Konkurrenz um Platz drei: Grüne rüsten zum Kampf gegen die Piraten

MARCO-URBAN.DEDie Grünen hatten einst Umfragewerte wie eine Volkspartei erreicht - plötzlich kämpfen sie mit den Piraten um Platz drei im Land nach Union und SPD. Der rasante Aufstieg der Politikneulinge stürzt die Öko-Partei in ein strategisches Dilemma.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...826563,00.html
  1. #130

    Zeichen der Zeit erkannt

    Die Piraten stehen vor allem für eines: Basisdemokratie - ein Wert, von dem sich die Grünen immer mehr verabschiedet haben, so scheint es.

    Keine andere Partei stellt sich so gegen die Entmündigung der Bürger in einem Land, in der der Wähler gnädigerweise alle paar Jahre sein Kreuzchen bei einer Partei machen darf, die die eigenen Interessen auch nur teilweise abdeckt (alias das 'kleinere Übel'). Von den fraktionsgezwungenen Parteimarionetten, die nur auf dem Papier ihrem Gewissen verpflichtet sind oder der Tatsache, dass Volksentscheide auf Bundesebene immer noch verboten sind, wollen wir gar nicht erst reden.

    Was früher aus schier logistischen Gründen nicht möglich war, kann heute durchaus mit dem eleganten Konzept einer fakultativ repräsentativen Demokratie realisiert werden, einem Modell, das meiner Meinung nach durchaus die Möglichkeit hat, unser Staatswesen und das Selbstverständnis der westlichen Demokratien überhaupt grundlegend zu reformieren:

    Liquid Democracy

    Ich finde, die reine repräsentative Demokratie ist nicht mehr zeitgemäß. Erfolge für die Piratenpartei zeigen vor allem, dass sich der Wähler von den - subjektiv - bürgerfernen Großparteien abgewandt hat und sich mehr Mitbestimmungsrecht im politischen Leben wünscht.
  2. #131

    ...

    Zitat von gez-boykott.de Beitrag anzeigen
    Und da tauchen plötzlich die Piraten am Horizont auf. Die wollen nicht die Welt retten und sie behaupten auch nicht, für alles die Lösung zu haben. Nein, sie benennen die Probleme des kleinen Mannes und versuchen diese anzugehen.
    Klären Sie mich auf?
    Diese Behauptungen hauen mich um.
    Welche Probleme des "kleinen Mannes" interessieren diese Netz-und sonst auch nur Spass-Partei wohl mehr als einen feuchten?
  3. #132

    Ein neues Thema braucht das Land

    Zitat von hartholz365 Beitrag anzeigen
    Wieviele hysterische Artikel zu den aktuellen Wasserstandsmeldungen der Grünen und Piraten darf man heute noch erwarten?
    War es noch zu Ostern Günter Grass wobei man damit auf die Nase gefallen ist, so sucht man sich nun ein neues Thema aus.
    Mit einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung hat das kaum was zu tun.
    Man hätte viel mehr mit den gegenwärtigen Problemen auseinandersetzen sollen, denn nach wie vor ist die Finanzkrise aktueller denn je.
    Sehr viel €uroländer stecken so tief in der Schei..e und wissen nicht wie es weitergehen soll, wobei aber von den oberen EU Politiker kaum Antworten dazu kommen.
    HR
  4. #133

    xxx

    Zitat von josh67 Beitrag anzeigen
    Anstatt sich gegenseitig zu bekämpfen, sollten sich die Parteien lieber mal überlegen wie Sie den Bürgern am besten helfen können, wenn Sie zusammen arbeiten.


    Eher gefriert die Hölle zu. Die persönlichen Eitelkeiten und die verschiedenen Egoismes lasssen solch eine Zusammenarbeit niemals zu. Die Bürger sind für diese vereinten Egomanen nur interessant, wenn eine Wahl ansteht. Ansonsten sind wir nur ein gerade so geduldetes Übel für die Halbgötter in der Politik. Das können Sie auch an den täglich begangenen "Grausamkeiten" gegen uns ermessen.(Hohe Steuern, geringe Renten, kaputte Straßen, systemrelvante Banken, PIIGS-Rettungszelte, Krieg in Afghanisten, pervertierte Gesundheitsreform stc.)
  5. #134

    Die Angst vor den dicken Brettern der Demokratie

    Zitat von Benjowi Beitrag anzeigen
    Neben der Tatsache, dass sich hier eine Menge Protestwähler versammeln, spielt sicherlich eine Rolle, dass die Piraten bei allen Vorbehalten gegenüber ihrer löchrigen Programmatik den Eindruck vermitteln, dass sie ehrlich sind und die unsägliche Gängelei und staatliche Kontrollitis hinterfragen. Und diese Einschätzung erhalten die etalbierten Parteien garantiert nur noch von sehr wenigen Leuten. Hier überwiegt die Wahrnehmung, dass die meisten Politiker dieser Parteien das eine sagen und das andere tun und das entspricht oft auch den eigenen Erfahrungen vieler Bürger. Wenn sich die etablierten und teilweise total abgehobenen Parteien nicht schnell etwas einfallen lassen, wird sich diese "Piratenlawine" weiter verselbstständigen.
    Gar nichts wird sich, @Benjowi.

    Die Piraten kommen, die Piraten gehen - da nützt auch alle „Ehrlichkeit“ nichts, denn es ist das Regierungssystem Deutschlands, das die Parteien formt - und nicht etwa umgekehrt.

    Das Problematische an den deutschen Parlamentariern ist ja nicht, dass sie "sich nicht schnell was einfallen lassen" könnten, sondern dass ihnen sind die Hände gebunden, sich das für Deutschland, für Europa, für den Frieden und den sozialen Ausgleich in der Welt "Wesentliche" einfallen zu lassen, von den Schwierigkeiten, es gegen Widerstand durchzusetzen, gar nicht erst zu reden.

    Parlamentarier sind heute - mehr denn je - bedeutungslos geworden für die Befriedigung der vorherrschenden Interessen - also der Interessen der Herrschenden - haben diese doch durch die Privatisierung der Gewinne und die Sozialisierung der Verluste - man munkelt von Finanz-, Staats- und Eurokrisen - im Verein mit dem parlamentarischen Ermächtigungsgesetz zur "Schuldenbremse" den Sozialstaat ausgetrocknet und die Bildungsrepublik Deutschland gegen die Wand fahren lassen.

    Die "Richtlinien der Politik" werden heute mehr denn je von den Ministerialbürokratien und deren "externe Beratern" in Berlin und Brüssel vorgegeben und die Parlamentarier werden noch offensichtlicher dazu vergattert werden (Fraktionszwang), die Gesetzesvorlagen unverändert durchzuwinken.

    Egal also, ob Grüne, Schwarze, Gelbe, Lilane (SPD) oder OrangenePiraten): „außer Spesen nix gewesen“ - und das wissen die Parlamentarier schon längst, das ahnen die meisten Bürger und das legt sich wie Quecksilberdampf ihr Gemüt! Den Parlamentariern verbleibt als einzige Rolle, die „Verantwortung“ für die von ihnen verabschiedeten Gesetze zu übernehmen, also: die Bürokratie vor dem Volkszorn zu bewahren, indem man seinen Kopf ins publizistische Fragefeuer hält.

    Einen Aufschwung des Parlamentarismus wird es erst dann geben (können), wenn die Parteien der Linken sich daran erinnern, dass es das sozialistische (Art. 14 GG) und das pazifistische Erbe (Art. 26 GG) der Verfassungseltern noch zu entfalten gilt, dass also der Kampf für die „Sozialpflichtigkeit des Eigentums“ an den Produktions- und Distributionsmittel ebenso wesentlich für unser „Wachstum in Frieden und Freiheit“ ist wie die bedingungslose Demilitarisierung Deutschlands und Europas - und dass unser Modell von Bildungsföderalismus noch nicht das Ende der Entfaltung des Bildungswesens gewesen sein kann.
  6. #135

    Zitat von manque_pierda Beitrag anzeigen
    warum nicht alles professionelle weg ? Wozu noch Elektriker, IT-Techniker, Polizisten oder gar Lehrer, kann ich mir alles im Netz nebenbei anlesen.
    Wenn die Berufspolitiker so professionell wären, wie viele
    Elektriker, Polizisten oder Techniker, dann hätte ich allerdings
    auch etwas einzuwenden, gegen die Forderung:
    "Weg mit den Berufspolitikern!!!!!"
  7. #136

    Zitat von kernel68 Beitrag anzeigen
    Leider eine unnötige Verschwendung von Kräften, da die entsprechenden Gesetze über die EU Ebene eingeführt werden und wurden.
    man muss sie nicht umsetzen und hat sie auch nicht.
    Das VW Gesetzt besteht auch noch.

    Und das Bundersverfassungsgericht hat ja schon geurteilt, dass die VDS gegen das GG verstösst. Egal ob nun EU oder nicht.
  8. #137

    Die Jugend???

    Zitat von lupenrein Beitrag anzeigen
    Die Piraten sind nicht zufällig auf der politischen Bühne aufgetaucht...............

    Fir Jugend fürchtet mit Recht um ihre Zukunft angesichts der weltweit agierenden Finanzmafia, der überall herrschenden Meinungspolizei
    und der Monopolkaste, die geistiges Eigentum zunächst quasi beschlagnahmt oder 'kauft' und dann weltweit nie endende ABHÄNGIGKEITEN und Knechtschaft ausübt.

    STOPP für die Feudalherrschaft des 21. Jahrhunderts.
    fürchtete vor 30 Jahren (also ich war da die Jugend sozusagen und deshalb kann ich es so nur wissen) mit Recht um ihre Zukunft auf Grund der globalen Umweltverschmutzung (Verklappung von Dünnsäure zum Beipiel, auch ohne Internet erfuhr man zumindest es damals noch aus den 5 TV Programmen) und Atomsprengköpfe die da mal so mit einem Nato-Doppelbeschluss ermöglicht wurden und Abholzung des Regenwaldes (was damals schon schlimme Auswüchse annahm) und die ganze Menschverachtung, in Krisengebiete Waffen zu liefern und der seit auch ich denken kann seit Jahrzehnten schon bestehende Krieg zwischen Palästina und Israel. Und die Berechtigung zu Multikulti, was hier von (also jetzt nicht Ihnen) vielen angeprangert wird, war damals ganz logisch konsequent (seh ich übrigens nach wie vor) weil wer nicht teilen will (noch nicht mal im eigenen Land mitlerweile) und Waffen liefert in Krisengebiete) der hat die verdammte moralische und menschliche Verpflichtung die Flüchtlinge (egal mal ob kriegsbedingt oder ökonomisch kriegsbedingt) genau hier in Deutschland auch aufzunehmen.

    Wer also meint Waffen in Krisengebiete zu schicken (und daran richtig noch Geld verdient) oder Hähnchen zu Dumping steuerfinanziert (man nennt das auch Subvention) in Afrika hinkarrt und dort die aufgebaute (auch subventionierte) Bauererzeugerschaft zu ruinieren, der hat auch die Flüchtlingswelle in Kauf zu nehmen. Ich hoffe es kommen ganze Heerscharen zu uns, damit es jerdem Politiker klar wird, er muss was ändern und die Verteilung kann nicht ganz frei bleiben, weil Menschen leider der Gier unterliegen und die schafft jede freiheit ab.

    MFG
  9. #138

    Man wollte ja nie eine Wahlpflicht ...

    Man wollte ja nie eine Wahlpflicht in Deutschland einführen.

    Es war bequem für die Parteien, wenn all die Unzufriedenen (Politikverdrossenen) der Wahlurne möglichst fernblieben.

    Doch oh Wunder, plötzlich haben wieder über Nacht viele Bürger Lust am Wählen gefunden. Und darin liegt die große Chance für die Bürger auf eine echte Demokratie und die ETAPs müssen sich nun die Frage stellen, wen oder was wählen wohl die üblichen 30-40% Nichtwähler wenn Sie 2013 doch einmal zur Wahl gehen sollten!
  10. #139

    Den Souverän an die Macht !

    Wäre es nicht schön, im Bundestag und anderen Parlamenten eine Partei zu haben, die zu wichtigen Entscheidungen den Souverän, sprich das Volk, fragt, anstatt alternativlose Basta-Politik zu machen ?
    Es wären uns in den letzten Jahren viele Fehlentscheidungen erspart geblieben !!