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Konjunktur-Knick: Steuereinnahmen sinken erstmals seit 17 Monaten

dapdIm internationalen Vergleich brummt die deutsche Wirtschaft, allerdings hat sich die Konjunktur im Winter etwas abgekühlt. Das macht sich nun auch bei den Steuereinnahmen bemerkbar: Zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren sind sie im Januar gesunken. Das Finanzministerium spricht von einer Trendwende.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...817031,00.html
  1. #1

    Die zukünftigen ökonomischen Entwicklungen sind kaum einzuschätzen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im internationalen Vergleich brummt die deutsche Wirtschaft, allerdings hat sich die Konjunktur im Winter etwas abgekühlt. Das macht sich nun auch bei den Steuereinnahmen bemerkbar: Zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren sind sie im Januar gesunken. Das Finanzministerium spricht von einer Trendwende.

    Konjunktur-Knick: Steuereinnahmen sinken erstmals seit 17 Monaten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Gerade im Hinblick auf eine "mögliche Haushaltskonsolidierung", auch im Hinblick auf die "Schuldenbremse?", werden sich die Finanzplanungen so in den nächsten Jahren kaum halten lassen.

    Weiterhin ist ein Ende der Eurostaatsschuldenrefinanzierungskrise kaum abzusehen. Wenn hier der deutsche Staat durch Ausfälle und Abschreibungen bei der Fonds oder bei der EZB in Anspruch genommen werden sollte, dürften weitere, erhebliche und massive Steuererhöhungen notwendig werden. Die EZB mit ihren zahlreichen geld- und währungspolitischen Maßnahmen (Target II, aufgekaufte Staatsanleihen, unbegrenzte Liquiditätszuteilungen an Banken zu Niedrigstzinsen) kann sicherlich die vorgegebene Geldwertstabilität nicht mehr im vollem Umfang gewährleisten (Vermögenspreisinflation in den "Stabilitätsländern", Kapitalflucht aus den Europroblemländern).

    Die Monetarisierung (EZB), die Vergemeinschaftlichung (Fonds) und die Sozialisierung (Bankenrettungsmaßnahmen) von Schulden sind eine weitere, erhebliche Gefahrenquelle für die Finanzplanungen des Bundes, der Länder und auch gerade für die deutschen Kommunen und Städte.
  2. #2

    Lustig wird das erst im März

    Im März sind die Quartalsweisen Vorauszahlungen der Einkommen- und Körperschaftssteuer fällig. Wenn die Unternehmen sehen, dass man keine Gewinne mehr macht, werden die massenweise ihre Vorauszahlungen senken.
    Weniger Steuereinnahmen heißt natürlich es müssen mehr Schulden gemacht werden. Die Ausgaben können ja nicht so schnell gesenkt werden. Wenn Schäuble mehr Anleihen ausgeben muss, dann steigen die Zinsen. Die niedrig Zinsen von DE wurden nur durch reduzierung des Bondvolumen erzeugt.
  3. #3

    Da war doch mal was ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im internationalen Vergleich brummt die deutsche Wirtschaft, allerdings hat sich die Konjunktur im Winter etwas abgekühlt. Das macht sich nun auch bei den Steuereinnahmen bemerkbar: Zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren sind sie im Januar gesunken. Das Finanzministerium spricht von einer Trendwende.

    Konjunktur-Knick: Steuereinnahmen sinken erstmals seit 17 Monaten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Tja, Herr Schäuble und Frau Merkel, haben Sie geglaubt, ihr Spargeschwafel könnte andere Folgen nach sich ziehen als verminderte Steuereinnahmen ?
    Das kommt davon, wenn man von Führung von Staatshaushalten nur geringe Ahnung hat und glaubt, diese mit Hausfrauenmethoden führen zu müssen,
    Schaffe, schaffe Häusle baue und immer schön sparen.
    Prognose:

    Die Steuereinnahmen fallen schneller und produzieren höhere Einnahmeverluste, als Sie mit ihren Einsparbemühungen und Etatkürzungen je erzielen können.

    Das sind allerdings keine neuen Erkenntnisse, sondern seit Brünig bekannt.

    Es wäre halt hilfreich, ab und zu mal die alten Historien zu lesen und zu schauen, was die Vorgänger schon in den 30 er Jahren falsch gemacht haben. Wäre jedenfalls besser, als dieselben Fehler zu wiederholen.

    Weiterhin viel Spass mit dem Hausfrauenspargeschwafel, Der Ärger, welchen Sie künftig mit den Etathöhen bekommen und die Kreditsummen, die sie zum Ausgleich aufnehmen müssen, das wird Ihnen nicht schmecken, verehrte Staatshaushaltsführungsspezialisten.
  4. #4

    Steuern und Abgaben erhöhen? Die Alternative heißt Umverteilung der Nettovermögen!

    Zitat von analysatorveritas Beitrag anzeigen
    Die Monetarisierung (EZB), die Vergemeinschaftlichung (Fonds) und
    die Sozialisierung (Bankenrettungsmaßnahmen) von Schulden sind eine weitere, erhebliche Gefahrenquelle für die Finanzplanungen des
    Bundes, der Länder und auch gerade für die deutschen Kommunen und Städte.
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Das Gewicht der Besteuerung liegt nach wie vor zu stark auf den
    Arbeitseinkommen, insbesondere wegen der hohen
    Sozialversicherungsbeiträge",
    heißt es im "Wirtschaftsbericht Deutschland 2012" der OECD."
    Die Alternative heißt Sparen. Aber Sparen, um die Haushalte
    der öffentlichen Hand in den Griff zu bekommen,
    könnte ja anstrengend sein und politisch unpopulär.

    Deshalb lieber Steuern erhöhen: Wie werden in Deutschland
    eigentlich die Erträge aus Kapital
    und die Einkommen aus Arbeit steuerlich behandelt?
    Und warum und wozu ist es so und nicht anders?

    Es gibt ein Urteil des Verfassungsgerichtes nach welchem die
    Regel-Besteuerung des Einkommens 50% nicht übersteigen darf!
    Die SPD will nichts anderes, als den verfassungsmäßigen Rahmen der Besteuerung von Arbeitseinkommen (...!?) voll ausschöpfen.
    Es soll bis an die Grenze des Möglichen ausgemostet werden.

    Mit der Agenda 2010 hat die SPD in Deutschland einen
    ausufernden Niedriglohnsektor geschaffen. Die Scheren-Entwicklung
    in den Einkommen (also zwischen dem Lohn für den Faktor Arbeit
    und den Kapitalerträgen) in Deutschland kann nicht gebremst
    werden.

    Die Steuern für "Besserverdienende" zu erhöhen, diesen
    falschen finanzpolitischen Weg weiter zu verfolgen, wird
    nichts bringen. Eine Lösung für das Problem der sehr ungleichen
    Verteilung der Nettovermögen, die die tiefe und wesentliche
    Ursache der Finanzkrise ist, bleibt für die SPD ein unlösbares Rätsel.
  5. #5

    Qualitatives Wachstum gefragt

    Zitat von Gerdtrader50 Beitrag anzeigen

    Tja, Herr Schäuble und Frau Merkel, haben Sie geglaubt, ihr Spargeschwafel könnte andere Folgen nach sich ziehen als verminderte Steuereinnahmen ?
    Das kommt davon, wenn man ....
    Der Verweis auf Brünig ist so alt wie falsch.
    Wenn Sie keine schuldenfinanzierten Konjunkturprogramme benutzen wollen, dann bleibt nur der Sparweg.
    Wie umfangreiche schuldenfinanzierte Investitionsprogramme ein Haushaltsdefizit verschlimmern und den Schuldenstand anwachsen lassen können Sie anhand der Bremer Finanz- und Wirtschaftspolitik der letzten 30 Jahre nachvollziehen.

    Dort ist man unter sozialdemokratischer Führung bis dato dem alten Irrweg aufgesessen, dass konsequente Investitionen zu einer Verbesserung der Haushaltslage führen.

    Es gibt eben häufig Gegebenheiten, da nützt auch Investionsmegapower nichts.

    Verpufft. Schulden vergrössert.
  6. #6

    Weiter so, Deutschland!

    Wenn ich den Bericht richtig gelesen habe, fehlen insbesondere Einnahmen aus der Einkommensteuer. Deren Anteil an den staatlichen Einnahmen geht sowieso seit Jahrzehnten zurück - was die Frage nach dem Sinn einer "mehr-brutto-vom-Netto"-Debatte erneut stellt.
    Ebenso sollte es doch zu denken geben, wenn trotz des angeblichen Jobwunders doch nicht mehr Lohn- und Einkommensteuer gezahlt wurde als im Jahr 2010. Anscheinend zahlen die Vielen, die ja jetzt angeblich wieder in Lohn und Brot sind, nichts ein. Was sind das denn für Jobs?

    Und die OECD empfiehlt die weitere Erhöhung der Mehrwertsteuer - also noch mehr Belastung auch für die unteren Einkmmensgruppen?!

    Wie auch meine Mitforisten teile ich die Meinung, dass unsere Regierung in unverantwortlicher Weise zulässt, dass wir uns mit zunehmender Geschwindigkeit auf die Mauer am Ende der Sackgasse zubewegen.
    Wir brauchen dringend eine Debatte über die gesamte Steuersystematik: Über den Anteil, mit dem Besitzsteuern zur Finanzierung beitragen sollen, über die Frage, ob die Anteile der Einkommensteuer an den Staatseinnahmen okay sind und über die Frage, welchen Verbrauch / Verzehr wir wie hoch besteuern sollen. Und dies ausdrücklich auch vor dem Hintergrund der Verteilung des Aufkommens zwischen Bund, Ländern und Gemeinden.

    Wenn jeder KiTa-Bau und jede Schulsanierung vom Bund mitzufinanzieren ist, wenn jede Ortsumgehung im Bundesverkehrsministerium bewilligt werden muss und die Frage, ob Stuttgart einen Hoch-Längs oder Tief-Querbahnhof bekommt, in Berlin zu entscheiden ist, können wir unseren Föderalismus in die Tonne treten.

    Insofern ist es ja schon fast wünschenswert, wenn die Steuerquellen versickern. Ohne Not kommt doch keiner mehr in die Puschen! So lange unsere drängendsten innenpolitischen Themen die Fragen sind, ob wir eine Herdprämie bezahlen und ob wir genügend Frauen in den Aufsichtsräten und Vorständen haben, funktioniert die Politik der Nebelkerzen durch das Merkel-Regime.
  7. #7

    Rätsel

    Mir, als einfachem Bürger, war es schon immer ein Rätsel, warum Erlöse aus Kapital geringer versteuert werden als Erlöse (Arbeitslohn) aus meiner Hände Arbeit.
    Hier muss dringend nachjustiert werden.

    Und dass die Einnahmen aus der EK-Steuer sinken werden, konnte sich jede "Hausfrau" an den Fingern abzählen. Wenn Arbeitslöhne sinken, sinken auch die Steuereinnahmen. Da kann Frau von der Leyen die Arbeitslosen-/Beschäftigungsbilanz noch so schön reden.
  8. #8

    Von Verleihen's blutige Nase ...

    Zitat von fauleoma Beitrag anzeigen
    Wenn Arbeitslöhne sinken, sinken auch die Steuereinnahmen. Da kann Frau von der Leyen die Arbeitslosen-/Beschäftigungsbilanz noch so schön reden.
    Na da hat sich die Frau doch tatsächlich ( wohl auch aufgrund dieser Zahlen) einmal erdreistet höhere Lohnabschlüsse zu fordern, da wurde dies vom AG.Pr. Hundt als unqualifizierte Einmischung diffamiert.
    Ich war sehr erstaunt ob dieser Leihenschen " Forderung ".
    Die Strafe jedoch, folgte sogleich auf dem Fuße.- Die Arme!!
  9. #9

    Die Arbeitnehmer verdienen real immer weniger! Frau von der Leyen sollte das wissen!

    Zitat von fauleoma Beitrag anzeigen
    Und dass die Einnahmen aus der EK-Steuer sinken werden, konnte
    sich jede "Hausfrau" an den Fingern abzählen.
    Wenn Arbeitslöhne sinken, sinken auch die Steuereinnahmen.
    Da kann Frau von der Leyen die Arbeitslosen-/Beschäftigungsbilanz
    noch so schön reden.
    Die Verbraucherpreise stiegen mit 2,5 Prozent stark und machten
    damit den größten Teil der Lohnzuwächse zunichte. Die Kaufkraft
    in Deutschland bleibt schwach.

    Warum hat der Schäuble die Frau von der Leyen nicht gefragt?

    Dann hätte er schon vorher gewusst, dass es so wie jetzt kommen
    musste. Die sinkenden Steuereinnahmen aus Arbeit werden in
    den nächsten 10 Jahren sich zu einem riesigen Problem ausweiten,
    wenn nicht jetzt die richtigen volkswirtschaftlichen Maßnahmen
    ergriffen werden!








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