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Konkurrenz um Platz drei: Grüne rüsten zum Kampf gegen die Piraten

MARCO-URBAN.DEDie Grünen hatten einst Umfragewerte wie eine Volkspartei erreicht - plötzlich kämpfen sie mit den Piraten um Platz drei im Land nach Union und SPD. Der rasante Aufstieg der Politikneulinge stürzt die Öko-Partei in ein strategisches Dilemma.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...826563,00.html
  1. #240

    ...

    Zitat von ehf Beitrag anzeigen
    Also, "Basisdemokratie" klingt doch schon einmal linksextrem (der erste Treffer in einer bekannten Suchmaschine zu diesem Schlagwort verweist auf eine anarchistische Website), was soll denn dann daran so toll sein? Im momentanen Zeitpunkt würde eine solche Form auch zur Ochlokratie führen. Mit "Jugendfaschismus" (also nicht Jungfaschismus!) meinte ich doch etwas ganz anderes, nämlich die prinzipielle Ablehnung von Leuten aus blossen Gründen ihres Alters.

    Nun haben aber gerade die jüngeren Jahrgänge so gut wie keine Lebenserfahrung, oder was glauben Sie, weshalb wichtige Posten beim Militär oder auch nur im Dienst als Schiffskapitän nie mit irgendwelchen 17-22-jährigen besetzt werden?

    Junge Leute neigen sehr zu stark vereinfachten, unreflektierten idealistischen Denkweisen, die aber nicht praxisgerecht sind.
    Der von Ihnen erwähnte "Anpassungsbedarf" ist eine Verhöhnung der Arbeit künstlerisch schaffender Menschen, denn die Piraten haben mitnichten ein besseres Konzept als das bisherige.

    Sie haben auch leicht reden, als Nichtkünstler. Es ist schon etwas dran, dass diese merkwürdige Partei eine ernste Gefährdung der Demokratie darstellt. Allerdings glaube ich, dass dieser Hype bald nachlassen wird, spätestens dann, wenn sich zeigt, dass auch die Piraten dem Grundsatz "Pecunia non olet" folgen und sich ihre hehren Vorstellungen von technologieaffinem Sozialismus verflüchtigt haben.
    Basisdemokratie ist also Linksextrem? Ich unterstelle Ihnen, dass Sie ein starrsinniger, gefrusteter alter Mensch sind, der seine Ideale an Großindustrielle verkauft hat in der Hoffnung in Ruhe alt werden zu können. - Immer fleißig die Füße still halten, dann wird bestimmt nix schlimmes passieren -

    Und ich unterstelle Ihnen, dass aus gezieltem Disrespekt gegen Ihre Respektlosigkeit. Worauf basieren Sie Ihre Aussage ich betätige mich nicht künstlerisch? Seit Jahren begeistere ich mich für die Fotografie verdiene teilweise sogar Geld damit und den Umgang mit Vinyl-Platten habe ich auch in einem Ausmaß ausgebaut, dass ich auf großen Veranstaltungen meine "Künste" zum besten geben konnte. Nur komme ich nicht auf die Idee für meine Leistungen Nachforderungen zu stellen, wenn die Menschen die ich portraitiert habe, die Bilder welche ich von ihnen gemacht habe vervielfältigen wollen, dann sollen sie dass, ich freue mich doch, wenn ich auf diese Weise Anerkennung erfahre. Aber bis 70 Jahre nach meinem Tod noch eine Anspruchsgrundlage auf meine Urheberschaft zu besitzen, was soll mir das bringen?

    Angeblich würde die Kultur in Deutschland verkümmern, wenn das Urheberrecht in seiner jetzigen Form auch nur angetastet wird. Das sehe ich nicht so, denn nicht umsonst kommen die neuen kulturellen Impulse zu einem sehr großen Teil von Menschen, die wenig Wert legen auf das bisherige Verwertungsmodell.
  2. #241

    Wo bleibt die AL?

    Die Grünen haben sich zu sehr vom System kooptieren lassen. Und die Führungsspitze ist in die Jahre gekommen. Will man den bisherigen Kurs weiterfahren, sollte aber diese nervigen Doppelspitzen abgeschafft werden. Entweder wieder reine Protestpartei oder sich zu einer Mehrheitsbeschafferpartei degradieren lassen.
  3. #242

    Warum die Piraten Erfolg haben

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Grünen hatten einst Umfragewerte wie eine Volkspartei erreicht - plötzlich kämpfen sie mit den Piraten um Platz drei im Land nach Union und SPD. Der rasante Aufstieg der Politikneulinge stürzt die Öko-Partei in ein strategisches Dilemma.

    Konkurrenz um Platz drei: Grüne rüsten zum Kampf*gegen die*Piraten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    und die Gruenen verlieren.

    1. Es fehlt eine Partei, die insbesondere junge Waehler anspricht. Das kann man von den Gruenen nicht mehr behaupten.

    2. Momentan gibt es ausser Die Linke keine Partei mit sozialem - sozialistischem Gedankengut ohne DDR Vergangenheit. Die SPD und die Gruenen sind viel zu sehr rechts abgerutscht und von daher nicht mehr waehlbar fuer eine breite Schicht junger und auch aelterer Waehler.

    3. Es ist nicht nur das Programm, was ausschlaggebend fuer den Erfolg der Piraten ist sondern auch die Art und Weise wie die Piraten Politik machen und die Buerger miteinbeziehen wollen. Inwiefern das auf lange Sicht gelingt, bleibt dahingestellt.

    4. Die Zeiten, wo nur Umweltpolitik eine Rolle spielt, sind vorbei. Selbst die CDU hat erkannt, dass Umweltpolitik wichtig ist.

    5. Die Piraten sind eine Partei, die die technischen Entwicklungen inklusive Internet verstehen und damit umgehen koennen, da viele ihrer Mitglieder technische Berufe, die mit dem Internet oder Computern oder Biotechnologie zu tun haben.

    6. Religion spielt bei den Piraten keine Rolle.

    7. Die Piraten kuemmern sich nicht darum, wie sich ein "typischer" Politiker verhalten muss. Sie sind daher volksnah.
  4. #243

    Das war wohl nix...

    Zitat von Mexxer Beitrag anzeigen
    Da muss ich Sie leider enttäuschen. Mit sowas machen Sie sich bei den Piraten keine Freunde!
    Die Piraten stehen für kulturelle Vielfalt und eine lockere Einwanderungspolitik! Es wird sogar ein Wahlrecht auf kommunaler Ebene für Ausländer gefordert!
    Danke für den Hinweis!

    "Jeder Mensch hat das Recht, da wo sich sein Lebensmittelpunkt
    befindet, die städtische Politik mitzubestimmen. Wer das Gefühl hat,
    dass die eigene Meinung zählt, ist bereits integriert.
    Die bestehenden Hürden, die dem durch das veraltete
    Staatsangehörigkeitsrecht entgegenstehen, werden wir aufheben."

    Quelle:
    https://lqfb.piratenpartei.de/pp/ini...show/2409.html
  5. #244

    .

    Zitat von dalesmith Beitrag anzeigen
    Das wäre nicht schön,
    mehr Idioten zu beteiligen bringt kein Vorteil,vor allem wenn man sich die Einstellung des deutschen volkes momentan anssieht.
    Ein Tsunami im fernen Osten lenkt die Aangstpolitik der wut-Bürger,
    Entscheidungen sollten von denn damit beschäftigten getroffen werden,nicht von twitter oder facebook accounts.
    Oder liquid dreams ehhhh lucid dreams meine ich.
    Was wollen Sie machen? Den "Idioten" das Wählen verbieten? Ach bitte.

    Und inwiefern die jetzigen Volksvertreter "Experten" in einem Areal sind, kann man ja daran sehen, dass Posten und Ministerien verteilt werden wie Sammelkarten. Mal Gesundheits-, dann Wirtschafts- und nächstes Mal vielleicht sogar Verteidigungsminister. Was hat das noch mit Fachkompetenz zu tun?

    Die "damit Beschäftigten" können ja auch weiterhin abstimmen, sofern der Wähler seine Stimme an einen Experten überträgt, der dann für ihn abstimmt. Oder denken Sie, bei Liquid Democracy würde jeder Wähler über jedes noch so unwichtige Gesetz, von dem er keine Ahnung hat, mitentscheiden wollen?
  6. #245

    Running?

    Zitat von ehf Beitrag anzeigen
    Das kann man sehr gut mit einem guten alten technischen Spruch beantworten, denn auch die Herren "PiratInnen" sich hinter die Ohren twittern sollten: "never touch a running system!"
    Sorry, welches System meint der Autor?
  7. #246

    Na Bravo!

    Zitat von pdp-11/34 Beitrag anzeigen
    Die Piraten haben zu vielen Themen noch nichts zu sagen.
    Was Sie im eigenen Themenbereich vertreten, kann ich wählen.
    Die anderen Parteien kann ich nicht(mehr) wählen.
    Die letzten male habe ich nicht gewählt.
    Vielleicht wähle ich jetzt in NRW.
    Na Bravo!

    Wenn die Piraten Sie zu Wahlurne locken können, hat die P-Partei schon mal ein Thema erfüllt:
    Wahlbeteiligung statt Fernbleiben.

    Wer keine Themen vor der Wahl hat, braucht auch nicht wie der Herr Franz Müntefering aus der SPD nachher sagen, "wie kann man uns bloß an unserem Wahlprogramm messen".

    Also Mut ran an die Urne, schlimmer kann es nicht werden.
    Ein sogenannter böser, böser 68er. (:-)
  8. #247

    Na, die Grünen haben in Stuttgart ja auch bombig bewiesen, dass sie die größten Heuchler sind (wie war das mit S21?). Und DAS lässt sich der Bürger eben nicht gefallen, da darf der Grüne sich nicht wundern, wenn die Topwerte nach leeren Versprechen und mangelnden Inhalten nach unten gehen, und wenn dann noch das Fähnlein im Wind wehen muss, weil ja wieder OB-Wahlen in Stuttgart anstehen (da darf man selbst als Grünner keine Stadt-Maut gutheißen oder gar fordern).

    Hauptsache, man fühlt sich elitär genug als Grüner, um gegen die Piraten zu wettern und zu hetzen - dabei haben die Grünen genau so angefangen, ohne Konzept, immer nur dagegen, milde lächelnd von den etablierten Parteien als Witz abgetan.
  9. #248

    Der Umwelt zuliebe ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Grünen hatten einst Umfragewerte wie eine Volkspartei erreicht - plötzlich kämpfen sie mit den Piraten um Platz drei im Land nach Union und SPD. Der rasante Aufstieg der Politikneulinge stürzt die Öko-Partei in ein strategisches Dilemma.

    Konkurrenz um Platz drei: Grüne rüsten zum Kampf*gegen die*Piraten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Also mich würde ein Friedensmarsch durch Syrien schwer beeindrucken.
    War doch mal eines der Kernthemen der Grünen.
  10. #249

    @johnbatz - Rechtverdreht

    Zitat von johnbatz Beitrag anzeigen
    Es zeigt nur, dass Sie das Parteiprogramm nicht gelesen haben. Hier ein Ausschnitt:

    Parteiprogramm
    Wir sind der Überzeugung, dass die nichtkommerzielle Vervielfältigung und Nutzung von Werken als natürlich betrachtet werden sollte und die Interessen der meisten Urheber entgegen anders lautender Behauptungen von bestimmten Interessengruppen nicht negativ tangiert.

    Die "natürliche Nutzung" bedeutet nichts anders als "Raubkopien sind ein Menschenrecht" und es wird weitergeführt zu: Wir schreiben den Künstlern vor, wie sie ihr Geld verdienen dürfen. Das ist kein Parteiprogramm, das ist eine Frechheit.
    Die Privatkopie war in Deutschland legal und als Ausfluss der Gemeinbindung des Eigentums sowie wegen der Umlagesysteme lange geltendes Recht. Auch heute gibt es sie noch - sie wurde nur durch die Priorität von Kopierschutz und DRM ausgehebelt. Jahrzehntelang haben Urheber und Verlage damit sehr gut gelebt und nie von einer "Frechheit" gesprochen.
    Die Privatkopie als "Menschenrecht" zu bezeichnen geht ein wenig weit und die Piraten machen dies auch nicht - auch wenn sie dies den Piraten in den Mund legen. Der freie private Austausch von Informationen (auch wenn sie aus Werken anderer stammen) ist dagegen eine Basis unserer Demokratie und unserer Wissenschaft. Mit Leistungsschutzrecht bei dem selbst für das Zitat des Titels eines anderen Werkes bezahlt werden muss, wären wir heute Entwicklungsland.


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