die man danach garantiert nicht mehr hat.
  8. #227

    mmmmhhhhhh

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Öffentlichkeitsarbeit ist nicht Sache des Bundespräsidenten. In der Kreditaffäre hat Christian Wulff dennoch telefonisch versucht, einen Artikel der "Bild"-Zeitung zu stoppen. Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen hat er deswegen auch Springer-Chef Döpfner kontaktiert.

    Kredit-Enthüllung: Wulffs merkwürdige Telefonate - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Offen gesagt finde ich mittlerweile jedes Wort überflüssig !
    Die Zeit zum Rücktritt ist lange überfällig.
    Die Kanzlerin hätte sich vor Weihnachten mit Wulff hinsetzen müssen und "die volle Aufklärung" von ihm verlangen müssen. Und dann ab dafür. Stattdessen wegschauen.
    Der Rest der Politik - und damit meine ich alle - hält sich aus taktischen (?) Gründen zurück. Ebenfalls aus Bürgersicht eine Katastophe !

    Die Inszenierung der Poltkaste hat mittlerweile unterstes Niveau.
    Keine Selbstreinigung mehr möglich ?

    Es gibt nur noch eine Chance: Schauen wir den MDBs aus unserem Kreis auf die Finger und machen Druck !
    Ohne die kann keine Kanzlerin Politik machen.

    Aber wo findest man die MDBs, die angeblich an allen Wochenenden im Jahr im Wahlkreis auf die Bürger zugehen und Bürgernähe leben ?
    Jeder Zahnarzt ist leichter zu finden....
  9. #228

    Zweierlei Maß

    Zitat von walter_rsr Beitrag anzeigen
    ......Haben wir wirklich bessere verdient?
    Ja haben wir. So lange Leute, wie unsere Politiker die Wertmaßstäbe für unsere Gesellschaft vorgeben und als Erste dagegen verstoßen, haben wir viel Besseres verdient. Ich könnte ja jetzt anfangen mit Buletten-Entlassung, Kassenbon usw. usw., aber das ist ja hinreichend bekannt.
    Der Fortgang der Politikverdrossenheit wird die Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen zeigen (von Europawahlen wollen wir gar nicht mehr reden).
  10. #229

    Wer wacht über die Wächter

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Öffentlichkeitsarbeit ist nicht Sache des Bundespräsidenten. In der Kreditaffäre hat Christian Wulff dennoch telefonisch versucht, einen Artikel der "Bild"-Zeitung zu stoppen. Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen hat er deswegen auch Springer-Chef Döpfner kontaktiert.

    Kredit-Enthüllung: Wulffs merkwürdige Telefonate - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Unglaublich - da werden Inhalte privater Telefongespräche veröffentlicht und keiner regt sich auf. Dabei hat sich Heribert Prantl noch letzte Woche über die Speicherung nur von Verbindungsdaten aufgeregt und nun macht seine SZ den Murdoch.
    Auch ein Bundespräsident verliert nicht seine Bürgerrechte - er darf sich gegen Vorwürfe wehren und auch für ihn gilt die Unschuldsvermutung.








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