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Kommandoaktion: US-Elitesoldaten befreien westliche Geiseln in Somalia

Der Kampf gegen die Piraten an der Küste Somalias ist in eine neue Phase getreten. In einer nächtlichen Kommandoaktion haben US-Eliteeinheiten zwei Geiseln, eine Dänin und einen Amerikaner, befreit. Der Zugriff erfolgte an Land, mindestens acht Seeräuber starben.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...811235,00.html
  1. #30

    Zitat von david_2010 Beitrag anzeigen
    Hab mal eine Reportage im TV gesehen, da wurde eine deutsche Fregatte von einem Haufen Piraten in so einer etwas größeren hölzernen Nuss-Schale provoziert. Die Piraten hielten provokant Kalaschnikows und Panzerfäuste in die Höhe.
    Der deutsche Kommandat ließ sein Schiff lieber abdrehen.

    Das Ding hätte man versenken sollen. Das ist die einzige Sprache, die solche Verbrecher verstehen.
    Ganz abgesehen von dem wirtschaftlichen Aspekt für die Kerzenindustrie... der Umsatzanstieg, ausgelöst durch die ungezählten Lichterketten für die armen Opfer des imperialistischen, faschistischen Systems des Neoliberalismus ist leider ausgeblieben..., damals.... jetzt reiben sich die Kerzenhersteller natürlich die Hände!
  2. #31

    Ende der Fahnenstange

    Zitat von Atheist_Crusader Beitrag anzeigen
    ... aber wenn es darum geht uns zu verteidigen, ist es fraglos nützlicher als eine Ruhige-Hand-Mentalität, geheucheltes Verständnis und die Wahrnehmung des eigenen Militärs als eine Art nötiges Ärgernis.
    Also danke an die USA. Sie haben für uns wieder mal das getan, wofür wir viel zu oft nicht die Eier haben.
    Und jetzt? Eine Aktion hat geklappt. Schön. Aber die Situation der anderen Geiseln hat sich dadurch verschlechtert. Die Piraten wissen nun, das sie auch von dieser Seite nichts mehr zu verlieren haben. Also was macht jemand, der nur eine Existensgrundlage hat? Er passt sich an, wird härter, gefährlicher, skrupelloser. Glaube kaum, dass die restlichen Piraten bibbernd in ihren Hütten hocken und nach Hubschraubern lauschen.
    Da unten gibt es genug Menschen, die sich für ein paar Dollar den Hintern wegschießen lassen...mangels Alternative!

    Solche Kommandoaktionen sind auf lange Sicht kontraproduktiv und haben bereits zu einer Verschärfung des Verhaltens der Piraten geführt. Im Zweifelsfall bekommt man auch für die Leiche einer Geisel auch noch ein paar tausend Dollar!

    Die sogenannte "Ruhige-Hand-Mentalität" hat bereits einigen hundert Leuten das Leben gerettet.
  3. #32

    Zitat von doclancaster Beitrag anzeigen
    Ich bin sicher, dass die Reedereien diesen Verlust am Schiff deutlicher merken, als den Verlust an (ersetzbaren) Seeleuten.
    Sind die Seeleute deutsch, dann sollten auch deutsche Soldaten sie herausholen.

    Fährt das deutsche Schiff unter der Flagge z.B. von Nepal, weil die Hafengebühren dort billiger sind, dann sollte sich dieses Land um das Schiff kümmern. Kann es das nicht, weil es ein armes Land ohne internatiuonalen Einfluss ist, hat die Reederei wohl wirklich "Pech" gehabt. ;-)
    Ja so ganz verkehrt ist die Betrachtungsweise ja nicht .D
    Aber gerade wir sind eine Exportnation die nunmal gerade wegen des Welthandels extrem floriert (Mal von Billiglöhnen abgesehen....).
    Da sollte es in unserem Interesse liegen das Weltweit die Handelswege frei bleiben.
    Ich kann verstehen, wenn man z.B. in Deutschland vor ländern wie dem Iran zurückschreckt, wenn sie mal wieder drohen Meeresstraßen zu blockieren.

    Aber die Sache am Horn von Afrika ist nunmal kein Kinflikt zwischen Staaten, sondern nur mit Kriminellen. Wieso geht man da nicht robust vor? Die Schiffe sind doch da. Die UBoote und Fregatten. Allesamt kleine Hightechwunder mit extremen Aufklärungsmitteln. Die könnte man doch in MArsch setzen und die Piratenpötte allesamt versenken. Gleich an Land und auch auf See. Die hätten keine Chance und die Schiffsrouten wären wieder sicher.

    Lieber das als zu warten, bis auch Deutschen Kapitänen die Arme abgehackt werden.
  4. #33

    Zitat von sammael Beitrag anzeigen
    Charmante Idee, aber das zu überwachende Gebiet ist zu groß...
    HIER kann sich das jeder selbst vor Augen führen:

    Piracy Map 2011

    Die Karte zeigt die alleine in 2011 versuchten oder vollendeten Piratenangriffe. Zwischen Madagaskar und Indien sowie im gesamten Süden der arabischen Halbinsel herum nur noch Markierungen.

    Aber ich habe ja gelernt, dass das alles nur arme Fischer sind, die sich der Ausbeutung der Meere durch ausländische Trawler nicht anders erwehren können. Und die deutschen Fregatten der Mission Atalanta sollte man am besten unter das Kommando eines Sozialarbeiters stellen.
  5. #34

    Töten

    Zitat von david_2010 Beitrag anzeigen
    Hab mal eine Reportage im TV gesehen, da wurde eine deutsche Fregatte von einem Haufen Piraten in so einer etwas größeren hölzernen Nuss-Schale provoziert. Die Piraten hielten provokant Kalaschnikows und Panzerfäuste in die Höhe.
    Der deutsche Kommandat ließ sein Schiff lieber abdrehen.

    Das Ding hätte man versenken sollen. Das ist die einzige Sprache, die solche Verbrecher verstehen.
    aber das ist ja leider laut deutschem Recht nicht erlaubt.
  6. #35

    Gute Arbeit ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Kampf gegen die Piraten an der Küste Somalias ist in eine neue Phase getreten. In einer nächtlichen Kommandoaktion haben US-Eliteeinheiten zwei Geiseln, eine Dänin und einen Amerikaner, befreit. Der Zugriff erfolgte an Land, mindestens acht Seeräuber starben.

    Kampf gegen Piraten: US-Eliteeinheit befreit westliche Geiseln in Somalia - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    ... kann ich da auch nur sagen.

    BTW, die Koordinaten der Paläste und Villen der Piraten sind doch auch bekannt - oder?
  7. #36

    Piratenschiffe versenken reicht nicht

    Zitat von zakalwe. Beitrag anzeigen
    Man würde sich in ein paar Wochen die Sache bereinigen können.
    Ein hartes Durchgreifen ohne falsche Rücksichtnahme wäre sicher zu begrüßen.

    Allerdings wäre damit sicher keine Ruhe. Gerade das im Artikel behandelte Ereignis zeigt das doch: die Banditen weichen auf andere Arten der Kriminalität aus, z.B. Handel mit Entführten. Diese werden keineswegs nur in Somalia gekidnappt, sondern auch in eigentlich "stabilen" Ländern - es reicht also nicht, um Somalia einen Bogen zu machen, um nicht Opfer zu werden.

    Letzlich sind die Instabilität von Staat und Gesellschaft in Somalia und die Herrschaft irgendwelcher Terrorbanden der Grund. Solange diese Zustände weiterbestehen, wird es nicht "ruhig". Auch nicht, wenn man zur Abschreckung jeden Piraten aufhängt oder ertrinken lässt.

    Ein weiterer Aspekt ist, dass es für diese Art der organisierten Schwerstkriminalität oft Hintermänner im Ausland gibt, gewissermaßen "Investoren". Die sitzen offenbar häufig in arabischen Ländern, aber - wer weiß - vielleicht auch woanders. Damit wird das Geschäft "globalisiert" und noch schwerer zu bekämpfen. Es sei denn, man identifiziert diese Leute und schaltet sie aus. Das wiederum geht allerdings wahrscheinlich höchstens mit total illegalen Mitteln, z.B. staatlichen Auftragsmorden in fremden Ländern. Nicht die Art, wie Länder untereinander gerne umgehen, und das aus gutem Grund.

    Mag sein, dass von Deutschland und anderen Ländern nicht entschieden genug gegen somalische Piraten und vergleichbares Pack vorgegangen wird. Aber ganz so einfach, wie man es sich vielleicht vorstellt, ist das Ausmerzen dieser Übel dann auch wieder nicht.
  8. #37

    Offensichtlich eine Obama-PR-Aktion

    Ich gehe mal davon aus, dass die Hauptmotivation für diesen US-Einsatz die Absicht war, sich in der Wahlkampfzeit vor der Weltöffentlichkeit als selbstloser Retter darzustellen. Als Verteidiger des Guten und Kämpfer für Gerechtigkeit. Aber wird z. B. ein sadistischer Massenmörder und Vergewaltiger von seiner Schuld befreit, indem er zwischendurch einmal den Dieb fasst, der einer alten Frau die Handtasche gestohlen hat, und der Frau ihr Eigentum zurück gibt? Natürlich nicht. Und so ist es auch mit den USA. Die haben bereits so viele bisher ungesühnte und oft extrem grausame Verbrechen begangen, dass es jedem Gerechtigkeitsfreund geradezu physische Schmerzen bereiten muss, dass sie bisher ungestraft davon gekommen sind. Dieselbe Kommandoeinheit, die jetzt die Geiseln befreit hat, wird morgen vielleicht bereits eingesetzt, um irgendwo auf der Welt mal wieder irgendwelche von den USA ungewollte Personen ermorden zu lassen. Z. B. vom Volk gewählte Politiker, die nicht nach US-Interessen handeln.

    Schön für die Geiseln, dass sie wieder frei sind, aber meine Einschätzung der USA hat sich dadurch nicht geändert.
  9. #38

    Zitat von BlueBuda Beitrag anzeigen
    Eine Staffel B52 Bomber über die Fischer Dörfe hinweg und das Problem löst sich recht schnell in Luft auf....
    Und sie verstärken die Einheit so als geistiger Tiefflieger?
  10. #39

    zum Glück sind wir ja zivilisiert...

    Zitat von zitzewitz Beitrag anzeigen
    Neueste Taktik ist es doch, die Piraten zu entwaffnen, ihre Boote zu versenken und sie dann an Land auszusetzen...
    ... und sie so zu Kidnappern und Entführern umzuschulen.
    Fortbildung ist der Schlüssel zum Überleben. Von irgendwas müssen die armen Menschen dort ja leben... [/zyn]

    Die Möglichkeit zu sterben ist keine Abschreckung für Leute, die nichts zu verlieren haben, oder nach dem Tod 70 Jungfrauen erwarten. Ein westlicher Knast wäre für die ein Luxushotel, aus dem heraus sie uns auslachen könnten.

    Die Schlüsselworte heißen Angst, Schmerz und Leiden. Irdische Qualen...
    Da wünscht man sich glatt das drakonische System zurück. Wirst du beim Stehlen erwischt, schlägt man dir die linke Hand ab. Beim zweiten mal die Rechte...
    Wer nicht hören will muss fühlen und spätestens nach dem zweiten mal erledigt sich das Problem von selbst...
    Einfach, kostengünstig, effizient... abschreckend
    Aber zum Glück sind wir ja zivilisiert...


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