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Konkurrenz aus dem Internet: Versandhändler Otto streicht bis zu 700 Stellen
Die Konkurrenz aus dem Internet macht dem Versandhändler Otto schwer zu schaffen. Im Rahmen seines Sanierungsprogramms will das Unternehmen nun bis zu 700 Arbeitsplätze streichen - das wären mehr als zehn Prozent der Stellen. Der Großteil davon soll in Hamburg wegfallen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...857070,00.html
- #1 20.09.2012 19:08 von
Entwicklung verschlafen
Die Versandhäuser hätten selbst ideale Bedingungen gehabt selbst in den Onlinehandel einzusteigen, schliesslich sind alle Strukturen bereits vorhanden, der Schritt zum Onlineversand wäre das nicht sehr schwer gewesen, dass dies verschlafen wurde war ein gravierender Fehler, denn nun haben sich Firmen wie Zalando eben mithilfe penetranter Werbung wie sie schlimmer nicht sein könnte in dieser Nische breitgemacht.
Der klassische Katalog-Versandhandel wird früher oder später völlig aussterben, wenn sie weiterhin hauptsächlich hierauf setzen ist der Untergang eigentlich schon vorprogrammiert, dann wird es nicht bei diesen Entlassungen bleiben. - #2 20.09.2012 19:14 von
Ich habe bisher nur einmal bei Otto bestellt. Es ging um eine Hose aus dem Onlineshop. Die Bestellung kam nie an (obwohl in dem äußert unübersichtlichem Onlineshop als verfügbar angezeigt). Stattdessen wurde mir nach einer Woche per Brief (Email kennt man anscheinend noch nicht) mitgeteilt, dass die Ware "derzeit" nicht lieferbar sei. Erst bei einem Telefonat mit dem freundlichem Kundenservice (immerhin) erfuhr ich, das "derzeit" für "gibts in nächster Zeit garnicht mehr" steht. Nach der Aktion war Otto für mich gestorben, trotzdem krieg ich weiterhin ungefragt Kataloge zugesendet.
Der Laden wirkt auf mich wie aus dem letzten Jahrhundert. Die Menge der nicht im Internet kaufenden Menschen wird in den nächsten Jahren immer weiter abnehmen. Kataloge sind ein Auslaufmodell, insofern wundert es mich nicht, dass ein behäbiger Konzern, der sich immer noch vor allem auf dieses Geschäft konzentriert, Probleme bekommt. - #3 20.09.2012 20:09 von
Nicht verschlafen...
- #4 21.09.2012 00:08 von
Otto hat fertig
Ich hatte von Otto mal einen 15€ Gutschein bekommen, und hatte daraufhin mal in deren Onlineshop gestöbert.
Im Multimedia- bzw. Technikbereich.Es war mir nicht vergönnt , irgendetwas zu finden, was trotz des Gutscheins interessant gewesen wäre.Entweder nicht lieferbar (was man erst erfährt, wenn man den Artikel in den Einkaufswagen legen will, was einen wirklich verärgert), oder aber Mondpreise.Dabei müßte man nur Amazon kopieren, um in die Erfolgsspur zurück zu kehren.Aber das wird Otto erst begreifen, wenn es zu spät ist.Den Gutschein habe ich verfallen lassen. - #5 21.09.2012 06:08 von
seit einige Versandhändler
Verhaltensweisen und Geschaftsgebaren an den Tag legen, wie sie auch heute noch in Asien üblich sind, haben anständigte Handelsketten mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Unzumutbare Arbeitsbedingungen und schlechte Bezahlung sind an der Tagesordnung. Das fängt bei Amazon an endet bei Zalondo. Die Machenschaften sind offensichtlich legal, denn niemand will dagegen einschreiten. Im Focus der zuständigen Organe - insbesondere des Staates - stehen politische und fiskalische Aspekte. Unverholenen Bedrohungen mit Verlagerung des " Firmensitzes " ins benachbarte Ausland verfehlten noch nie ihre Wirkung. Leider.
- #6 21.09.2012 13:49 von
Wieviele Versandhäuser
gab es in D gleich noch mal?
- #7 21.09.2012 18:55 von
Geldgierig
Der Ottokonzern erwirtschaftet seit Jahren steigende Umsätze und Gewinne. Und dennoch hat sich die Belegschaft, hier in Hamburg/Bramfeld in den letzten 15 Jahren halbiert. Seit die Familie Otto die Geschäftsleitung an "Manager" übergeben hat, wurden fast alle Sozialleistungen eingespart. Erst kürzlich hat die Geschäftsleitung angekündigt bis zu 700 ehemalige Mitarbeiter ( Rentner ) zu 320 € im Monat einstellen zu wollen. Hier werden Vollzeitmitarbeiter gegen kostengünstige Renter eingetauscht. Das weiß hier in Bramfeld jeder. Immer das gleiche Spiel.
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