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Kommentar: Europas zweite Chance

AFPGriechenland hat gewählt, aber Europa ist damit noch lange nicht gerettet. Der Kontinent steht in den nächsten Wochen vor einer Richtungsentscheidung: Entweder die EU wächst jetzt endlich zusammen, oder das Projekt ist am Ende. Die Totengräber warten schon.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...839411,00.html
  1. #110

    Nett, aber nicht nötig

    Zitat von Lektorat Berlin Beitrag anzeigen
    diesbezüglich ein klitzekleines bisschen das das Ganze schließlich bezahlen müssende Wahlvolk zu befragen wäre aber auch nett, finden Sie nicht? :-)
    Nett schon, aber offensichtlich nicht notwendig.
    Ein vereinigtes Europa könnte inerhalb eines Wochenendes entstehen.

    Ich möchte einmal an die Pershing II Stationierung erinnern. Damals waren 6 Millionen Bürger an einem Tag auf der Strasse. Trotzdem wurden die Raketen stationiert.
    Heute müßten in der EU mindestens 30 Millionen auf der Strasse gegen einen Eurostaat demonstrieren um das gleiche Verhältniss zu erreichen.

    Selbst in den Krisenländern Grichenland und Spanien ist es verhältnissmäßig ruhig.
  2. #111

    Fakten

    Zitat von SURE Beitrag anzeigen
    Der Fehler in Ihrer Betrachtung, liegt wie es bei den Europäern so üblich ist, in der Gesamtbetrachtung ...diese ist global zu bewerten.
    Fällt Europa als Staatenverbund und der Euro als gemeinsame Währung,dann waren der schwarze Freitag 1929, die Bankenkrise sowie die Finanzkrise Sandkastenspiele gegen das, was dann weltweit losbricht. Nur als Beispiel die Russen haben 2/3 Ihrer gesamten Währungreserven im Euro. Sie wollen doch nicht ernsthaft behaupten, dass eine Nation wie GB, welche vom Finanzmarkt lebt nicht weggefegt würde wenn der Euro geht. Da sind Sie aber mehr als optimistisch. Der Dollar fliegt übrigens mit. Was meinen SIe warum die Jungs so nervös sind und uns mit guten Ratschlägen zudecken.
    fehlen. Wie immer: es wird unscharf irgendwie eine Apokalypse prophezeit, damit der Unsinn des (politisch)Vereinten Europas, von dem man nun endgültig wissen sollte, dass es nicht geht, weiterbetrieben werden kann.

    Ich sagte ja schon: besser ein Ende mit Schrecken...
  3. #112

    Ansatz

    Es brodelt unter der politischen Oberfläche, die Dumpfbacken, die ewigen Besserwisser und Kleingeister organisieren sich gegen Europa, gegen die Nachbarn, gegen ein gutes Miteinander.
    Aha! Wer also gegen ein Europa in der dzt. praktizierten Form ist oder diesem Projekt kritisch gegenübsteht und Fragen stellt ist ein Dumpfbacke usw. usf.

    Wer nicht dafür ist, ist dagegen und doof! Kommt mir irgendwie bekannt vor, wo habe ich solche Töne schon mal gelesen? Muss irgendwie 79 Jahre her sein ...

    Ein interessanter Ansatz, der natürlich dann auch das Zusammenleben erleichtert.
  4. #113

    Da denken Sie aber falsch....

    Zitat von kdshp Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich denke das hat was damit zu tuen das wir in deutschland eine panische angst vor allem linken haben. Selbst die linken wie die SPD hat das ja und macht so eine politik der mitte bzw. in teilen der rechten siehe H4. Auch die deutschen politiker haben ja bezogen auf griechenland zu 90% vor den linken in griechenland gewarnt und sicher so auch ein großerteil der medien hier weil diese hinter dieser politik stehen.
    Panische Angst vor allem was links ist ?
    Traditionell würde ich die SPD eher dem linken Spektrum zuordnen.
    Als auch die Grünen ,und die Linke kann man wohl auch einigermaßen
    dazu rechnen.Die Piraten eher wohlauch in diese Richtung.
    Was würden Sie denn objektiv betrachtet als rechte Parteien aufzählen ?
    CDU/CSU ? Sie werden keine vergleichbare konservative Partei in ganz
    Europa finden die sich von der Mitte soweit in den linken Bereich hineingelehnt hat.
    Aber können Sie mir vielleicht mal eine erfolgreiche linke Regierung eines Industrielandes nennen ?
  5. #114

    Insolvenzverschleppung zur Bankenrettung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Helmut Kohl und François Mitterrand haben Deutschen und Franzosen das Blaue vom Himmel versprochen, blühende Landschaften von Kreta bis Dublin. Immer hieß es, alles wird gut mit dem Euro. Nur mit dem Kleingedruckten haben sich die Herren Visionäre nie beschäftigt, das dürfen nun ihre politischen Ziehkinder Angela Merkel und François Hollande übernehmen. Die werden sich bedanken."

    Kommentar zur Wahl in Griechenland - SPIEGEL ONLINE
    Herr Kohl hat schon immer ein Talent besessen, die Menschen zu belügen… "…durch die Wiedervereinigung wird es niemandem schlechter gehen…" und hat es sich redlich verdient wegen seiner Lügen mit Eiern beworfen zu werden. Nur wurde er, wie die meisten Politiker, dafür bezahlt den Menschen etwas vorzumachen und Optimismus und gute Stimmung zu verbreiten.

    Schlussendlich gibt es in der Politik viele austauschbare politische Führer, welche jedoch für die Umsetzung ihrer Vorhaben entsprechenden Zugang zu Geld benötigen und somit genau das tun, was ihnen die Bankster vorschreiben – das kann auch Frau Merkel nicht anders handhaben, denn immerhin steht die BRD bei den Bankstern mit über 2 Bio. Euro in der Kreide. Politiker sind unter anderem Bank- und/oder Wirtschafts-Lobbyisten, darum wird der EU-Steuerzahler auch weiterhin für Banken-Rettungsschirme bluten müssen.
    Die TEURO-Rettung wird uns mal richtig teuer zu stehen kommen - jetzt erst recht!!
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Die Fehler sind gemacht. Der Blick zurück im Zorn bringt nichts."

    Kommentar zur Wahl in Griechenland - SPIEGEL ONLINE
    Und wer von den Verantwortlichen hat sich je hingestellt und öffentlich dazu bekannt??
  6. #115

    Eben!

    Zitat von diwoccs Beitrag anzeigen
    1990 haben wir doch auch die DDR saniert. Das war auch nicht unbedingt eine demokratische Entscheidung .
    U. a. genau deswegen! Ich habe einfach keine Lust, ständig ungefragt zu meinen Lasten irgendwen zu sanieren, dessen Anspruchsdenken und Leistungsverweigerung zu finanzieren und mich dafür noch beschimpfen zu lassen.
    Wenn die Mehrheit von uns dies will - okay.
    Aber ohne Volksbefragung hier alle 20 Jahre das Geld einer ganzen Generation wegwerfen - mir jedenfalls reicht's gründlich...
  7. #116

    Das ist mein Wunsch

    Zitat von heldenmut Beitrag anzeigen
    Eine europäische Regierung würde von brankrotten ( sogar selbstverschuldet!) Berufseuropäern dominiert, wie jetzt schon in der EZB in Frankfurt. Das kann doch nicht Ihr Wunsch sein!
    Die jetzigen Kleinststaaten von Europa werden dominiert von wem?

    Ich habe die Hoffnung, das ein europäscher, demokratisch gewählter Präsident, endlich die Macht hat die Diktatur der Finanzmärkte zu brechen.
  8. #117

    Antwort:

    Zitat von schachcheck Beitrag anzeigen
    So wie aussieht, müssen ja wohl die EU und insbesondere Deutschland für die Schulden von Griechenland oder auch Spanien mit Hilfe des EMS gradstehen.
    Wäre es da nicht viel gerechter und vernünftiger, wenn diese Länder viel weniger Zinsen zahlen würden. Zinsen, die sie auch bezahlen können, ohne das gesamte zu gefährden.

    Wir - die Deutschen - zahlen ja fast gar keine Zinsen (obwohl wir uns es vielleicht leisten könnten ).
    Nein, es wäre nicht gerechter; die Zinshöhe ist ein Ausdruck des Risikos, das eine "Anlage" beinhaltet. Dieses nicht zu beachten, führt in die Situation, in der sich Griechenland befindet.
  9. #118

    Sie

    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    Nett schon, aber offensichtlich nicht notwendig.
    Ein vereinigtes Europa könnte inerhalb eines Wochenendes entstehen.

    Ich möchte einmal an die Pershing II Stationierung erinnern. Damals waren 6 Millionen Bürger an einem Tag auf der Strasse. Trotzdem wurden die Raketen stationiert.
    Heute müßten in der EU mindestens 30 Millionen auf der Strasse gegen einen Eurostaat demonstrieren um das gleiche Verhältniss zu erreichen.

    Selbst in den Krisenländern Grichenland und Spanien ist es verhältnissmäßig ruhig.
    haben leider recht...
  10. #119

    Zitat von celino Beitrag anzeigen
    Aber die private Verschuldung stieg,
    Richtig, aber das ist wohl kaum das, was man üblicherweise Konjunkturprogramm nennt.
    Nur der Hinweis auf Staatsschuldenquoten wird den volkswirtschaftlichen Realitäten nicht gerecht.
    100% Zustimmung.
    Das beste Gegenbeispiel ist Italien, das mit einer Staatsschuldenquote von 120% immerhin einen Primärüberschuss erwirtschaftet, über hohe Privatvermögen seiner Bürger verfügt und zumindest im Norden über eine reformbedürftige, aber grundsätzlich gut aufgestellte Wirtschaft verfügt (immerhin zweitgrößter Maschinenbausektor in der Eurozone).
    Auch hier absolut Zustimmung.
    Mein Einwand bezog sich lediglich auf die angebliche Unwirksamkeit von Konjunkturpaketen unter Verweis auf den spanischen Bauboom. Der spanische Staat hat sich geradezu vorbildlich Verhalten und die Schuldenquote massiv gesenkt, wofür es ja auch viel Lob gab. Den privaten Sektor hatte dagegen kaum jemand auf den Schirm.

    Ohnehin unterscheiden sich Spanien, Italien und Griechenland jeweils deutlich voneinander, die Bezeichnung "Club Med" hilft bei der Problemlösung wenig weiter.


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