Konfliktforschung: Die Mathematik des Krieges

Forscher haben die Natur bewaffneter Konflikte ergründet - und*eine erstaunliche Entdeckung gemacht: Die Angriffe von Aufständischen und Terroristen folgen einem klaren mathematischen Muster. Die Gesetzmäßigkeit gilt nicht nur für Kriege, sondern auch in der Biologie.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...771641,00.html
  1. #150

    ...

    Zitat von Willie Beitrag anzeigen
    Sie irren...

    ...Verstaendlich. Denn das hat mit Denken koennen zu tun.

    Tip: Wissenschaften tun nichts anderes.
    Nun - ich weiß ja nicht, wieviel Sie (offenbar Ihrer Ansicht nach im Gegensatz zu mir...) denken können - aber lesen wär schon mal kein so schlechter Anfang.

    So ich schrieb im Vorposting aus dem sich die Diskussion mit reanmuc ergab, auch von "Artefakten", womit ich Muster meine, wie sie sich häufig aus ungeeigneter Modellierung (Übervereinfachung, Unvollständigkeit) ergeben.

    reanmuc hat das - offenbar im Gegensatz zu Ihnen - auch verstanden, soweit ich dies seiner Antwort (die sie dann vielleicht auch mal lesen sollten...) entnehmen kann.

    Selbstständlich beinhaltet jede Regelmäßigkeit nicht zwingend auch eine Gesetzmäßigkeit - sie kann z.B. zufälliger Natur oder eben ein Artefakt sein (vgl. z.B. JPG-Artefakte - denen KEINE Information des Originalbildes sondern Eigenschaften des Kompressionsverfahrens zugrunde liegen..)

    Zum Tipp: Sehr wohl tun Wissenschaften etwas anderes, denn sie versuchen, Erkenntnisse über natürliche Phänomene mit Hilfe von Modellen zu gewinnen...

    Das ist ein bedeutender Unterschied gegenüber der Beobachtung menschgemachter Artefakte mit Modellen - wo schon der Beobachtungsgegenstand selbst die Voraussetzung für Reproduzierbarkeit nicht erfüllt wird Modell-Verifikation nahezu unmöglich...

    Zum Beweis lässt sich anführen, dass der Studienleiter selbst ja den Mangel an "geheimer" Information beklagt - wobei immer noch im Raume steht, welchen "Wahrheitsgehalt" geheime Informationen nun wirklich aufweisen würden...

    Kleiner Tip: Irakische Massenvernichtungswaffen im März 2003... ;)
  2. #151

    ...

    Zitat von Willie Beitrag anzeigen
    Sie irren...

    ...Verstaendlich. Denn das hat mit Denken koennen zu tun.

    Tip: Wissenschaften tun nichts anderes.
    So ich schrieb im Vorposting aus dem sich die Diskussion mit reanmuc ergab, auch von "Artefakten", womit ich Muster meine, wie sie sich häufig aus ungeeigneter Modellierung (Übervereinfachung, Unvollständigkeit) ergeben.

    reanmuc hat das - offenbar im Gegensatz zu Ihnen - auch verstanden, soweit ich dies seiner Antwort (die sie dann vielleicht auch mal lesen sollten...) entnehmen kann.

    Selbstständlich beinhaltet jede Regelmäßigkeit nicht zwingend auch eine Gesetzmäßigkeit - sie kann z.B. zufälliger Natur oder eben ein Artefakt sein (vgl. z.B. JPG-Artefakte - denen KEINE Information des Originalbildes sondern Eigenschaften des Kompressionsverfahrens zugrunde liegen..)

    Zum Tipp: Sehr wohl tun Wissenschaften etwas anderes, denn sie versuchen, Erkenntnisse über natürliche Phänomene mit Hilfe von Modellen zu gewinnen...

    Das ist ein bedeutender Unterschied gegenüber der Beobachtung menschgemachter Artefakte mit Modellen - wo schon der Beobachtungsgegenstand selbst die Voraussetzung für Reproduzierbarkeit nicht erfüllt wird Modell-Verifikation nahezu unmöglich...

    Zum Beweis lässt sich anführen, dass der Studienleiter selbst ja den Mangel an "geheimer" Information beklagt - wobei immer noch im Raume steht, welchen "Wahrheitsgehalt" geheime Informationen nun wirklich aufweisen würden...

    Kleiner Tip: Irakische Massenvernichtungswaffen im März 2003... ;)
  3. #152

    .

    Zitat von JoschSche Beitrag anzeigen
    Das ist ein bedeutender Unterschied gegenüber der Beobachtung menschgemachter Artefakte mit Modellen - wo schon der Beobachtungsgegenstand selbst die Voraussetzung für Reproduzierbarkeit nicht erfüllt wird Modell-Verifikation nahezu unmöglich...
    Das ist ohne Zweifel ein bedenkenswerter Einwand. So pauschal kann er aber nicht akzeptiert werden, denn es gibt eine Fülle menschgemachter und reproduzierbarer Artefakte. Wir alle leben in derselben Kultur, haben dieselben Gewohnheiten und Rituale. Wir haben dieselbe Sprache, dieselben Medien und wir haben ein gemeinsames politisches und ökonomisches System. Das sind alles menschgemachte Artefakte. Die Soziologie wäre nicht möglich, wenn man all dies nicht modellieren und sinvoll erforschen könnte.
  4. #153

    Verfestigung

    Zitat von Willie Beitrag anzeigen
    Ich schrieb kein Wort ueber ihre Lernfaehigkeit. Obwohl ich durchaus koennte, wenn ich wollte. Einer speziellen Autorisierung bedarf es dazu nicht.
    Das kann ich ganz halten, wie es mir beliebt. Aber sie duerfen sich ueber meine Tippfehler ruhig echauffieren -mir sind sie.....
    Sie erliegen Ihrer Einbildung, dass Sie in diesem Forum gewisse Foristen "ärgern". Diese Aussage wiederholt sich permanent in Ihren Beiträgen. Dies ist allerdings nur Ihre subjektive Empfindung. Es geht in der Beantwortung Ihrer Beiträge ganz allein darum, diese sachlich richtig zu stellen. Und dies verursacht in mir sogar Freude. Wo schrieb ich denn, dass "Oberlehrerhaftes" etwas Schlechtes sei? Es ist schließlich Grundbestandteil Ihres Wirkens hier. Somit erheitern Sie diese Runde damit.
  5. #154

    -

    Zitat von JoschSche Beitrag anzeigen
    Nun - ich weiß ja nicht, wieviel Sie (offenbar Ihrer Ansicht nach im Gegensatz zu mir...) denken können - aber lesen wär schon mal kein so schlechter Anfang.

    So ich schrieb im Vorposting aus dem sich die Diskussion mit reanmuc ergab, auch von "Artefakten", womit ich Muster meine, wie sie sich häufig aus ungeeigneter Modellierung (Übervereinfachung, Unvollständigkeit) ergeben.
    "Haeufig" und "ungeeignet" sind ihre Erwartung. Aber fuer Musterqualitaet lassen sich Kriterien erstellen, die dem "haeufigen ungeeignet sein" entgegenwirken, oder diese "Haeufigkeit des ungeeignet seins" gewichten und quantifizieren.
    Zitat von JoschSche Beitrag anzeigen
    reanmuc hat das - offenbar im Gegensatz zu Ihnen - auch verstanden, soweit ich dies seiner Antwort (die sie dann vielleicht auch mal lesen sollten...) entnehmen kann.
    Offenbar bin ich auch da schon weiter.:-)
    Zitat von JoschSche Beitrag anzeigen
    Selbstständlich beinhaltet jede Regelmäßigkeit nicht zwingend auch eine Gesetzmäßigkeit - sie kann z.B. zufälliger Natur oder eben ein Artefakt sein (vgl. z.B. JPG-Artefakte - denen KEINE Information des Originalbildes sondern Eigenschaften des Kompressionsverfahrens zugrunde liegen..)
    Eben. Und da sogar sie das wissen, wissen es auch andere.
    Zitat von JoschSche Beitrag anzeigen
    Zum Tipp: Sehr wohl tun Wissenschaften etwas anderes, denn sie versuchen, Erkenntnisse über natürliche Phänomene mit Hilfe von Modellen zu gewinnen...
    Ach ja die natuerlichen Phaenomene.:-)
    Zitat von JoschSche Beitrag anzeigen
    Das ist ein bedeutender Unterschied gegenüber der Beobachtung menschgemachter Artefakte mit Modellen - wo schon der Beobachtungsgegenstand selbst die Voraussetzung für Reproduzierbarkeit nicht erfüllt wird Modell-Verifikation nahezu unmöglich...
    Wie in Mathematik, Musik, Literatur, Philosophie, Antrophologie etc.?:-)
    Zitat von JoschSche Beitrag anzeigen
    Zum Beweis lässt sich anführen, dass der Studienleiter selbst ja den Mangel an "geheimer" Information beklagt - wobei immer noch im Raume steht, welchen "Wahrheitsgehalt" geheime Informationen nun wirklich aufweisen würden...

    Kleiner Tip: Irakische Massenvernichtungswaffen im März 2003... ;)
    Ein schlechtes Beispiel.
    Wenn sie das Forum mal zureckverfolgen, werden sie feststellen, dass sogar die meisten Foristen hier schon von vorneherein zuverlaessig wussten, dass Saddam keine Massenvernichtungswaffen hatte.:-)
  6. #155

    -

    Zitat von JoschSche Beitrag anzeigen
    So ich schrieb im Vorposting aus dem sich die Diskussion mit reanmuc ergab, auch von "Artefakten", womit ich Muster meine, wie sie sich häufig aus ungeeigneter Modellierung (Übervereinfachung, Unvollständigkeit) ergeben.
    Eine kleine Nachhilfe:
    Der Ausdruck Artefakt (von lat. arte ‚mit Kunst‘ und factum ‚das Gemachte‘), auch Kunstprodukt, Machwerk, steht im allgemeinen Sprachgebrauch meist für menschliche Hervorbringnisse – „Gemachtes“ im Unterschied zu einfach passiv Vorgefundenem – und hat je nach Kontext verschiedene spezifischere Verwendungen. Von Artefakt ist auch das Adjektiv artifiziell (für künstlich, auch künstlerisch) abgeleitet.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Artefakt

    Muster bezeichnet allgemein eine gleichbleibende Struktur, die einer sich wiederholenden Sache zugrundeliegt, bzw. eine zur gleichförmigen Wiederholung (Reproduktion) bestimmte Denk-, Gestaltungs- oder Verhaltensweise bzw. einen entsprechenden Handlungsablauf....
    http://de.wikipedia.org/wiki/Muster
  7. #156

    -

    Zitat von ulan 1 Beitrag anzeigen
    Sie erliegen Ihrer Einbildung, dass Sie in diesem Forum gewisse Foristen "ärgern".
    Ich schrieb solches nicht.

    Tip: Wenn sie sich aergern, dann bin nicht ich es, der sie aergert. Das scheint ihnen bislang noch nicht aufgegangen zu sein.:-)
    Zitat von ulan 1 Beitrag anzeigen
    Diese Aussage wiederholt sich permanent in Ihren Beiträgen.
    Sie behaupten Falsches. S. oben wieso.
    Zitat von ulan 1 Beitrag anzeigen
    Dies ist allerdings nur Ihre subjektive Empfindung.
    Sie plappern wieder nach ohne zu wissen worum es sich handelt.

    Tip: Aussagen sind keine Empfindung, sondern Aussagen.
    Zitat von ulan 1 Beitrag anzeigen
    Es geht in der Beantwortung Ihrer Beiträge ganz allein darum, diese sachlich richtig zu stellen. Und dies verursacht in mir sogar Freude. Wo schrieb ich denn, dass "Oberlehrerhaftes" etwas Schlechtes sei?
    Ich schrieb nirgendwo, dass sie es geschrieben haetten.
    Zitat von ulan 1 Beitrag anzeigen
    Es ist schließlich Grundbestandteil Ihres Wirkens hier. Somit erheitern Sie diese Runde damit.
    Welche Runde sie hier diesbezueglich ausreichend kennen um das behaupten zu koennen, weiss ich nicht. Sie wahrscheinlich ebenfalls nicht.:-)
    Aber wenn sie sich darueber freuen -wie sie behaupten- warum kritisiern sie denn dann in meinen Texten Sachen, die dort garnicht drin stehen?
    Warum versuchen sie mir dann vorzuschreiben was ich "soll"?
  8. #157

    Was heißt "sendergesteuert"?

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Was den Menschen wesentlich von natürlichen Systemen - auch dem eigenen Organismus - unterscheidet, das ist die Synchronisation oder Steuerung der Kommunikation. Natürliche Systeme funktionieren .....
    Allein, dass es einen Anfang hat? Wo liegt der im Menschen? Bei der Befruchtung?

    Oder ist das gar eine Andeutung auf ein Top-Down-Struktur. Top-Down-Systeme sind aber nicht lebensfähig. Ohne Reset-Knopf geht bei ihnen gar nichts. In der Natur (Oder sind "natürliche Systeme" etwas anderes, als solche, die in der Natur vorkommen?) wären sie doch hilflos und deplaziert.

    Und was ist der "kognitive Mensch"? "Denken", "Wahrnehmen" oder gar "Bewußtsein"? Irgendwie hat das "Kognitive" immer auch den Touch der Abgrenzung zum "Emotiven". Was dann zumindest bzgl. Handlungssteuerung aber auch wieder nur eine weitere Illusion (=Selbstbetrug) des Menschen sein könnte.

    Kurz und gut, Ihrer Argumentation kann ich hier so noch nicht folgen.
  9. #158

    .

    Zitat von fpa Beitrag anzeigen
    Kurz und gut, Ihrer Argumentation kann ich hier so noch nicht folgen.
    Damit Kommunikation zwischen zwei Systemen funktionieren kann, müssen Sender und Empfänger synchronisiert sein. Dazu gibt es genau vier Möglichkeiten:

    1. Synchronisation von außen, durch Uhr oder Takt;
    2. Synchronisation durch Sender, technisch interrupt, Bsp. Telefon;
    3. Synchronisation durch Empfänger, technisch polling, Bsp. Internetabfrage;
    4. Keine Synchronisation, techn. mit Puffer, Bsp. Mailbox.

    In der Natur gibt es nur Steuerung durch Sender, in der Regel asynchron. Die Sonne sendet, unabhängig ob ein Empfänger vorhanden und auf Empfang geschaltet ist.

    Der kognitive Mensch ist empfängergesteuert, wie in meinem letzten Posting beschrieben. Kognition ist ein Bündel von Funktionen zum absichtsvollen und zweckmäßigen Handeln, also wahrnehmen, denken, urteilen, planen, sprechen, handeln. Selbstverständlich bildet das Bewusstsein die Grundlage dafür. Emotionalität zählt nicht zur Kognition. Die Definition von Kognition ist in der Wissenschaft allerdings ziemlich unscharf und unterschiedlich.

    Die Frage, die ich mir als "Kognitive Kybernetik" gestellt habe, ist, wie kommt diese "Inversion" der Synchronisation von Kommunikation zwischen Natur und Mensch - und folglich innerhalb des Menschen zwischen Organismus und Bewusstsein - zustande.

    Es gibt eine umfassende Forschung zur Kommunikation. Ein Beispiel ist Friedemann Schulz von Thun, ein anderer Gerold Ungeheuer (1930-1982). Auf der psychologischen, inhaltlichen Ebene der Kommunikation ist die Brücke zur Konfliktforschung zu sehen.

    Diese Forschung ist nicht neu, unter anderen Bezeichnungen und Perspektiven ist sie quer durch das 20.Jhdt. zu finden, besonders im Rahmen der Ethnologie. Aus dem Bereich der Anthropologie bzw. Psychotherapie sind Paul Watzlawick und Gregory Bateson zu nennen. Nur ein Beispiel, wie man Konflikte verhindern oder lösen kann, ist der berühmte Essay "Die Gabe" von Marcel Mauss.
  10. #159

    Immer noch: So nicht!

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Der kognitive Mensch ist empfängergesteuert, wie in meinem letzten Posting beschrieben. Kognition ist ein Bündel von Funktionen zum absichtsvollen und zweckmäßigen Handeln, also wahrnehmen, denken, urteilen, planen, sprechen, handeln. Selbstverständlich bildet das Bewusstsein die Grundlage dafür. Emotionalität zählt nicht zur Kognition.
    Eben. Und genau dieses Bild vom Menschen stellt sich doch zunehmend als pure Illusion heraus. Ihre Kognition sind bestenfalls Hilfsfunktionen, nette kleine Add-Ons. Gewiß das Feature oder die Skills, die uns trotz falscher Prämissen darüber, wie es funktioniert, anderen Säugetieren gegenüber überlegen machen. Mehr aber auch nicht.

    Das fängt doch schon damit an, dass wir glauben, auf Grund rationalen Denkens rational handeln zu können, wir mit hoher Wahrscheinlichkeit aber nur rationalisierend denken können. Dadurch haben wir zwar sehr gute Lernfähigkeiten, aber mit eher langfristigen Auswirkungen. Für den Augenblick ist sogar die Frage, in wie weit wir überhaupt entscheidungsfrei sind. Unter multidisziplinär denkenden Juristen-Ethikern gibt es mittlerweile Diskussionen, die damit beginnen, auf Grund der neueren Erkenntnisse "Verantwortung" und "Schuld" klar zu trennen. Siehe z.B. http://www.turmdersinne.de/index.html . Hohe Preise für solche Symposien verhindern noch mehr Öffentlichkeit. Aber wenn wir nicht aufpassen, entsteht hier ein elitäres Wissen, was m.E. verheerend wäre.
    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Die Definition von Kognition ist in der Wissenschaft allerdings ziemlich unscharf und unterschiedlich.
    So kann man sich natürlich auch vor den notwendigen Konsequenzen drücken.

    Nachtrag:
    Und ein Telefon als Musterbeispiel für den Unterschied zwischen Polling und Interrupt gesteuert? Na dann muss sich inzwischen viel geändert haben, seit ich noch an der Software-Entwicklung von Telekommunikationsinfrastruktur mitgearbeitet habe. Events einfach mit Interrupts gleichzusetzen, wäre doch schon ganz schön gewagt. Denn die Events triggern bestenfalls irgend etwas, aber steuern tun sie nichts.