DPADie rund zehn Millionen deutschen Privatpatienten werden besser behandelt, glauben viele. Doch die Tarife der privaten Krankenversicherung weisen nach SPIEGEL-Informationen oftmals gefährliche Lücken auf: Mehr als 80 Prozent leisten weniger als die gesetzliche Konkurrenz.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...837964,00.html
Das Sie sich für die Lage der niedergelassenen Ärzte nicht interessieren haben Sie über die Jahre deutlich genug gemacht. Dass Sie sich für die Lage der Versicherten/Patienten interessieren nehme ich Ihnen nicht ab, sondern nur, dass Sie sich für die Lage Ihres Brötchengebers interessieren.
Ja, ja, die Tischkante...
Sie übersehen oder ignorieren schlicht, dass es auch bei Kostenerstattung eine Leistungsbegrenzung und damit Budgetierung gibt, nämlich durch die Übernahme oder Nicht-Übernahme von Kosten durch die Krankenversicherung. Siehe Ausgangsthema dieses Threads und die Folgen von Altverträgen etc. Wer feststellt, dass seine Krankenversicherung bestimmte Leistungen nicht bezahlt, wird sie seltener oder gar nicht von seinem Arzt fordern und dieser in der Folge weniger Honorar erhalten
Das für den Arzt günstige - und für den Patienten perfide - an der Kostenerstattung ist jedoch, dass der Patient häufig erst im Nachhinein feststellt, was seine Versicherung tatsächlich übernimmt. Da hat der Arzt schon sein Geld.
Übrigens: In der stationären Versorgung setzt auch die PKV auf Sachleistung statt Kostenerstattung. Warum wohl?
Ja, und die andere Form der Budgetierung besteht in Frankreich darin, dass der Arzt sich frei niederlassen kann. Da sorgt der Markt und die Konkurrenz dafür, dass er keine Mondpreise fordern kann.
Zudem hat der Arztberuf in Frankreich lange nicht den Stellenwert, den er in Deutschland hat. Das sind dort halt normale Akademiker und der Verdienst bewegt sich dort, soweit ich weiß, auch nur in dem für andere Akademiker üblichen Bereich.
Aber unser lieber "Sorry" sieht ja nur die 20 Euro, die der Patient vorab bezahhlen muss.
KÖnnen Sie eine Quelle nennen?
Bei den Klinikärzten stimmt Ihre Aussage bestimmt nicht:
Quelle: Gehälter - Wo Ärzte am besten verdienen - Karriere - sueddeutsche.de
Die höchsten Einkommen für Klinikärzte lassen sich übrigens in den USA erzielen, fand eine Studie im Auftrag des britischen Gesundheitsministeriums heraus. Ebenfalls gut verdienen können Mediziner in australischen und kanadischen Krankenhäusern. Auf dem vierten Platz der Gehälter-Rangliste liegt Großbritannien, gefolgt von den Niederlanden, Neuseeland und Frankreich. Deutschland, man erinnere sich an die zehn Euro und achtzig Cent, landet bei der Ärzte-Vergütung auf dem letzten Platz.