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Krawalle in England: Gesellschaft vor der Kernschmelze

Mit den Krawallen von London erlebt der*Westen sein soziales Fukushima. Aber wer hatte denn gedacht, die Vermehrung des Reichtums durch einige Wenige bei gleichzeitiger Verelendung der Vielen könne so weitergehen?

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...780827,00.html
  1. #310

    die Reichen müssen abgeben ! (Ausnahme : ich)

    Die Reichen müssten den Armen abgeben. Das gilt für alle Menschen. Da aber ein deutscher Hartz IV-Empfänger ein höheres Einkommen hat als ein afrikanischer oder indischer Durchschnittsverdiener (neben einer wesentlich besseren und teureren Gesundheitsversorgung, besserem Wohnraum, Bildungsmöglichkeiten e.t.c., was letzlich auch zum Einkommen zu rechnen wäre) bedeutet dies, dass global betrachtet praktisch JEDER in Deutschland von seinem Einkommen abgeben müsste - auch der Hartz IV-Empfänger.
    Bei einer konsequenten globalen Umverteilung gäbe es in Deutschland fast nur Verlierer. Deshalb will dies ja auch fast niemand, Umverteilung ist deshalb nur solange gut, solange ICH profitiere.
  2. #311

    NIcht die Gleichheit

    Zitat von Igelnatz Beitrag anzeigen
    Ich möchte dazu anmerken, das es ja "die Gesellschaft" nicht gibt. Selbst bei den einzelnen Gliedern sprich Individuen gibt es ja oft keine klare Meinung zu vielen Themen. Vielleicht ist "die Gesellschaft" in den von Ihnen genanntem Punkt ja durchaus toleranter als die CDU in Schleswig-Holstein denkt?! Wer weiss...
    Die Gesellschaft ist wie Farben - es gibt 3 Grundfarben dort - aber erst ihre Mischung in unzähligen Variationen und Abstufungen ergibt das farbenmeer!

    Die summe von vielen Denkweisen ist nicht das Mittel der Denkweisen - es ist ein Buntes kaleidoskop von Welten - keine Einheitsbrei!

    Führer und Parteien verkünden immer ein Ziel - und zwar ihres - aber die Summe der Menschen heißt eben genau nicht ein Ziel, sondern viele Ziele - und so ist auch "Gerechtigkeit" kein "einzelner Zielpunkt" sondern Gerechtigkeit hat viele Facetten - in Auge von jedem Beobachter eine andere!

    Je kleiner Gruppen sind , desto besser können sie sich auf ähnliche Ziele einigen - je grösser sie sind desto mehr wiedersprechen sie sich.
    Wer in Bayern lebt wird sicherlich nicht als Ziel der Kleidung sehen in der Badehose rumzurennen , wer in Tahiti wohnt wird sogar eine Badehose noch als viel zu warm betrachten!

    Der Versuch eine Gesellschaft unter ein gemeinsames Ziel, egal ob es Moral oder Streusalz, ob es um Strafe oder Gerechtigkeit geht ist schlicht nicht nur ein Weg in Graue Uniformität , der Weg in "Planstaaten" - er ist auch der fatale Weg in eine Gesellschaft die wie Ameisen den gleichen Zielen folgen Muss - die ihre Freiheit der Wahl für unterschiedliche Ziele aufgibt!

    Nicht gleiche Gesetze und Regeln für ALLE - sondern viele Gesetze und Regeln für kleine Gruppen vermeiden Konflikte - sind "zielgerichtet auf den Menschen ausgerichtet"!

    Nicht gleicher Urlaub, gleiche rente, gleiche Kleidung und gleicher Lohn, gleicher Hochzeitsbeginn und gleicher Preise sind die ziele die man erreichen kann, sondern "ähnliche Bedingungen für sein umfeld" .. nicht die einen Reich die anderen arm - oder alle reich und alle arm sind sinnvolle Umsetzbare Ziele - sondern das niemand in den Gruppen in denen er agiert bevorteilt oder benachteiligt wird ..nur dann werden Konflikte minimiert und nicht gerade durch die "gleichen grossen Ziele und Ideologien" erst erzeugt!

    Die "Grosse Vereinheitlichung" - das ist sicher nützlich für die Fähigkeit der Erkenntnis der Physik - die grosse Vereinheitlichung der Menschlichen Ziele - das ist Unmeschlich .. und - daran scheitern alle grossen "Ideologien" - sie wiedersprechen sich selber indem sie "Gleichheit einfordern" aber genau diese Gleichheit niemals wirklich erreichen dürfen!

    Gleiche Lebenshaltung in ganz Europa - und das Ergebnis würde selbst wenn es gelänge ein Planstaat mit unendlich vielen Ungerechtigkeit, die Zerstörung des Kapitalismus durch fehlen von "Ungleichheit die man als Gewinn ausschlachten kann" bedeuten!
    Ohne Ungleichgewichte gibts eben auch keine Gewinne - und so sollten wir versuchen die "Gewinne" unwichtig zu machen - dann gibts vielleicht keine Gleichheit - aber eine angemessene für alle Lokale Lebenswerte Menschliche Qualität!

    Menschen sind komplex , und Komplexität läßt sich nicht planen , Menschen sind wie farben - nur wenn es viele viele - die aber im gleichen System zusammenarbeiten gibt , dann gibt es Farbreichtum und Lebensqualität - und nur das ist Wohlstand .. nicht das Geld als "Ordnung in Herren und Sklaven"!
  3. #312

    Naiv

    Zitat von Nr82136 Beitrag anzeigen
    Ja. Noch einmal: Materielle Gleichheit, zumal erzwungene, ist nicht gerecht.
    Und mit Faktoren und Rechenschiebern zu hantieren, hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun sondern zeigt nur den......
    Ihre Naivität scheint grenzenlos zu sein. Können Sie mir irgendjemand nennen, der nicht versucht, sein Vermögen durch Spekulation zu vermehren.
    Wann bitte werden denn die 200 Milliarden für die HRE zurückgezahlt sein. Bitte ein genaues Datum.
    Hier geht es darum, dass die Unterschicht immer weniger Geld zum Leben hat, das immer mehr Menschen auf Sozialleistungen und Suppenküchen angewiesen sind bei gleizeitiger Erhöhung der Einkommen von Unternehmern und Vorständen von ca. 30% beispielsweise im letzten Jahr. Und hier liegt die Ungleichheit, die schon seit ca. 20 Jahren zu beobachten ist. Hier zocket die Oberschicht zuungunsten der Masse immer mehr ab. Bei diesen Leuten ist das Gefühl für die Mitmenschen völlig verlorengegangen und es zählt nur noch Gier und Egoismus.
    Dire Krönung dieser Entwicklung stellen die Banken dar. Diese Unternehmen und da speziell das Invesmentgeschäft schafft keine Werte für die Allgemeinheit. Diese Form des Banking dient einzig und allein der Umverteilung von bei der Realwirtschaft erschaffenen Werten in die eigenen Taschen. Gehts schief, hilft ja der Steuerzahler.
    Übrigens diente die Bankenrettung nicht den kleinen und mittleren Guthaben. Die hätte man auch so auszahlen können. Hier ging es um die Rettung der großen Vermögen und das war die Schweinerei an der Aktion.
  4. #313

    historically-illiterate judgement

    what a poor analysis.
    Please just read
    http://www.economist.com/blogs/bageh...hits-britain-0
    to beef up your knowledge.
    Kind regards
  5. #314

    Wie oben so unten. Und nicht umgekehrt.

    Die Elite spätkapitalistischer Ausprägung hat ihren Selbsterhaltungswillen verloren. Dieser Wille bestand darin, die jeweils herrschende Kultur gestaltend auszuprägen und sich selbst als moralisches Vorbild dieser Kultur zu inszenieren.

    Am menschlichen Nullpunkt erkennen wir das völlge Versagen dieser Elite. Ihrer Raffgier entspricht es, einen Hilflosen auszurauben.
    Wie oben so unten. Und nicht umgekehrt.
  6. #315

    Geistiger und moralischer Zusammenbruch unübersehrbar. Was nun?

    Zitat von Kurt2 Beitrag anzeigen
    ....................Ausgezeichnet, Herr Augstein. Ein Artikel, den ich so unterschreiben kann.
    Das bürgerliche Denken hat sich als Illusion erweisen. Das große Geld, die Banker, regieren die Welt. Die Globalisierung
    beschädigt die soziale Marktwirtschaft. Kein Wort, niemand aus der Politik sagt etwas zu der Verantwortung für das Unglück, das uns betroffen gemacht hat. Nur Augstein hat die richtigen Worte gefunden!
  7. #316

    Kp

    Zitat von gunnare Beitrag anzeigen
    Wann und wo ich auch immer in Urlaub bin - Mallorca, Teneriffa, Thailand - treffe ich auf Massen von meist juengeren Englaendern. So schlecht kann es der Bevoelkerung nicht gehen.
    lächerliches Posting; ich kenne die auch, in Ihren Urlaubshochburgen wie das kretische Malia; gehen Sie mal dorthin; das ist Pauschalurlaub der billigsten Art; mehr könnten die sich auch nicht leisten
  8. #317

    ist ja modern nach weniger Regierung zu schreien

    Dank pausenloser Propaganda von Leuten wie Murdoc ist es modern geworden nach weniger Regirung zu rufen, obwohl das eben auch einem ruf nach weniger Demokratie gleich kommt.
    Gleichzeitig ist es in den Medien und in der Gesellschaft modern geworden jede Vermutung von Absicht als 'conspiracy theory' abzustempeln. Also beruht dann wohl alles auf zufaelligen, ungluecklichen Entwicklungen.
    Dabei gibt es genug Leute mit Gruenden, Motivation, sowie ausreichend Geld und Macht, um Dinge in Ihrem Sinne zu beinflussen.

    Absicht ist also weit warscheinlicher als Zufall.
    Die Leute in London haben das warscheinlich gerade auch wegen dem Murdoc Skandal verstanden: Naemlich das man verarscht und betrogen wird.
    Die Globalisierung hat es jedenfalls dafuer gesorgt das das Kapital ausserhalb jeder Regeln steht.

    Dies hat es Grosskapitalisten ermoeglicht die Krise zu verursachen, und im Zuge der Krise weltweit Regierungen auszubluten. Eine Regierung ohne Geld ist machtloss.

    Man rettet Banken und dann noch die Kredite derselben Banken an andere Laender die schon pleite sind, und sagt dann seinen Buergern das fuer Krankenversorgung etc leider kein Geld mehr da ist.

    Wie schon ein Londoner Banker vor Zeiten sagte: "If you let me supply a country with its money, I care not who writes that countries laws"

    Geld steht ueber dem Gesetz, heute mehr als je, und zwar solange bis wir Globale Finanzgesetze haben und jede Steuer Oase in Grund und Boden gebombt wurde. Natuerlich wird das nicht passieren, da die Banken und Ruestungs Produzenten und ueber deren Lobbyisten auch die Abgeordneten alle dort ihr Geld haben.
  9. #318

    Naiv!

    Das Geplänkel in GB soll ein Super-GAU, ein "Meltdown" gewesen sein? Lächerlich!

    Wenn sich nicht endlich eine Politik durchsetzt, die
    - die ungezügelte Wirtschaft hart an die Kandarre nimmt anstatt vor ihr zu kapitulieren (Bewertung von Staaten durch Privatunternehmen anstatt durch die Staatengemeinschaft!!!) und von ihr instrumentalisieren zu lassen
    - im Sinne einer echten Mehrheit steuert und sich nicht nur von ihr wählen lässt und dann im Sinne von verschworenen Lobbys agiert
    - dem Erhalt von Natur und Ressourcen oberste Priorität verleiht
    - die faire Bereitstellung und Verteilung einer Grundversorgung mit sauberem Wasser, sauberer Luft, Nahrung, Obdach, Energie, Transport UND INFORMATION gewährleistet und kontrolliert
    - sich nicht konsequent und global laizisiert
    - Gewinne wenigen überlässt, Verluste und "Verteidung" der Ressourcen aber allen aufbürdet

    dann sind die Vorgänge in Griechenland, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Nordafrika (ist auch nicht weit) ... nur laue Frühlingsbrisen im Vergleich zu dem Sturm, der uns noch erwartet.
  10. #319

    Kein Titel

    Zitat von h0l0fernes Beitrag anzeigen
    nach dem Preis des Neoasozialismus?
    Oder gehen Sie da mit Schweigen darüber hinweg?
    Offensichtlich entweder eine Schulung in deutscher Sprache oder die Akzeptanz reichlich belämmerter Wortneuschöpfungen.


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