Forum


 

Krankgeschrieben: Betriebsrätin mit Burnout durfte segeln gehen

REUTERSKann eine psychisch angeknackste Angestellte auf einem Segeltörn gehen? Eine große Handelsfirma kündigte der Betriebsratschefin wegen "vorgetäuschter Arbeitsunfähigkeit", doch nun erhält sie per Vergleich 50.000 Euro - damit endet ein quälender Streit über Mobbing und Burnout.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...831456,00.html
  1. #10

    .

    Zitat von adam68161 Beitrag anzeigen
    mit welcher Chuzpe sich manche Arbeitsrichter und ÄrztInnen über den gesunden Menschenverstand hinwegsetzen. Wenn jemand aktiv Urlaub machen kann, dann ist er nicht krank!
    So siehts aus. Ich finde auch, dass man die Stimmung in einer Firma (denn eine Firma besteht nicht nur aus einer Person) im Auge behalten muss und wenn so etwas bei anderen Mitarbeitern, die sich unter den selben Bedingungen behaupten müssen, bekannt wird, dann verbreitet sich schnell eine negative Stimmung aus. Das wiederum kann für die betroffene Person, die ja irgendwann wieder in der Firma arbeiten möchte, auch keine Lösung sein denn dann kommt sie aus dem Burn-Out raus und muss sich mit Mobbing der anderen Mitarbeiter auseinander setzen. Ich finde sowieso, dass Personen mit einem Burn-Out lieber kündigen sollten oder der Betrieb unterstützt wird, wenn er einen Ersatz besorgen muss.
  2. #11

    Erklärung?

    Zitat von adam68161 Beitrag anzeigen
    mit welcher Chuzpe sich manche Arbeitsrichter und ÄrztInnen über den gesunden Menschenverstand hinwegsetzen. Wenn jemand aktiv Urlaub machen kann, dann ist er nicht krank!
    Dann erklären Sie das mal genauer!

    Sollte die Dame tatsächlich an der vorgetragenen Krankheit leiden, diese also nicht vorgeschoben sein, so ist es doch nur logisch, dass man sich in irgendeine Art Urlaub begibt. Früher hat man dies sogar auf Kassen-Kosten machen können, nannte sich Kur und war alles, aber nicht selten auf dem Rezeptschein zu lesen.

    Was meinen Sie, hätte Sie zur Genesung tun sollen? Zu Hause eingeigelt sich Ihren Depressionen ergeben?

    Ihre Eingabe in allen Ehren, aber ein wenig mehr Erklärung für Ihren Standpunkt hätte hier nicht geschadet. So muss man das fast als merkwürdigen Neid auffassen, den Sie hier allen Anschein nach verspüren. Nur auf was, ist die Frage.
  3. #12

    Lesen bildet

    Zitat von adam68161 Beitrag anzeigen
    mit welcher Chuzpe sich manche Arbeitsrichter und ÄrztInnen über den gesunden Menschenverstand hinwegsetzen. Wenn jemand aktiv Urlaub machen kann, dann ist er nicht krank!
    Gesunder Menschenverstand fehlt hier wohl nicht den Ärzten.
    Natürlich kann ein Urlaub bei Burnout hilfreich sein. Das verträgt sich höchstens nicht mit der Sklavenhaltermentalität, den manche Foristen (und Arbeitgeber) an den Tag legen.
  4. #13

    Arbeitenden ?

    Zitat von Tom1869 Beitrag anzeigen
    Aber dann bitte nicht auf Kosten der Arbeitenden!

    Die kosten, selbst wenn Sie den Urlaub selber bezahlt tragt die Gesellschaft!!
    Wenn jemand in die KV einzahlt, ist er versichert, und seine Therapie
    wird i.d.R bis auf eigene Zuzahlung, zu Recht von der KV bezahlt.
    Warum sonst ist man versichert ?
    Lungenkranke machen Kur an der See...usw. wo ist denn Ihr Problem damit ?
  5. #14

    Es ist mittlerweile haarsträubend und atemberaubend, was sich Mitarbeiter alles herausnehmen (dürfen). Kürzlich hat sich bei uns eine Mitarbeiterin krank gemeldet, gleich für zwei Wochen, Grund: Psychisch angeschlagen, weil die Mutter erkrankt ist. Eine andere Mitarbeiterin verließ unmittelbar ihren Arbeitsplatz, weil sie eine Mitteilung bekommen hatte, dass sie im Zuge organisatorischer Maßnahmen ihren Arbeitsplatz wechseln muss (im gleichen Unternehmen, kein monetärer Verlust, gleiche Bedingungen, gleiche Arbeitszeit). Hier der Grund: psychisch schwer erschüttert. Eine Mitarbeiterin, die "schwer erkältet" drei Wochen krank ist, erscheint in der Lokalpresse als Besucherin einer Weihnachtsfeier. Und so weiter und so fort.
    Bei Trauerfällen in der Familie (auch Onkel, Schwiegervater, Oma) kommt grundsätzlich eine zweiwöchige Krankschreibung.

    Jeden Tag, egal ob man das Radio anmacht, die Zeitung aufschlägt oder Gespräche verfolgt: BurnOut ist in aller Munde. Es wird den Leuten regelrecht aufgezwungen. Und BurnOut ist ja richtig schick. Es tut nicht weh, man kann natürlich mit BurnOut fabelhaft Tennis spielen und abends in die Disco gehen - das soll ja noch Therapie sein!!
  6. #15

    optional

    Was mich stutzig macht, ist, daß die Dame über ihre Tätigkeit hinaus im Betriebsrat sitzt und Vorsitzende eines Vereins ist, dessen Aktivitäten wohl nicht gering erscheinen. Wer so umtriebig ist, sollte sich doch einmal von irgendetwas trennen, wenn ihm oder ihr etwas zuviel wird.
  7. #16

    "Nachdem die Ärztin als Zeugin in Düsseldorf aussagte, dass sie die Reisen für medizinisch zuträglich hielt und ihrer Patientin dazu geraten hatte, war der Weg frei."

    Ärzte dürften in solchen Fällen garnicht gehört werden. Sie sind es doch, die die Arbeitnehmer in die "BurnOut"-Krise reden.
    Ich weiß von Beispielen, dass Ärzte eine Krankschreibung mit "BurnOut" regelrecht angeboten haben, wenn der "Patient" gerade keine Lust zum arbeiten verspürte.
  8. #17

    aaa

    Zitat von adam68161 Beitrag anzeigen
    mit welcher Chuzpe sich manche Arbeitsrichter und ÄrztInnen über den gesunden Menschenverstand hinwegsetzen. Wenn jemand aktiv Urlaub machen kann, dann ist er nicht krank!
    Sie haben offensichtlich keine Ahnung und davon ausgesprochen viel.

    Burn-Out ist eine Form der Depression und jeder Therapeut wird dem/der Kranken empfehlen aktiv zu werden. Vor allem auch sportlich.

    Jeder Mensch, der eine(n) Angehörige(n) hat/hatte, der/die schon mal an Depression erkrankt ist kann über Sie und den Unsinn den Sie hier schreiben nur fassungslos den Kopf schütteln. Die Frau war/ist depressiv und nicht an Krebs o.ä. erkrankt. Informieren Sie sich doch einfach mal anstatt mit Ihrem (rechten?) Stammtisch-Halbwissen hier hausieren zu gehen.

    Unglaublich ist hier nur eines: Die Chuzpe wie Sie hier völlig merkbefreit Ihre unbegründeten Vorurteile raushauen.
  9. #18

    Bewegung und frische Luft

    Zitat von cargath Beitrag anzeigen
    Wenn sie einen Burnout hatte, dann ist aktiver Urlaub vermutlich sogar ihrer Heilung zuträglich. So eine Einstellung wie ihre dagegen hat den Burnout vermutlich überhaupt erst verursacht.

    Ich könnte ihnen jetzt vorrechnen, wie der Urlaub sich positiv auf den Kontostand des Arbeitgebers auswirkt, aber ich will gar nicht immer mit Geld argumentieren müssen. Arbeitgeber müssen lernen, dass es nicht immer nur ums Geld, sondern meistens um den Menschen geht.
    Sie sprechen mir total aus der Seele. Gegen einen akuten Burnout gibt es nichts Heilsameres als sportliche Aktivität an der frischen Luft. Gerade ein anspruchsvoller Segeltörn (aber auch Mountenbiking oder Paragliden) kann einen entscheidenden Beitrag zum beruflichen Stressabbau leisten. Und das kommt letztlich auch dem Arbeitgeber zu Gute.
  10. #19

    Zu gesund gedacht

    Zitat von adam68161 Beitrag anzeigen
    mit welcher Chuzpe sich manche Arbeitsrichter und ÄrztInnen über den gesunden Menschenverstand hinwegsetzen. Wenn jemand aktiv Urlaub machen kann, dann ist er nicht krank!

    Jemand der ein Burnout jemals hatte weiß wie schwierig der Reset in den Normalzustand ist, und an dem Ort einen Burnout zu kurieren wo
    man ihn bekommen hat funktioniert nicht !

    Der aktive Urlaub ist das vernünftigste und die bestmöglichste Weise wieder arbeitsfähig zu werden !
    Auf jedenfall ist ein Ortswechsel unabdinglich wenn man es ernst meint mit der Heilung.


TOP



TOP