Krankenkassen: Versicherte müssen neue Zusatzbeiträge fürchten

DPADie gesetzliche Krankenversicherung schwimmt im Geld, aber nicht mehr lange. Die Unternehmensberatung McKinsey hat berechnet: Spätestens 2014 drohen den Kassen wieder Milliardendefizite - und den Versicherten hohe Zusatzbeiträge.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...816144,00.html
  1. #60

    Abwegig

    [QUOTE=flieder2;9688794]
    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    Wenn es die Politik endlich hinbekommen würde, dass alle Gehaltsempfänger - auch jene über der Beitragsbemessungsgrenze - in der GKV sein müssen, und sich nicht gerade die Leistungsfähigen aus der Solidargemeinschaft ausklinken dürften, dann hätten wir auch genug Geld. Was nutzt mir eine Solidargemeinschaft,

    Ich wuerde den Selbstbedienungsladen GKV abschaffen, jeder soll sich privat versichern. Eigene Vertraege mit den Kassen aushandeln, Einblick in die Arztabrechnungen und Krankenhaeuser bekommen.
    Bei Ihren Autoversicherung funktioniert das doch auch! Haben Sie eine Garage = die Beitraege sinken.
    Es nervt, wie der Versicherte im GKV Wesen entmuendigt wird. Staendig mehr zuzahlen und andere suhlen sich in diesem Geld.
    Haben Sie eigentlich mal ueber Ihren Vorschlag nachgedacht? Ein KFZ Versicherer versichert KFZ gegen Unfaelle, wobei zunaechst das Alter des Autos auf die Unfallwahrscheinlichkeit keinen Einfluss hat und somit spielt es fuer die Versicherung zunaechst keine Rolle wie alt das Auto ist. Bei Menschen ist das anders, werden diese aelter werden diese definitiv auch haeufiger krank und somit muesste der Versicherungstarif mit dem Alter immer steigen. Und was ist mit Risikoversicherten? Wer versichert denn schon freiwillig einen Dialysenpatienten? Wer soll solche Menschen versichern? Und der Einfluss des Einzelnen auf seine Gesundheit ist nun einmal sehr beschraenkt. Auch gesuendeste Lebensweise garantiert eigentlich nichts.
  2. #61

    Wie ist das Volk schön dämlich!

    Um fast 100 € jährlich sind meine KK-Beiträge gestiegen. Nun durfte ich lesen, dass unser Gesundheitsmännchen Bahr überlegt, die Zusatzbeiträge wieder an die Versicherten zurückzahlen zu lassen. Vor Monaten erlebten wir eine Kassenpleite und keiner wollte deren Mitglieder haben. Was ist denn nun? Was darf ich wissen, wem soll ich glauben? M. E. werden wir, das Volk, gezielt und absichtlich verscheißert und in Unwissenheit gehalten, damit andere den Profit einsacken können.
    Und wozu brauchen die Kassen McKinsey (die wir natürlich mit unseren beiträgen bezahlen)? Die werden doch noch selber 1 + 1 zusammenzählen können. Oder sind die eigenen Mitarbeiter für Prognosen anhand von vorhersehbaren Entwicklungen zu dämlich? Die Wirtschaftsberater sind genauso überflüssig wie die Ratingagenturen. Wir sollten mal wieder unseren GMV (gesunden Menschenverstand) einsetzen, aber der wird uns ja beharrlich von "Experten" in zahlreichen Talkshows und den Medien ausgetrieben. Und zu den Kaffeesatzlesern (immer im Interesse des Profits) empfehle ich Thomas Leif: Beraten und verkauft: McKinsey & Co. - der große Bluff der Unternehmensberater.
  3. #62

    Zitat von ullibulli09 Beitrag anzeigen
    Wer Kinder bekommt wird trotzdem noch wie eh und je finanziell bestraft, wer kinderlos bleibt beteiligt sich nicht in einem entsprechenden finanziellen Ausgleich an den Mehrkosten die er verursacht.
    Welche Mehrkosten verursacht denn ein Kinderloser?
  4. #63

    Zitat von Egberth Beitrag anzeigen
    ... soziale Mehrkosten produzieren in erster Linie mal die MIT Kindern: Zunächst mal die Kosten für die medizinische Betreuung während Schwangerschaft und Geburt. Dann die Kosten für die kostenlose Mitversicherung der lieben Kleinen sowie ggfls. des kindererziehenden Elternteils nebst Elterngeld. Es folgen die Kosten der Ganztagsbetreuung in Kindergarten und Schule (weil Eltern heuer ja nicht mehr fähig sind Kinder ausreichend zu fördern). Und ganz eventuell werden die Kinder dann irgendwann mal zu Beitragszahlern (was die Kinderlosen i.Ü. schon lange sind), die man - da die Weltbevölkerung ja nicht sinkt sondern steigt - ja auch gut von anderswo her nach Deutschland kommen lassen könnte. Und all diese Mehrkosten, weil man beim Schnackseln nicht aufpassen konnte ...
    Das ist falsch! Kosten im Gesundheitssystem produzieren hauptsächlich die Älteren. Schauen Sie sich mal in den Kliniken um, dort gibt es kaum noch Entbindungsstationen sondern immer mehr Demenzabteilungen ...
    Die Ganztagsbetreuung erfolgt nur, weil die Eltern arbeiten müssen um das System und die Familie zu ernähren. Glauben Sie wirklich Eltern machen das freiwillig?
    Was hat der deutsche Bevölkerung bitte davon, dass auf anderen Kontinenten die Leute noch Kinder kriegen?Sie sehen also billige Arbeitssklaven aus China, Indien und Afrika als dazu geboren ihr Alterseinkommen zu sichern? Und wenn die keine Lust haben hier in Deutschland für Sie zu arbeiten, was machen Sie dann? Kommen dann wieder die großdeutschen Gelüste? Das ist doch wohl eine Witzantwort aus Süddeutschland.
  5. #64

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Welche Mehrkosten verursacht denn ein Kinderloser?
    Wenn er außerhalb der Sozialversicherungen steht ... natürlich keine. Wenn er Sozialversicherungen in Anspruch nimmt, dann jedoch die Kosten, die dadurch mehr anfallen, dass er keine Kinder hat, die später in die Sozialversicherungen einzahlen.
  6. #65

    Na ja

    [QUOTE=flieder2;9688866
    Unsinn, aber ich kenne diese Agumentation der Aerzte auch. Es ist denen viel lieber, dass Patienten nicht erfahren, was ein Arztbesuch, die folgende Untersuchung kostet.
    Ich kenne Aerzte die doktern Monate lang an einem Patienten herum nur weil der Patient nicht ins KH will. Meistens geht das schief, der Arzt hat viel verdient und im KH sagt man dem Pat : Ach waeren Sie doch frueher gekommen! Auch eine Verschleppung von Krankheiten, oder?[/QUOTE]

    Ich weiss es nicht. Vielleicht sollte man mal eine Studie dazu machen.
  7. #66

    Hallo

    wird McKinsey jetzt von meinen Beiträgen bezahlt?
    Das will ich bitte ncht.
    Der ist schon saniert genug.
  8. #67

    Was für ein Unsinn

    Zitat von ullibulli09 Beitrag anzeigen
    Wenn er außerhalb der Sozialversicherungen steht ... natürlich keine. Wenn er Sozialversicherungen in Anspruch nimmt, dann jedoch die Kosten, die dadurch mehr anfallen, dass er keine Kinder hat, die später in die Sozialversicherungen einzahlen.
    Falls sie es noch nicht mit bekommen haben. Es gibt in der GKV keinen Tarif für Verheiratet und Unverheiratet, Kinderlos und Kinder, krank oder gesund, sondern einen Einheitstarif nach dem Bruttoeinkommen. Rentner dürfen sogar noch den Arbeitgeberanteil mitbezahlen, was praktisch die Verdoppelung der GKV ist unabhängig davon ob verheiratet oder Kinder oder gesund. Damit ist klar, dass in der Gesamtkostenberechnung bei gleichen Beiträgen der Unverheiratete und Kinderlos anteilmässig für die Kinder der anderen und Ehefrauen der Verheirateten mitbezahlt. Versucht also nicht immer uns so unverschämt die Taschen vollzulügen. Da der Kinderlose also an Solidarität an die Kinder gezahlt hat, ist es nur recht und billig, dass diese Solidarität umgekehrt auch gilt. Wenn der Kinderlose alt geworden ist und die Kosten der Behandlung die Kosten der Beiträge übersteigt, denn zuvor haben die Beiträge die Kosten seiner Gesundhalten weit überstiegen und sind den Ehefrauen und Kinder zugute gekommen und nicht auf einen Konto geparkt worden. Lügt uns nicht immer so die Taschen voll. Vielleicht sollte man wirklich mal die Schulbildung drastisch verbessern, damit die Menschen nicht mehr so leicht für dumm verkauft werden können. Kinderlosen tragen überpropotional an den Kosten der Kinder, die sie nicht zu verantworten haben.
  9. #68

    Zitat von ullibulli09 Beitrag anzeigen
    Das ist falsch! Kosten im Gesundheitssystem produzieren hauptsächlich die Älteren. Schauen Sie sich mal in den Kliniken um, dort gibt es kaum noch Entbindungsstationen sondern immer mehr Demenzabteilungen ...
    Die Ganztagsbetreuung .....
    Kostenverursacher hin - her, es Zahlen zu wenige ein- das Heer der Minijobber und Arbeitslosen etc. werden letzendlich auch Krank.
    Ausserdem gibt es gefühlte 150 Krankenkassen mit je eigener Verwaltung die jedoch alle im Groben das gleiche Produkt bieten.
    Sucht bitte die Kostenverursacher an der richtigen Stelle
  10. #69

    Zitat von erlachma Beitrag anzeigen
    Das würde Ihr Mann vermutlich auch, wenn Sie Arzt im Krankenhaus wären. Derart verarscht in Sachen Bezahlung wird wohl kaum ein anderer Billiglöhner.
    Im Moment sieht es so aus, dass 4-5 24-Stunden-Nachtdienste pro Monat normal sind, dazu noch die täglichen Arbeitszeiten von 12 Stunden (Überstunden .....
    Ich kann da nur voll und ganz zustimmen. Auch dieser Bericht dient meiner Meinung nach einzig und allein dazu, uns , dem Steuerzahler darauf vorzubereiten, dass wir wieder den Pharmakonzernen endlich wieder mehr satte Gewinne zukommen lassen dürfen. Ähnlich läuft es auf dem Energiesektor und allen anderen lebenswichtige Erzeugnisse auf die wir angewiesen sind. Während unser Reallohn stetig abnimmt, nimmt der Gewinn von Pharmaunternehmen, Ölriesen und last but not least Banken und andere globale Heuschrecken, stetig zu. Das schöne ist ja, dass unsere Volksvertreter gleichzeitig auch Nebentätigkeiten haben dürfen, die vom Abgeordnetengesetz geschützt werden(woher nehmen sie die Zeit?).
    Sie bringen auch fleißig Gesetzesvorlagen die Lobbyisten schon geschrieben haben mit ein(wie sonst könnte es anders sein, dass allein in Deutschland die Pharmaindustrie die Preise macht?).