Konzert zum Thronjubiläum der Queen: "Her Majesty, Mummy"

AFPElton John, Stevie Wonder, Paul McCartney - zahlreiche Superstars begeisterten Königsfamilie und Fans beim Jubiläumskonzert für die Queen. Besonders rührend: Prinz Charles dankte seiner "Mummy" - und bat um Genesungsjubel für seinen wegen Krankheit fehlenden Vater.

http://www.spiegel.de/panorama/leute...836963,00.html
  1. #1

    Es nervt

    Obrigkeiten und Untertanen gehören nicht in eine Demokratie.
  2. #2

    Wissen Sie,

    Zitat von caecilia_metella Beitrag anzeigen
    Obrigkeiten und Untertanen gehören nicht in eine Demokratie.
    die verbliebenen Monarchien auf diesem Globus sind durch die Bank deutlich demokratischer als viele sogenannte Republiken.
    Daher sehe ich das sehr entspannt und freue mich über die Zuneigung der Briten zu ihrem Staatsoberhaupt.
    Etwas mehr Pomp könnten wir uns auch leisten; ich hätte nichts gegen einen König von Deuschland.
    (Vielleicht sollte man mal Günter Jauch fragen ;-) )
  3. #3

    !

    Zitat von caecilia_metella Beitrag anzeigen
    Obrigkeiten und Untertanen gehören nicht in eine Demokratie.
    Die Briten sehen das nicht so verkniffen, ausserdem war das Konzert fantastisch!
  4. #4

    König

    Zitat von auweia Beitrag anzeigen
    Etwas mehr Pomp könnten wir uns auch leisten; ich hätte nichts gegen einen König von Deuschland.
    Können Sie auch begründen, warum?
  5. #5

    Zitat von auweia Beitrag anzeigen
    (Vielleicht sollte man mal Günter Jauch fragen ;-) )
    Irrgs, ich glaube, der verkörpert alles, was einen König nicht ausmachen sollte...es reicht, wenn er leider, für mich nie nachvollziehbar, "König des TVs" ist.

    In der Tat ist die Monarchie in einer erstaunlich guten Verfassung (wer hätte das 1997 gedacht), wenn man die Popularität der Queen als Maßstab nimmt. Anders sieht es mit Charles aus, viele würden es am liebsten sehen, wenn man den überspringen würde und gleich William das Szepter in die Hand nimmt (was aber nur schwerlich vorstellbar ist). Ein britischer Freund meinte letztens zu mir, dass das Treiben durchaus auch manchmal als gute Soap betrachtet wird. :))
  6. #6

    Sehr würdig!

    Zitat von rudig Beitrag anzeigen
    Die Briten sehen das nicht so verkniffen, ausserdem war das Konzert fantastisch!
    Dem stimme ich zu...ich sah auch die Schiffsparade, und ich muss sagen, diese Frau hat echt Stehvermögen...ich als relativ muntere 44 jährige könnte nicht stundenlang stehen...und natürlich wollte sie aus Verpflichtung zeigen, das sie fit ist und zudem wollte sie mit ihrem stehenden- Sich- Zeigen auch die Briten, vor allem ihr Volk würdigen, die das Ganze toll veranstaltet haben. Leider geriet dies, wie man hörte Prinz Philip zum Nachteil, der Arme hatte sich eine Verkühlung zugezogen...für einen 90jährigen nicht ungefährlich...aber was tut man nicht alles für seine Königin.

    Ganz toll finde ich, das sie das ganze Volk und auch die Welt dank TV-Übertragungen teilhaben lässt, gerade in schweren sorgenvollen Zeiten wie diese.

    Ich schaltete gestern Nacht in dieses Konzert rein und war wirklich angenehm überrascht, das sie dabei waren, die Royals. Und dann diese tolle Performance alter und junger Stars, ich war wirklich begeistert. Und der Buckingham Palast als Bühne und Video-Wall. Das Königshaus öffnete sich wie nie zuvor. Das sollte man anerkennen, trotz aller Mystik, die die Königin gerne noch beibehalten möchte aus Respekt vor dem Amt.

    Der Höhepunkt war für mich Prinz Charles...wie er seine Mutter gestern zum Schluss des Konzerts würdigte:" Her Majesty...mummy..." und sie quittierte dies mit einem schrägen lächelnden überraschten Blick und alles lachte und jubelte. Das war eine schöne und vor allem menschliche Geste.
    Auch sein kranker Vater wurde nicht vergessen.
    Man sah sehr deutlich, das das Volk hinter ihrer Königin steht, egal, was für schwere Zeiten sind. Das find ich gut. Diese Kontinuität finde ich ganz wichtig in unruhigen Zeiten, steht sie doch für Vertrauen.

    Die Königin hat es nicht einfach gehabt, auch jetzt nicht, war sie doch unfreiwillig in den goldenen Käfig gerutscht...Sie hat so manchen hohen Preis bezahlt für ihr Leben. Ausgesucht hat sie es sich nicht und das sie trotz allem da durch ging, hat hohen Respekt verdient.

    Dafür, das die Königin in der Politik nichts zu sagen hat, steht sie gut da. Das fehlt uns. Von unseren Politikern kann man leider nicht sagen, das diese vertrauenswürdig sind. Was wir nur noch haben können, ist, das wir auf Gott vertrauen können und in uns selbst, das alles gut wird. Wir haben keine Kontinuität, nicht mal mit der Ära Merkel...bestenfalls gelingt es etwas mit Gauck, aber das Amt hat doch sehr gelitten dank dieser unfairen Hetzjagd auf Wulff.

    All jene, die auf das Geld schauen, sei gesagt: Auch die Royal Family hat was dafür bezahlt. Und das Volk hat vier Tage davon selbst hautnah zehren können. Und hatten arbeitsfrei. Das ist sehr fair. Manchmal braucht man in schlechten Zeiten etwas so Gutes, das das Volk eint und zusammensteht.
  7. #7

    Kein Überspringen der Thronfolge

    Zitat von kjartan75 Beitrag anzeigen
    Irrgs, ich glaube, der verkörpert alles, was einen König nicht ausmachen sollte...es reicht, wenn er leider, für mich nie nachvollziehbar, "König des TVs" ist.

    In der Tat ist die Monarchie in einer erstaunlich guten Verfassung (wer hätte das 1997 gedacht), wenn man die Popularität der Queen als Maßstab nimmt. Anders sieht es mit Charles aus, viele würden es am liebsten sehen, wenn man den überspringen würde und gleich William das Szepter in die Hand nimmt (was aber nur schwerlich vorstellbar ist). Ein britischer Freund meinte letztens zu mir, dass das Treiben durchaus auch manchmal als gute Soap betrachtet wird. :))
    Nein, Prinz William hat ausdrücklich gesagt, das er nicht seinen Vater übergehen will, auch nicht auf Wunsch des Volkes. Er will selbst erst eine Familie gründen und das in aller Ruhe, soweit das möglich ist...er sagte, er weiß, das seine Großmutter schon sehr jung Königin wurde, sie war ja fast noch ein Mädchen, und er selbst hätte die größten Schwierigkeiten damit, wenn er jetzt als 29 jähriger auf den Thron käme...nein, nein, erst soll sein Vater dran kommen. Der hatte lange genug Zeit, sich darauf vorzubereiten und verfügt über genug Erfahrung inzwischen. Es wird allerdings eine andere Ära geben, wenn Charles auf den Thron kommt. Er wird sicher auch als König weiter seine Meinung sagen, dann und wann...auch wenn der nix eigentlich sagen darf. Ich denke, das die Monarchie etwas moderner werden wird.
    Es bleibt abzuwarten.
  8. #8

    Klar...

    Zitat von Schneiderhahn Beitrag anzeigen
    Können Sie auch begründen, warum?
    aber zunächst nochmal betonen: nichts dagegen haben ist nicht dasselbe wie sich aktiv dafür einsetzen...

    Also dann - Vorteile einer Monarchie (britischen Zuschnitts)
    - Umsatz in Tourismus, Fanartikelindustrie und Boulevardmedien geht nach oben (man denke an Wachwechsel, Kaffebecher mit Queen-Porträt und Gala)
    - stärkere (imho) Identifikation mit dem Gemeinwesen durch positiv besetzte und sichtbare Symbolperson(en)
    - Kontinuität (der Deutsche liebt Kontinuität) über längere Perioden als 4 bzw. 5 Jahre
    bessere, zumindest frühzeitige Vorbereitung der Nachfolgegenerationen auf den Beruf
    - Gefühlte "Höherwertigkeit" von Besuchen, Auszeichnungen, Ernennungen etc.
    - Bei vielen vorhandenes Bedürfnis nach Feierlichkeit und Glanz wird besser bedient als in reiner Demokratie
    -Höherer Spaßfaktor durch Schrulligkeiten/Irrationales bei "Königs"
    -mehr Pferde im Stadtbild (gebe zu, das Argument kommt von meiner 14-jährigen Nichte)
    und mein persönliches Lieblingsmotiv:
    - Besser gekleidetes bzw. uniformiertes Personal

    Alles nichts das zwingend für eine Monarchie spricht, dennoch könnte ich damit in Deutschland ebenfalls leben.
  9. #9

    Zitat von auweia Beitrag anzeigen
    Alles nichts das zwingend für eine Monarchie spricht, dennoch könnte ich damit in Deutschland ebenfalls leben.
    Monarchie funktioniert doch nur, wenn überhaupt, aus einer langen Tradition heraus. Diese Tradition wurde hierzulande anno 1918 bekanntlich beendet.

    Jetzt irgendeinem Urenkel von Wilhelm Zwo eine Krone aufzusetzen, wäre ja lachhaft und absurd...