Kreativboom in der Ökobranche: Von Biokohle bis Drachen-Power

DoeblerRiesige Drachen kreisen am Himmel und erzeugen Strom, Maschinen pressen Gartenabfälle zu Kohle: Die Energiewende befeuert die Kreativität von Deutschlands Tüftlern. Auf der Hannover Messe präsentieren Ingenieure ihre besten Ideen. Fünf Konzepte im Überblick - von smart bis schräg.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...829607,00.html
  1. #210

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    Also wenn Sie mir schon so kommen, dann aber richtig:

    Ich halte die Entwicklung der Kernfusionsnutzung für extrem wichtig.
    Schön, dann sind wir uns in diesem Punkt schon mal einig.
    Zusammen mit den Entwicklungen von

    - vollisolierten rein technikbasierten Klein- und Kleinst-Landwirtschaftssystemen
    Davon halte ich GAR NICHTS. Ineffektiv.
    - einer ultranaturnahen supersynergischen Landwirtschaft
    - einer minimalinvasiven, maximalschonenden Wirtschaft, Ernährung und Medizin
    - und einer volletablierten gleichberechtigten Gemeinschaft mit allen empfindungsfähigen Wesen
    Wenig Konkretes, viele Propagandaschlagwörter... wie sieht den eine "halbetablierte" Gesellschaft aus?
    für die einzigen essentiell wichtigen Entwicklungen des dritten Jahrtausends. Einerseits um die Erde zu einem möglichst lebenswerten Ort zu machen, andererseits um das Sonnensystem massiv zu besiedeln um diesen möglichst lebenswerten Ort und die Errungenschaften der Strapazen des gesamten irdischen Lebens zu sichern.
    Da sind wir uns schon wieder einig. Das kann doch wohl kein Zufall sein?
    Aber wieso sollte der Aufwand für diese Entwicklungen ausgerechnet vom Aufwand für die Umstrukturierung der Energiewirtschaft hin zu nachhaltigen und umweltschonenden Technologien abgezogen werden?
    Nachhaltig sind die "EE" schonmal nicht. Das haben sie selbst gerade erst bestätigt.
    So lange wir noch genug Geld haben
    ...MUSS man es EFFIZIENT für die Erreichung der o.g. Ziele einsetzen. Nur ist das "EEG" alles andere als effizient.
    ...uns gegenseitig auf höchst aufwändige Weise den Schädel einzuschlagen und uns bis zur Langeweileagonie in Konsum zu ergehen
    Also verschwenden sie ihre Zeit weniger am Computer, der verschlingt übrigens jede Menge Ressourcen! Aber sparen sollen ja sowieso die anderen?
    sollte man doch meinen dass für alle diese eher produktiven und die Lebensqualität wirklich verbessernden Posten genug Kapazitäten vorhanden wären.
    Dass wüsste ich jetzt gerne von ihnen genauer: Wie können PV und Windenergie die Lebensqualität von Geringverdienern vebessern?

    (diese Frage ergibt sich aus der von ihnen propagierten "gleichberechtigten" Gesellschaft!)

    DAS SIND nämlich DIE PERSONEN, deren Lebensqualtität VORRANGIG zuverbessern ist - die haben ihrere genannten Wohlstandsprobleme gar nicht!

    Und was machen Sie mit dem EEG? Sie nehmen ihnen mit den höheren Kosten für ihre Spielerei noch mehr weg! Umweltschutz GEGEN die Menschen KANN NICHT dauerhaft funktuionieren.
  2. #211

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    Die von Ihnen angeführten Werte sind erstens zum Teil falsch, z B kostet die Menge Steinkohle, die nötig ist um eine kWh Strom zu erzeugen, über 3 Cent.
    Es steht ihnen frei, die Einträge bei Wikipedia zu korrigieren. Ich habe ihnen übrigens schon X-MAL erklärt: Wenn sie etwas für FALSCH deklarieren, müssen sie das auch BELEGEN!
    Zweitens haben diese Werte nichts miteinander zu tun, Sie könnten genausogut schreiben dass der Gefrierpunkt von Wasser bei 1013mbar bei 0 Grad Celsius liegt und Alpha Centauri über 4 Lichtjahre von der Erde entfernt ist.
    Interessant. Der Einspeisepreis hat nichts mit dem Strompreis zu tun. Wofür zahlen wie dann wohl die EE-Umlage? Für die Marsianer?
    Die Einspeisevergütung von Windkraft hat nämlich genau nichts mit den Erzeugungskosten von Kohlestrom zu tun.
    Wenn Sie Kohlestrom mit Windkraft sinnvoll vergleichen möchten dann müssen Sie z B die Einspeisegebühren beider Stromerzeugungsarten über die gesamte Lebensdauer vergleichen - also Windkraft etwa 5 bis 7 Cent pro kWh, Kohlestrom 5 bis 6 Cent pro kWh.
    Das Thema hatten wir längst AUSFÜHRLICHST durchgekaut, wie oft denn noch:

    Aktuell gilt der Einspeispreis = min. 9,2ct/kWh. Ihr niedrigerer Preis beruht auf der HOFFNUNG, dass die Windräder länger als 20 Jahre ohne aufwändige Reparaturen laufen werden - sie sind - vorsichtig ausgedrückt - optimistische Spekulation.

    Der Preis für Braunkohle liegt immer noch bei <3ct/kWh.

    Hauptproblem: Mit den reinen Einspeisekosten zu spekulieren, ist natürlich Unsinn - warum versuchen sie das eigentlich immer wieder? - die Kosten für Strom aus Wind setzen sich aus Einspeisekosten + Fixkosten des Kraftwerks, welches dafür gedrosselt wird, zusammen.

    Konkurrenzfähigkeit ist NICHT in Sicht!
  3. #212

    ...

    Zitat von apfelmännchen Beitrag anzeigen
    ...
    Davon halte ich GAR NICHTS. Ineffektiv.
    ...
    Die vollisolierten Kleinlandwirtschaftssysteme sind notwändig um bei der Besiedelung des Sonnensystems Nahrung vor Ort zu erzeugen.


    Zitat von apfelmännchen Beitrag anzeigen
    ...
    Wenig Konkretes, viele Propagandaschlagwörter... wie sieht den eine "halbetablierte" Gesellschaft aus?
    ...
    Keine Propaganda, sondern so konkret wie möglich ohne die erlaubten 3500 Zeichen um ein Vielfaches zu überschreiten. Und eine teiletablierte Gesellschaft ist das was wir im Moment haben: Wir unterliegen zwar mannigfaltigen gegenseitigen Beeinflussungen unter allen Lebewesen auf der Erde, aber wir organisieren uns als ob wir voneinander unabhängig wären. Ab einer gewissen Andersartigkeit denken die meisten Menschen das Schicksal des jeweils Anderen könnte/müsste/sollte ihn nichts angehen.
  4. #213

    ...

    Zitat von apfelmännchen Beitrag anzeigen
    ...
    Also verschwenden sie ihre Zeit weniger am Computer, der verschlingt übrigens jede Menge Ressourcen! Aber sparen sollen ja sowieso die anderen?
    ...
    Ich verschwende meine Zeit am Computer!? Das müssen gerade Sie schreiben, ich habe Sie in den letzten 3 Wochen besser intellektuell gefordert, stimuliert und unterhalten als Champagner und Kaviar für 10000 Euro.
  5. #214

    ...

    Zitat von apfelmännchen Beitrag anzeigen
    ...
    die Kosten für Strom aus Wind setzen sich aus Einspeisekosten + Fixkosten des Kraftwerks, welches dafür gedrosselt wird, zusammen.
    ...
    Das sehen Sie genau falsch. Die Einspeisekosten für Strom aus Wind werden in Geld pro elektrischer Energie angegeben, die Fixkosten in Geld pro Zeit. Das können Sie nicht addieren.
  6. #215

    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    Das ist natürlich im Prinzip richtig. Ausser mit der Fläche, die geht ja nicht verloren und da gibt es schöne Beispiele für die Renaturierung, die es sogar schon zu Naturschutzgebieten gebracht haben.
    Das Hauptproblem sind und bleiben die Kosten, da kann man auch nichts schönreden.
    Alle Fossilen werden gefördert und verbrannt. Wenn wir in D uns da ausklinken, kann uns das böse aufstossen. Dann haben wir zwar ein gutes Gewissen, sind aber pleite.
    Sie haben Recht mit der Renaturierung, neulich war ich in so einem Gebiet - hübsch! Dennoch bleibt das Problem, dass teilweise Menschen dort wohnen/wohnten, wo die Kohle lagert - die müssen dann weg. Wenn man die Frage nach teuer/billig stellt: was wäre diesen Menschen die Heimat pro kwh wert?

    Auch die Methode des Mountain-Top-Mining wird man hier sicherlich zukünftig anwenden müssen, um besser an die Vorräte heranzukommen. Dabei werden Berggipfel einfach weggesprengt, dann spart man sich umständliches heranfräsen durch den Berg.
    Schön billig! Aber was ist ein Berg pro kwh wert?

    Bei allen Methoden muss man die gesamte Bilanz betrachten: bei Kohle die durch die Verbrennung bedingten Atemwegserkrankungen mitsamt der Belastung des Gesundheitssystems und der Umwelt, bei AKW von der Gewinnung des Urans bishin zur Bezahlung der letzten Lagerstätte in ca 100.000 Jahren und Entschädigung der Unfallopfer und Heimatlosen. Bei SOlarzellen von den Arbeitsbedingungen bei der Herstellung bishin zum Recycling, bei Windrädern ebenso.

    Wie Sie sehen, ist die Frage nach teuer oder billig nicht ganz so einfach, als dann man sagen könnte: Kohle billig, Wind teuer.
  7. #216

    Externalisierte Kosten

    Zitat von soulbrother Beitrag anzeigen
    Sie haben Recht mit der Renaturierung, neulich war ich in so einem Gebiet - hübsch! Dennoch bleibt das Problem, dass teilweise Menschen dort wohnen/wohnten, wo die Kohle lagert - die müssen dann weg. Wenn man die Frage nach teuer/billig stellt: was wäre diesen Menschen die Heimat pro kwh wert?

    Auch die Methode des Mountain-Top-Mining wird man hier sicherlich zukünftig anwenden müssen, um besser an die Vorräte heranzukommen. Dabei werden Berggipfel einfach weggesprengt, dann spart man sich umständliches heranfräsen durch den Berg.
    Schön billig! Aber was ist ein Berg pro kwh wert?

    Bei allen Methoden muss man die gesamte Bilanz betrachten: bei Kohle die durch die Verbrennung bedingten Atemwegserkrankungen mitsamt der Belastung des Gesundheitssystems und der Umwelt, bei AKW von der Gewinnung des Urans bishin zur Bezahlung der letzten Lagerstätte in ca 100.000 Jahren und Entschädigung der Unfallopfer und Heimatlosen. Bei SOlarzellen von den Arbeitsbedingungen bei der Herstellung bishin zum Recycling, bei Windrädern ebenso.

    Wie Sie sehen, ist die Frage nach teuer oder billig nicht ganz so einfach, als dann man sagen könnte: Kohle billig, Wind teuer.
    Dieses Problem haben wir nicht nur im Energiesektor, sondern in allen Bereichen unserer Produktion, wesentliche Teile der Kosten werden einfach externalisiert und damit national und global sozialisiert.

    Eine nachhaltige Wirtschaftsform wird die Kosten immer im Produkt widerspiegeln lassen. Viele Produkte, wie zum Beispiel Atomenergie/KohleKWs, wären dann schlicht nicht mehr zu bezahlen und längst vom Markt verschwunden.
  8. #217

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    Das sehen Sie genau falsch. Die Einspeisekosten für Strom aus Wind werden in Geld pro elektrischer Energie angegeben, die Fixkosten in Geld pro Zeit. Das können Sie nicht addieren.
    Sie unterliegen einem Trugschluß: Geld wird nicht für elektrische Energie (kW) ausgegeben, sondern für elektrische Arbeit (kWh).

    Die Fixkosten eines Kraftwerks sind eine Konstante, sie setzen sich sich aus Baukosten, Abschreibung, Personalkosten und Abriß zusammen. Aus der Lebensdauer des Kraftwerks kann ich mühelos ausrechnen, wieviel diese Kosten PRO STUNDE ausmachen.

    Jede Stunde, die sie Windstrom einspeisen, produziert das Kraftwerk nichts. Damit sind diese Fixkosten 1:1 auf die Windenergie zu übertragen. (Genau wie sie die Kosten eines hypothetischen Akku-Speichers 1:1 auf die Windenergie übertragen müssen).

    Was damit auffällt: je höher der Anteil Windenergie wird, dh, je seltener das Kraftwerk überhaupt Strom produziert, desto ungünstiger wird das Ergebnis.

    Deshalb ist es ja so wichtig, dass Stromerzeuger, die BEDARFSGERECHT produzieren, zu fördern: VOR ALLEM, deren höhere Kosten für die Kompensation des Zufallsstroms aus Win und PV.

    Nur würde dann OFFENSICHTLICH, wieviel die sogenannten erneuerbaren Energien wirklich kosten. Aber genau DAS will man unbedingt verheimlichen (Ökoreligion: der Strom wird durch das EEG nicht oder nur unwesentlich teurer). Ein Blick über die unseren Grenzen beweist, dass diese Behauptung eine arglistige Täuschung ist.
  9. #218

    Zitat von gegenrede Beitrag anzeigen
    Dieses Problem haben wir nicht nur im Energiesektor, sondern in allen Bereichen unserer Produktion, wesentliche Teile der Kosten werden einfach externalisiert und damit national und global sozialisiert.
    Daran ändern unsere Grünbewegten aber nichts. Sie haben nicht einmal die Absicht daran etwas zu ändern. Diese Argumentation wird NUR BESTIMMTEN ANLÄSSEN hervorgezaubert.
    Eine nachhaltige Wirtschaftsform wird die Kosten immer im Produkt widerspiegeln lassen. Viele Produkte, wie zum Beispiel Atomenergie/KohleKWs, wären dann schlicht nicht mehr zu bezahlen und längst vom Markt verschwunden.
    Wobei sie für diese Behauptung stichhaltige Belege regelmäßig schuldig bleiben. Wie hoch sind die "externalisierten" Kosten der Atomenergie? Bitte was SERIÖSES und keine Greenpeace-Bohrinsel-Mathematik!

    Mir fällt da nämlich spontan eine Branche ein, die beim EXTRNALISIEREN von Kosten einsamer Rekordhalter ist: die erneuerbaren Energien. Stichwort: Aufwand zur Pufferung des Zufallsstroms - und der Transport des Stroms von der nordeutschen Einöde in die Ballungszentren.
  10. #219

    Zitat von apfelmännchen Beitrag anzeigen
    Sie unterliegen einem Trugschluß: Geld wird nicht für elektrische Energie (kW) ausgegeben, sondern für elektrische Arbeit (kWh).
    ...
    Es gibt zwar elektrische Energie, aber deren Einheit ist z B kWh. Und eine Einheit für Arbeit ist zwar kWh, aber es gibt keine elektrische Arbeit. Und kW ist eine Einheit für Leistungen.


    Zitat von apfelmännchen Beitrag anzeigen
    ...
    Die Fixkosten eines Kraftwerks sind eine Konstante, sie setzen sich sich aus Baukosten, Abschreibung, Personalkosten und Abriß zusammen. Aus der Lebensdauer des Kraftwerks kann ich mühelos ausrechnen, wieviel diese Kosten PRO STUNDE ausmachen.
    ...
    Genau das habe ich geschrieben: Geld pro Zeit.


    Zitat von apfelmännchen Beitrag anzeigen
    ...
    Jede Stunde, die sie Windstrom einspeisen, produziert das Kraftwerk nichts. Damit sind diese Fixkosten 1:1 auf die Windenergie zu übertragen.
    ...
    Wie überträgt man denn diese Fixkosten auf die Windenergie?


    Zitat von apfelmännchen Beitrag anzeigen
    ...
    Was damit auffällt: je höher der Anteil Windenergie wird, dh, je seltener das Kraftwerk überhaupt Strom produziert, desto ungünstiger wird das Ergebnis.
    ...
    Welches Ergebnis meinen Sie denn nun?

    Natürlich ist Ihr Grundgedanke richtig, aber Sie haben es bis jetzt nicht geschafft aus dem Grundprinzip die korrekte Berechnungsweise der Kosten abzuleiten.