Der Konflikt zwischen Iran und dem Westen spitzt sich massiv zu. Das iranische Militär will im Osten des Landes eine amerikanische Drohne abgeschossen haben. Das berichtet ein TV-Sender aus Teheran.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...801619,00.html
Man darf annehmen, das es sich hioer eher um einen Test gehandelt haben dürfte.
Letztlich ist Wissen über alle Details über die Qualität der iranischen Luftabwehr Gold wert.
Würde mich nicht wundern, wenn parellel ein AWACS unterwegs war und fleissig auf die iranische Seite gelauscht hat.
Da bekommt man schon ne Menge Info's geliefert, wie schnell die iranische LA reagiertr, womit sie reagiert usw. usf. (Ausbildungsstand, Einsatzbereitschaft etc). Militärisch äussert sensible Info's.
Vermutlich dürften an Bord an Board der AWACS gleich israelisch sprechende Offiziere gesessen sein, bzw haben die Details längst Tel Aviv erreicht.
Davon darf man ausgehen.
Man könnte sich in der westlichen Berichterstattung viel Aufregung und Verwirrung ersparen, wenn man Verlautbarungen auch so "unbeliebter" Stellen wie der iranischen sorgfältig übersetzen und aufmerksam zur Kenntnis nehmen würden. (Aber dann wären schon drei Viertel der "Drohungen" gegen Israel nicht so spektakulär, wie man sich das hier offenbar wünscht.)
Was diesbezüglich seitens Iran durchgestochen wurde, heißt sinngemäß: Eine eindringende US-Drohne vom Typ RQ-170 wurde im Osten Irans zu Boden gebracht.
Das Zitat "Die Spionage-Drohne, die mit geringem Schaden abgeschossen wurde (...)" haben Sie entweder bezüglich des Abschusses interpretierend übersetzt oder frei erfunden.
Wesentlich: Keine iranische (Primär-)Quelle spricht von einem Abschuss. Keine spricht davon, dass sich die Drohne zum Zeitpunkt der von Spiegel Online als Abschuss deklarierten Intervention in iranischem Luftraum befunden habe.
Man muss nach dem bislang Bekannten davon ausgehen, dass Iran - berechtigt oder unberechtigt - eine grenznahe Operation der Drohne als Eindringen interpretiert hat und die Drohne mit einem nicht näher bezeichneten Verfahren, deshalb vermutlich EloKa, hinter seiner Grenze runter gebracht hat.
Das beantwortet aber nicht die Frage, was US-Spionage-Drohnen in iranischem Luftraum zu suchen haben.
"Verflogen" hat sich dieses Ding mit Sicherheit nicht.
Ich finde es schon befremdlich, dass dieser Artikel den Eindruck erweckt, der Iran würde hier eine Eskalation herbeiführen. Dies erinnert irgendwie an die Kuba-Krise, als US-Mittelstreckenraketen in der Türkei - direkt an der sowjetischen Grenze - unerwähnt blieben, aber die böse böse Sowjetunion und der böse böse Fidel einen Kernwaffenangriff gegen die USA quasi vorbereiteten. Und als dann einer der lächerlichen U-2-Aufklärer über kubanischen Luftraumraum abgeschossen wurden, war dies eine Provokation Kubas.
Es scheint als ob unsere Medien den USA das Monopol einräumen andere auszuspionieren und diese anderen Staaten haben dies gefälligst zu erdulden.