AFPSie waren Liebhaberinnen der Bosse, erledigten Hilfsdienste. In Lateinamerikas Kokainkartellen hatten Frauen wenig zu sagen. Doch nun übernehmen sie wichtige Jobs von Männern, die im mexikanischen Drogenkrieg getötet oder verhaftet wurden. Die "Narcoqueens" geraten ins Visier der Ermittler.
http://www.spiegel.de/panorama/justi...849626,00.html
da sieht man es doch, eine Quote ist nicht nötig. Engagierte Frauen schaffen es auch ohne Quote an die Spitze. Vielleicht schreibt diese Frau mal ein Buch, aus dem unsere Quotenverwöhnten Frauen daraus lernen können.
Irgendwie klingt in diesem Artikel für mich etwas "na endlich" mit.
"Am eigentlichen Geschäft waren die Drogen-Damen in der Vergangenheit nur am Rand beteiligt. Bestenfalls wurden sie als "Mulas", als Drogenkuriere eingesetzt, wuschen Drogenmillionen oder wurden als Boten gebraucht, um Bestechungsofferten an die Behörden zu übermitteln."
"Nur" am Rande - ja so ne Schande! Da geht doch noch mehr oder?
"Nur wenige Frauen schafften es in die Entscheiderebene der Drogenkonzerne."
Ist das jetzt ein Aufruf für eine Frauenquote in der Drogenmafia?
"Die gelernte Buchhalterin führt die Organisation unauffällig und ohne die Protzerei der Männer. Sie wird als eine stille Arbeiterin beschrieben, die aber genauso wie die Männer klare und harte Entscheidungen treffe."
Ah, Frauen sind also auch die besseren Kriminellen ... oh Spiegel, was ist aus dir geworden ...
"Die "Tucanes de Tijuana" widmeten Ávila sogar ein eigenes Lied. Die Volksmusik-Band beschreibt die Pazifikkönigin in dem Song "Fiesta en la Sierra" als "eine Große des Geschäfts". Ávila gelang schon zu Lebzeiten, was selbst manchem toten Drogenboss nicht gelingt. Sie wurde zur Legende."
Ok, sind sind die besseren Kriminellen - Spiegel, was wäre ich ohne dich!
das heißt, sie ist genauso für Mord und alle möglichen anderen Verbrechen verantwortlich wie die anderen Gangsterbosse.
Dann behandelt sie auch so.
Und stilisiert diese Verbrecherbrut nicht zu Königinnen und Königen.
und ohne mich den reichlich zynischen Vorkommentaren über die Quote anschließen zu wollen, ist es trotzdem eine Aufforderung über die Geschlechterdebatte nachzudenken. Denn offensichtlich ändert sich nicht wirklich etwas am gesellschaftlichen Zusammenleben, wenn Frauen Führungspositionen in hierarchischen Strukturen einnehmen. Ganz anders sieht es aus, wenn Frauen ihren Protest, ihre gesellschaftliche Teilhabe als Mütter definieren, die für intakte und den Schutz von Familien eintreteten. Wir sollten da an Proteste von Müttern gegen diktatorische Regime wie in Argentinien oder Chile denken, an Mütter die gegen die Mafia antreten usw.. Früher hatten Frauen dies erkannt, indem formuliert wurde: Rollentausch ist auch keine Lösung. Vielleicht liegt in Mütterlichkeit erhebliches Potential zur Bewahrung menschlichen Lebens . Diese Mütterlichkeit wird immer dann verloren gehen, wenn das Interesse an Profit, Gewinn oder Selbstverwirklichung um jeden Preis Vorrang hat. Wobei nicht wenige Männer ihre Familie gefährden, indem sie eben diese Ziele in Fordergrund setzen. Typischer Satz, der dies beschreibt: Du denkst nur an Deine Arbeit! Das Grundübel liegt tatsächlich in der Besitz- und Kapitalverteilung und vermutlich geht das bewahrende Element der Mütterlichkeit beim Einstieg in diesen Kampf verloren!