Forum: Blogs
Kreativtraining in Favela: Senhor Tom und seine Monster
Thomas LupoNachts hörte er Schüsse, tagsüber nähte er bunte Stoffmonster: Der deutsche Designer Thomas Lupo zog für sechs Monate in ein brasilianisches Armenviertel - um mit Kindern der Favela zu basteln.
http://www.spiegel.de/panorama/gesel...829690,00.html
- #1 11.06.2012 06:26 von
...
hut ab! eine tolle idee. ich wünsche ihm alles gute für seine projekte!
- #2 11.06.2012 06:57 von
Lupo will nur basteln
Zitat: „Lupo wollte nicht im Detail mit den Kindern über ihre Schicksale sprechen, sie therapieren - er wollte einfach mit ihnen basteln.“
Sehr nett von Lupo, wirklich ein feiner Zug von ihm, mit Favela-Kindern Monster zu basteln, darauf kommt so leicht keiner. Ja, wie originell, das ist doch mal etwas anderes, wenn ein Art Director (Kunstdirektor) für ein halbes Jahr mit Pappe und Kleber in ein Slum geht, um die Kinder beim Ausleben ihrer kreativen Bedürnisse anzuleiten – leider nicht die Kinder, die vor Hunger keine Lust zum Basteln haben, die auf der Müllhalde nach Verwertbarem suchen müssen, die im Dreck krank geworden sind, die verschleppt oder wie Hunde erschossen wurden.
Natürlich wollte Lupo mit den Slum-Kids nicht über ihre Schicksale sprechen, denn was hätte er ihnen auch sagen sollen? Dass er nur zum Basteln gekommen ist, ganz einfach – aber lieber nicht, dass sie ihm die Kinder nebenbei dabei helfen, dass er berühmt wird und dass sogar der SPIEGEL dem Bastel-Lupo einen Artikel widmet, der allerdings etwas peinlich wirkt. Doch was tut man nicht alles, um das Elend in der Welt ein bisschen zu lindern... - #3 11.06.2012 07:23 von
Ahee...
Endlich mal kein völkerverdummender Design-Müll. Es doch noch coole Peoples.
- #4 11.06.2012 08:21 von
- - -
Falsch, ganz falsch. Sie haben die Kinder in Afrika vergessen. Dort hätte er hingehen sollen, denn diesen Kinder geht es wirklich schlecht. Aber da war er sich wohl zu fein für, der Herr Künstlergutmensch. ;-)
Im Ernst: Gleich der zweite (!) Beitrag in diesem Thread präsentiert das übliche Motzen, Nörgeln, Meckern. Erst einmal alles besser wissen, erst einmal vom heimischen PC aus alles niedermachen.
Er hat den Kindern Ausdrucksmöglichkeiten gegeben. Das verstehen Leute wie Sie natürlich nicht. Als Einzelner kann er nicht aus dem Stand einfach die materielle Not beseitigen. Aber er kann diesen Kindern helfen, Selbstwertgefühl zu entwickeln, in ihre Fähigkeiten zu vertrauen. Sie ahnen vermutlich nicht einmal, wie wichtig das ist.
Mein lieber Herr Gesangsverein, was müssen Sie zynisch und verbittert sein ... Durch einen SPON-Artikel wird man also schon "berühmt"? Und komplett gelesen haben Sie diesen ja wohl auch nicht. Ich darf zitieren:
"Er will den Kindern nicht nur beim Entdecken ihrer Kreativität helfen, sondern auch finanziell. Seinen Anteil an dem Verkauf des Bildbandes lässt er in die Favela fließen, um eine Lehrkraft zu finanzieren, die mit den Kindern weiterhin bastelt. [...] Das Projekt in Belo Horizonte war lediglich der Anfang: Lupo hat den Verein Arthelps gegründet [...]"
Der Verein betreut weitere Projekte in anderen Ländern und dient dazu, sowohl vor Ort zu helfen wie auch finanziell von Europa aus.
Und was, Herr/Frau "Ylex", haben SIE bisher getan? - #5 11.06.2012 08:24 von
Und ...?
Ist da jetzt ein Kind aus dem Elend raus oder sammeln die weiter Eßbares aus den Müllbergen? Daß sich jemand um die Kinder kümmert, ist eine Sache; eine andere ist, sein Süppchen auf diesem Elend zu kochen und sein eigenes Buch zu promoten. Wie heißt es doch gleich: Tue Gutes und sprich NICHT darüber ...
- #6 11.06.2012 08:46 von
... überlegen Sie mal ...
[QUOTE=steve3000;10340238]
.... Gleich der zweite (!) Beitrag in diesem Thread präsentiert das übliche Motzen, Nörgeln, Meckern. Erst einmal alles besser wissen, erst einmal vom heimischen PC aus alles niedermachen.
... diser zweite Beitrag, ist er wirklich so falsch? Wie oft lesen wir von guten Menschen, die quer durch die Welt radeln, um auf die Not von dies oder das aufmerksam zu machen. In Wirklichkeit er füllt sich der/diejenige aber nur seinen eigenen Traum. Letztlich muss es aber derjenige mit sich selbst ausmachen.
Aber was halten Sie von diesem Satz: "Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut."
Nchtrag: Ich gehöre keiner Kirche an und halte den Satz: "Tue Gutes und rede darüber" für bullshit. - #7 11.06.2012 08:46 von
- - -
Sie haben den Artikel nicht gelesen, oder? Der Sinn solcher Öffentlichkeitsarbeit ist, dass sich noch mehr Kreative anschließen, damit ideell und finanziell geholfen werden kann (beides macht der von Thomas Lupo gegründete Verein).
Natürlich wird das Buch promotet, was glauben Sie denn? Thomas Lupo spendet schließlich seine Einnahmen daraus und dazu muss sich das Ding ja wohl erst einmal verkaufen. Das tut es nicht, wenn man Geheimhaltung betreibt.
Aber es gibt Zeitgenossen, die würden wohl auch nach 30 Jahren "Menschen für Menschen" an Karlheinz Böhm herumnörgeln, wenn er in einer TV-Sendung darüber spricht. So nach dem Motto: "Dauernd lässt er sich dafür feiern."
Solche Menschen bewegen wenigstens etwas, statt nur zynisch vor dem Bildschirm herumzusitzen und zu meckern. - #8 11.06.2012 08:52 von
- #9 11.06.2012 09:15 von
der mann ist...
... weder der erste noch der letzte der sowas tut. wer hier groß rumplärrt wie sinnlos das alles sei, dem sei mal favela painting ans herz gelegt, die aktion gibts schon ziemlich lange - und laut aussage der einwohner dieser favelas ist es keinesfalls sinnlos den menschen dort durch solche aktionen das lebensumfeld zu verschönern. es geht schließlich drum dass man dem ganzen scheiss einfach durchs malen und kreativ sein entfliehen kann, und wenns nur im kopf is, der serotoninlevel dankt trotzdem. aber hauptsache mal wieder einen auf klugscheisser gemacht... herzlichen glückwunsch an all jene, die's auch hier mal wieder geschafft haben die superdeutschen raushängen zu lassen, motz wäh keif.
Die aktuellen Top-Themen
Antworten / Zitieren


