Die Merkel-Regierung ist doch selber nur ein Marionettentheater. Nein, dahinter stecken diejenigen, die von der gegenwärtigen Krisenpolitik im Euroraum massiv finanziell profitieren: diejenigen in der Gesellschaft, die ihr Einkommen zum grössten Teil aus ihren Vermögenseinkünften beziehen. Vor allem aus den USA, denn die wären von den sozialen Umwälzungen in Europa nicht direkt betroffen - sehr wohl aber von einem Schuldenschnitt/Staatsbankrott. Dem kleinen Rentner in Griechenland wird seine Rente von 900 auf 700 Euro gekürzt, der griechische Milliardär aber hat eine Beteiligung an den Kosten der Schuldenkrise nicht zu fürchten. Die Ironie: die Überschuldungskrise wurde durch die Bankenrettungspakete verursacht, durch die die Vermögen ebenjener Milliardäre gerettet wurden, und trotzdem (!) übt diese Clique erfolgreich Druck auf die Politik aus, nicht an den Kosten beteiligt zu werden.
Dass der im Oktober für Griechenland fest beschlossene Schuldenschnitt von 50% seit dem letzten Krisengipfel vom Tisch ist, wurde in der hiesigen Presse übrigens bestenfalls in einem Nebensatz erwähnt. Der Finanzminister der USA, Geithner (der aus dem Wall Street Milieu in die Politik gewechselt ist), der als "Berater" auf diesem Gipfel zugegen war, wird Merkel und Sarkozy dort wohl auf Linie gebracht hat. Immer mehr Vermögen konzentriert sich immer schneller in immer weniger Händen - und damit auch politische Macht. Zu diesen Vermögenswerten gehören übrigens auch die einflussreichen Erzeugnisse der Mainstreampresse, mit denen sich sogar Bundespräsidenten aus dem Amt kegeln lassen, wenn die mal aus der Reihe tanzen und die gegenwärtige Krisenpolitik kritisieren.

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