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Kommentar: Rettet den Euro!

Euro-Austritt, Transferunion oder Aufbau Süd? Viele Vorschläge geistern durch die Debatte um die Zukunft des Euro. Die Politik sollte den Bürgern endlich die Wahrheit sagen:*Wir*müssen*den Griechen helfen,*und es wird teuer - für uns alle.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...769784,00.html
  1. #90

    Das Kernproblem liegt tiefer.

    Für die Schulden gibt es Zahlenspiele uns Szenarien. Ich denke, das Problem liegt tiefer: Ist das Gefüge stabil und tragfähig. Ich sehe da parallelen zum Problem des Sozialismus: Es ist auf einen idealen Menschen ausgerichtet mit überwiegend vernünftig und weitsichtig handelnden Politikern.

    Wir sehen es schon in eigenen Land: Welche Bemühungen treiben z.B. Bremen an, den Länderfinanzausgleich nicht weiter in Anspruch zu nehmen? Wenn es gute Gründe gibt für eine Sparmaßnahme, steht die Opposition dann ebenfalls dahinter?

    Verschiedene Regierungen - eine Währung. "EURO-Nazis" ist ein gutes Beispiel, wie leicht der Täter in die Opferrolle rutschen kann. Hey, jede Regierung, jede Opposition wird jegliche Unbequemlichkeit nutzen, um einen Schwarzen Peter in den Nachbarländern auszumachen.

    Die Griechen haben ja nicht nur Schulden, sondern eine schwache Wirtschaft und ein fehlendes Bewusstsein, dass sie höchst persönlich, für dass was sie leisten, zuviel Geld bekommen. Das zu akzeptieren widerspricht einer normalen, menschlichen Selbsteinschätzung. In solchen Situationen wird gern auch noch der 2. Weltkrieg ausgegraben, um eine dauerhafte Alimentierung zu argumentieren.

    Die Vorteile des Euros sind klar. Nur, ist das Modell dauerhaft tragfähig oder scheitert es am Opportunismus der Menschheit?
  2. #91

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Euro-Austritt, Transferunion oder Aufbau Süd? Viele Vorschläge geistern durch die Debatte um die Zukunft des Euro. Die Politik sollte den Bürgern endlich die Wahrheit sagen:*Wir*müssen*den Griechen helfen,*und es wird teuer - für uns alle.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...769784,00.html
    Ein Parforceritt durch die volkswirtschaftliche Ahnungslosigkeit. Zwischendurch solche Aussagen wie aber bitte kein Investitionsprogramm, hat mit unseren fünf teuren Ländern auch nicht geklappt.
    Mensch Reiermann, Sie Superwirtschaftsfachmann, warum sagen das nicht gleich, dass die Arbeitslosenzahlen im Osten so hoch sind, weil wir denen zu moderne Autobahnen, Bahnneubaustrecken und Telekommunikationsverbindungen gebaut haben. Jetzt wissen wir es endlich.
    Ob mit Abriss alles besser würde?
  3. #92

    Schuldenkonvertierung

    ich habe mal gelesen, dass GR angeblich ca. 95% der Schulden in Drachmen konvertieren kann, bevor dieser abgewertet wird, da die Anleihen nach entsprechenden Gesetzen ausgegeben wurden.

    Punkt 2 ("Die Schuldenlast Griechenlands, die nach wie vor in Euro berechnet wird, steigt also noch mehr") ist daher kein Problem.
  4. #93

    Das soll heißen:

    Von jedem Euro den ich verdiene geht die Hälfte an den deutschen Fiskus. Von den restlichen 50 Cent gehen dann wieviel an die Transferunion? Lohnt sich Arbeit dann für mich noch?

    Ich denke nein!

    Bringt endlich Kohl vor den Kadi, denn er hat das deutsche Volk den Geiern zum Fraß vorgeworfen und sitzt nun mit seinem dicken fetten .... im vollen Fressnapf.
  5. #94

    Falsch!

    Zitat von borgelt Beitrag anzeigen
    Im Artikel heißt es:



    # Die Schuldenlast Griechenlands, die nach wie vor in Euro berechnet wird, steigt also noch mehr.

    Wohl kaum! Die Schulden eines Staates sind *immer* in der Währung dieses Staates - nach der Wiedereinführung der Drachme hat Griechenland seine Schulden also in Drachmen. Verliert die Drachme an Wert, *verringert* sich daher die Schuldenlast Griechenlands (gemessen in Euro)! Genau darin liegt ja gerade einer der wesentlichen Vorteile der Wiedereinführung der Drachme!
    ...

    Nun, das stimmt aber auch nicht wirklich. Die Anleihen die Griechenland bereits ausgegeben hat, sind doch alle in Euro. Das wäre ja noch schöner, wenn man die plötzlich alle in Drachmen umrechnen würde.
    Stellen Sie sich vor ich leihe mir von Ihnen 20€ und gebe ihnen diese 20€ in einer Woche in irgendeiner Urwald-Währung zurück, die in der Zeit in der sie zur Bank gehen schon um 10% abgewertet wurde. Da würden Sie wohl auch etwas dagegen haben!
  6. #95

    Hahaha

    Zitat von produster Beitrag anzeigen
    Es muss darüber geredet werden, wo die Ursachen für diese irrwitzige Situation liegen. Es muss deutlich gesagt werden,
    Ich könnte Ihnen Roß und Reiter nennen!
    Mit Beweisen.
    Aber dagegen gibt es in "D" Gesetze a la "Wer den Teufel leugnet, ist des Teufels".
    Also werde ich mich hüten.
    Fragen wir mal so: Müßte der Anteil betrügerischer Chinesen im Finanzsektor gemessen an der Weltbevölkerung nicht enorm hoch sein?
    Ist es aber nicht. Die Chinesen sind ehrlich.
  7. #96

    Schuldenerlass

    Zitat von hubert heiser Beitrag anzeigen
    Eine Möglichkeit hat der Autor völlig ausgelassen: 100% Schuldenerlass für Griechenland bei gleichzeitigem Austritt G-Lands aus der Eurozone.

    Vorteil für G-Land: Unbelasteter Neustart.

    Vorteil für Europa: Es fallen *einmal* Kosten zur Stützung des Finanzsektors an. Wie hoch diese maximal sind ist auch klar - mehr als den Schuldenstand G-Lands kann es nicht kosten.
    Die Analyse und die Vorschläge im Artikel sind natürlich weitgehender Quatsch.

    Insbesondere das Fazit, dass die Dauersubventionierung von Griechenland, Irland, Portugal (ggf. demnächst Island, Kosovo, halb Osteuropa...) die einzige Lösung ist.

    Das ist in der Konsequenz (einmalig und langfristig) nicht billiger oder weniger schlimm, als ein Austritt Griechenlands (zunächst).

    Widersprüchlich wird es vor allem an den Stellen, an denen die Zumutungen an die Banken (dann würde ja die Welt untergehen) thematisiert werden. Ein kleiner Beitrag ist natürlich undenkbar - um weiter unten im Artikel von einem 50%igem Schuldenschnitt zu sprechen.

    Blöder geht es nicht. Man sollte konsequent sein (als Abschreckung für alle, die bei Europa mitmachen wollen).

    Haushaltskonsolidierung überall ist der Schlüssel, um dauerhaft aus der Abhängigkeit der Banken zu kommen.
  8. #97

    Das Retten wird nervig!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Euro-Austritt, Transferunion oder Aufbau Süd? Viele Vorschläge geistern durch die Debatte um die Zukunft des Euro. Die Politik sollte den Bürgern endlich die Wahrheit sagen:*Wir*müssen*den Griechen helfen,*und es wird teuer - für uns alle.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...769784,00.html
    Warum soll ständig jemand gerettet werden? Sind wir denn bei derSeefahrt? Was für ein Quatsch, etwas zu retten, was demokratisch gesehen, die Mehrheit, sicher, weil zu blöde, um die schlauen Makroökonomen zu verstehen, nicht haben will.

    Die komische Pleite-DDR wollte auch niemand retten, deshalb war der Beitritt die Alternative. Wie wäre es jetzt mit Griechenland? Dann haben nicht nur ein sinnloses Land im Osten, sondern noch eines im Süden!

    Maxi Scharfenberg
  9. #98

    Rettet den EURO

    Ich kann dem Kommentar nicht so zustimmen. Wenn wir Griechenland möglicherweise aus historischer Räson retten müssen (warum eigentlich) dann müssen die Bürger aber auch wissen, dass die Wahrscheinlihckeit, dass es trotz dieses Rettungsschirms doch zur Umschuldung aus folgenden Gründen sehr hoch ist:

    1) Die geforderten Massnahmen des Austerity Packages sind nicht umsetzbar, weder politisch noch ökonomisch. Die FAZ hatte hierzu vor einigen Tagen einen super Artikel. Die Froderung 50 Mrd. Staatseigentum zu verstaatlichen entspräche einer Privatisierung von ca 500 Mrd. € in Deutschland - die Einsparungen im Haushalt entsprächen etwa 125 Mrd. also 33% des Bundeshaushalts. Niemand würde und könnte das in Deutschland umsetzen.

    2) Selbst wenn eine teilweise Umsetzung stattfände, würde das kontraproduktiv sein, weil diese drastischen Massnahmen zu einer noch weiteren Kontraktion der griechischen Volkswirtschaft führen werden.

    3) EU Mechanismus - Aufgrund der Stärke der starken Länder (Deutschland und Frankreich) weren die Zinsen im € Raum erhöht werden, was Griechenland weitere Lasten auflegt. Die extremen Ungleichgewichte der starken zu den schwachen Ländern führen dazu, dass die schwachen Länder immer schwächer werden - und das kann kein Regierungspaket ändern.

    Das ist eigentlich das Kernproblem der schwachen Länder. Die Kopplung an die starken Länder und deren Währung führt dazu, dass selbst bei einer Umschuldung nicht die Möglichkeit einer starken Abwertung der Heimatwährung besteht. Das ist aber genau das Erfolgsrezept der Umschuldungen in Argentien, Mexiko und anderen Ländern gewesen.

    Das Tod-Schlagargumetn, dass dann andere Länder wie Portugal und Irland mit infiziert würden ist Unsinn, weil diese Länder es sind und die näcshten sind, die eine neue Finanzspritze brauchen, unabhängig von Griechenland.

    Daher sollte die Regierung einmal ernsthaft Verantwortung beweisen und sich von Experten beraten lassen und nicht den Deutschen Steuerzahler mit Lasten zuschütten, die nicht abzusehen sind.

    Aber die Poltiker sind ohne jegliches Verantwortungsgefühl und der nicht legitimierte Moloch der EU Institutionen ist gefährliches Gift in diesem Thema - Herr Juncker allen voran
  10. #99

    Gott steh' uns bei

    Zitat von borgelt Beitrag anzeigen
    Im Artikel heißt es:

    # Die wieder eingeführte Drachme verliert augenblicklich gegenüber dem Euro an Wert.

    Das ist zweifelos richtig, da der Wechselkurs u.a. das Verhältnis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit widerspiegelt.

    # Die Schuldenlast Griechenlands, die nach wie vor in Euro berechnet wird, steigt also noch mehr.

    Wohl kaum! Die Schulden eines Staates sind *immer* in der Währung dieses Staates - nach der Wiedereinführung der Drachme hat Griechenland seine Schulden also in Drachmen. Verliert die Drachme an Wert, *verringert* sich daher die Schuldenlast Griechenlands (gemessen in Euro)! Genau darin liegt ja gerade einer der wesentlichen Vorteile der Wiedereinführung der Drachme!
    Muss man sich diesen Blödsinn antun?

    Sie behaupten hier Sachen, die völlig jeglicher Realität entbehren.

    Wenn das der Hintergrund der Mehrheit gegen jegliche Hilfen für Griechenland ist, Gott steh' uns bei.

    Soviel geballte Unkenntnis wird langsam gefährlich.








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