DPAEin Prozent Wachstum - in diesem und im nächsten Jahr. Das ist einem Zeitungsbericht zufolge die korrigierte Konjunkturprognose der Bundesregierung. Im Frühjahr hatte sie noch ein Wachstum von 1,6 Prozent vorhergesagt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-860872.html
ist es ein Schritt zurück in die Realität oder nur das Bemühen, das Volk auf eine weitere Verschlechterung der
wirtschaftlichen Lage vor zu bereiten ? Dies muss man ja vorausschauend tun, denn je näher die Wahl rückt, desto kontraproduktiver sind schlechte Nachrichten.
Unsere bundesrepublikanischen Politiker haben ihre Hausaufgaben bestens erledigt, indem die Binnenkonjunktur kaputt gehartzt wurde. Dabei spielten nicht nur die Hartz IV-Sätze, die möglicherweise zu niedrig sind, eine Rolle. Entscheidend für die binnenwirtschaftliche Stagnation ist die Umwandlung der Arbeitsämter in Jobcenter, die ihre Hauptaufgebe nicht mehr in der Vermittlung von Arbeitskräften sieht, sondern möglichst zahlreiche Sanktionen gegen Arbeitslose zu verhängen.
Wenn nun unsere wichtigsten Exportkunden von der Bundesregierung gezwungen werden durch rigorose Kaputtsparmaßnahmen ihre Binnenwirtschaft nach deutschem Vorbild abzubremsen, dürfte dies auch Auswirkungen auf einseitig exportorientierte Volkswirtschaften haben. Hier wird sicher die Regierungskunst der Merkelregierung im Wahljahr 2013 mit Spannung zu beobachten sein, wenn die frisch geschaffenen sozial zuträglichen Billigarbeitsplätze wieder verschwinden und die Neuverschuldung wieder bedrohliche Ausmaße annimmt.
Was haben eigentlich diese ganzen Vorhersagen für eine Aussagekraft. Alle paar Monate werden die Zahlen angepasst. Da bekommen einige viel Geld für die Ausgabe von Zahlen, die in Kürze wieder revidiert werden.