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Kommentar: Stoppt die 130-Milliarden-Überweisung!

DPAGriechenland ist pleite. Das Land braucht nicht 50 oder 70, sondern 100 Prozent Schuldenerlass, soll es wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen. Doch das Hilfspaket, über das die Euro-Finanzminister heute Nachmittag beschließen sollen, hilft nicht in erster Linie den Griechen, sondern ihren Gläubigern.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...816369,00.html
  1. #60

    Einfach Schulden nicht bezahlen?

    Ja, es gibt diese konservative Heilslehre, dass eine Pleite was tolles sei. Guttenberg, unser Exzellenz-Jurist, wollte Opel in die Insolvenz schicken. Die Rechten mögen nicht die schwierigere Arbeit der Sanierung.
    Doch sie haben die rechtlichen Rahmenbedingungen nicht mehr auf ihrer Seite: in den USA sagt das Chapter 11 schon immer "Sanieren vor Liquidieren". Das deutsche Insolvenzrecht hat es jetzt auch.

    Das Gerede von Pleite und Drachme scheint daher eher ein Ausdruck von Faulheit zu sein, als ein Beitrag zur Beseitigung der westlichen Finanzkrise.
    Als die Economic Hit Men nur Entwicklungskländer pkünderten, glaube man, man können mit dem Trick alle plündern: Mehr Kredit geben als das Land zurückzahlen kann, bei Liquiditätsproblemen dann höhere Zinsen und Umschuldung. Dann Staatshilfe der anderen. Dann Privatisierung von Bahn, Post, Telekom, Wasser, Öl, usw.

    Eudard II von England hat auch seien Schulden einfach nicht bezahlt und eine florentinische Bank in die Insolvenz geschickt. Das soll das neue Modell werden?
    10 Jahre hat Hans-Werner Sinn seine Klugheit im Aufsichtsrat der HV eingebracht. Ergebnis? HV verscherbelt, HRE pleite, und Schulden an den Staat übertragen. Mit dieser unsinnigen Ökonomie erzeugt der Westen nur noch 2% Wachstum, während mit anderer Ideologie China 10% seit 30 Jahren erwirtschaftet wird. Die Chikago Boys wie Sinn haben abgewirtschaftet. Soll als nächstes mit den Argumenten von Griechenland auch Kalifornien aus dem Dollar ausgestoßen werden und den Peso nehmen? Und auf Rückzahlung der Schulden verzichten?

    Die Pseudo-Ökonomen sollten lieber in Rente gehen und Performern wie den Chinesen Platz machen, die empirisch belegt mehr Ahnung von ökonomischer Nachhaltigkeit haben.
  2. #61

    Alles sehr schön, was passiert aber dann mit den Schulden ?
  3. #62

    Ähem...

    WO ist eigentlich der Sven Böll? Ich vermisse Seine Lobes- und Hoffnungshymnen die hier beim SPON in ausreicheneden Abständen verbreitet wurden :)


    Robuster Euro: Europas Superstar trotzt dem Krisendomino - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland ist pleite. Das Land braucht nicht 50 oder 70, sondern 100 Prozent Schuldenerlass, soll es wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen. Doch das Hilfspaket, über das die Euro-Finanzminister heute Nachmittag beschließen sollen, hilft nicht in erster Linie den Griechen, sondern ihren Gläubigern.

    Kommentar: Stoppt die 130-Milliarden-Überweisung! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
  4. #63

    Zitat von dx456 Beitrag anzeigen
    Also ich bin als Deutscher dafür, dass die Griechen die 130 Milliarden und den 100% Schuldenschnitt bekommen! Die 130 Milliarden zahlen dann ja die deutschen Rentner, Kranken und Armen an die griechischen Rentner, Kranken und Armen.
    Die Reichen und die "Finanzwelt" beteiligt sich ja überhaut nur an der "Rettung", wenn der Schuldenschnitt von 100% durchgeführt wird (Kreditausfallsversicherung).
    Mein Gewissen sagt mir, dass.....
    Volle Zustimmung. In allem.

    Alle Hilfe unseren griechischen Mitmenschen - keinen Pfennig den Banken. Es muß mal aufhören, daß die Schuldigen nichts, die Unschuldigen alles zahlen.
    Sorry, wenn ich so blöd bin, jemanden Kredite aufzudrängen, ohne eine reelle Idee der Rückzahlungsmöglichkeit, kann ich nicht nachher schreien, wenn das in die Hose geht.

    Das alles wird die Griechen verarmen, die Lebens- und die Zukunftsaussichten der nachfolgenden Generation gegen Null gehen lassen. Das letzte mal, wo sowas bei uns stattfand, gabs dann Krieg.
  5. #64

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kommentar: Stoppt die 130-Milliarden-Überweisung!Griechenland ist pleite.
    So ändern sich die Zeiten. Ist noch gar nicht so lange her, da hätte einen der SPON zumindest als Rechtspopulisten bezeichnet, für so eine Forderung.
  6. #65

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland ist pleite. Das Land braucht nicht 50 oder 70, sondern 100 Prozent Schuldenerlass, soll es wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen. Doch das Hilfspaket, über das die Euro-Finanzminister heute Nachmittag beschließen sollen, hilft nicht in erster Linie den Griechen, sondern ihren Gläubigern.

    Kommentar: Stoppt die 130-Milliarden-Überweisung! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Das ganze ist schon seit mehr als 2 Jahren bekannt, das es jetzt auch im Spiegel steht heißt nur, das die Risiken einer Griechenlandpleite nun weitestgehend auf öffentliche Banken und den Steuerzahler übertragen wurden.
    Peinlich für Journalisten, gut für Banken und Vermögende, teuer für den Steuerzahler.
  7. #66

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    So ändern sich die Zeiten. Ist noch gar nicht so lange her, da hätte einen der SPON zumindest als Rechtspopulisten bezeichnet, für so eine Forderung.
    Nun sind wir halt alle Rechtspopulisten geworden, inkl. SPON ;-)
  8. #67

    Richtigstellung einiger rassistischer Kommentare hier

    Regelmäßig ist zu beobachten, dass in Foren beim Thema Griechenland die rassistische Lunte brennt... da ist dann in pauschal-völkischer Kollektivverurteilung davon die Rede, "die Griechen" seien angeblich "faul", "träge", "arbeitsscheu", wollten nicht arbeiten aber groß abkassieren etc. pp. - wie etwa auch hier:

    Zitat von al.dente Beitrag anzeigen
    Dazu kommt die Trägheit der griechischen Männer, die zwar materiell auf einem Niveau leben wollen wie wir, aber nicht arbeiten wollen wie wir.
    Soso,... die "Trägheit" der griechischen Männer.

    Nun aber zu den Fakten: Griechische Männer gehen fast genau so spät in Rente wie deutsche Männer, fangen aber früher an mit dem Berufsleben - ihre Lebensarbeitszeit ist also länger!

    Und von einem materiell gleichen Niveau wie in Deutschland ist Griechenland meilenweit entfernt - das durchschnittliche Jahreseinkommen eines Arbeitnehmers in Griechenland liegt bei gerade einmal 23.900 Euro (Deutschland: 42 535Euro). Von der Rentenhöhe ganz zu schweigen... die Durchschnittsrente in Griechenland ist DEUTLICH niedriger als in Deutschland, und die Griechen haben viel weniger Urlaubstage als die Deutschen.

    Nach dem "Better Life Index" der OECD kommen die Griechen außerdem auf 2.119 Arbeitsstunden pro Jahr, Deutsche arbeiten dagegen im Durchschnitt nur 1.390 Stunden pro Jahr. Die Griechen arbeiten also im Durchschnitt DEUTLICH mehr als die Deutschen - aber für viel weniger Geld!

    Euro-Krise: Merkel und das Märchen vom faulen Griechen - Wirtschaft - Tagesspiegel

    Südeuropäer arbeiten mehr als Deutsche - Studie widerlegt Vorurteil und relativiert Merkel-Kritik an Griechen - Wiener Zeitung Online
  9. #68

    Zustimmung

    Zitat von rainer_daeschler Beitrag anzeigen
    Für ein Land mit der Einwohnerzahl Baden-Württembergs, aber nur 60 % seines Bruttoinlandsprodukts würde nicht die ganze EU eine finanzielle Schieflage riskieren. Es muss also etwas sein, was wichtiger ist als Griechenland, das sind z.B. Banken und Rüstungskonzerne. Die gelten in den Hauptgeberländern als "systemisch", Griechenland nicht.
    Vollkommen richtig: Die 130 Milliarden sind deutlich mehr als ein griechisches, jährliches Staatsbudget. Mit diesem Geld ließe sich der griechische Staat komfortabel verwalten, ohne jegliche Steuereinnahmen.
  10. #69

    Kein Griechen-Bashing, das ist nett!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland ist pleite. Das Land braucht nicht 50 oder 70, sondern 100 Prozent Schuldenerlass, soll es wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen. Doch das Hilfspaket, über das die Euro-Finanzminister heute Nachmittag beschließen sollen, hilft nicht in erster Linie den Griechen, sondern ihren Gläubigern.

    Kommentar: Stoppt die 130-Milliarden-Überweisung! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Warum aber spricht der Autor nicht von den wahren Ursachen der ganzen Misere:
    Korruptes Zusammenwirken von Politik und Finanzen.
    Die undemokratische, nicht legitimerte EU.
    Das aufgezwungene Euro-Spielgeld.
    Machgeile, inkompetente Politiker.
    Das absolut gescheitere Experiment "Europäische Union".

    Das Spiel ist längst aus.
    Es wird nur fortgesetzt, damit sich die Nutznießer die Taschen weiterhin füllen können.
    Wir lassen es zu.








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