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Konjunkturkrise: Welt droht tiefe, langwierige Rezession

Selbst wenn die Banken gerettet sind: Der Weltwirtschaft droht die schärfste Rezession seit mindestens den frühen achtziger Jahren. Denn jetzt erfasst der Abschwung Handel und Industrie - und kein Land kann sich dagegen sperren. SPIEGEL ONLINE analysiert, wen es wie trifft.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,587653,00.html
  1. #1

    kein Wunder...

    ... wenn man den ganzen Tag nur negative Schlagzeilen liest, dann vergeht einem irgendwann ganz automatisch die Lust auf Konsum... Warum muss bloss alles immer so dramatisiert werden ? Dadurch wird doch nichts besser, nur alles noch schlimmer. Wie wäre es mal mit dem Blick auf das Positive? Warum immer weitere Hiobsbotschaften?

    Ich sage nur self-fulfilling prophecy...
  2. #2

    ...

    Im Grunde scheint es doch eine komplett-wirtschaftliche Korrektur zu geben. Die Gewinne der Exportunternehmen der letzen Jahre beruhen doch im Kern fast ausschließlich auf den gemachten Schulden der US-Amerikaner. Nun hat der Rest der Welt mittels der Finanzkrise die Schulden der Amerikaner
    wieder zum Teil zurück erhalten. Eine Blase die geplatzt ist. Es ist doch verwunderlich, dass es in den USA fast keinen Bergiff für Sparquote gibt? Die rasanten Exportgewinne werden in Dtl. wohl in den nächsten Jahren nicht zu erwarten sein, es sieht in Asien wohl etwas stabiler aus als im Artikel beschrieben, aber wenn die USA sich nicht vor den Karren spannt, werden in Asien keine deutschen Maschienen zur Produktion für Exportgüter gen USA gekauft. Im Grunde sehe ich den Schnitt so dramatisch er sein wird als Gesundung. Wachstum wird nun nicht zwigend zu einem krebsartigen Geschwür sondern sich vllt. in kleineren, sicheren Prozessen mit viel Innovationskraft vollziehen. Für Deutschland bedeutet das, meiner Meinung, nach vor allem den Binnenmarkt und das Innoavationsumfeld zu stärken. Den in einem gesättigten Markt kann man fast nur mit Innoavationen wachsen. Interessabt wird sein, ob sich die USA vom Welthandel etwas abschotten wird um die eigene Wirtschaft zu stabilisieren.
  3. #3

    ...

    das ist ja ein dramatischer artikel. ob es wirklich so weit kommt, wage ich aber zu bezweifeln. immerhin gibt es auch einige anzeichen dafür, dass diese krise nicht ganz so schwer ausfallen wird. ein fallender ölpreis entlastet unternehmen und konsumenten weltweit. ebenfalls sinkende preise für andere rohstoffe. chinesen und inder wollen doch auf einmal nicht mehr nicht auto fahren. warum sollten sie also nicht lokomotive für die weltwirtschaft spielen? die menschen in den westlichen industrienationen haben sicher schon alles, verzichten somit auch mal auf den autokauf. inder und chinesen wollen aber weiterhin einen höheren lebensstandard MIT auto, handy usw.
  4. #4

    Wer hat Schuld?

    Eine selbsterfüllende Profezeihung. Vor daher sind solche Schlagzeilen unverantwortlich von den Medien.

    Eben noch hatte ich vor, heute abend viel Geld im Restaurant auszugeben. Nun schreibt der Spiegel, dass ich bald kein Geld mehr habe.

    Dann bleibe ich doch heute abend lieber zuhause, und der Restaurantbesitzer wird morgen mangels der 100 Euro von mir mit dem Kopf nicken und sagen: "Stimmt, was ich da gestern im Spiegel gelesen habe."
    Ohne solche Meldungen wären die Probleme nur halb so schlimm.
  5. #5

    Medienterrorismus

    Man liest immer nur schlechter, schlechter, besch...

    Man kann eine Rezession auch herbeischreiben. Wie die Börse ist das ganze nur eine Gefühlssache.

    Es liegt in Ihrer Verantwortung, werte Journalie
  6. #6

    Jammer

    Was soll diese ewige Jammerei und Schwarzmalerei im Vorfeld?
    Die Medien, wie dieses hier, haben einen gehörigen Anteil an der allgemeinen Stimmungsmache. Natürlich ist nicht Friede, Freude, Eierkuchen angesagt, aber es gibt auch immer wieder Kombinationseffekte, durch die sich u.U. die Gesamtlage besser entwickelt.
  7. #7

    Immer diese Polemik

    Leider wird mal wieder alles herbeigeredet, schlechtgeredet usw. Wer nimmt sich denn heraus, zu wissen, wie es in nächster Zeit weitergeht. Basierend auf Informationsbrocken und ein wenig Kreativität scheint sich der Pöbel (und dazu zählen mit Sicherheit auch die Medien) Vorhersagen machen zu können.

    Wohin man schaut zerreißen sich die Leute den Mund, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben. Die Zusammenhänge sind viel zu komplex und nahezu 100% der Menschen einfach nicht wichtig genug, um auch nur irgendeine Idee zu haben, wie es weiter gehen könnte.

    Oder versteht jemand wirklich grundlegend (sprich nicht nur mit Schlagworten aus den Medien) z.B. den Zusammenhang zwischen der Real Estate Krise in den USA mit den stillstehenden Bändern bei Daimler?
  8. #8

    Gut für´s Klima

    Zitat von timbuktu Beitrag anzeigen
    ... wenn man den ganzen Tag nur negative Schlagzeilen liest, dann vergeht einem irgendwann ganz automatisch die Lust auf Konsum... Warum muss bloss alles immer so dramatisiert werden ? Dadurch wird doch nichts besser, nur alles noch schlimmer. Wie wäre es mal mit dem Blick auf das Positive? Warum immer weitere Hiobsbotschaften?

    Ich sage nur self-fulfilling prophecy...
    Die positive Seite ist die, dass die Rezssion gut für´s Klima ist. Die negative, dass Kommunisten an die Macht kommen!
  9. #9

    ...

    Aha, der Psiegl analysiert mal wieder. Neues oder überraschendes ist dabei ja nun nicht heraus gekommen.

    Das Globalisierung und Kreativität an Finanzmärkten aufgrund ihrer unkontrollierten Verwachsungen eines Tages nicht mehr kontrollirbar sein und uns auf die Füße fallen würden, wussten wir schon seit Jahrzehnten.

    Ernsthaft unternommen hat keiner was.

    Und diese Analyse geht auch nicht weit genug, denn wir haben noch weitere Probleme auf dem Tablett: zunehmender HUNGER durch steigende Lebensmittelpreise und fallende Entwicklungshilfe und daraus automatisch resultirende KRISEN und KRIEGE, und natürlich eine Vernächläsigung ohnehin schon dramatischer KLIMAPROBLEME, die jetzt zugunsten von Bankenrettungs- und Konjunkturpaketen noch weniger Beachtung und Konsequenz finden werden als bisher.

    Wir brauchen gar keine Kommunisten, Islamisten oder Terroristen als Feinde. Besser als wir selbst kann uns niemand schädigen.

    Und noch immer rennen Merz, Sinn und viele andere herum und wollen uns weismachen, das es sich lediglich um banale und völlig normale Krisen im Sinne einer Verschnupftheit handeln würde. Wenn dieses neokonservative und neoliberal Gesindel wenigstens mal die eigenen Fehler eingestehen würde und zum vorurteilsfreien Nachdenken über echte Alternativen, wäre das schon ein guter Schritt nach vorne.

    Mir persönlich passt es zwar nicht sonderlich in die Lebensplanung, aber wir wissen, das jedes System ein Ende findet. Je schneller das jetzt vonstatten geht, umso eher kann sich eine Erneuerung und tatsächliche Entwicklung einstellen. Da müssen und werden wir durch, ob wir wollen oder nicht. Und ein Systemzusammnbruch ist eben kein Untergang.








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