Krankenkassen: Versicherte müssen neue Zusatzbeiträge fürchten

DPADie gesetzliche Krankenversicherung schwimmt im Geld, aber nicht mehr lange. Die Unternehmensberatung McKinsey hat berechnet: Spätestens 2014 drohen den Kassen wieder Milliardendefizite - und den Versicherten hohe Zusatzbeiträge.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...816144,00.html
  1. #70

    Kinderlose

    Zitat von ullibulli09 Beitrag anzeigen
    .Trotzdem kann man aufgrund der starken Lobby der Kinderlosen in diesem Land keine Änderung durchsetzen. Wer Kinder bekommt wird trotzdem noch wie eh und je finanziell bestraft, wer kinderlos bleibt beteiligt sich nicht in einem entsprechenden finanziellen Ausgleich an den Mehrkosten die er verursacht.
    Jeder kann leben wie er will, aber niemand kann erwarten, dass alle für die anfallenden sozialen Mehrkosten der Kinderlosen aufkommen.
    und niemand kann erwarten, die Gesellschaft unterstütze Ihn bei der Erziehung seiner 3,5 oder 10 Kinder in immer stärkeren Maße.......Kinder stellen ja wohl einen Teil des persönlichen Lebensglückes dar und sind kein Ersatz fürs Lotto spielen.
    Sie merken worauf ich mit diese Spitze abziele?
    Familien werden völlig zu recht finanzielle Anreize / Entlastungen gewährt. Hier von Bestrafung zu sprechen ist doch quatsch. In wie fern daurch eine finanzielle Gleichstellung mit Kinderlosen erfolgt tut nichts zur Sache. Einen vollkommener Ausgleich der Mehrbelastung sollte auch nicht Ziel der Familienförderung sein, vor allem mit Blick auf das unbezahlbare pers. Lebensglück.

    Kinderlose über 23 werden heute bereits mit einem 0,25% Zuschlag in der PPV bedacht. Das dies kaum ausreichen wird bzw. die Beiträge generell viel zu niedrig sind, soll an der Stelle erstmal egal sein.

    Ich möchte nämlich daran erinnern, dass Kinderlose nicht per se Egoisten oder Kinderlos aus Überzeugung sind. Sei es nun mangels Partner, niedrigem Gehaltsniveau oder aus gesundheitlichen Gründen, wer mit dieser Situation unglücklich ist, kann auf Vorwürfe er sei ein Egoist o.ä., getrost verzichten.
  2. #71

    Sehr gute Frage ...

    Zitat von paretooptimal Beitrag anzeigen
    Wer hat die Unternehmensberatung McKinsey für diese Berechnung bezahlt?
    ... denn wer bezahlt, sagt auch, wo es lang geht.
  3. #72

    So vieles ist absolut unverständlich

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    I[...]Ich könnte mich da richtig in Rage schreiben:
    Geht mir genauso.

    Und füge hinzu:
    Habe in den letzten Jahren mehrfach in meinem Umfeld erlebt - Menschen, die jahrzehntelang günstige Beiträge in der privaten Krankenkasse bezahlten, konnten im Alter plötzlich (und für mich aus nicht nachvollziehbaren Gründen) in die gesetzliche Krankenkasse wechseln.

    Ebenfalls verstehe ich nicht, warum Beamte nicht endlich auch in die gesetzliche Kasse einzahlen müssen?
  4. #73

    Das verstehen manche Beamte auch nicht

    Zitat von sinasina Beitrag anzeigen
    Geht mir genauso.

    Und füge hinzu:
    Habe in den letzten Jahren mehrfach in meinem Umfeld erlebt - Menschen, die jahrzehntelang günstige Beiträge in der privaten Krankenkasse bezahlten, konnten im Alter plötzlich (und für mich aus nicht nachvollziehbaren Gründen) in die gesetzliche Krankenkasse wechseln. Ebenfalls verstehe ich nicht, warum Beamte nicht endlich auch in die gesetzliche Kasse einzahlen müssen?
    Auch Beamte stöhnen im Alter unter den ausufernden Beitägen und sehnen sich nach der GKV.
  5. #74

    Zitat von flieder2 Beitrag anzeigen
    Es ist euer Hausarzt, der eine Roentgenuntersuchung abrechnet obwohl ihr nicht geroentgt worden seid.
    Welcher Hausarzt hat ein Röntgengerät? Die Abrechnung geschieht zum Großteil in Pauschalen. Nur wenige Leistungen sind außerhalb dieser Pauschalen, zB Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen. Das alles wird dokumentiert. Impfungen zB mit dem Etikett der Chargennummer im Impfausweis des Patienten.
    Zitat von flieder2 Beitrag anzeigen
    Es sind hunderte Krankenkassen
    Es sind derzeit noch 148.
    Zitat von flieder2 Beitrag anzeigen
    Es sind die Krankenhaeuser die Leistungen abrechnen, die nie erbracht worden.
    Alle bescheissen (Sorry) und niemand kontrolliert.
    Es wird sehrwohl kontrolliert.

    Zitat von flieder2 Beitrag anzeigen
    Jeder Arztbesuch muss mit einer Praxisgebuehr von 5 € beglichen werden
    Ob dann noch alle Patienten zu notwendigen Nachkontrollen kommen?
    Die Praxisgebühr an sich hatte schon keine Lenkfunktion, wird aber kaum abgeschafft werden, weil die Praxisgebühr inzw eine feste Einnahmegröße der Kassen ist.
    Zitat von flieder2 Beitrag anzeigen
    und am Quartalsende bekommt der Patient eine Kopie der Arztabrechnung um zu sehen, was Medizin kostet und ob die abgerechneten Leistungen der Arztes korrekt sind. Gleiches fuer den Krankenhausaufenthalt.
    Gute Ideen gibt es bereits.
    https://www.careon.de/aok-patientenquittung/
    Hier können vor allem alle Kosten eingesehen werden. Welcher Patient weiß denn schon, was sein rabattiertes Medikament kostet (weiß der verordnende Arzt auch nicht)? Oder die ganzen Hilfsmittel? Da sind die Kosten für die ärztliche Behandlung noch einfacher nachvollziehbar. Aber die sind nur ein Teil der Kosten.

    Zitat von flieder2 Beitrag anzeigen
    Und wenn ich Diclofenac wegen einer Erkrankung des Bewegungsapparates benoetige, dann soll die Kasse das billigste Medikament bezahlen.
    Das ist doch schon so. Kennen Sie die Diskussionen über die rabattierten Medikamente in den Praxen? Und kennen Sie das aut idem Kreuz? Gerne geben auch die Kassen auf Nachfrage diesen Tipp.
    Zitat von flieder2 Beitrag anzeigen
    Wenn ein Pharmakonzern ein Diclofenac Praeparat mit einem anderen Wirkstoff mischt um das Medikament "besser vertraeglich" zu machen, dann muss der Patient den Aufpreis aus eigener Tasche zahlen.
    Ist bereits möglich, doch s.o.

    Zitat von flieder2 Beitrag anzeigen
    Bei den Ueberschuessen die dann bei den KK verzeichnet werden, kann man langfristig die Betraege senken.
    Mit den derzeit konjunkturell bedingten Überschüssen könnte man auch einfach mal ein Polster anlegen und so zukünftige Beitragsanpassungen minimieren. Preiswerter wird unser Gesundheitssystem bei der stets älteren Bevölkerung kaum werden (siehe Diskussion Pflegeversicherung Demezkranke)
  6. #75

    Naives Gesellschaftsbild

    Zitat von Spiegelwahr Beitrag anzeigen
    Kinderlosen tragen überpropotional an den Kosten der Kinder, die sie nicht zu verantworten haben.
    Hätte ihre Mutter so gedacht wären sie wohl heute nicht auf der Welt. Wie kann man behaupten, dass die Kinderlosen die Kosten der Kinder tragen? In einem Punkt haben sie allerdings Recht: Mit ein bisschen mehr Bildung könnte man solche Weltbilder vielleicht verändern.
  7. #76

    Hunde und Katzen davon überzeugen

    Zitat von Spiegelwahr Beitrag anzeigen
    [...]Kinderlosen tragen überpropotional an den Kosten der Kinder, die sie nicht zu verantworten haben.
    Es dürfte nur schwierig werden, Hunde und Katzen (die heute anstelle von Kindern verhätschelt werden) davon zu überzeugen, Krankenkassenbeiträge zu entrichten und in die Rentenkasse einzuzahlen.
  8. #77

    Zitat von Katzenliebhaber Beitrag anzeigen
    Welcher Hausarzt hat ein Röntgengerät? Die Abrechnung geschieht zum Großteil in Pauschalen. Nur wenige Leistungen sind außerhalb dieser Pauschalen, zB Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen. Das alles wird dokumentiert. Impfungen zB mit dem Etikett der Chargennummer im Impfausweis des Patienten.
    ...
    Mit den derzeit konjunkturell bedingten Überschüssen könnte man auch einfach mal ein Polster anlegen und so zukünftige Beitragsanpassungen minimieren. Preiswerter wird unser Gesundheitssystem bei der stets älteren Bevölkerung kaum werden (siehe Diskussion Pflegeversicherung Demezkranke)
    Sie haben ja völlig Recht. Aber es scheint so, als wolle kaum noch jemand Ihre sachlich korrekten und höchst sinnvollen Hinweise zur Kenntnis nehmen. Frei nach dem Motto: Was scheren mich Fakten, ich habe doch eine Meinung!
  9. #78

    Zitat von ullibulli09 Beitrag anzeigen
    Das ist falsch! Kosten im Gesundheitssystem produzieren hauptsächlich die Älteren.
    Nein, die meisten Kosten fallen in den beiden letzten Lebensjahren an, unabhängig vom Alter. Die höchsten Behanldungskosten entfallen dabei auf die Mitte-40er, nicht auf die Hochbetagten.

    Zitat von ullibulli09 Beitrag anzeigen
    Die Ganztagsbetreuung erfolgt nur, weil die Eltern arbeiten müssen um das System und die Familie zu ernähren. Glauben Sie wirklich Eltern machen das freiwillig?
    Ja, denn es gibt Eltern, die zugleich Freude an ihren Kindern und an ihrem Beruf haben. Für Sie nicht vorstellbar?