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Kollegen-Etikette: Kritzel-Kampf im Büro

Können die sich bitte mal benehmen? Wo in Deutschlands Büros schlechte Manieren walten, geben Rechthaber es einander schriftlich. Gern anonym. Solche Erziehungsversuche werden zum derben Zank mit Zetteln. Eine Typologie der Mahner und Warner, Papierkrieger und Hass-Kleber.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...828304,00.html
  1. #10

    Lieber Autor/Psychologe: Manche Zettel würden sicher nicht anonym geschrieben wenn man den Übeltäter ertappen würde und Ihn ansprechen könnte. Da dies meist nicht gelingt, bleibt oft nur der Griff zum Zettel. Und eine allgemeine Küchenregel hat auch nicht mehr Nachdruck wenn das ganze Büro den Zettel namentlich unterschreibt...
  2. #11

    Verschiedenes

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Können die sich bitte mal benehmen? Wo in Deutschlands Büros schlechte Manieren walten, geben Rechthaber es einander schriftlich. Gern anonym. Solche Erziehungsversuche werden zum derben Zank mit Zetteln. Eine Typologie der Mahner und Warner, Papierkrieger und Hass-Kleber.

    Kollegen-Etikette: Kritzel-Kampf im Büro - SPIEGEL ONLINE
    Wer Probleme mit Kollegen hat und wem ein gesundes Betriebsklima etwas wert ist hat Gelegenheit das Thema auf der wöchentlichen Besprechung zur Sprache zu bringen. Schmutziges Geschirr in der Büroküche ist ein Indiz dafür dass a) jemand seine Arbeit ernst nimmt anstatt Kakteen zu gießen, Geschirr zu spülen, zu schnattern oder täglich penibel und umständlich die Datumsanzeige am Wandkalender einzustellen und dass b) der Arbeitgeber seiner Verpflichtung nicht nachkommt, die Gebäudereinigungsfirma mit dieser Aufgabe zu betreuen, die ja untrennbar mit dem Wischen der Wußböden und dem Putzen der Toiletten verbunden ist. Wo richtig gearbeitet wird sammeln sich selbstverständlich im Laufe des Tages schmutzige Tassen an, bis die Putzfrau alles abwäscht.
    Mir ist keine sinnvolle, zweckbestimmte Benutzung einer Toilette bekannt, die im Dunkeln oder bei zugeklapptem Klodeckel stattfindet, deswegen gehört das Licht selbstverständlich erst zum Feierabend aus und der Klodeckel niemals zu.
    Das mit dem "please use the brush, not the paper" ist ein leuchtendes Beispiel, wie man die Möchtegern-Unteroffiziere mit Humor dazu bringen kann, ihre Feigheit, Leute direkt anszusprechen, noch einmal zu überdenken. Mir ist jemand in Erinnerung, der sein Anliegen mit der Toilettenbürste auch auf einem großformatigen Zettel an die Wand klebte, allerdings mit seinem Namen drunter. Er hieß Wolf. Gleichzeitig stand irgendwo im Gebäude die Schneeschippe des Hausmeisters, Marke Wolf, mit einem Aufkleber "Wolf-Gerät". Ich ließ es mir nicht nehmen, diesen Aufkleber vorsichtig abzulösen und auf den Griff der Klobürste zu kleben.
  3. #12

    Zitat von kfp Beitrag anzeigen
    Was soll denn dann am "Geh näher ran..." so verkehrt sein? ;)
    Das ist veraltet. Es ist V1.0. Update fehlt. V2.0 lautet: "Such den Witz nicht an der Wand - denn den hältst du in der Hand."
  4. #13

    gehts noch?

    Ich habe mal in dem Mehrparteienhaus, in dem ich früher gewohnt habe, einen Zettel an die Tür gehängt.
    "Bitte die Tür nicht abschließen!"
    Die Tür wurde trotzdem weiter abgeschlossen. Also erweiterte ich um "Das verstößt gegen die Brandschutzbestimmungen!"
    Geholfen hat es nichts.

    Ich habe Nachbarn durch das gekippte Fenster gehört, wie sie ihren Besuch über die Sprechanlage instruierten, bei mir zu klingeln, wenn die Haustür mal wieder abgeschlossen war - weil sie keine Lust hatten, aus dem vierten oder fünften Stock herunter zu kommen und ich ja bloß ein paar Schritte zu gehen hatte.
    Ist ja nur diese eine "große Ausnahme"...egal ob diese eine kleine Tasse oder ein einziges Mal die Tür öffnen, da ist doch nichts dabei.

    Nun, in meinem Fall hieß das, dass ich über mehrere Jahre nicht mehr gescheit schlafen konnte. Ich arbeitete von 14-02 Uhr regulär. Oft wurde es 4, 5 Uhr, bis ich zuhause war. Und ab 7 schellten die ersten Handwerker oder Wasserableser bei mir Sturm, ab 8 die Paketdienste...
    Ich schaltete die Hausverwaltung ein. Die ließ einen laminierten Zettel aufhängen. Half auch nichts. Ich befragte jeden einzelnen Hausbewohner, den ich traf. Niemand wollte es gewesen sein.

    Sicher fragen sich jetzt einige, warum ich meine Klingel nicht abstellte: Nun, ganz einfach. Ich hatte damals einen Hund, und der mochte es schon nicht besonders, wenn jemand klingelte. Aber wenn jemand klopfte, flippte er völlig aus. Und wenn meine Klingel abgestellt war, klopften die Leute an, und wiesen mich darauf hin, dass wohl meine Klingel kaputt sei. Entsprechende Zettel, die ich auf meine Klingel klebte, wurden ignoriert oder abgerissen, oder als Einladung zum Schellekloppen aufgefasst.

    Dann fing ich an, die Boten und Handwerker anzusprechen, warum sie immer alle nur bei mir klingeln. Ja, was soll ich sagen - die reagierten gereizt!
    Was denn so schlimm daran wäre, wenn man einmal kurz die Tür für sie aufschließt? Wenn man nur dieses eine Paket für den Nachbarn entgegen nimmt? Es ist doch nur eine Kleinigkeit, ein paar Sekunden Zeit, die man opfert. Nicht der Rede wert.

    Und ja, es ist so, dass die immer die Klingel nehmen, die am nächsten beim Lichtschalter ist, weil sie davon ausgehen, dass derjenige Parterre wohnt und ihnen den Weg in den 4. oder 5. Stock erspart, wenn er aufmacht. Was ist schon dabei, ist doch keine Arbeit...
    Zettelschreiber sind nach Ansicht des Autors also bloß rücksichtslose Egoisten, die das Klima vergiften und aus der Anonymität heraus davon ablenken wollen, dass sie selbst den größten Dreck am Stecken haben?
    Um solchen Unsinn zu verzapfen, wird man beim SpOn auch noch bezahlt?
  5. #14

    Zitat von Hamberliner Beitrag anzeigen
    Wo richtig gearbeitet wird sammeln sich selbstverständlich im Laufe des Tages schmutzige Tassen an, bis die Putzfrau alles abwäscht.
    Ich leite daraus ab:
    Sie sind ein Mann. Und Putzen ist für Sie a) keine richtige Arbeit und b) Frauensache.

    Wegen Leuten wie Ihnen hängen andere Leute Zettel auf.
  6. #15

    Zitat von numey Beitrag anzeigen
    Ich leite daraus ab:
    Sie sind ein Mann. Und Putzen ist für Sie a) keine richtige Arbeit und b) Frauensache.

    Wegen Leuten wie Ihnen hängen andere Leute Zettel auf.
    Wenn ich putze oder Geschirr spüle anstatt technische Berechnungen anzustellen, technische Berichte zu erstellen, Messungen zu überwachen, Kunden zu beraten oder Berechnungsverfahren zu entwickeln ist das ist das in der Tat keine richtige Arbeit, weil unsere Firma daran nichts verdient, und eine vertragswidrige Schädigung meines Arbeitgebers. Das ist auch bei meinen durchaus weiblichen Kolleginnen so, von denen eine ebenso wie ich promoviert ist. Bei der Putzfrau ist das nicht so. Dass Firmen wie Gegenbauer in Berlin, Dechow in Hamburg zur Gebäudereinigung Frauen beschäftigen ist nicht meine Entscheidung, hat aber den Vorteil dass die nicht - wie eine frühere männliche Kneipenbekanntschaft von mir - den unbewachten Zutritt zu fremden Büros missbrauchen um an den PCs zu spielen oder zu surfen oder zu hacken und damit abends in der Kneipe zu prahlen. Im übrigen hängt wegen mir niemand Zettel auf. Meine extrem archäologische Kaffeetasse bekommt außer mir niemand zu sehen.
  7. #16

    Zitat von numey Beitrag anzeigen
    Ich habe mal in dem Mehrparteienhaus, in dem ich früher gewohnt habe, einen Zettel an die Tür gehängt.
    "Bitte die Tür nicht abschließen!"
    Die Tür wurde trotzdem weiter abgeschlossen. Also erweiterte ich um "Das verstößt gegen die Brandschutzbestimmungen!"
    Geholfen hat es nichts.
    Ich habe Nachbarn durch das gekippte Fenster gehört, wie .....
    Dein Bericht ist unvollständig, man muss wichtige Details raten. Ich rate und setze voraus: 1.) Die Tür lässt sich, wenn sie nicht abgeschlossen ist, nur von innen öffnen. Sie hat außen keine Türklinke o.dgl. 2.) Es gibt Türöffner - jeder kann von der Wohnung aus per Knopfdruck die Tür öffnen, aber nur, wenn sie nicht abgeschlossen ist. 3.) Wir sind uns einig, dass man selbstverständlich nicht Fremden ermöglichen sollte, unerlaubt das Haus zu betreten, weil dann ja auch Einbrecher kommen, oder Junkies um sich im Treppenhaus einen Druck zu setzen, oder Obdachlose um sich unter der Treppe häuslich einzurichten. 4.) Wir sind uns einig, dass die Brandschutzbestimmungen nicht vorschreiben, dass man ohne Schlüssel und Erlaubnis ins Haus hinein kommt. Wenn dem so ist, würde ich Dir zweierlei empfehlen: 1.) Deaktivier die Schließvorrichtung im Schloss, so dass es zwar nach wie vor zuschnappt (niemand kann unerlaubt von außen 'rein), aber so dass die Nachbarn die Türöffner betätigen können anstatt dass jemand mit Schlüssel hinrennt. 2.) Bau Dir einen Schalter in die Klingelanlage in Deiner Wohnung, um sie zu deaktivieren, wenn Du schläfst - zu Omas Zeiten zog man eine Wollsocke über die Klingel. Ggf. lässt Du Dir von jemandem dabei helfen. Nichts ist so effizient wie vollendete Tatsachen.
  8. #17

    Blockwart im Büro

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Können die sich bitte mal benehmen? Wo in Deutschlands Büros schlechte Manieren walten, geben Rechthaber es einander schriftlich. Gern anonym. Solche Erziehungsversuche werden zum derben Zank mit Zetteln. Eine Typologie der Mahner und Warner, Papierkrieger und Hass-Kleber.

    Kollegen-Etikette: Kritzel-Kampf im Büro - SPIEGEL ONLINE
    Natürlich ärgere ich mich auch manchmal über die eine oder andere Kollegin hier, aber den Typen "Besserwisser-Woman" finde ich extrem penetrant. Vermutlich haben diese Damen daheim niemanden mehr, den sie erziehen können oder es hört keiner mehr zu. Also zicken sie rum und vergiften das Arbeitklima. Da wundere ich mich lieber über die eine oder andere dreckige Tasse und würde niemals solche Zettelchen verteilen.
  9. #18

    Fortbildung über besseres Benehmen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Können die sich bitte mal benehmen? Wo in Deutschlands Büros schlechte Manieren walten, geben Rechthaber es einander schriftlich. Gern anonym. Solche Erziehungsversuche werden zum derben Zank mit Zetteln. Eine Typologie der Mahner und Warner, Papierkrieger und Hass-Kleber.

    Kollegen-Etikette: Kritzel-Kampf im Büro - SPIEGEL ONLINE
    Diese feigen Kollegen in den Büros, die anonym handeln, sollten "gestellt" werden. Die Frage ist, wie man das als korrekter und mit besten Manieren ausgestatteter Büromensch am besten anstellt. Denn die Zettelwirtschaft hat keinen Erziehungseffekt. Man muss schon zu anderen Mitteln greifen, ohne dabei überall das elektronische Auge zu installieren. Wir haben es in unserem Unternehmen mit Aufklärung in Fortbildungsseminaren versucht und etagenweise Preise und Auszeichnungen einschließlich Gehaltszuschlägen eingeführt.


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