Krebsvorsorge: Röntgentechnik erzeugt 3D-Bilder der Brust

dapd/ ESRF-LMU/ BrunHoffnung für die Brustkrebs-Früherkennung: Forscher haben eine neue Röntgenmethode entwickelt, mit der sich hochauflösende, dreidimensionale Bilder der Brust erzeugen lassen, ohne das Gewebe zu sehr mit Strahlen zu belasten. Noch allerdings ist die Technik nicht reif für die Klinik.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-862966.html
  1. #1

    Schulmathematik...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gegenüber der herkömmlichen Mammografie-Untersuchung, bei der nur zweidimensionale Bilder erzeugt werden, senkt das neue Verfahren die Strahlenbelastung um das Vierfache, gegenüber der herkömmlichen Computertomografie (CT) sogar um das 25-fache.
    Man kann einen Wert um das Vierfache steigern (dann hat man danach das Fünffache) oder auf das Vierfache steigern (wäre dann eine Steigerung ums Dreifache), aber sicherlich nicht "um das Vierfache" senken - es sei denn, "das Vierfache" bezieht sich auf einen anderen Wert, etwa eine Senkung um das Vierfache von 2%.

    Wenn hier im Artikel gemeint ist, dass die Strahlenbelastung auf ein Viertel der ursprünglichen Belastung gesenkt worden ist, dann sollte man das auch so schreiben. Gerade im Bereich der Medizin würde ich mich korrekte Informationen wünschen.
  2. #2

    ...

    Nun dass da in der Diagnostik noch "Luft" sein könnte, entspricht einer merkwürdigen Erfahrung, die ich machen musste...
    Ich weiß von zwei Fällen, wo für orthopädische Zwecke (Wirbelsäule) gefertigte Röntgen-Bilder, bei denen zufällig Lungenteile dabei waren. In beiden Fällen zeigten sich genau an jenen Stellen Strukturen, wo beide später (5 und 10 Jahre) an Lungenkrebs erkrankten. Natürlich hatte das zum Zeitpunkt der Aufnahme keine Folgen, weil es den Orthopäden verständlicherweise nicht interessierte...
    Merkwürdig bleibt es aber dennoch - inzwischen gilt ein Fall nach Entfernung eines Lungenlappens als geheilt, der andere ist vor kurzem an T4 verstorben.
  3. #3

    Synchrotron-Strahlung

    Synchrotron-Strahlung kommt doch meines Wissens aus Teilchenbeschleunigern? Es würde mich brennend interessieren, wie die Technologie aussieht, die dann auch in Arztpraxen (als mobiles Gerät? ;) ) eingesetzt werden sollen. Sind die Strahlen dann noch (quasi-)parallel oder ergeben einen Kegelstrahl (würde sich ja nicht unerheblich auf den Rekonstruktionsalgorithmus auswirken Parallelstrahlgemoetrie vs. Feldkamp vs. Katsevich?). Monochromatisch? Sehr interessant war für mich jedoch, dass Synchrotron den zu röntgenden Körper weniger belastet. Wäre diese Strahlung Arzt-Praxen tauglich, dann könnte man in der zweidimensionalen Röntgenuntersuchung doch damit die Strahlenbelastung um das "25-fache senken"?! oder haben diese Bilder gegenüber normalen Röntgenbildern andere Nachteile?
  4. #4

    Synchrotronstrahlung zur Diagnostik

    @heinz.23: Ja, für Synchrotonstrahlung braucht man im Allgemeinen spezielle Großanlagen mit Teilchenbeschleuniger. Eine solche steht in Hamburg (Petra III). Der Speicherring misst über 2 km. Also leider nichts, was in ein Krankenhaus oder eine Praxis passt. Es gibt überdies Versuche, die Phasenkontrast-Methode auf kliniktaugliche Röntgenröhren zu übertragen. Doch gibt es dort wieder andere Probleme. Z.B. die an der Röhre mangelnde Monochromasie, die für den Phasenkontrast aber sehr wichtig ist. Summa summarum: Phasenkonrastmethoden sind grundsätzlich sehr vielversprechend und wäre sicherlich in Hinblick auf die Strahlenbelastung des Patienten und die klinische Diagnostik ein großer Gewinn, sind leider aber auch sehr voraussetzungsreich. Es steckt noch einiges an Forschungsbedarf darin, bis diese Technik den Klinikalltag erreichen wird. Aber man darf gespannt sein, was die Forschung in den nächsten Jahren auf dem Gebiet noch so an Neuerungen bringt!