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Konsumklima: Verbraucher trotzen Krisenstimmung in Unternehmen

dpaAnders als Unternehmen sehen die Verbraucher die deutsche Wirtschaft weiter im Aufschwung. Der entsprechende Konsumindex der GfK-Marktforscher stabilisiert sich aktuell. Die Euro-Schuldenkrise sei inzwischen so komplex, dass viele das Bürger das Thema ausblendeten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...835166,00.html
  1. #1

    nicht ganz richtig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Anders als Unternehmen sehen die Verbraucher die deutsche Wirtschaft weiter im Aufschwung. Der entsprechende Konsumindex der GfK-Marktforscher stabilisiert sich aktuell. Die Euro-Schuldenkrise sei inzwischen so komplex, dass viele das Bürger das Thema ausblendeten.

    GfK-Konsumklima: Verbraucherstimmung in Deutschland stabil - SPIEGEL ONLINE
    Man kann auch sagen, die Bürger geben ihr Geld lieber noch schnell selber aus bevor es Mutti tut.
  2. #2

    Ja, es

    geht schon wieder los. Das darf doch wohl nicht wahr sein. Gestern so, und heute andersrum.
  3. #3

    Was fuer ein Glueck,

    Die Materie ist so kompliziert geworden, dass sowohl das Volk als auch die Bundestagsabgeordneten das Handtuch geworfen haben. Die Regierung befiehlt, die Abgeordneten gehorchen, auch die der Oppositionsparteien, bis auf geringe Ausnahmen. Ein tolles Land, ein toller Kontinent.

    "Ein Großteil der Deutschen habe den Anschluss an die komplexe Debatte um die Euro-Schuldenkrise verloren, meint Bürkl. "Die Mehrheit der Bundesbürger ist aus der engeren Diskussion ausgestiegen", sagte der Experte. Viele Menschen verstünden bei Themen wie etwa den Euro-Bonds nicht mehr, um was es da genau gehe, und schalteten ab."
  4. #4

    Volkswirtschaft

    Zitat von masc672 Beitrag anzeigen
    geht schon wieder los. Das darf doch wohl nicht wahr sein. Gestern so, und heute andersrum.
    Ich hatte vor kurzem die Gelegenheit, mit einem Volkswirt über die Situation zu sprechen.
    Vereinfacht ist es so: Nur durch einen Ausgleich der Handelsbilanzen in der Eurozone (Norden vs. Süden) kann sich die Situation stabilisieren.
    Im Klartext: Im Moment Exportieren wir viel an die PIIGS-Staaten, die aber zur Finanzierung des Imports von uns Kredite bekommen, die sie im Falle Griechenlands wohl nicht zurückzahlen können. Wir "bezahlen" den Griechen also ihren Konsum. Die Privatwirtschaft profitiert davon, aber der gemeine Steuerzahler zahlt die Zeche. Man kann es auch so sagen: Wir müssten durch mehr Konsum endlich die Lebensqualität erreichen, die wir uns leitsen können, anstatt den Konsum anderer Staaten zu finanzieren, die sich das eigentlich nicht leisten können.
    Ein Ausgleich der Handelsbilanzen in der EU ist nur über Lohn- und Konsumsteigerungen zu erreichen. Inflation ist dafür in Kauf zu nehmen.
  5. #5

    Wen wunderts??

    Zitat von Gerdtrader50 Beitrag anzeigen
    Die Materie ist so kompliziert geworden, dass sowohl das Volk als auch die Bundestagsabgeordneten das Handtuch geworfen haben. Die Regierung befiehlt, die Abgeordneten gehorchen, auch die der Oppositionsparteien, bis auf geringe Ausnahmen. Ein tolles Land, ein toller Kontinent.
    Wenn man so die Kommentare über die Schuldenkrise liest, scheinen die meisen Foristen (= Spiegelleser = gefühlte linke Inteligenzia unseres Landes) bereits bei den Basics der Volkswirtschaft an Ihre Grenzen zu stoßen. Motto: Arbeit ist eine konstante Größe, die zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit durch kürzere Arbeitszeiten nur gerechter verteilt werden muss:-).
  6. #6

    Die Leute haben kein Bock

    Zitat von Gerdtrader50 Beitrag anzeigen
    Die Materie ist so kompliziert geworden, dass sowohl das Volk als auch die Bundestagsabgeordneten das Handtuch geworfen haben. Die Regierung befiehlt, die Abgeordneten gehorchen, auch die der Oppositionsparteien, bis auf geringe Ausnahmen. Ein tolles Land, ein toller Kontinent.

    "Ein Großteil der Deutschen habe den Anschluss an die komplexe Debatte um die Euro-Schuldenkrise verloren, meint Bürkl. "Die Mehrheit der Bundesbürger ist aus der engeren Diskussion ausgestiegen", sagte der Experte. Viele Menschen verstünden bei Themen wie etwa den Euro-Bonds nicht mehr, um was es da genau gehe, und schalteten ab."
    sich mehr versche...ern zu lassen.

    Die ungefähre Chronik:

    Griechenland braucht keine Hilfe und schafft es alleine.
    Griechenland braucht Hilfe.
    Kein deutsches Steuergeld für Griechenland.
    Ok. 25 Mrd.
    40Mrd.
    60 Mrd.
    120 Mrd. Euro. Aber nur diese eine Mal.
    Kein Rettungsschirm
    Rettungsschirm kommt.
    Rettungsschirm wird weiter ausgebaut.
    Rettungsschirm wird noch weiter ausgebaut.
    Griechenland mal wieder.
    Neues Paket geschnürrt.
    etc.

    Seit 2 Jahren gibt es kein anderes Thema mehr als Griechenland, Rettungsschirme, Krisengipfel.

    Und da wundert es "Experten" das die Leute langsam dicht machen?????
  7. #7

    Na das ist doch Klasse! Die deutsche Wirtschaft verzeichnet (auf Kosten der anderen Europäer) den stärksten Boom seit dem Krieg und die Verbraucher bejubeln Stagnation. Sind wir eigentlich alle bescheuert?
  8. #8

    Haut die Kohle raus...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Anders als Unternehmen sehen die Verbraucher die deutsche Wirtschaft weiter im Aufschwung. Der entsprechende Konsumindex der GfK-Marktforscher stabilisiert sich aktuell. Die Euro-Schuldenkrise sei inzwischen so komplex, dass viele das Bürger das Thema ausblendeten.

    GfK-Konsumklima: Verbraucherstimmung in Deutschland stabil - SPIEGEL ONLINE
    Einer der Effekte von Inflationsängsten ist, dass die Leute jetzt ihr Geld ausgeben und nicht abwarten, weil in naher Zukunft ja alles teurer wird. Entwicklung des Euro ungewiss, Zinssatz fast 0%? Letztes Jahr im Sommer habe ich mich dabei erwischt, wie ich dachte, ach hau die Kohle raus, bevor sie nichts mehr wert ist. Lieber heute noch genießen, als sich morgen ärgern, weil dann die Mittel dazu fehlen. Konsum für den Augenblick kann schon schön sein. In solchen Krisensituationen ist auch Konsum mit langfristiger Perspektive nicht dumm: manche Möbel z.B. behalten einen erstaunlichen Gebrauchtwarenwert, wenn man sich von Ihnen mal wieder trennen will (oder muß?). Und wenn ich mir angucke, zu welchen Preisen heute Dinge mit Design aus den 60/70ern gehandelt werden, dann weiß ich, dass es wertbeständigeres gibt als Zahlen auf einem Monitor oder einem Stück Papier.
  9. #9

    Zitat von protoscorsair Beitrag anzeigen
    Ich hatte vor kurzem die Gelegenheit, mit einem Volkswirt über die Situation zu sprechen.
    ....
    Ein Ausgleich der Handelsbilanzen in der EU ist nur über Lohn- und Konsumsteigerungen zu erreichen. Inflation ist dafür in Kauf zu nehmen.
    Das sieht unsere Bundesregierung aber anders. Merkel und der sie beratenden Finanzwirtschaft schwebt eher vor, der gesamten Eurozone Lohndumping nach deutschem Vorbild aufzuoktroyieren: Zudem sollen EU-Länder ihren Arbeitsmarkt reformieren - nach deutschem Vorbild. Man fasst sich zwar an den Kopf, aber diese Ideologen glauben scheinbar wirklich, dass solch ein Vorgehen einen totkranken Wirtschaftskreislauf gesunden kann.
    Zum Thema: Es ist längst klar, dass nicht der einfache Bürger mehr konsumiert (wovon denn?), sondern dass Vermögende ihre Kohle durch Immobilienkäufe ins Trockene zu bringen versuchen. Daher sind solche unreflektierten Meldungen nichts anderes als Nebelgranaten.


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