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Krankenkassen-Leistungen: Privatversicherte haben oft nur mangelhaften Schutz

DPADie rund zehn Millionen deutschen Privatpatienten werden besser behandelt, glauben viele. Doch die Tarife der privaten Krankenversicherung weisen nach SPIEGEL-Informationen oftmals gefährliche Lücken auf: Mehr als 80 Prozent leisten weniger als die gesetzliche Konkurrenz.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...837964,00.html
  1. #200

    Zitat von mach-es-einfach Beitrag anzeigen
    Frage: Warum wird die PKV nicht für alle Bürger für die Vollversicherung geöffnet? Und genau so die GKV?
    Weil dann die PKV-Unternehmen keine Chance hätten, da sie von Versorgungsgestaltung und -management keine Ahnung haben - im Gegensatz zu den Krankenkassen, die das seit Mitte der 90er Jahre lernen mussten.
  2. #201

    Wird kommen?

    Zitat von talackova Beitrag anzeigen
    Genau da liegt ein Risiko, aber das betrifft alle Altersversorgungen. Das böse Erwachen wird ebenso bei Lebensversicherung und ähnlichen langfristigen Anlagen kommen.
    Nein, ist schon da! Der Garantiezins bei Lebensversicherungen beträgt seit 1.1.2012 1,75%, auf den Sparanteil. Nur bringen andere langfristige Kapitalanlagen auch nicht mehr!

    War das vorauszusehen? Keine Ahnung, denn hinterher ist man immer schlauer.
    Nur die Experten für kapitalgedeckte Produkte, wie die der PKV, können einen Blick nach Japan werfen, da lag der Leitzins bei höchstens 0,5%, viele Jahre bei 0% seit 2000.

    Auch wir haben weiteres "Zinssenkungspotenzial"!
    Es lebe die Kapitaldeckung - wird schon gut gehen!
  3. #202

    Problem- oder lösungsorientiert?

    Zitat von luwigal Beitrag anzeigen
    Vielleicht hatten die Belege einen bestimmten Zusammenhang, den man nicht auseinander reißen soll/darf?
    Vielleicht waren es gar nicht so viele Einzelbeträge, nur die "beizufügenden" Unterlagen blähten den Antrag auf?

    Sie machen einen groben Fehler.
    Sie denken in Schubladen.
    ... und das ist nicht gut so.
    Haben Sie schon mal daran gedacht, eine Rechnung neu ausstellen zu lassen? Das macht jeder Arzt problemlos und ist bei wenigen ein erträglicher Aufwand. Sie sprachen von Zentimetern. Unterlagen zu den Rechnungen reicht man vorher ein, wenn man sich Behandlungen genehmigen läßt. Aber jeder geht dabei anders vor.

    Irgendwie erscheinen Sie mir aus Ihren Beiträgen eher problemorientiert und wenig auf Lösungen bedacht zu sein. Aber ich drücke Ihnen die Daumen, dass die 9.000,-€ nicht verloren sind.
  4. #203

    Ach was

    Zitat von Neuer Debattierer Beitrag anzeigen
    Weil dann die PKV-Unternehmen keine Chance hätten, da sie von Versorgungsgestaltung und -management keine Ahnung haben - im Gegensatz zu den Krankenkassen, die das seit Mitte der 90er Jahre lernen mussten.
    Soziale Marktwirtschaft à la FDP?
    Jeder soll doch seine Potenziale ausschöpfen und Sie wollen doch nicht dem Gesamtverband der PKV widersprechen ...
    "PKV ist ein funktionierendes und zukunftssicheres Versicherungssystem ..."
  5. #204

    Vom Kopf auf die Füße ...

    Zitat von tatsache2011 Beitrag anzeigen
    Der Bürger muss vor der PKV geschützt werden, deshalb ist nur bei Bürgern mit hohem Einkommen die private Krankenversicherung zulässig.

    Die GKV ist ja zusätzlich auch eine Beitragsversicherung.

    Bei hohem Einkommen zahlt man mehr, ohne dass es weh tut.
    Bei niedrigem Einkommen, z.B. Rentner zahlt man weniger.
    Kinder sind beitragsfrei, als Ausgleich zahlen sie später die hohen Krankheitskosten der Alten.
    Und genau da liegt der Fehler im System!
    Ein Blinddarm-OP kostet im wesentlichen immer gleich viel - nach aktuellen medizinischen Standard, egal ob Kind, junger Mensch, Mittelalter, Rentner, Mann oder Frau.
    Und jetzt kommt dazu
    - der Chefarzt mit dem Prof.-Titel
    - das Einzelzimmer
    - der Plasmafernseher im Zimmer
    - der OP mit Mamorfliesen
    - der Kavier zum Abend
    - Sonderpillen in der silbernen Schale
    - und, und, und ...
    Und wer das haben will, soll dafür einen Tarif "kaufen".

    Grundlage darf nicht ein Beitrag sein und welche Lesitung gibt es dafür, sondern welche Leistung wird gebraucht, verlangt und was ist dafür zu bezahlen. Ein sozialer Ausgleich muss als gesellschaftlichen Mitteln erfolgen.

    Dusch mich, aber mach mich nicht naß - geht nicht!
    "Geiz ist geil" versaut Leistung mit Qualität.
  6. #205

    Naja

    Zitat von mach-es-einfach Beitrag anzeigen
    - der Chefarzt
    - das Einzelzimmer
    ...
    Beides sind wichtigte Faktoren. Ein erfahrener Arzt gegenüber einem mit den ersten Operationen und ein Einbettzimmer gegenüber Mehrbettzimmern bedingen bei exakt demselben Eingriff sehr unterschiedliche Ergebnisse.
  7. #206

    Ach was

    Zitat von talackova Beitrag anzeigen
    Meine private ist über 25 Jahre langsamer gestiegen, als die gesetzliche. Viele sehen nur den abzuführenden Prozentsatz und vergessen die Steigerung der Bemessungsgrenze. Im Gegenzug haben der gesetzlichen Versicherung in den letzten 20 Jahren erhebliche Leistungskürzungen vorgenommen und Zusatzzahlungen eingeführt.
    Konkret ist das immer so.
    Was halten Sie von folgender Beitragssteigerung:
    - 1993 ca. 175€
    - 2011 ca. 640€
    - 2012 ca. 820€
    und das bei Verdreifachung der Selbsbeteiligung.

    Die PKV hat keine Leistungskürzungen gemacht, sondern der Kunde hat es gemacht. Er konnte die vertraglich vereinbarte Leistung nicht mehr bezahlen.

    Was Zahlen aussagen können ...

    Der Millionär (1 Mio. Einkommen) und der Bettler (0 Einkommen) haben im Durchschnitt 500.000 Einkommen. Konkret: der Bettler verhungert.

    28 Arbeitnehmer erhalten im Durchschnitt ein Bruttojahreseinkommen von 50.000€. Im Durchschnitt könnten sich alle privat krankenversichern. Allen müsste es gut gehen - PERFEKT!
    Nur einer konnte es, die anderen hatten nicht einmal 1.250€ im Monat.

    Konkret:
    1x 1.000.000 = Einkommensmilionär (Cheffe?)
    27x 14.815

    "Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast."
    angeblich: Winston Churchill

    Deshalb immer sich selbst fragen: Kann das sein, was da erzählt wird!
  8. #207

    Man möge den Ausdruck verzeihen...

    Zitat von talackova Beitrag anzeigen
    Komisch, ich betreibe Vorsorge, weil es meiner Gesundheit zuträglich ist. Sie müssen Geld dafür bekommen, damit Sie bemerken, dass es Ihnen hilft?

    Die PKV ist für selbstverantwortlich handelnde Menschen, die GKV für Menschen mit Vollkaskomentalität. Beides gibt es und für beide Gruppen gibt es darum Versicherungen.
    Das ist einfach nur Blödsinn und eine der banalsten Verallgemeinerungen die ich hier hab lesen dürfen.

    Die Menschen im Allgemeinen bei der GKV haben keine Vollkaskomentalität: Es soll hier auch noch Menschen geben, die an die Solidargemeinschaft glauben und nach diesem Glauben auch handeln.
    Für die normalen Leistungen dient die GKV und wenn's a bissl mehr sein darf, dann auch eine Zusatzversicherung. Denn überall, wo ich mehr haben möchte (z.B. gesundes Essen, mehr Erholung, mehr Fahrspaß, mehr irgentwas) bin ich auch bereit mehr auszugeben.
    Auch wenn von meinen Beiträgen vielleicht 5 weitere Menschen unterstützt werden - gut, soll es so sein, denn ich habe das notwendige Glück im Leben gehabt - sollen andere nun von meinem Glück/Können profitieren, daran werde ich nicht zu Grunde gehen.

    Generell bin ich der Meinung, dass es nur eine GKV (ohne weitere PKVen) geben sollte, die eine Grundversorgung garantieren. Zur Beitragserrechnung sollten alle Einkommensarten hinzugezogen werden.
    Wenn einer dann mehr Leistung haben möchte, dann muß er einfach dafür eine separate Zusatzversicherung abschliessen - ebenso sollten gefährliche Freizeitbeschäftigungen wie z.B. Motorradfahren, Bergsteigen etc. zusätzlich versichert werden und daraus resultierende Kosten nicht der Allgemeinheit aufgedrungen werden.

    Vielleicht mal ein Denkansatz...

    eine kleine Idee vom motorradfahrenden, oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze (was'n blödes Wort aber auch) Verdienenden
  9. #208

    PKV oder GKV

    Zitat von mach-es-einfach Beitrag anzeigen
    Und genau da liegt der Fehler im System!
    Ein Blinddarm-OP kostet im wesentlichen immer gleich viel - nach aktuellen medizinischen Standard, egal ob Kind, junger Mensch, Mittelalter, Rentner, Mann oder Frau.
    .
    Nein, die beitragsfreie Versicherung der Kinder ist gerechtfertigt, weil über 80% der Krankheitskosten in den letzten 2 Lebensjahren entstehen. Für Kinder fallen kaum Kosten an.

    In den letzten 2 Lebensjahren der Alten sind die Kinder schon lange Arbeitnehmer und zahlen die Beiträge zur GKV. Das ist der Ausgleich für frühere Beitragsfreiheit.
    Die GKV-Beiträge der Alten sind niedrig entsprechend ihrem Einkommen.
    Bei der PKV werden sie unbezahlbar hoch.
  10. #209

    Zitat von tatsache2011 Beitrag anzeigen
    Nein, die beitragsfreie Versicherung der Kinder ist gerechtfertigt, weil über 80% der Krankheitskosten in den letzten 2 Lebensjahren entstehen. Für Kinder fallen kaum Kosten an.

    In den letzten 2 Lebensjahren der Alten sind die Kinder schon lange Arbeitnehmer und zahlen die Beiträge zur GKV. Das ist der Ausgleich für frühere Beitragsfreiheit.
    Die GKV-Beiträge der Alten sind niedrig entsprechend ihrem Einkommen.
    Bei der PKV werden sie unbezahlbar hoch.
    Die höchsten Kosten fallen immer in den letzten beiden Lebensjahren an, unabhängig vom Alter des Betroffenen. Dabei entfallen die meisten Ausgaben auf die Mittvierziger.


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