Konservative Katholiken: Piusbrüder und Papst vertragen sich

DPADie Angelegenheit wird mit höchster Diskretion behandelt und soll eigentlich erst nach dem Papst-Geburtstag an die Öffentlichkeit: Die mit der katholischen Kirche zerstrittene Pius-Bruderschaft schmeichelt sich mit einem Brief beim Papst ein.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,827668,00.html
  1. #1

    Nur zu...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Angelegenheit wird mit höchster Diskretion behandelt und soll eigentlich erst nach dem Papst-Geburtstag an die Öffentlichkeit: Die mit der katholischen Kirche zerstrittene Pius-Bruderschaft schmeichelt sich mit einem Brief beim Papst ein.

    Konservative Katholiken: Piusbrüder und Papst vertragen sich - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    ...
    wir - und damit werden auf jeden Fall ALLE westlichen Länder über einen Kamm geschoren werden - liefern den Fundamentalisten jedweder Couleur eine bequeme Steilvorlage für ihr verächtliches Tun.

    Die Borniertheit der menschlichen, und was Religionen anlangt vorwiegend männlichen Rasse, ist so durchschaubar wie enervierend. Der Hindernislauf der Menschheit zu so etwas Ähnlichem wie globaler Verständigung ist doch schon zur Genüge mir den gottgegebenen (Verzeihung) unterschiedlichen Entwicklungsstufen ausgestattet. Muss es denn darüber hinaus noch diese lächerlichen Machterhaltungskämpfe verkrampfter Ewiggestriger innerhalb der säkularen Kulturen geben?
  2. #2

    Zitat von nimue11 Beitrag anzeigen
    ...
    wir - und damit werden auf jeden Fall ALLE westlichen Länder über einen Kamm geschoren werden - liefern den Fundamentalisten jedweder Couleur eine bequeme Steilvorlage für ihr verächtliches Tun.

    Die Borniertheit der menschlichen, und was Religionen anlangt vorwiegend männlichen Rasse, ist so durchschaubar wie enervierend. Der Hindernislauf der Menschheit zu so etwas Ähnlichem wie globaler Verständigung ist doch schon zur Genüge mir den gottgegebenen (Verzeihung) unterschiedlichen Entwicklungsstufen ausgestattet. Muss es denn darüber hinaus noch diese lächerlichen Machterhaltungskämpfe verkrampfter Ewiggestriger innerhalb der säkularen Kulturen geben?
    Dass der Papst sich willig den Ultraextremisten darbietet anstatt sich der Ökumene und dem interreligiösen Dialog zu widmen ist so bezeichnend wie traurig.
    Passt aber perfekt zur nach wie vor übelst kinder- und frauenfeindlichen Ausrichtung des Ladens.
  3. #3

    *

    Wäre toll, wenn die römische Kirche auf diese Weise wieder auf die enge Pforte und den schmalen Weg (Matth. 7, 13) zurückkäme!
  4. #4

    Prioritäten

    Bevor sich der Papst um die Ökumene und die Weltreligionen kümmert, sollte er zunächst im eigenen Haus für Ordnung sorgen. Und genau das macht der Papst und zwar an der Stelle, wo es am gefährlichsten ist. Die Gefahr, dass die progressiven Katholiken eine katholische Kirche light gründen, ist sehr gering. Die Gefahr, dass die Piusse dagegen eine "wahre katholische Kirche" mit einem wahren Papst gründen, ist dagegen sehr hoch.

    Wenn die Piusse nun den Papst anerkennen, werden zwar die Sedisvakantisten weiterhin dagegen sein und es könnte zur Spaltung der Bruderschaft kommen - aber die dann noch verbleibenden "wahren" Katholiken werden so wenige sein, dass sie nichts mehr zu sagen haben.

    Der Papst scheint auf sehr elegante Weise eine große Gefahr für die katholische Kirche abgewendet zu haben!
  5. #5

    Deo Gratias

    Liebe Mitchristen,
    Dies ist eine sehr freudige Nachricht! Nun kommen über 500 absolut glaubens- und bekenntnistreue Priester sowie zahlreiche Gläubige zur vollen Einheit mit der römisch-katholischen Kirche. Wir konservativen Katholiken sind uns dieser Bundesgenossen bewußt. Sie helfen uns, die in vielen Episkopaten daniederliegende Glaubenspraxis wieder aufzurichten.
    Gruß
  6. #6

    eine "demokratische" Kirche?

    Nicht alle Katholiken wünschen eine "demokratische" Kirche. Viele Katholiken wollen sich von der Kirche leiten lassen. Ausserdem sind die meisten Kathiliken nicht mehr in Europa, sondern in Lateinamerika. Die Piusbrüder sind keine Extremisten, sondern vetreten die Konservativen in der Kirche.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Angelegenheit wird mit höchster Diskretion behandelt und soll eigentlich erst nach dem Papst-Geburtstag an die Öffentlichkeit: Die mit der katholischen Kirche zerstrittene Pius-Bruderschaft schmeichelt sich mit einem Brief beim Papst ein.

    Konservative Katholiken: Piusbrüder und Papst vertragen sich - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    Falls das stimmen sollte, wäre morgen gleich noch ein schönerer Tag. Nicht nur, dass der Heilige Vater seinen 85. Geburtstag feiern darf, sondern auch noch die Versöhnung mit der Piusbruderschaft und deren Heimkehr in die Arme der heiligen katholischen Kirche. Wir müssen wirklich dankbar sein, dass die Kardinäle ihn gewählt haben, ihn, dem die Einheit des einzig wahren Glaubens so am Herzen liegt und dem jetzt dieser riesige Schritt gelingt.

    An manchen Tagen macht es wirklich Spaß den SPON zu lesen, zuerst Matussek und jetzt diese tolle Nachricht.
  8. #8

    Zitat von guenter80469 Beitrag anzeigen

    An manchen Tagen macht es wirklich Spaß den SPON zu lesen, zuerst Matussek und jetzt diese tolle Nachricht.
    So true. I usually read Der Spiegel because it's so refreshingly different from the Italian press, but the two articles mentioned could come straight from the Corriere della Sera.

    Pathetic.
  9. #9

    Zitat von niska Beitrag anzeigen
    Dass der Papst sich willig den Ultraextremisten darbietet anstatt sich der Ökumene und dem interreligiösen Dialog zu widmen ist so bezeichnend wie traurig.
    Passt aber perfekt zur nach wie vor übelst kinder- und frauenfeindlichen Ausrichtung des Ladens.
    Soll der Papst etwa NICHT seine Pflicht erfüllen und NICHT die verloren gegangenen Schafe wieder einsammeln?

    Die Pius-Bruderschaft verkörpert die Regeln und die Liturgie wie wir älteren Katholiken sie noch kennen, weil sie allgemein Gültigkeit hatten.
    Das sind keine Abgefallenen oder Ultraextremisten, wie Sie sie nennen, das sind strikte Bewahrer.
    Was wir als Folge des Konzils an ungeordneten Veränderungen erlebten, war reiner Wildwuchs. Paul VI. hat dies sehr bedauert, hat sich dem aber nicht entgegen gestellt.

    Die alte Form war niemals verboten, sie wurde nur unterdrückt. Die Pius-Bruderschaft und die Petrus-Bruderschaft haben die alte Form gewahrt. Viele Neupriester gehen nun dort hin, um sich auch in dieser alten Form zusätzlich ausbilden zu lassen. Wer hätte dies tun können, wenn nicht die Traditionalisten alles treu bewahrt hätten für die Zeit 'danach' ?

    Zusammenführen was verloren ging, das ist gelebte Ökumene.