Konferenz in Essen: Piraten spielen Bundestag

DPADie Piraten wollen in den Bundestag. Und dann? Beim kollektiven Brainstorm in Essen diskutiert die Partei, wie genau man eigentlich das Parlament verändern will. Statt Antworten gibt es noch mehr Fragen - und nachdenkliche Worte der heimlichen Hoffnungsträgerin Marina Weisband.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...853408,00.html
  1. #1

    Soso

    Die kennen sich mit der Gefahr von Cyberwars bestens aus. Na da wird der BND demnächst ja einfach bei den Piraten nach Personal suchen können.

    Immerhin besteht in dem Bereich tatsächlich eine wirkliche Bedrohung. Denken wir nur an Stuxnet. Den hätten die Piraten selbstverständlich auch mal so eben programmieren können.

    Leute, überschätzt euch doch nicht so. Klar kennt ihr euch im Bereich IT besser aus als sagen wir mal im Bereich des Immobilienwesens. Aber von bestens kann doch wohl keine Rede sein.

    Eine ausreichende Kenntnis kann ich aber gerne unterstellen.
  2. #2

    Die Aussicht auf ein Abgeordnetenmandat...

    ist wohl jedem lieber die sichere Aussichte auf Hartz 4.

    Bestimmt wird es der eine oder andere Glückspilz ins Abgeordnetenhaus schaffen. Die Politikverdrossenheit bei uns Bürgern ist schließlich schon so groß, daß es uns fast egal ist ob wir einem mehr oder weniger das Geld hinterherschmeißen. Einmal drinnen werdens genau wie die anderen ganz schnell zu .... hüstel.
  3. #3

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Piraten wollen in den Bundestag. Und dann? Beim kollektiven Brainstorm in Essen diskutiert die Partei, wie genau man eigentlich das Parlament verändern will. Statt Antworten gibt es noch mehr Fragen - und nachdenkliche Worte der heimlichen Hoffnungsträgerin Marina Weisband.

    Piratenpartei übt in Essen für Einzug in den Bundestag - SPIEGEL ONLINE
    Warum gefallen sich Journalisten darin, sich über die Piraten lustig zu machen, weil sie den ernsthaften Versuch unternehmen wirklich demokratische Politik zu machen, und nicht die ganzen Shownummern und Geplänkel abziehen, die etablierte Parteien kennzeichnet? Wäre es nicht mal besser, den etablierten Parteinen aufzulisten, wie ineffektiv sie dieses Land regieren? Aber nein, sowas wäre mit Recherchearbeit verbunden. Bei den Piraten kann man dagegen mit eigener Meinung und Vorurteilen ganze Texte füllen.
  4. #4

    Clockwork Angels

    Johannes hat im Augenblick mehr als genug mit sich selbst zu tun und bei Marina kriege ich mehr und mehr den Eindruck als lebe sie zunehmend in der Vergangenheit. Mit dem "Ungeplanten" und "Authentischen" fürchte ich, lässt sich kein Blumentopf mehr gewinnen.

    Mittlerweile gibt es immer mehr Piris, die den früheren Zeiten hinterhertrauern. Freunde: die Zeit bleibt nicht stehen und die Dinge entwickeln sich.
  5. #5

    hoffnung

    ich habe das Gefühl hier bewegt sich endlich etwas, was unsere Demokratie einen entscheidenden Schritt weiter bringen kann. das bemühen der Piraten ist seriös und wir stehen an. der schwelle eines neuen Zeitalters denn jeder Bürger ist mitverantwortlich und jetzt gibt es keine ausreden mehr. wir sind im Zeitalter einer technisch Realisierung einer Basis-Demokratie angekommen
  6. #6

    Wenn Sie die Politik verändern wollen:

    Dann habe ich einen konkreten Vorschlag.

    Nichts mit brachial. Das ist meist gefährlich und oft tauchen unvorgesehene Probleme auf.
    Lieber ein kleines Rädchen austauschen, aber eines, durch das sich das System selbst ändern muss.

    Solch ein Rädchen ist ... die Macht des Wählers.
    Wie bringt man den Wähler dazu, besser beeinflussen zu können, was ihm als Politik serviert wird?
    Ganz einfach: Indem man ihm die Macht gibt, selbst zu bestimmen, was für ihn akzeptable Politik ist!

    Konkret zum Vorschlag:
    Der Wähler hat auch dann bei der Wahl Gewicht, wenn er NICHT wählt!
    Und das wirkt sich so aus, dass 100 berechtigte Stimmen immer alle gezählt werden, ob abgegeben oder nicht. Die Enthaltungen bewirken, dass Sitze nicht vergeben werden.

    Ich würde mich wundern, wenn Politiker bereit wären, sich selbst zu beschneiden, und fordere die Piraten heraus, mir zu zeigen, dass sie wirklich anders sind, und die Demokratie einen Schritt weiterbringen wollen.
    Ich will es!
  7. #7

    ...weiterhin nichts als Leere

    Die Piraten leben davon, eine Projektionsfläche für enttäuschte Ideale zu sein. Für die heehren Ziele der Transparenz fehlt ihnen aber jegliche umsetzbar Idee.
    Frau Weisband ist dies bereits begrüßt geworden wenn Sie ganz ehrlich sagt: "im Ungeplanten, Authentischen", die Chance der Piraten. Diese Äußerung ist nichts Anderes als das Eingeständnis, daß die Ideale nicht umsetzbar sind und das Wisse, daß die Piraten nicht gewählt werden wenn nur noch die paar Inhalte übrig bleiben.
    Die Partei lebt davon,vage zu sein,nicht umsetzbare Ideale vor sich herzutragen und somit genügend Wählern vorzugaukeln,eine Alternative zu sein.
    Der Vergleich mit den Grünen ist unangebracht denn die hatten eine starke Idee.
    "Eine Idee , deren Zeit gekommen ist wird sich immer durchsetzen" .....diese Idee war bei den Grünen gegeben , bei den Piraten ist nichts von einer großen Idee zu erkennen.
    Die paar Inhalte die die Piraten bisher definiert haben sind trotzdem diskutierenswert aber es braucht dazu keine neue Partei im Bundestag.
  8. #8

    Zitat von Newspeak Beitrag anzeigen
    Warum gefallen sich Journalisten darin, sich über die Piraten lustig zu machen, weil sie den ernsthaften Versuch unternehmen wirklich demokratische Politik zu machen, und nicht die ganzen Shownummern und Geplänkel abziehen, die etablierte Parteien kennzeichnet? Wäre es nicht mal besser, den etablierten Parteinen aufzulisten, wie ineffektiv sie dieses Land regieren? Aber nein, sowas wäre mit Recherchearbeit verbunden. Bei den Piraten kann man dagegen mit eigener Meinung und Vorurteilen ganze Texte füllen.
    Bei den Piraten kann man dagegen mit eigener Meinung und Vorurteilen ganze Texte füllen,
    sagten Sie und haben damit recht.
    Wo haben die Piraten tatsächlich für die Bevölkerung rechtlich etwas geschaffen, ausser dass sie dem Souverän Geld gekostet haben.
    An den Taten für die Bevölkerung sollte man sie bewerten und da ist das absolute Vakuum festzustellen. Es gab schon mal eine ähnliche Partei: Die "Schillschen" Reiter.
    Die kosten dem Steuerzahler immer noch viel Geld mit dem gleichen Wirkungsgrad.
  9. #9

    Immerhin mal kein Verriss

    Frau Meiritz kommt also auch mal ohne Draufhauen aus. :-)
    Ich hoffe, dass Marina Weisband aktiv wieder einsteigt. Es gibt im Vorstand einfach zu viele Selbstdarsteller. Als die Weisband im TV auftrat lief es super, der Ponader reißt hingegen mit dem Hintern ein, was Marina aufgebaut hat. Dann schon lieber Nerz und Lauer. Ponader sollte nicht mehr exponiert im TV platziert werden. Die Selbstdarstellerin Julia Schramm ist auch im Bundesvorstand fehl am Platz. Sobald die ihr Buch vermarktet hat, braucht sie die Piraten nicht mehr. Die neue Bewegung dient ihr als Vehikel für ein glänzendes Auskommen (sechsstellig hat sie schon als Vorschuss kassiert). Die ist eine Opportunistin und meint, mit ihrem Blog könnte sie die Welt verändern.
    Setzt mehr auf gute Leute wie Weisband, Nerz, Hilberer, Claus-Brunner, etc.
    Die sind eindeutig besser geeignet.