Ja, natürlich, bevor weder aktuelle "Ideen" wie "Eurobonds" vom Tisch noch Griechenland politisch in halbwegs trockenen Tüchern ist, wird man sich nur bedingt "freuen" können.
Die in den letzten Wochen augenscheinlich für die Schuldenmacher - gegen dringende Strukturreformen - in Europa erstarkende Politik kann nicht spurlos an den Märkten vorbeigehen.
Obwohl Deutschland den betr. Europäern mit bestem Beispiel und Beleg für eine erfolgversprechende Wirtschaftspolitik vorangegangen ist und geht, beharren die Politiker in Frankreich, Italien & Co. auf ihrer alten - offensichtlich kontraproduktiven - Politik und wollen diese von denen, die erfolgreich gespart haben wie Strukturreformen angegangen sind, nun auch noch bezahlt haben. Die "glorreiche Idee" der Transaktionssteuer als Mittel "gegen Ungerechtigkeit" oder auch nur als geeignetes Refinanzierungsinstrumnet vergurkter Haushalte hält sich ja inzwischen ebenso hartnäckig wie Astrologie... Dabei ist absehbar, das eine solche Steuer in der Praxis vor allem die großen, globalen Finanzinstitute stärkt und dem Rest blind Sand ins ökonomische Getriebe streut. Die Idee, man könne "Finanzstransaktionen" als solche zu fassen bekommen wie gar von jedweder anderen Buchung unterschieden bekommen, ist naiv wie praxisfern - ich könnte wetten, das insbesondere große globale Finanzunternehmen eine solche Steuer dann befürworten, wenn sie weltweit durchgesetzt würde, stärkte sie doch deren Marktpositionen wehement...
Dabei ist es lange nicht so als würde Merkel / Deutschland allein dastehen - neben anderen europäischen Staaten wie Irland, Österreich, Niederlande u.a. sehen auch viele Bürger der betr. Länder die neue Schuldenlobby kritisch und nicht wenige Franzosen schauen inzwischen hoffnungsvoll in Richtung Deutschland. Zwar sind bis dato immer noch 51 der Deutschen gegen die Übernahme von Kosten und Risiken dieser Länder - nur 38% dafür - doch die Atomausstiegsszenerie hat uns ja gezeigt, wie schnell auch die Stimmung in Deutschland binnen wenigen Wochen umzuschlagen in der Lage ist. Ob die Deutschen tatsächlich bereit sind, auf soziale Leistungen und Privilegien zu verzichten - gleichzeitig anderen Ländern den Erhalt dieser zu finanzieren - wird sich noch zeigen müssen. geht es nach nicht wenigen Deutschen, sollten wir ja selbst in die Politik wechseln, die Frankreich, Portugal, Italien, Griechenland ebendie Probleme brachten, in denen diese heute stecken. Wenn's dem Esel zu gut geht - geht er auf's Eis tanzen. Zurückhaltung bleibt - was auch passiert - baW wohl angesagt...
Beste Grüße,
Niels Dettenbach.
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