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Kommunikationspause: Daimler löscht auf Wunsch Mails seiner Mitarbeiter
Ole Reißmann Daimler sagt der Dauererreichbarkeit den Kampf an: Keine Dienst-E-Mails mehr im Urlaub - diesen Service bietet der Autobauer nun seinen Angestellten. Auf Wunsch wird deren Digitalpost bei Abwesenheit automatisch gelöscht, damit sie besser abschalten können.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/d...-a-868960.html
- #1 23.11.2012 15:03 von
Geht doch !
Wirklich wichtige Post geht in solchen Unternehmen eher selten an persönliche Postfächer sonder an funktionale Boxen. Die Post für marketing@daimler.com liest ja wohl nicht nur einer.
- #2 23.11.2012 15:23 von
Loslassen können ...
"Wie sich das Programm in der Praxis bewährt, wird sich aber erst noch zeigen müssen. Dass im Management tätige Angestellte tatsächlich wochenweise Kommunikationsversuche vernichten lassen, würde ein gewisses Vertrauen in die Vorstellung voraussetzen, dass die Dinge schon ohne einen weiterlaufen werden - keine Qualifikation, die unter Führungskräften als erstrebenswert angesehen wird."
Dieser letzte Absatz bringt es auf den Punkt - nicht beim "normalen" Mitarbeiter, bei dem es vom Vorgesetzten verlangt wird, dass er immer erreichbar ist, aber doch bei den leitenden Angestellten, auch "Manager" genannt.
Wer es nicht schafft, sich eine Mannschaft aufzubauen, die zumindest eine gewisse Zeit ohne ihn zurechtkommt, ist keine gute Führungskraft.
Denn dieser Manager hat mehr seine eigene Wichtigkeit im Sinn, als die Arbeit, die er mit seiner Mannschaft für sein Unternehmen leistet.
Dieser Typus Mensch wird sich seine E-Mails und Faxe auch auf die Intensivstation nachschicken lassen und wird das auch von seinen Mitarbeitern verlangen.
Bin gespannt, wie viele bei Daimler dieses Angebot annehmen. - #3 23.11.2012 15:26 von
Bei uns
ginge das jedenfalls nicht. Nach diversen Entlassungswellen hat niemand (außer ein paar Oberbossen) mehr einen Stellvertreter (auch nicht während einer Abwesenheit), der seine e-mails bearbeiten könnte. Dringendes wird daher auch im Urlaub erledigt, weniger dringendes aufgeschoben (wobei natürlich - aufgrund der Masse und der Arbeitsbedingungen - vieles auch verloren geht).
- #4 23.11.2012 16:12 von
Na prima. Als ob die/der Angestellte das nach dem Urlaub nicht selber tun könnte. Auch wenn eine Abwesenheitsnachricht geschaltet ist, erwartet der Verfasser der E-Mail irgendwann eine Antwort vom Empfänger. Soll die/der Vertreter so lange Mails bei sich selber mit Anfragen bunkern, die er nicht selber beantworten kann, bis die-/derjenige aus dem Urlaub zurück ist? Kann ich mir nicht vorstellen.
- #5 23.11.2012 17:00 von
Haben Sie dafür Belege? Bzw. können Sie meine Aussage: "Wirklich wichtige Post geht in solchen Unternehmen fast immer an persönliche Postfächer" widerlegen?
Wichtige Post kommt doch oft von "wichtigen Menschen". Die haben doch den persönlichen Ansprechpartner und kommunizieren doch nicht über info@...
Warum ich "wichtige Menschen" in Anführungsstriche schreibe, kann jetzt jeder füpr sich interpretieren. - #6 23.11.2012 17:36 von
Antwortmails ala, "ich bin Urlaub" sind für mich eh SPAM
Ein Stellvertreter kann immer prüfen, ob eine Antwort rausgeht mit helfenden oder vertröstenden Inhalten. Schlimmer ist, das auf diese Autoresponder eine Mailadresse verifiziert wird, die Spammer freuen sich, wenn eine Antwort "Ich bin Urlaub" zurückkommt.
Die Adresse ist gültig und kann unter den entsprechenden Kreisen verkauft werden.
Bei uns wird vor Urlaubsantritt eine Kopie als Umleitung eingerichtet, so kann jemand entscheiden, ob der Empfänger im Urlaub belästigt werden muss, oder ob es sowieso Müllkorb trächtig ist.
Wer dienstliche Mails nicht einem Stellvertreter zutraut, sollte sich fragen, ob er am richtigen Platz ist.
Und ja, noch etwas, ich habe noch nie soviel Spam bekommen, seit ich für eine Woche Cheffes Mails überwiesen bekam, bin froh, das auch sein Urlaub ein Ende hatte. - #7 23.11.2012 17:44 von
So sollte es wirklich überall sein. Auch im der Selbstausbeutung entgegenzuwirken.
- #8 23.11.2012 18:44 von
- #9 23.11.2012 18:59 von
Wieso ist das ein Problem?
Früher warteten nach meinem Urlaub ca. 300 Mails auf mich. Das machen sie heute wohl auch noch, aber meine erste Aktion nach Rückkehr ist die Löschung sämtlicher Mails. Entweder hat sich während meiner Abweisenheit ein Vertreter um die Anliegen gekümmert, die Sache hat sich durch Liegenlassen erledigt oder irgendein Depp mit CCrietis wollte mal wieder die Umwelt verschmutzen. Wer wirklich etwas Wichtiges wollte, meldet sich nach meiner Rückkehr sowieso.
Mit dieser Vorgehensweise hatte ich über 10 Jahre 0 Probleme....
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