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Kostenvergleich Rad gegen Auto: Das*Velo ist Sieger der Herzen

Autofahren ist teuer, radeln billig? Die Wirklichkeit ist komplizierter. Verkehrsforscher aus Österreich haben die Kosten der beiden Transportmittel im Detail verglichen. Das Auto schlägt sich dabei erstaunlich gut - trotz CO2-Emission und teurem Benzin - verliert aber am Ende doch.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...753206,00.html
  1. #1

    Naja

    Die Berechnungen sind etwas merkwürdig. Die Kosten für das Fahrradfahren sind pro Kilometer also höher, wenn man im Schnitt 10 Euro pro Stunde an Kosten rechnet. Ich fahre ca. 3000 kilometer im Jahr mit dem Rad und etwa 12000 km mit dem Auto. Das Rad nutze ich überwiegend im Stadtverkehr für Strecken bis 10 Kilometer. Auf diesen Strecken bin ich mit dem Rad zumindest im Berufsverkehr nur minimal langsamer, denn: mich interessiert kein Stau und ich kann Wege fahren, die ich mit dem Auto nicht fahren kann. Insofern passt die Zeitrechnung nicht und "gleiche Entfernung" auch nicht. Ich brauche mit dem Rad zur Arbeit (6 km) 5 Minuten mehr. Das als Kosten zu sehen, naja.
    Gerade die Kurzstrecke spart enorm an Kosten, denn in den ersten Kilometern ist der Verbrauch (und der CO2-Austoß) am höchsten.
  2. #2

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Autofahren ist teuer, radeln billig? Die Wirklichkeit ist komplizierter. Verkehrsforscher aus Österreich haben die Kosten der beiden Transportmittel im Detail verglichen. Das Auto schlägt sich dabei erstaunlich gut - trotz CO2-Emission und teurem Benzin - verliert aber am Ende doch.

    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...753206,00.html
    Wie schön, das alles.

    "Trotzdem erweist sich das Radfahren am Ende aller Berechnungen als deutlich günstiger - und zwar aus einem einzigen Grund: Wer regelmäßig in die Pedale tritt, tut eine Menge für seine Gesundheit. Vor allem Herz und Kreislaufsystem profitieren..."

    Man hat - wie üblich - nicht zu Ende gedacht. Wie nett, wenn etwas für die Gesundheit getan wird. Irgendwie.

    Vergessen wurde, dass die Krankheitskosten für Personen >80 Jahren um Faktor fünf über dem Durchschnitt liegen. Unsterbliche Körper mit dementen, zerstörten Gehirnen. Das ist die Zukunft unserer Gesundheitsapostel.....
  3. #3

    Rechenfehler

    Da sind rgendwo gewaltige Rechenfehler drn.

    Auf S1. des Artikels lese ich

    "Nachdem Trunk und Meschik die Positionen Anschaffung, Unterhalt, Reparaturen, Parken und Kraftstoff für beide Verkehrsmittel addiert und wiederum pro Kilometer berechnet hatten, landete das Auto bei 38,3 Cent, das Fahrrad bei 10,2 Cent."

    und auf S3 lese ich

    "Mithilfe der Durchschnittsgeschwindigkeiten von Auto (25 km/h) und Rad (15 km/h) kann man aus den Betriebs- und Kraftstoffkosten die laufenden Kosten pro Kilometer berechnen. Sie liegen bei 10,20 Cent (Rad) beziehungsweise 38,30 Cent (Auto) pro Kilometer."

    Das klingt eher plausibel. Mir scheint, da wurden im ersten Teil falsche Zahlen verwendet.

    Ein Auto hat natürlich höhere Anschaffungskosten verbunden mit enorm hohen Wertverlust, dazu kommt Sprit, Versicherung, Steuer, Wartung und Verschleißteile.

    Der "Schweizer Tagesanzeiger" hat mal die Summen berechnet, die ein Mensch so im Leben (zwischen 18 und 77 Jahren) für das Autofahren aufwendet; es wurde in D die Summe von 330.607 SFR angegeben, umgerechnet ca 5600SFR/Jahr.

    Das heißt also, ich könnte mir als Radfahrer jedes Jahr ein vergoldetes Velo kaufen. Oder unendlich viel teure Zeit verschwenden.
  4. #4

    Keine Fahrwegekosten!?

    Zitat von mabra Beitrag anzeigen
    Die Berechnungen sind etwas merkwürdig. Die Kosten für das Fahrradfahren sind pro Kilometer also höher, wenn man im Schnitt 10 Euro pro Stunde an Kosten rechnet. Ich fahre ca. 3000 kilometer im Jahr mit dem Rad und etwa 12000 km mit dem Auto. Das Rad nutze ich überwiegend im Stadtverkehr für Strecken bis 10 Kilometer. Auf diesen Strecken bin ich mit dem Rad zumindest im Berufsverkehr nur minimal langsamer, denn: mich interessiert kein Stau und ich kann Wege fahren, die ich mit dem Auto nicht fahren kann. Insofern passt die Zeitrechnung nicht und "gleiche Entfernung" auch nicht. Ich brauche mit dem Rad zur Arbeit (6 km) 5 Minuten mehr. Das als Kosten zu sehen, naja.
    Gerade die Kurzstrecke spart enorm an Kosten, denn in den ersten Kilometern ist der Verbrauch (und der CO2-Austoß) am höchsten.
    Da frage ich mich doch, was ich Ihnen denn ausrechnen soll. Unter Weglassung der Lebenskosten ist der Tod eindeutig teurer! Auch Kuchen kostet ohne Mehl verhältnismäßig mehr als Speiseeis. Und ohne Westerwelle und Niebel ist Frau Gönner teurer.
  5. #5

    Glaube nur Studien die Du selbst bezahlt hast....

    Da wurde offenbar vernachlässigt, dass die höheren Kosten für Unfallfolgen bei Radfahrern nahezu vollständig infolge von Unfällen zwischen Rad und Auto zustandekommen - also unmittelbare Folge des Autoverkehrs sind, sowie der vorwiegend auf Optimierung des Autoverkehrs angelegten (städtischen) Verkehrswegeplanung.

    Daher ist die Aussage der Untersuchung schon aus diesem Grund mehr als nur geringfügig unvollständig, um nicht zu sagen irreführend.
  6. #6

    Velo!!!

    Zitat von mabra Beitrag anzeigen
    Das Rad nutze ich überwiegend im Stadtverkehr für Strecken bis 10 Kilometer. Auf diesen Strecken bin ich mit dem Rad zumindest im Berufsverkehr nur minimal langsamer, denn: mich interessiert kein Stau und ich kann Wege fahren, die ich mit dem Auto nicht fahren kann. Insofern passt die Zeitrechnung nicht und "gleiche Entfernung" auch nicht. Ich brauche mit dem Rad zur Arbeit (6 km) 5 Minuten mehr. Das als Kosten zu sehen, naja.
    Gerade die Kurzstrecke spart enorm an Kosten, denn in den ersten Kilometern ist der Verbrauch (und der CO2-Austoß) am höchsten.
    Ich bin mit dem Rad in der "rush-hour" morgens ca. 10 Minuten schneller. Bei Staus, wenn gar nichts mehr geht (Baustellen) sogar noch viel schneller....Keine Parkplatzproblem und die Wartungskosten (Auto) sollten auch nicht vernachlässigt werden.
  7. #7

    Irgendwie wirkt diese Rechnerei willkürlich und unausgegoren. Das Auto als Transportmittel wurde genauso außer acht gelassen, wie Fahrgemeinschaften bis zu 4 Personen. Bei Radfahrten wird vernachlässigt, daß man mit dem Rad zumeist bis direkt ans Ziel fahren kann, was beim Autofahren meistens nicht geht. Bei den Unfällen sollte man berücksichtigen, daß reine Radunfälle deutlich günstiger sind, als Auto-Rad-Unfälle oder Auto-Auto-Unfälle, es entstehen dabei auch keine Staus, die den gesamten Verkehr beeinträchtigen.
  8. #8

    unsinn

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auch bei den internen Unfallkosten schneidet das Auto mit 1,4 Cent pro Kilometer besser ab, weil die Unfallfolgen für Pkw-Insassen innerorts meist weniger schwer sind als für Radfahrer. Radler kommen mit 6,3 Cent auf einen mehr als viermal so großen Wert.

    Das ist doch ein rechter Unsinn: Unfallfolgen für Autoinsassen sind nicht so schwer - das stimmt. Und was ist, wenn sie einen Fussgänger oder Radfahrer umfahren? Diese Kosten müssten doch dann aufs Autofahren umgelegt werden. Was ist, wenn ich mit dem Auto ins Fitnesstudio fahre? Vielleicht ist Radfahren in der Stadt auch mal ein Vergnügen?

    Ich glaube, da wird nicht mit dem richtigen Maß gemessen...
  9. #9

    Keine Versicherung?

    "Ein weiterer wichtiger Block sind die internen, also von Fahrer selbst zu tragenden Unfallkosten"

    Versteh ich nicht, heisst das, dass Oesterreich keine Haftpflichtversicherung fuer Fahrradfahrer hat? Australien ist wahrlich kein Fahrradparadies, mit der Mitgliedschaftsbeitrag in der nationalen Fahrradclub hat man sowohl eine Haftpflicht- als auch eine Unfallversicherung. Kostenpunkt ca A$70 p.a.
    Im Uebrigen fahre ich seit Jahren ca 10000km p.a. und habe (noch) keinen Unfall gehabt.
    Vergleichbare Fitness-Studiokosten muessten hier auch berechnet werden, fuer die Autofaher fuer den gleichen Effekt aufkommen muessten.








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