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"Kony 2012"-Kampagne: Schlächter von Uganda soll mit neuem Video gefasst werden

Das Video über Rebellenchef Joseph Kony schauten fast hundert Millionen Menschen. Jetzt veröffentlicht die Organisation Invisible Children einen neuen Film. Dank dieser Aufmerksamkeit werde der "Schlächter von Uganda" bald gefasst, hofft der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...826291,00.html
  1. #1

    Die Propaganda geht weiter...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Video über Rebellenchef Joseph Kony schauten fast hundert Millionen Menschen. Jetzt veröffentlicht die Organisation Invisible Children einen neuen Film. Dank dieser Aufmerksamkeit werde der "Schlächter von Uganda" bald gefasst, hofft der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs.

    "Kony 2012"-Kampagne: Schlächter von Uganda soll mit neuem Video gefasst werden - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Nachdem der Sprecher von InvisibleChildren einen psychischen Zusammenbruch erlitt und als Flitzer nackt durch die Straßen rannte, wird nun mit einem Rechtfertigungs-Video die Propaganda aufrechterhalten. Nicht nur der Klick-Ansturm auf das erste Video auf YouTube war fragwürdig, auch das Statement, das Video sei ein Experiment, sollte aufmerksam machen. Lasst euch nicht manipulieren!
    Was wird nun 20. April passieren? Werden die Menschen dem Aufruf blind folgen und die Straßen mit Plakaten tapezieren? Wird der Forderung, Truppen nach Uganda und in den Sudan zu schicken, weiter nachgegangen werden?
    Letztlich geht es doch nur um das Afrikanische Öl, das 2006 entdeckt wurde...
    Kony 2012 - Anschauen!!! - Diskussionsforum - The Big Picture
  2. #2

    Marketing - aber wofür?

    Ich werde das Gefühl nicht los, dass hier jemand mit einer ganz miesen Masche einfach Geld verdienen will. Ich habe dafür keine Belege, und ehrlich gesagt ist es mir auch ziemlich egal ob irgend ein afrikanischer Kriegsverbrecher mehr oder weniger von irgend jemand verurteilt wird. Wir haben genug aktuelle Kriegsverbecher bei unseren Verbündeten.

    Aber wie gesagt, dieses komische Gefühl, hier zockt einer gewaltig auf der Mitgefühlmasche ab, bleibt.
  3. #3

    Naja

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Video über Rebellenchef Joseph Kony schauten fast hundert Millionen Menschen. Jetzt veröffentlicht die Organisation Invisible Children einen neuen Film. Dank dieser Aufmerksamkeit werde der "Schlächter von Uganda" bald gefasst, hofft der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs.

    "Kony 2012"-Kampagne: Schlächter von Uganda soll mit neuem Video gefasst werden - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

    Soso, der Schlächter von Uganda. Was sind wir doch wieder humanitär drauf, im guten Westen.

    KenFm hat das ganz gut zusammengefasst:
    KenFM über: Joseph Kony 2012 - YouTube
  4. #4

    wie immer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Video über Rebellenchef Joseph Kony schauten fast hundert Millionen Menschen. Jetzt veröffentlicht die Organisation Invisible Children einen neuen Film. Dank dieser Aufmerksamkeit werde der "Schlächter von Uganda" bald gefasst, hofft der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs.

    "Kony 2012"-Kampagne: Schlächter von Uganda soll mit neuem Video gefasst werden - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    nun ja, Kony wurde vor sechs jahren zum letzten mal gesehen und wird fuer tot gehalten, und niemand in Uganda spricht ueber ihn. vielmehr sollen hier die Chinesen aus Afrika geworfen werden, die oel, diamanten und seltene erden mit gold kaufen. der praesident von Uganda, der vom westen unterstuetzt wird, hat uebrigens auch kinder soldaten, genau wie sie Sudanesische Liberation Army. die zahl seiner opfer ist mindestens sechsstellig. die UN resolution fuer die invasion aller Afrikanischen laender ist vor wenigen wochen unterzeichnet worden. aber davon wird in den westlichn medien nicht viel berichtet. warum wohl...
  5. #5

    Pony 2012

    Was soll es für Auswirkungen für einen Kony haben, wenn Nutzer von sozialen Netzwerken das Video anschauen und weiterverbreiten, dann noch die T-Shirts tragen?
    Klingt eher nach einer viralen Marketingkampagne einer Firma und nicht nach einer gemeinnützigen Organisation. Das Geld für das Video,Plakate etc wäre doch in Projekten in Afrika besser aufgehoben.
    Da das große Problem von Afrika ist kein Warlord ist mit einer schwindenden Anhängerschaft, der sowieso nicht mehr in Uganda ist, sondern fehlende Bildung und Überbevölkerung.
    Diese Kampagne hat die Qualität eines Kettenbriefes der nur eine US-Intervention schmackhaft haben soll, den die ersten US-Soldaten in Vietnam waren ja auch nur "Berater".
  6. #6

    Journalismus?

    Wie wae'r mal damit, den fundamentalistisch-christlichen Hintergrund von Invisible Children auszuleuchten?

    Was ist davon zu halten, dass 2/3 der Spendengelder von der Organisation selbst verbraucht werden und nur 1/3 (wenn ueberhaupt) in Afrika ankommt?

    Ist es ok, wenn Jason Russell sich aus ihm anvertrauten Spendengeldern ein Jahresgehalt von $80.000 bezahlt?

    Dass an sieser Organisation jede Menge Dinge faul sein muessen sollte jedem sofort klar werden, der die ersten 10 Minuten des ersten Videos angeschaut hat. Wieso leistet niemand wirkliche journalistische Arbeit und durchleuchtet diesen zwielichtigen Verein mal so richtig?
  7. #7

    Zitat von headcase Beitrag anzeigen
    Soso, der Schlächter von Uganda. Was sind wir doch wieder humanitär drauf, im guten Westen.

    KenFm hat das ganz gut zusammengefasst:
    KenFM über: Joseph Kony 2012 - YouTube
    Der Film auf Youtube fast nichts gut zusammen außer die Ahnungslosigkeit des Verfassers. Ich habe von Kony schon vor Jahren gehört und auch von dem was er, neben vielen anderen Machthabern in dieser Region, an Verbrechen begehen. Und diese anzuprangern ist in der Tat genau so unsere Pflicht, wie unsere eigenen Regierung zu kritisieren. Alles andere ermöglicht diesen Typen in Ost, West, Nord und Süd nämlich nur weiter zu morden.
    KenFM argumentiert in einer so tendenziösen Art und Weise, dass ich mich nicht mal erschlossen hat gegen wenn oder für wen er eigentlich ist. Clooney als "sieht gut aus auf der Leinwand" zu bezeichnen und ihndamit indirekt als Werkzeug zu bezeichnen, um arme Männer wie Kony als Opfer westlicher Machthaberwillkür darzustellen ist, zeigt wie intensiv sich KenFM mit der Thematik beschäftigt hat. Nämlich gar nicht. Syrina, Iden of March usw setzten sich durchaus kritisch mit der Politik des Westen auseinander. Aber solche Infos passten wohl nicht in das Meinungsbild.


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