dapdKonstantin Wecker gilt als Rebell, als Schreck des Bürgertums. Aber der Liedermacher bezeichnet sich auch als demütig. Im Interview spricht er über das Scheitern und die Aufgaben eines Künstlers.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,829464,00.html
Wer sich mal die Biografie dieses Mannes durchliest weiß, dass man ihn einfach reden lassen sollte, da er ein wandelner Widerspruch ist.
Wenn ich lese, dass er eine "herrschaftsfreie" Gesellschaft unterstützt, sich aber andererseits bei der SED-Nachfolgepartei engagiert, frage ich mich, was Grund für seine meiner Meinung nach abstrusen Ansichten ist.
Vielleicht sollte er einmal etwas Vernünftiges arbeiten, um einfach auf andere Gedanken zu kommen; scheinbar ist er ja mit dem "Lieder machen" nicht ausgelastet.
Was für eine bedauernswerte Person. Ohne Kunst, frei von Würde, bar jeglicher Diskretion. Und jetzt auch noch die Wunderlichkeiten des Alters. Wir üben am besten Nachsicht, indem wir diese Person ganz einfach vergessen. War nichts, ist nichts, wird nichts mehr.
So ermöglichen wir auch am zuverlässigsten den Status der Demut.
... möcht' halt so gern ein Revoluzzer sein, aber eben durch und durch politisch korrekt.
Lieber Konstantin, Demut war und bleibt Dir fremd und wenn Du Thomas Mann zitierst: "Ein Spießer ist jemand, der seine Unzulänglichkeit erkennt und sich darin wohlfühlt." dann kannst Du sagen, dass Du Deine Unzulänglichkeiten überhaupt noch nicht erkannt hast, Dich in Ihnen aber schon immer sehr wohlgefühlt hast.
Je öfter und penetranter einer das Wort Demut in den Mund nimmt und auf sich selbst bezieht, desto mißtrauischer werde ich. Eigenlob stinkt nun Mal, gerade auch bei einem Künstler, dem, wie wir erfahren dürfen, dauernd "eine Melodie nach der anderen einfällt". (Ziemlich vielen Leute dürfte an einem Klavier eine Melodie nach der anderen einfallen - ob dieselben was taugen, ist noch die andere Frage.)
Wenn einer so demonstrativ bescheiden auftritt, dann ist das nach meiner Lebenserfahrung fast immer ein Zeichen besonders penetranter Eitelkeit.
kommen denn hier aus dem Keller? Ich verstehe vollkommen, wenn Werke eines Künstlers über ihn hinausragen - es ist gradezu ein Wesenmerkmal der Kunst, mehr aus sich herauszuholen, als man selbst in sich zu bergen glaubt. Da kommt es dann im Leben zu Widersprüchen. So what? Solche Widersprüche sollten die werten Foristen, die sich hier echauffieren, erst mal erleben und aushalten! Aber keine Angst: es wird nicht passieren. Für die kleinen Geister ist die Rechthaberei Kunst genug. In diesem Sinne: fröhlich weiter posten.
Konstantin Wecker gilt als Schreck des Bürgertums? Zeigen Sie mir mal einen Bürger der sich von Konstantin Wecker erschrecken lässt. Nach seiner Verurteilung hat er sich selbst den Maulkorb angelegt und freiwillig nur noch ganz kleine Brötchen gebacken, wobei auch vorher nicht viel Revolutionäres aus seinem durchgeschwitzten Leib ans Licht der Welt befördert wurde. Warum nicht einfach mal sagen "hey Leute, ich habe mein Pulver schon vor Jahren verschossen und an Aufstand und Revolte habe ich kein Interesse mehr, wenn ich jemals welches hatte, auf wiedersehen" ?
geht es nicht ein bisschen Kleiner? Jetzt braucht es schon einen Zen-Meister, um das aufgeblasene Ego zu
schrumpfen. Immer einen Tick zu grossartig, zu gut ,
zu pathetisch. Und jetzt der demütigste Künstler Deutschlands: Herlichen Glückwunsch