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Kohlenstoffvariante Graphen: Wundermaterial kann Chips Hunderte Mal schneller machen

Der Stoff*Graphen könnte bald die Schaltzeiten von Transistoren deutlich verkürzen - die Taktrate* von Computerchips wäre Hunderte Mal höher als mit*Silizium. Die Forschung läuft auf Hochtouren. Ein Handyhersteller träumt schon von faltbaren Touchscreens, die bequem in die Hosentasche passen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...784443,00.html
  1. #1

    Jojo..

    Erinnert mich an den Hype um die Fullerene. Was wurde da nicht alles prognostiziert und geplant. Und was ist seit dem - immerhin nu gut 20 Jahre - passiert? Wenig bis nichts. Chemisch und physikalisch "spannendes" Material, aber von einem praktischen Einsatz ist man noch so weit entfernt wie damals. Weder endohedrale Komplexe noch Makromaterialien sind bisher zu irgendwas praktischem zu gebrauchen, und dem Graphen prognostiziere ich ein ähnliches Schicksal.
  2. #2

    Graphen-Hype

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Stoff*Graphen könnte bald die Schaltzeiten von Transistoren deutlich verkürzen - die Taktrate* von Computerchips wäre Hunderte Mal höher als mit*Silizium. Die Forschung läuft auf Hochtouren. Ein Handyhersteller träumt schon von faltbaren Touchscreens, die bequem in die Hosentasche passen.
    Es ist richtig, dass Graphen hohe Beweglichkeiten aufweist, die für sehr schnelle Informationsverarbeitung wichtig ist. Doch das ist gar nicht die entscheidene Baustelle in der Halbleiter-Entwicklung, zumal das bislang sehr gut mit 2D-Elektronengas bewerkstelligt wird. Problematisch ist die zunehmende Skalierung in den sub-20 nm Bereich, wo auch Graphen z.Zt. keine neue Lösung verspricht. Momentan grassiert ein Graphen-Hype, der an den Hype der Carbon-Nanotubes erinnert - aus denen dann nicht viel bislang geworden ist. Mal abgesehen davon, dass sich Graphen nicht so leicht abscheiden lässt wie gängige Halbleitermaterialien.
  3. #3

    Trotzdem

    ne abgefahrene entdeckung. Unglaublich zu was der Mensch fähig sein kann.
    Allerdings kann man davon ausgehen, wenn das im Spiegel erscheint, das man in der Rüstung damit schon arbeitet, oder es sogar schon im Einsatz ist.
    Im Konsum kommt so etwas erst an wenn man geprüft hat ob man damit nicht effizienter töten kann.
    Traurig aber wahr.
  4. #4

    Totgesagte leben länger...

    Unabhängig von den Chancen und Problemen des Graphens ist es ganz sicher vermessen, wenn nicht unerhört, die Ära des Siliciums für beendet zu erklären...
  5. #5

    Im Labor

    läßt sich unter kontrollierten Bedingungen manches realisieren, was in der Praxis (-20°....+60°C bei unterschiedlicher Luftfeuchtigkeit, Erschütterungen etc.) jämmerlich versagt, oder dessen Fertigung einfach zu teuer ist.

    Auch viele realisierte Bauelemente (Tunneldioden, Unijunction-Transistoren,etc.), derentwegen damals ebenfalls eine Rieseneuphorie herrschte, verschwanden in der Versenkung, oder fristeten dann ein Schattendasein.
    Deshalb einfach die Entwicklung abwarten:-).
  6. #6

    .

    Interessanter Beitrag der BBC aber auch schon etwas älter. Befasst sich mit der Entdeckung, weiteren Erforschung und möglichen Herstellungsverfahren in der Industrie.

    http://www.bbc.co.uk/iplayer/episode...nder_material/
  7. #7

    Kein Titel

    Zitat von Alzheimer Beitrag anzeigen
    läßt sich unter kontrollierten Bedingungen manches realisieren, was in der Praxis (-20°....+60°C bei unterschiedlicher Luftfeuchtigkeit, Erschütterungen etc.) jämmerlich versagt, oder dessen Fertigung einfach zu teuer ist.

    Auch viele realisierte Bauelemente (Tunneldioden, Unijunction-Transistoren,etc.), derentwegen damals ebenfalls eine Rieseneuphorie herrschte, verschwanden in der Versenkung, oder fristeten dann ein Schattendasein.
    Deshalb einfach die Entwicklung abwarten:-).
    Wohl wahr! Aber wenn man nicht forscht und Neues ausprobiert, gibt es auch keinen Fortschritt. Und vieles was am Anfang "viel zu teuer" war, ist heute für jeden erschwingliche Massenware...
  8. #8

    Zweifel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Stoff*Graphen könnte bald die Schaltzeiten von Transistoren deutlich verkürzen - die Taktrate* von Computerchips wäre Hunderte Mal höher als mit*Silizium. Die Forschung läuft auf Hochtouren. Ein Handyhersteller träumt schon von faltbaren Touchscreens, die bequem in die Hosentasche passen.
    Bestimmt hat dieses Material interessante Eigenschaften.
    Aber sollte man den Nobelpreis nicht erst dann vergeben, wenn sich das auch in der Realität behauptet hat?
    Werden jetzt nur noch Vorschusslorbeeren vergeben?
    Erst Obama, dann diese zwei Physiker.
    Was kommt als nächstes?
    Ich zweifle mittlerweile an der Unabhängigkeit dieses Komitees.
  9. #9

    asd

    Zitat von Schweijk Beitrag anzeigen
    ne abgefahrene entdeckung. Unglaublich zu was der Mensch fähig sein kann.
    Allerdings kann man davon ausgehen, wenn das im Spiegel erscheint, das man in der Rüstung damit schon arbeitet, oder es sogar schon im Einsatz ist.
    Im Konsum kommt so etwas erst an wenn man geprüft hat ob man damit nicht effizienter töten kann.
    Traurig aber wahr.
    Das ist wirklich traurig. Aber war es nicht immer schon so? Daraus sind die wichtigsten Entdeckungen der Menschheit entstanden. Und vorallem damals aber auch noch heute werden ins Militär unsummen in Forschungen gesteckt, die, nachdem Sie zum töten perfektioniert sind, auch für den Freizeitmarkt entstehen.

    Beispielsweise Gedankensteuerung. Im Militär wird viel und teuer geforscht. Irgendwann klappt es und dann wird bröckchenweise das Wissen an die Welt weitergegeben


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