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Kredit*für Wulff: Die reinigen Kraft des Skandals

Die Kredit-Affäre um Bundespräsident Wulff zeigt: Das alte Prinzip "Man kennt sich, man hilft sich" zwischen Politik und Wirtschaft funktioniert nach wie vor. Die Aufdeckung des Skandals erfolgt dabei nach dem Muster des Bühnenstücks.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...804358,00.html
  1. #100

    Wulff ist den Krisenprofiteueren an die Karre gefahren

    Zitat von kuac Beitrag anzeigen
    Wer steckt denn dahinter? Die schwarzgelbe Regierung geführt von Frau Merkel?
    Die Merkel-Regierung ist doch selber nur ein Marionettentheater. Nein, dahinter stecken diejenigen, die von der gegenwärtigen Krisenpolitik im Euroraum massiv finanziell profitieren: diejenigen in der Gesellschaft, die ihr Einkommen zum grössten Teil aus ihren Vermögenseinkünften beziehen. Vor allem aus den USA, denn die wären von den sozialen Umwälzungen in Europa nicht direkt betroffen - sehr wohl aber von einem Schuldenschnitt/Staatsbankrott. Dem kleinen Rentner in Griechenland wird seine Rente von 900 auf 700 Euro gekürzt, der griechische Milliardär aber hat eine Beteiligung an den Kosten der Schuldenkrise nicht zu fürchten. Die Ironie: die Überschuldungskrise wurde durch die Bankenrettungspakete verursacht, durch die die Vermögen ebenjener Milliardäre gerettet wurden, und trotzdem (!) übt diese Clique erfolgreich Druck auf die Politik aus, nicht an den Kosten beteiligt zu werden.

    Dass der im Oktober für Griechenland fest beschlossene Schuldenschnitt von 50% seit dem letzten Krisengipfel vom Tisch ist, wurde in der hiesigen Presse übrigens bestenfalls in einem Nebensatz erwähnt. Der Finanzminister der USA, Geithner (der aus dem Wall Street Milieu in die Politik gewechselt ist), der als "Berater" auf diesem Gipfel zugegen war, wird Merkel und Sarkozy dort wohl auf Linie gebracht hat. Immer mehr Vermögen konzentriert sich immer schneller in immer weniger Händen - und damit auch politische Macht. Zu diesen Vermögenswerten gehören übrigens auch die einflussreichen Erzeugnisse der Mainstreampresse, mit denen sich sogar Bundespräsidenten aus dem Amt kegeln lassen, wenn die mal aus der Reihe tanzen und die gegenwärtige Krisenpolitik kritisieren.
  2. #101

    Zitat von cyclist01 Beitrag anzeigen
    Denken Sie etwa wirklich, dass der nächste durch die CDU ins Amt gehiefte Präsident auch nur minimal mehr dagegen unternehmen würde, als Hr.Wulff?
    Angenommen es gibt den Rücktriff von Wulff und man würde es schaffen, dass Herr Gauck sich nochmal zur Wahl stellt, würde es keinen Präsidenten geben der durch die CDU ins Amt gehiefft werden würde. Nach dem in meinen Augen zumindest zu teil missglückten Installierung von Wulff könnte es sich die CDU nicht erlauben nochmal gegen Gauck zu stimmen. Das würde sie endgültig vom Volk entfernen. Nur leider wird es Gauck vermutlich nicht nochmal machen. Zudem glaube ich auch nicht, dass Herr Wulff zurück tretten wird. Aber ich würde mich gern vom Gegenteil überzeugen lassen.
    Ach und wie gut, dass Präsidenten auch nach ihrer Amtszeit ihr Leben lang weiter bezahlt werden. So muss Wulff wenigstens sich nicht nochmal einen Privatkredit besorgen ^^
  3. #102

    ===

    Zitat von matbhmx Beitrag anzeigen
    Was eigentlich wird dem Bundespräsidenten vorgeworfen? Er hat einen Kredit - üppig - aufgenommen bei einem - derzeit unstreitig - über jahrzehnte befreundeten, sehr begüterten Unternehmerehepaar. Gibt es irgendwelche Erkenntnisse, dass der damalige Ministerpräsident, heutige Bundespräsident, für diesen Kredit diesem Paar aufgrund seiner politischen Funktion irgendwelche Vorteile gewährt hat? Nein!
    Doch!

    Bundespräsident Wulff: Warum durfte der Freund mit auf Auslandsreisen? - Politik Inland - Bild.de

    Beziehungen zu Unternehmerpaar: Christian Wulff in Erklärungsnot - Deutschland - FOCUS Online - Nachrichten

    Zitat von matbhmx Beitrag anzeigen
    Es läuft seit zwei Jahren eine der schmutzigsten Polit-Kampagnen, die sich die deutsche Presse seit der Gründung der Bundesrepublik erlaubt - und ganz vorne dabei: der Spiegel!
    Neben den oben ganannten Blättern BILD und FOKUS haben Sie unter anderem auch die folgenden Zeitungen vergessen:

    - Frankfurter Rundschau

    - Die Welt

    - Die Zeit

    - Financial Times Deutschland

    - Abendzeitung München

    - Tagesspiegel

    - Neue Zürcher Zeitung

    - Der Standard (Österreich)

    - NRC Handelsblad (Niederlande)

    - De Morgen (Belgien)

    - Dagbladet Information (Dänemark)

    - Rzeczpospolita (Polen)

    - etc. etc. (in aller Welt)
  4. #103

    Was kommt noch alles an das Licht der Öffentlichkeit?

    "Weiter vorne hatte ein Forist schon mal den Verdacht geäussert, das Geekens die Transaktion zur Geldwäsche getätigt haben könnte."
    .
    Wenn Frau Geerkens mittellos gewesen ist und dennoch den Kredit gewährt hat, dann kann es sich ja nur um Geld von Herrn Geerkens handeln, oder?
    .
    Da beide Gütertrennung vereinbart haben ist das Geld von Herrn Geerkens an Frau Geerkens eine Schenkung und m.E. daher zu versteuern!
    .
    "Eine Hand wäscht die andere", "Geldwäsche", "Steuerhinterziehung": Auch wenn der Kredit an sich "harmlos" war, ein Bundespräsident, der mit solchen Stichworten in Verbindung gebracht wird ist einfach nur noch untragbar! Dazu kommen noch die Stichworte "Air Berlin (Hunold)" und "Maschmeyer", bis jetzt!
    .
    Jetzt bin ich als nächstes auf die Weihnachtsansprache dieses "leeren Anzugs" gespannt!
  5. #104

    Bin ich hier im Kolosseum?

    Zitat von cherusciprinceps Beitrag anzeigen
    ... Zwei Bundespräsidenten binnen zwei Jahren, beide durch juristisch belanglose Schmierkampagnen. Wir leben in einer Bankendiktatur mit vorgeschaltetem Demokratietheater, und wer da seine zugewiesene Rolle nicht spielt, wird - vor einem totalverblödeten Publikum - elegant von der Bühne geschmissen.
    Wir befinden uns mitten in einem Umverteilungskrieg, und der heiligt bekanntlich alle Mittel.
    PS. Das Vorgehen von Wulff behagt mir auch nicht, von seiner unseligen Partei ganz zu schweigen. Aber ich kann nicht verstehen, warum das Publikum diese so offensichtlich inszenierten Dreckschleuderkampagnen nicht durchschaut und willig über jedes Stöckchen springt, das ihm die Medien hinhalten.
  6. #105

    Skandale werden regelrecht inzeniert?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Kredit-Affäre um Bundespräsident Wulff zeigt: Das alte Prinzip "Man kennt sich, man hilft sich" zwischen Politik und Wirtschaft funktioniert nach wie vor. Die Aufdeckung des Skandals erfolgt dabei nach dem Muster des Bühnenstücks.

    Kredit*für Wulff: Die reinigende Kraft des Skandals - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Herr Walter, Danke für ihre Ansichten und Belehrungen, sie wollen sicherlich die Küngel und Amigogesellschaft wieder haben, oder fortführen so wie es immer gewesen ist, ist das wirklich ihre wahre Auffssung?
    Die Bürger, die täglich geschröpft werden und die immer wieder weiter zurückstecken müssen haben von dieser Art Korruption die Schnauze voll.
    Wir wollen nicht die Adenauerische, Strauss und Späht Seilschaften, wir wollen endlich mal einen Schritt nach vorne machen.
    Wer ständig immer mehr von seinen Bürgern abverlangt, wer ständig mit moralischern Begriffen nur so um sich wirft, der sollte aber auch diese Ansprüche zunächst von sich fordern.
    Der wahre Skandal ist doch dass zu viele Leute alles unter den Teppich kehren wollen und das Volk für dumm halten.
    Diese Skandale werden inzeniert, aber in erster Linie von denjenigen, die glauben sich alles erlauben zu dürfen, nicht die sich jetzt erneut darüber aufregen sind die Bösewichter, sondern die die lieber ihren Kopf in den Sand stecken wollen und abwarten bis es sich von selbst erledigt hat.
    Und was die politischen Konkurrenzparteien angeht, da versucht jeder natürlich für sich Kapital herauszuschlagen, denn ihnen wird es ja auch nicht viel anders ergehen.
    Wir brauchen diese Skandale nicht, es gibt wirklich wichtigeres in diesem Land zu tun, aber es deshalb unter den Teppich kehren ist auch nicht die feine Art, oder?
    HR
  7. #106

    wer zieht die Strippen?

    Zitat von joachim_m. Beitrag anzeigen
    ...Aber dies ist keine Inszenierung, jedenfalls wie ich den Begriff verstehen, denn das ganze hat eine reale Grundlage und die hat Wulff höchstpersönlich geschaffen.
    Inszenierung insoweit, als die Bild das Karnickel während seines Auslandsaufenthalts aus dem Hut gezaubert hat. Glauben Sie dass das Zufall war? Leider kann ich jetzt keine Quelle mehr nennen, aber in einer TV-Sendung sagte einmal ein Journalist, dass man Dossiers über Politiker und bekannte Persönlichkeiten führt, die bei Bedarf veröffentlicht werden.
    Wie Sie ganz richtig sagen, er hat sich die Sache höchstpersönlich eingebrockt. Ich will da nichts aus lauter Parteilichkeit schönreden und weine ihm keine Träne nach - Aber die Sache stinkt mir zu sehr nach Kampagne und Strippenzieher.
  8. #107

    Freunde

    Zitat von w.r.weiß Beitrag anzeigen
    Wer verwehrt hier denn wem "Freunde"?
    Wenn sich die Leute darüber empören, dass er bei einem jahrzehntelangen Freund mehrere Tage zu Besuch ist und dort, ohne zu zahlen, übernachtet, dann gesteht man ihm offenbar nicht zu, Freunde zu haben und mit denen so umzugehen, wie wir alle das tun.
  9. #108

    Zwei Bundeskanzler binnen zwei Jahren medial verheizt

    Zitat von artikel.5 Beitrag anzeigen
    Wir befinden uns mitten in einem Umverteilungskrieg, und der heiligt bekanntlich alle Mittel.
    PS. Das Vorgehen von Wulff behagt mir auch nicht, von seiner unseligen Partei ganz zu schweigen. Aber ich kann nicht verstehen, warum das Publikum diese so offensichtlich inszenierten Dreckschleuderkampagnen nicht durchschaut und willig über jedes Stöckchen springt, das ihm die Medien hinhalten.
    Es geht sowohl um Umverteilung, aber vor allem geht es um Besitzstandswahrung. Die Vermögensinhaber in den USA - vom Kleinstpensionär, der seine magere Rente aus dem Rentenfonds bezieht, bis zum Einkommensmillionär - wollen einen persönlichen Vermögensverlust durch einen Schuldenschnitt/Staatsbankrott im Euroraum nicht hinnehmen.

    Der Schuldenschnitt für Griechenland war beschlossene Sache, bis die Briten beim letzten Gipfeltreffen dann den US-Finanzminister als "Berater" an den Tisch holten und der im Oktober fest beschlossene Schuldenschnitt plötzlich sang- und klanglos einkassiert wurde.

    Natürlich könnte man Griechenland und Konsorten auch schlicht pleitegehen lassen, was dann das Ende vom Euro und wohl auch das Ende der Europäisierung bedeuten würde. Angesichts der systemischen Fehler der Gemeinschaftswährung wäre das wohl das Beste, aus ideologischen Gründen wird das aber abgelehnt.

    Der einfache Bürger durchschaut das Interessengemenge zwischen Massenmedien und Hochfinanz überhaupt nicht. Der einfache Bürger weiss nicht einmal, wie Geld überhaupt entsteht.

    Die Medien machen sich zudem den Umstand zunutze, dass die Spitzenpolitiker aller Parteien im Volk äusserst unpopulär sind. Gerade Wulff gilt im Volk als "einer von denen", da hat man leichtes Spiel.

    Der zweite Bundeskanzler, der mit einer Schmierkampagne aus dem Amt gekegelt wird, binnen zwei Jahren. Mit geradezu atemberaubender Dreistigkeit wird unsere Demokratie demontiert, es muss in Frage gestellt werden, in welchem Maß unsere Presse überhaupt noch von den Interessen Dritter unabhängig ist. Gegebenfalls muss die Unabhängigkeit der Presse durch Mediengesetze wiederhergestellt werden.
  10. #109

    Empörung in den Medien ist bigott

    Zitat von w.r.weiß Beitrag anzeigen
    .Falsch, was Sie als Verfolgungs- u. Empörungswut abtun ist a) legitim in Sachen Berichterstattung

    Zur Empörungswut in der Berichterstattung: Die ist in meinen Augen völlig verlogen. Ich habe in der Medienbranche gearbeitet. Und ich habe zum Beispiel eine Bilanzpressekonferenz eines großen deutschen Automobilherstellers erlebt. Da haben sich nicht nur alle anwesenden Journalisten das Essen zahlen lassen. Nein, es gab eine Reihe von erstrangigen Veranstaltungen, die man kostenlos besuchen konnte. Diese Veranstaltungen waren ausgesprochen gut besucht.

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    Wenn sich dann Medienschaffende in Ihren Kommentaren darüber mokieren, dass Wulff bei einem Freund übernachtet hat, dann ist das wirklich von einer seltenen Doppelmoral.


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