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Krank durch Arbeit: Mehrheit der Deutschen klagt über Stress im Job

DPANoch Arbeit, schon Freizeit - wer weiß das so genau? Die Grenzen verwischen, Stress im Beruf ist für die meisten Deutschen die Regel. Laut einer Gewerkschaftsstudie müssen zwei Drittel der Arbeitnehmer regelmäßig Überstunden schieben, die Folgen sind fatal.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...824067,00.html
  1. #1

    Was heißt...

    ..."die Arbeitnehmer müssen in ihrer Freizeit erreichbar sein"?

    Dann ist es eine Art Bereitschaft für die ich eine Entlohnung erwarte. Ich bekomme auch nichts geschenkt und wenn ich über meinen Arbeitsvertrag hinaus "bereit" sein soll und sei es nur für ein Telefonat, dann kostet es. Ich habe nur meine Arbeitskraft zu verkaufen und die ist nicht zu verschenken. Mein Firmenhandy ist an, wenn ich arbeite, wenn ich im Feierabend bin ist es aus. Fertig!
    Klar will mein Chef, dass ich jederzeit mit dem Handy erreichbar bin, dann kann er mir ja einen neuen Vertrag anbieten, mit mehr Gehalt, vielleicht bin ich dann dazu bereit. Aber immer alles für lau, das geht nicht.
    Leider gibt es immer noch genug Leute, die dabei mitspielen. Das merke ich auch bei uns wenn es ein Meeting der Filialleiter gibt. "Selbstverständlich halte ich mein privates Handy jederzeit bereit, ist doch in meinem Interesse", so heißt immer wieder von irgendjemanden. Die Gesellschaft ist völlig entsolidarisiert und diejenigen, die so reden, finden es dann geil, wenn es aufgrund solcher Aussagen verbale Streicheleinheiten gibt.
  2. #2

    Differenzieren

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    ..."die Arbeitnehmer müssen in ihrer Freizeit erreichbar sein"?

    Dann ist es eine Art Bereitschaft für die ich eine Entlohnung erwarte. Ich bekomme auch nichts geschenkt und wenn ich über meinen Arbeitsvertrag hinaus "bereit" sein soll und sei es nur für ein Telefonat, dann kostet es. Ich habe nur meine Arbeitskraft zu verkaufen und die ist nicht zu verschenken. Mein Firmenhandy ist an, wenn ich arbeite, wenn ich im Feierabend bin ist es aus. Fertig!
    Klar will mein Chef, dass ich jederzeit mit dem Handy erreichbar bin, dann kann er mir ja einen neuen Vertrag anbieten, mit mehr Gehalt, vielleicht bin ich dann dazu bereit. Aber immer alles für lau, das geht nicht.
    Leider gibt es immer noch genug Leute, die dabei mitspielen. Das merke ich auch bei uns wenn es ein Meeting der Filialleiter gibt. "Selbstverständlich halte ich mein privates Handy jederzeit bereit, ist doch in meinem Interesse", so heißt immer wieder von irgendjemanden. Die Gesellschaft ist völlig entsolidarisiert und diejenigen, die so reden, finden es dann geil, wenn es aufgrund solcher Aussagen verbale Streicheleinheiten gibt.
    Das kann man, m.M., nicht so pauschal sagen.Ich z.B. "arbeite" auch ab und zu in meiner "Freizeit". Allerdings erledige ich das ein oder andere auch in meiner "Arbeitszeit". Kernthema ist doch, dass "Lebenszeit" sowoh lfür Arbeit und Freizeit da ist.Vielleicht sind auch einfach die Modelle "komme um 8:00, arbeite, gehe um 17:00, da darf es keine Vermischung geben" überholt?
  3. #3

    Herpes an der Kasse, Pfeiffersches Drüsenfieber im Kindergarten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Noch Arbeit, schon Freizeit - wer weiß das so genau? Die Grenzen verwischen, Stress im Beruf ist für die meisten Deutschen die Regel. Laut einer Gewerkschaftsstudie müssen zwei Drittel der Arbeitnehmer regelmäßig Überstunden schieben, die Folgen sind fatal.

    Krank durch Arbeit: Mehrheit der Deutschen klagt über Stress im Job - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    Abgesehen davon, dass zu viel Stress krank macht, gibt es noch andere Probleme dadurch, dass die Menschen sich ohne Rücksicht auf ihre Gesundheit zur Arbeit hinschleppen.

    Wenn ich mir mein Brötchen hole und sich die Kassiererin (bevor sie mein Brötchen anfasst) über ihre Herpeslippe fährt, dann geht es wohl nicht anders. Herpes ist kein Grund, um zuhause zu bleiben, selbst, wenn man in der Gastronomie Gläser reinigt (oder doch???).

    Aber ich finde es wirklich sehr bedenklich (schon fatal!), dass sich manche Kindergärtnerinnen oder das Pflegepersonal auch ernsthaft krank noch zur Arbeit schleppen, weil sie Angst um ihren Job haben und zu wenig Personal eingestellt wurde.

    Aber so ist das heutzutage leider. Lässt man sich halt anhusten, was soll's!
  4. #4

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    ..."die Arbeitnehmer müssen in ihrer Freizeit erreichbar sein"?

    Dann ist es eine Art Bereitschaft für die ich eine Entlohnung erwarte. Ich bekomme auch nichts geschenkt und wenn ich über meinen Arbeitsvertrag hinaus "bereit" sein soll und sei es nur für ein Telefonat, dann kostet es. Ich habe nur meine Arbeitskraft zu verkaufen und die ist nicht zu verschenken. Mein Firmenhandy ist an, wenn ich arbeite, wenn ich im Feierabend bin ist es aus. Fertig!
    Klar will mein Chef, dass ich jederzeit mit dem Handy erreichbar bin, dann kann er mir ja einen neuen Vertrag anbieten, mit mehr Gehalt, vielleicht bin ich dann dazu bereit. Aber immer alles für lau, das geht nicht.
    Leider gibt es immer noch genug Leute, die dabei mitspielen. Das merke ich auch bei uns wenn es ein Meeting der Filialleiter gibt. "Selbstverständlich halte ich mein privates Handy jederzeit bereit, ist doch in meinem Interesse", so heißt immer wieder von irgendjemanden. Die Gesellschaft ist völlig entsolidarisiert und diejenigen, die so reden, finden es dann geil, wenn es aufgrund solcher Aussagen verbale Streicheleinheiten gibt.
    Genau. Mein Arbeitgeber kennt noch nicht einmal meine Handynummer, und im Festnetz ist auch nur mein Anrufbeantworter erreichbar. Es ist erbärmlich anzusehen, wie sich manche Arbeitnehmer heutzutage prostituieren.
    Allerdings ist es auch verständlich, wenn man sieht, wie die Gewerkschaften ihre Macht verschenken und das ihnen entgegengebrachte Vertrauen ein ums andere Mal enttäuschen. Gelegentlich wird mal wieder ein Streik angezettelt (worunter der Arbeitgeber meist am wenigsten zu leiden hat), aber danach werden die Streikenden von den Gewerkschaften fallengelassen wie eine heiße Kartoffel, werden aus anderen Gründen entlassen und dürfen sich einen neuen Job suchen, was immer schwieriger wird, da sie jetzt als Unruhestifter gelten.
  5. #5

    Die Maschine muss funktionieren

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Noch Arbeit, schon Freizeit - wer weiß das so genau? Die Grenzen verwischen, Stress im Beruf ist für die meisten Deutschen die Regel. Laut einer Gewerkschaftsstudie müssen zwei Drittel der Arbeitnehmer regelmäßig Überstunden schieben, die Folgen sind fatal.

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    Dafür stehen Profi jede Minute bereits um "Reibereien" zu vermeiden , sobald sich "ein Problem " sich anbahnt ist prompt schon die Lösung da um bloss nicht hinterher über Verspätungen und Versäumnissen zu sprechen , wann darf sich der Mensch aufregen oder fluchen ? das System sieht es nicht vor und dafür wäre auch keine Zeit , der Mensch muss sich beheilen , das Leben schneller zu leben weil bald steht den nächsten vor der Tür .
  6. #6

    Zitat von Herr Hold Beitrag anzeigen
    Das kann man, m.M., nicht so pauschal sagen.Ich z.B. "arbeite" auch ab und zu in meiner "Freizeit". Allerdings erledige ich das ein oder andere auch in meiner "Arbeitszeit". Kernthema ist doch, dass "Lebenszeit" sowoh lfür Arbeit und Freizeit da ist.Vielleicht sind auch einfach die Modelle "komme um 8:00, arbeite, gehe um 17:00, da darf es keine Vermischung geben" überholt?
    Ganz gewiß nicht. Nach Feierabend ist Schicht. Wer auch noch in der Freizeit arbeiten muß, zeigt erstens, daß er sein Arbeitspensum in der dafür vorgesehenen Zeit nicht bewältigen kann, und zweitens, daß sein Arbeitgeber nicht in der Lage ist, so zu planen, daß die Arbeitszeit für die Erfüllung der Aufgaben ausreicht. Im Grunde ist das ein Armutszeugnis beider Seiten.
  7. #7

    "Vielleicht sind auch einfach die Modelle "komme um 8:00, arbeite, gehe um 17:00, da darf es keine Vermischung geben" überholt?"

    Und wer soll das festlegen. Jedem Tierchen sein Plaisierchen. Es gibt Leute die arbeiten effektiv und ohne sich ablenken zu lassen 8 Stunden am Tag. Die sind danach auch entsprechend müde.
    Andere twitter, netzwerken, surfen, labern oder spacken sonst wie rum und werden nicht fertig.
    Das sind dann die, die ne Fluppe ziehen wenn ich püntklich gehe.
    Meine Einstellung führt bei mit u.a. auch zu einem Krankenstand von <1 Tag per anno und das seit 15 Jahren. Kollegen/innen haben da i.d.R. 5-10 oder noch mehr.
    Und generell sollten Überstunden per se freiwillig bleiben. Die Unternehmen müssten Anreize schaffen das es Freiwillige gibt.
    Wir brauchen keinen Zweitwagen, kein All-Inklusive-Fresserei in der DOmRep usw. Ergo auch keine mickrige Überstundenknete!
  8. #8

    Oh Gottchen,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Noch Arbeit, schon Freizeit - wer weiß das so genau? Die Grenzen verwischen, Stress im Beruf ist für die meisten Deutschen die Regel. Laut einer Gewerkschaftsstudie müssen zwei Drittel der Arbeitnehmer regelmäßig Überstunden schieben, die Folgen sind fatal.

    Krank durch Arbeit: Mehrheit der Deutschen klagt über Stress im Job - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    krank durch die Arbeit im Jahre 2012?! Also für die meisten Deutschen kann das noch keine Realität sein, weil die meisten Deutschen sind doch Befürworter genau dieses Systemes. Also bitteschön, irgendetwas scheint hier nicht zu stimmen. der Mehrheit gehts noch ganz gut dabei.

    MFG
  9. #9

    überstundenvergütung?...ich lach mich tot.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Noch Arbeit, schon Freizeit - wer weiß das so genau? Die Grenzen verwischen, Stress im Beruf ist für die meisten Deutschen die Regel. Laut einer Gewerkschaftsstudie müssen zwei Drittel der Arbeitnehmer regelmäßig Überstunden schieben, die Folgen sind fatal.

    Krank durch Arbeit: Mehrheit der Deutschen klagt über Stress im Job - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    so liest sich übrigens arbeitszeiten bei naturwissenschaftlichen doktoranden:
    - vertrag für 38 stunden
    - bezahlt werden 19 stunden
    - gearbeitet wird 50 stunden (plus wochenende)
    - keine überstunden vergütung
    -> ca. 4 euro effektiver stundenlohn
    (und als kleines extra: meine verfallene urlaubstage der letzten zwei jahre: ca. 75)

    nur was für idealisten und irre.

    (es wäre ja auch alles noch irgendwie okay, wenn man danach wenigstens eine halbwegs gute jobgarantie hätte, aber dann fängt das große gehechel von befristeter stelle zur nächsten an. die alle ebenfalls eher mässig gut bezahlt werden.)








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