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Kollegen mit Behinderung: "Warum sollen sie nicht arbeiten dürfen?"

Im Hotel, als Hausmeister oder bei einer Imbisskette: In Leipzig absolvieren behinderte Menschen Unternehmens-Praktika. Viel zu lange wurden sie in Werkstätten versteckt. Jetzt lernen Mitarbeiter wie Maryam oder Marcel ganz neue Seiten an sich kennen - oft als Start in einen richtigen Job.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...767102,00.html
  1. #1

    In den USA voellig normal

    In den USA ist es voellig normal, dass man Menschen mit Behinderungen ins Arbeitsleben integriert.
    Gastronomie:
    Im Marriot in Gaithersburg/MD z.B. deckt eine junge Frau mit Down Syndrom das Besteck ein, bringt einem zum Tisch und bringt die Standartsachen. Danach kommt erst die feste Bedienung und nimmt dann die Tischbestellung auf. (So mehrere male beim Fruehstueck erlebt)

    In einem Burger King in New Jersey sah ich einen ebenfalls behinderten Menschen mit Down Syndrom, der den Gastraum reinigte. (Tische putzte und Tabletts wegraeumte).
    Das gleiche beobachtete ich in einem McDonalds in Fairfax, VA.
    Auch dort gab es eine mit Down Syndrom behinderte Mitarbeiterin im Gastraumbereich, die Ordnung schaffte.

    Stressposten in den Fastfoodketten wie Kassierer und Food-Zubereiter sind mit nichtbehinderten Menschen besetzt.

    Klar, das sind keine Superjobs, evtl. kann das auch ein nichtbehindeter Mensch schneller machen, aber darum geht es ja nicht.
    Viele Reastaurantbetreiber wollen ja auch ein Statement setzen und mit guten Beispiel voran gehen. Wichtig ist ja auch, dass beh. Menschen, hier geistig und koerperlich behinderte Menschen sinnvoll in die Gesellschaft integriert werden und auch das Gefuehl bekommen dass sie dazu gehoeren und wichtig sind.
    Ich empfand alle dieser drei Menschen als sehr freundlich und hilfsbereit. Ein freundliches "Thank you" mit einem Laecheln wurde auch freundlich erwidert.

    Ich glaube mich auch zu erinnern, dass in einem HomeDepot mal ein Mitarbeiter mit Down Syndrom war.
    In einem Home Depot in Rockville/MD wird man immer durch einen sehr stark behinderten Mitarbeiter im Rollstuhl begruesst, der einen Informationen zu den Isles gibt, wo sich was befindet.

    Dieses Integrations-Modell sollte auch in D Schule machen, nicht nur hier in den USA.
  2. #2

    Unterstützenswert

    In diesem Zusammenhang möchte ich das Hotel Garni St. Fridolin in Bad Säckingen empfehlen, dessen Gast ich am vergangenen Wochenende sein durfte. Es handelt sich um ein integratives Hotel, in dem mehrere MitarbeiterInnen mit Behinderung vorzügliche Arbeit leisten.

    Die Welt braucht noch erheblich mehr solcher lobenswerter Projekte!
  3. #3

    Behindert

    Es ist zu beobachten, dass körperlich behinderte Menschen viel leichter einen Zugang in die Arbeitswelt finden (oder nach Unfall/Krankheit behalten), als geistig behinderte.

    Dabei mag die Vorstellung eine Rolle spielen, dass ein nicht behinderter Kollege einen körperlich gehandicapten Mitstreiter leichter als Konkurrenten akzeptieren kann, als einen geistig behinderten.

    Schön, dass die Zeit zeigt, dass es gottlob viele kluge nicht behinderte Menschen gibt, die mit offenem Blick ihre geistig anders gelagerten Mitmenschen akzeptieren.
    Besonders erfreulich, dass es in der Mehrheit Menschen sind, die gern abfällig als "einfach" bezeichnet werden.

    Für mich hat die Frau aus dem Hotel, die ihre Kollegin mit Down-Syndrom aus dem Frühstücksraum "gerettet" hatte, wesentlich mehr Format, Stil, Herzenstakt und Größe als der unverschämte Gast, der dort speiste.

    Allen Einsteigern: Viel Glück!
  4. #4

    gibt es auch bei uns...

    Gibts hier in Aue (in der nähe von Chemnitz) auch. Ein Café wo die Bedienungen ausschließlich Menschen mit einer Behinderung sind.

    Finde ich(selber körperlich behindert) gut.
  5. #5

    Wenn man sich der Tatsache bewußt ist,

    dass es auch einen selbst treffen kann, z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Gehörsturz, etc., wird man vielleicht etwas sensibler mit dem Thema "Behinderung" umgehen.
  6. #6

    Märchen

    Das klingt ja alles wie im Märchen. Der Hausmeister ist wohl die große Ausnahme. Hotels finden noch billigere Arbeitskräfte. Der Lohn würde mich schon interessieren, oder wer fördert da was? Naja, vorerst wird das Praktikum verlängert.
    Ein Café, in dem wieder nur ausschließlich Behinderte arbeiten, ist wohl auch nicht ganz Sinn der Sache. Kenne ich auch. Da steckt viel Arbeit dahinter. Das ist nicht alles reibungslos. Und erst der Anfang von Integration. Ja, man könnte viel von solchen Mitarbeitern lernen. Gewöhnlich sind sie supermotiviert bei der Sache. Teils etwas übermotiviert. Sie haben ihre Macken. Die Macken sind nicht immer harmlos. Man lernt Rücksichtnahme. Vielleicht auch Ehrlichkeit. Entschleunigung.
    Insgesamt lässt sich wohl nicht leugnen, dass die Arbeiten immer noch besser sind als das, was in sog. Behindertenwerkstätten so versteckt-christlich abläuft. So ein einseitiger Sonnenscheinartikel bedarf vielleicht eines zweiten über die Frage, wie es Behinderten und ihren Angehörigen sonst so ergeht.
  7. #7

    Ahnungslos

    Liebe Leute,
    das ist ja prima, dass Ihr was über solche Praktika schreibt.

    Aber dazu muss man doch nicht gleich die Behindertenwerkstätten niedermachen, die genauso ihre Berechtigung haben und einen sehr guten Job machen.

    Und bei diesem Satz kann man dann wirklich nur noch (angestrengt) lachen: "Wer ganz selbstverständlich seinen Whopper bei einem Menschen mit Down-Syndrom kauft, der hat weniger Vorurteile gegenüber dieser Krankheit."

    Peinlich...

    Nein, nein, nein - Behinderung ist keine Krankheit, Trisomie 21 auch nicht.

    Spätestens mit diesem Satz zeigt sich die mangelnde Sachkenntnis des Autoren. Also bitte, auch wenn es hübsch geschrieben und gut gemeint ist: Erst sorgfältig recherchieren, dann schreiben.


    Mit freundlichem Gruß
    Michael Ziegert
  8. #8

    WfbM

    Solche Projekte und Angebote für behinderte Menschen sind wirklich gut und wichtig. Sie fördern den Gedanken der Integration bzw. Inklusion. Ich arbeite im Sozialen Dienst einer Werkstatt für behinderte Menschen und muss jedoch kritisch anmerken, dass bei uns niemand versteckt wird. Ihr Bericht beschreibt dies etwas zu schwarz – weiß. Für viele Menschen mit Behinderung ist eine Werkstatt genau der richtige Ort, um am Arbeitsleben teilhaben zu können und überhaupt am gesellschaftlichen Leben partizipieren zu können. Die Werkstatt bietet viele Angebote, die an den Stärken der Menschen ansetzen, um ihnen ein Gefühl der Wertschätzung, ja eine Identität zu geben.
    Natürlich bietet auch unsere Werkstatt Maßnahmen zur Integration auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt an. Ein eigens geschaffener Bereich, das Integrationsmanagement, ermöglicht Außenpraktika bei externen Partnern (Industrie, Handwerk usw.), die im besten Fall zur einer Festanstellung führen können.
    Nichtsdestotrotz sollte nicht vergessen werden, welche gute und wichtige Arbeit in Werkstätten für behinderte Menschen geleistet wird.
  9. #9

    Leben und leben lassen

    Kennen Sie Menschen mit Behinderungen; ich meine haben Sie Freunde die Behinderungen haben?

    -> ich habe diese

    Waren Sie schon mal in Reha- Einrichtungen?
    ->war selbst in solcher

    Wieso diesen Artikel abfällig als "Sonnenscheinbericht" titulieren?
    Darf ich raten:
    Es passt nicht in Ihr Weltbild voller Vorurteile und vermeintlicher Gewissheiten!

    Den Beweis liefern Sie gleich mit:
    "bedarf vielleicht eines zweiten über die Frage, wie es Behinderten und ihren Angehörigen sonst so ergeht"

    -> damit Ihr Weltbild wieder passt, negieren Sie also deren Erfolge, mit der von Ihnen kolportierten vermeintlichen Tristesse behinderter Menschen.


    Das ist dann letztlich








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