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Krankenkassen-Leistungen: Privatversicherte haben oft nur mangelhaften Schutz

DPADie rund zehn Millionen deutschen Privatpatienten werden besser behandelt, glauben viele. Doch die Tarife der privaten Krankenversicherung weisen nach SPIEGEL-Informationen oftmals gefährliche Lücken auf: Mehr als 80 Prozent leisten weniger als die gesetzliche Konkurrenz.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...837964,00.html
  1. #210

    PKV - Frühgeborene

    Dem kann ich aus eigener (leidvoller) Erfahrung nur zustimmen. Unsere Tochter ist als Extrem-Frühchen zur Welt gekommen und wir haben viele Kosten selber tragen müssen, da laut PKV "nicht im Leistungsumfang enthalten". Ob häusliche Krankenpflege, Überwachungsmonitor für Zuhause oder Krankengymnastik aufgrund von Kiss 2 Syndrom, Schutzimpfungen, usw.. Alles schriftlich vom Arzt verordnet aber nicht von der Versicherung übernommen. Der Schriftverkehr füllt schon 2 dicke Aktenordner und es ist kein Ende abzusehen, da jede ärztlich abgerechnete Maßnahme erstmal abgelehnt wird. Nach 4 Monaten Krankehaus/Intensivstation erhielten wir Rechnungen mit sechsstelligen(!) Beträgen an uns als Privatpersonen gerichtet. Nach direkter Weiterleitung an die PKV sind Wochen und teilweise sogar Monate vergangen bis endlich reagiert wurde. Die Mahnungen vom Krankenhaus (bishin zur Androhung von Gehaltspfändung) haben wir natürlich auch erhalten. Neben der ohnehin schon hohen psychischen Belastung mussten beinahe täglich Telefonate mit der Versicherung geführt werden. Unsere Tochter ist gerade mal 1,5 Jahre alt und wir mussten bereits knapp 3.500 Euro aus der eigenen Tasche zahlen.
  2. #211

    Alles individuell

    Zitat von mach-es-einfach Beitrag anzeigen
    "Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast."
    angeblich: Winston Churchill

    Deshalb immer sich selbst fragen: Kann das sein, was da erzählt wird!
    Statistiken stimmen in der Regel, die meisten Menschen sind nur zu blöd, um sinnvolle Interpretationen zu geben. Eine Statistik ist nicht geeignet, Einzelschicksale zu beleuchten, aber das erwarten viele. Kennen Sie noch andere statistische Größen außer dem Durchschnittswert? Ich befürchte nicht.

    Wie war denn die Tarifentwicklung von gesetzlichen Versicherungen?
    1993 hätte man im Studium noch 50,-DM gezahlt und heute liegt der Höchstsatz glaube ich bei 600,-€ . Das wäre dann eine 2400% Steigerung in 20 Jahren. Ganz schön viel, oder?
  3. #212

    PKV oder GKV

    Zitat von Neuer Debattierer Beitrag anzeigen
    Die höchsten Kosten fallen immer in den letzten beiden Lebensjahren an, unabhängig vom Alter des Betroffenen. Dabei entfallen die meisten Ausgaben auf die Mittvierziger.
    Wir werden im Durchschnitt erheblich älter als 45.
    Die hohen Kosten der Krankenversicherung für die letzten 2 Lebensjahre liegen bei den 70 bis 90-Jährigen.

    Wenn die Altersrückstellung der PKV am Kapitalmarkt vernichtet ist, werden die Beiträge erhöht.
    Dieses Risiko hat die GKV nicht. Die Beiträge sind niedrig entsprechend dem Einkommen.

    Folgend zitiert aus
    Text: Ausgaben nach Bevölkerungsgruppen, Kapitel 8. 3 [Gesundheitsbericht für Deutschland, 1998]
    "In einer internationalen Studie (OECD [1996]) wird ebenfalls auf die Bedeutung der Kostensteigerung in den letzten beiden Lebensjahren hingewiesen. Die Gesundheitsausgaben betragen im Durchschnitt aller in dieser Studie betrachteten Länder für die 65jährigen und Älteren das 2,5fache der Gesundheitsausgaben für die 0 bis 64jährigen. Für die 75jährigen und Älteren wird sogar knapp das fünffache für Gesundheitsleistungen ausgegeben."
  4. #213

    wer glaubt einer Studie?

    wer hat die Studie bezahlt?
    wer hat die Studie geprüft?
    wer hat die Studie initiiert?
    wer hat von der Studie profitiert?

    wer konsequent Halbwahrheiten publiziert, sollte dies auch in Hinblick auf seine Ziele tun.
    Wir dürfen festhalten: der Bertelsmannkonzern, hier vertreten durch den Spiegel hat ein Interesse daran, an einer zukünftigen Pauschalbürgerversicherung zu partizipieren - allerdings steht dies im Gegensatz zu unseren eigentlichen Grundwerten: Freiheit, Sebstbestimmungsrecht und Individualismus
    Ich bin gespannt, ob sich mit der Demokratie so leicht brechen lässt...
  5. #214

    Welche Halbwahrheiten ?

    Zitat von rhearhein Beitrag anzeigen
    wer konsequent Halbwahrheiten publiziert, sollte dies auch in Hinblick auf seine Ziele tun.
    ...
    Wie kommen Sie darauf, dass im Artikel Halbwahrheiten stehen?
    Das sollten Sie begründen.
    Die meisten Foristen bestätigen,
    1) dass Leistungsausschlüsse in ihren PKV-Verträgen enthalten sind
    2) dass sehr hohe Beiträge im Alter bezahlt werden müssen.

    Da ist der Bürger besser mit der GKV bedient, die immer zusätzlich die Beitragsversicherung nach Einkommen enthält.
  6. #215

    Zitat von mach-es-einfach Beitrag anzeigen
    Ja, auch ich bin PKV-versichert - seit 1993. Der Beitrag 1993 betrug 171,30€ im Monat bei einer Selbstbeteiligung von ca. 300€. Ab 1.1.2012 sollte ich einen Beitrag von 821,36€ zahlen, die Selbstbeteiligung stieg auf 912€. 2011 war der Beitrag noch 643,35€. Die Beitragsentwicklung kann sich jeder selber ausrechnen! Sicher wird das hier geschilderte Beispiel für einen "steinalten" Typen sein? 58 Jahre!
    Das alles bei einer Gesellschaft mit
    - Assekurata = gut
    - Standard & Poors = Rating sehr gut
    Und bis heute habe ich nur 2x Zahnleistungen in Anspruch genommen.
    All das, was der Spiegel als konkrete Beispiele beschrieben hat, blieb mir noch erspart. Nur habe ich die Tarife reduzieren müssen, eben wegen des Beitrages!

    Seit 2007 gibt es für PKV-Versicherte über 55 kein zurück mehr in die GKV. Dieser Verantwortung wird die PKV für PKV-Versicherte nicht gerecht - wie die PKV dabei vorgeht, beschreibt der Spiegel.

    Sicherlich wird das von PKV zu PKV verschieden sein, nur stellt sich die Frage des Systems. Kapitaldeckung als Vorteil? Welcher Ertrag wird denn seit mindestens 5 Jahren am Kapitalmarkt erwirtschaftet? 10-jährige dt. Staatsanleihen bringen nicht mal 2%.

    Die Gesundheit der Menschen einer Gesellschaft darf nicht Spielball privatwirtschaftlicher Interessen sein.
    Lösungsansätze:
    - einheitliche Grundsicherung für alle, egal ab GKV- oder PKV-versichert zu einem gleichen Preis
    - alle zahlen, keine kostenfreie Familienversicherung mehr
    - private Zusatzversicherung für das, was jeder meint für seine Gesundheit zusätzlich haben zu wollen
    - sozialer Ausgleich über Haushaltsmittel

    Nicht bezahlbar? Deutschland, als eines der reichsten Länder der Erde kann die Grundversorgung der Gesundheit seiner Bürger nicht bezahlen?

    Wenn Milliarden und aber Milliarden für Rettungschirme, Banken u.a. bereitstellt werden können, soll kein Geld für die Gesundheit der Bürger da sein? Privates Geld mit Geld aller retten?

    Was gewollt ist geschieht! Es bedarf jedoch Menschen, besonders Politiker, die es wollen!

    PKV ein Erfolgsmodell?

    "Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben."
    * George Bernard Shaw *

    Wo sind die verrückten Leute?
    Ich bin fast so lange wie Sie privat versichert (seit 1996) und zahle z.Zt. 470€ (abzüglich AG Zuschuß) für 100% ambulant mit 1Bett + Chefarzt/ stationär und 80%Zahnersatz. Im Moment überlege ich in einen anderen Tarif zu wechseln, der mich ca. 270€/ Monat bei einer SB von 600€ pro Jahr kostet. Die Leistungen sind weitestgehend identisch - ich muß dann allerdings eine Art Hausarztmodell wählen. Bei einigen Medikamenten müßte ich dann u.U. Zuzahlungen leisten. Aus meinem privaten Umfeld kenne ich unterschiedliche "PKV-Verläufe" mit z.T. großen Kostensteigerungen bei schlechter Leistung - hätte ich seinerzeit den Versicherer gewählt, den mir mein Berater empfohlen hätte würde ich den Schritt in die PKV heute wohl auch bereuen. Ich bin allerdings sehr zufrieden und habe die für mich richtige Entscheidung getroffen!
  7. #216

    Zitat von tatsache2011 Beitrag anzeigen
    Der Bürger muss vor der PKV geschützt werden, deshalb ist nur bei Bürgern mit hohem Einkommen die private Krankenversicherung zulässig. Geringe Beiträge in jungen Jahren und hohe Beiträge im Alter funktioniert eben nicht gut.
    Die GKV musste früher die "Schadensfälle" der PKV aufnehmen.
    Dafür ist die Solidargemeinschaft GKV nun nicht mehr zuständig.

    Die GKV ist ja zusätzlich auch eine Beitragsversicherung.

    Bei hohem Einkommen zahlt man mehr, ohne dass es weh tut.
    Bei niedrigem Einkommen, z.B. Rentner zahlt man weniger.
    Kinder sind beitragsfrei, als Ausgleich zahlen sie später die hohen Krankheitskosten der Alten.
    Falsch: Manche Menschen müssen vor Ihrer Unfähigkeit weitreichende Entscheidungen zu fällen beschützt werden!
  8. #217

    Zitat von jovest Beitrag anzeigen
    Unsere Tochter ist gerade mal 1,5 Jahre alt und wir mussten bereits knapp 3.500 Euro aus der eigenen Tasche zahlen.
    Wie kann man sich denn ernsthaft darueber aufregen dass man bei hohen sechsstelligen Rechnungen laeppische 3.500 Euro selbst zahlen muss, wenn es um die Gesundheit und vielleicht sogar das Leben des eigenen Kindes geht?
    Bitte entschuldigen Sie meine drastischen Worte. Ich hoffe Ihrer Tochter geht es weiterhin gut!
  9. #218

    Zitat von PeHaE Beitrag anzeigen
    Falsch: Manche Menschen müssen vor Ihrer Unfähigkeit weitreichende Entscheidungen zu fällen beschützt werden!
    Wenn man den Nannystaat wirklich so weit ausweiten will sollte man bei den wirklich wichtigen Sachen anfangen und endlich das tod- und verderbenbringende Treppensteigen ohne Helm verbieten!
  10. #219

    Zitat von sitcom Beitrag anzeigen
    ..., die pkv Versicherungen rein in die gkv und alle altersrueckstellungen und finanzwerte der pkv versicherungs Konzerne fuer die gkv pfaenden
    Das haben Ulbricht und Honecker auch gemacht. Sie wollen DDR-Verhältnisse?








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